Qualitätsmanagement

Ein gutes Qualitätsmanagement ist dem Kunden dabei behilflich, seine Kunden zu binden, sich seine Marktanteile dauerhaft zu sichern und dabei auch noch wirtschaftlich zu handeln.

Was ist Qualitätsmanagement genau?

Um die Frage „Was ist Qualitätsmanagement“ zu beantworten, muss zuerst die Frage beantwortet werden, „Was ist Qualität“. Der Begriff Qualität stammt aus dem lateinischen von dem Wort „Qualis“ und das bedeutet so viel wie „wie beschaffen“. Somit wird mit dem Wort Qualität die Beschaffenheit von einem Produkt oder einer Dienstleistung beschrieben.

Was die Qualität angeht, so steht auch diese im Wandel der Zeit, sodass sich das Verständnis von Qualität und den Anforderungen eben auf die Qualität stetig ändern. Das bedeutet, die Anforderungen der Kunden wachsen stetig und durch die Vermischung des Marktes und der Möglichkeit des Vergleichs durch das Internet wird es für die Unternehmen immer schwieriger, Kunden zu gewinnen und vor allem an sich zu binden.

Jetzt wo der Begriff Qualität geklärt ist, kann es um das Qualitätsmanagement gehen. Mit dem Qualitätsmanagement verfolgt ein Unternehmen das Ziel eine bestimmte Qualität des Produktes oder der Dienstleistung zu erreichen, durch die Planung, Lenkung, Kontrolle und Verbesserung der Prozesse und Abläufe. Das bedeutet allerdings nicht, dass es sich stets um die bestmögliche Qualität handeln muss, sondern auch ein „Billigproduzent“ kann das Qualitätsmanagement einsetzen. Hier lautet das Ziel dann nicht beste mögliche Qualität, sondern er verfolgt einen von ihm gesteckten Qualitätsgrad. Die DIN EN ISO 9001:2008 und das Qualitätsmanagement sind dabei wesentlich flexibler als so mancher annimmt.

Also was Qualitätsmanagement nun genau? Bei dem Qualitätsmanagement handelt es sich um das älteste Managementsystem und kam im Zuge der Industrialisierung auf, als es einfach nicht mehr ausreichend war, nur die Qualität des Endproduktes zu überprüfen, sondern schon im Vorfeld in den Produktionsschritten sicherzustellen, welches Endergebnis erzielt werden soll. Das Qualitätsmanagement wurde in den vergangenen Jahrzehnten immer weiter entwickelt und es wurden zudem auch zahlreiche Werkzeuge gefunden, die den kontinuierlichen Verbesserungsprozeß unterstützen.

Somit bedeutet Qualitätsmanagement heute nicht mehr einfach nur das Endprodukt genau unter die Lupe zu nehmen, sondern intelligenter und effizienter zu arbeiten. Damit ist das Qualitätsmanagement ein Steuerungselement von einem Zukunftsorientieren Unternehmen.

Der Regelkreis des Qualitätsmanagement

Wie bereits gelernt, wird bei dem Qualitätsmanagement grosser Wert darauf gelegt, die Prozesse kontinuierlich zu verbessern. Die Erfahrungen die dabei gemacht werden, fließen wieder ein in die Planung, sodass ein Regelkreis entsteht.

  • Qualitätsplanung – hier wird ein Istzustand ermittelt und zudem werden die Rahmenbedingungen für das Qualitätsmanagement festgelegt, wonach dann die Konzepte und Abläufe erarbeitet werden.
  • Qualitätslenkung – das ist die Planphase, in der die gewonnenen Ergebnisse umgesetzt werden.
  • Qualitätssicherung – hier werden die qualitativen und quantitativen Qualitätsinformationen ausgewertet (Kosten-Nutzen-Betrachtung, Überprüfung der gemachten Annahmen).
  • Qualitätsgewinn – die aus der vorigen Phase gewonnenen Informationen werden eingesetzt für die Strukturverbesserungsmaßnahmen und die Prozessoptimierung. Es werden die Erfolge und Ergebnisse kommuniziert.

Die Modelle und Standards des Qualitätsmanagements

Es existieren eine Vielzahl von Qualitätsmanagement-Normen, die als Rahmen oder auch als verpflichtende Vorgabe für die Etablierung von einem Qualitätsmanagement-System herangezogen werden. Dabei zeigen die verschiedenen Qualitätsstandards große regionale und branchenspezifische Unterschiede auf. Besonders die asiatischen und angelsächsischen Hersteller, besonders die aus der Industrie stammen, haben die Qualitätsmanagement-Methoden eingeführt.

Die beiden bekanntesten Qualitätsmanagement-Modelle sind as EFQM-Modell und die ISO 9001, die beide über Schnittmengen in der Prozessorientierung verfügen.

Das EFQM-Modell – dieses ist europäisch ausgerichtet und ermöglicht auch ein Zertifikat durch einen Auditor, wie beispielsweise der EN ISO. Dabei handelt es sich im Gegensatz zu der ISO 9001:2008 um ein Wettbewerbsmodell, das nicht auf der Erfüllung von Vorgaben beruht, sondern auf die Selbstverantwortung in der Bewertung abzielt. Das zentrale Anliegen des EFQM-Modells ist eine stetige Verbesserung, die mittels Innovation und Lernen in allen Unternehmensteilen erzielt werden soll sowie in Zusammenarbeit mit anderen Anwendern des Modells. Hier wird sich laufend an den weltbesten Umsetzungen orientiert, sodass es für ein Unternehmen niemals möglich ist, die Maximalpunktzahl zu erreichen. Das ist im Vergleich zu der ISO 9001:2008 eine wesentlich größere Herausforderung und Motivation, um weitere Verbesserungen anzustreben. EFQM ist zudem nicht nur auf ein Wirtschaftsunternehmen anzuwenden, sondern auch auf Dienstleistungs- und soziale Einrichtungen.

Wem nutzt ein Qualitätsmanagement im Unternehmen?

Dem Unternehmen selbst:

  • Die internen Abläufe werden transparenter.
  • Es können Schnittstellen und Zuständigkeiten bestimmt werden.
  • Durch Fehlervermeidung werden Kosten vermieden.
  • Die Kundenzufriedenheit wächst.
  • Es erfolgt eine permanente Verbesserung.
  • Das Qualitätsbewusstsein der Mitarbeiter wird geschärft.

Den Mitarbeitern:

  • Sie erhalten bessere Arbeitsbedingungen durch klare Strukturen und Verantwortlichkeiten.
  • Die Eigenverantwortung wird gefördert.
  • Durch Qualitätssteigerung erfolgt eine Arbeitsplatzsicherung.
  • Die interne Kommunikation wird verbessert.
  • Die Motivation der Mitarbeiter wird gesteigert.

Den Kunden:

  • Sie erhalten einen neutralen internationalen Nachweis der Qualitätsfähigkeit.
  • Rückverfolgbarkeit der Ergebnisse und Daten
  • Eine langfristige Kundenbindung durch die Einhaltung der Qualitätsstandards