Mindmap erstellen – Anleitung, Tipps & Tool-Empfehlungen

Das Erstellen von Mindmaps ist schon lange nicht mehr nur im Zusammenhang mit dem klassischen Businessalltag interessant. Vielmehr werden auch immer mehr Schüler und Studenten mit diesem spannenden Thema konfrontiert. Sicherlich hast du dich in der Vergangenheit jedoch auch schon das ein oder andere Mal gefragt, worin eigentlich die Vorteile einer Mindmap im Vergleich zu anderen Arten der Darstellung liegen oder worauf du beim Mindmap erstellen generell achten solltest, oder?

Das erwartet dich heute:

Eine Mindmap – was ist das?

Zusammengefasst könnte die klassische Mindmap als moderne Art des kreativen Brainstormings angesehen werden. Denn: im ersten Schritt ist es durchaus „erlaubt“, deine Gedanken weitestgehend frei fliegen zu lassen und alles, was dir zu einem bestimmten Thema einfällt, aufzuschreiben.

So kreativ deine Gedanken ausfallen, so interessant gestaltet sich dann oft auch das Endergebnis. Im Gegensatz zu klassischen Brainstorming- oder To-Do-Listen fokussiert sich die Mindmap auf eine (auf den ersten Blick) etwas flexiblere Form der Darstellung. Bei genauer Hinsicht zeigt sich jedoch, dass es genau dieser Aspekt ist, der den Nutzen und die Vorteile der Mindmap ausmacht.

Mindmap erstellen – wie geht das? Welche Faktoren sollten beachtet werden?

Die Regeln, die im Zusammenhang mit einer Mindmap bzw. beim modernen Mindmapping beachtet werden sollten, sind vergleichsweise locker. Immerhin soll dir das fertige Ergebnis dabei helfen, wichtige Gedankengänge nachvollziehen zu können. Durch das richtige Vorgehen schaffst du oft auch noch mehr Klarheit und kannst dich womöglich sogar von alten Denkmustern befreien, um eine neue Perspektive einnehmen zu können.

Die „richtige“ Struktur – wichtige Infos zum Aufbau der Mindmap

Eine typische Mindmap erkennst du im Allgemeinen an ihrem klassischen Aufbau. Je nachdem, ob du beispielsweise nicht nur mit verschiedenen Mindmapping Begriffen, sondern auch mit Farbe oder gar Motiven arbeiten möchtest, können durchaus bunte Konstrukte entstehen.

Damit sich der Aufbau deiner Mindmap jedoch auch Außenstehenden möglichst rasch erklären kann, ist es wichtig, ein gewisses Grundschema zu beachten. Genauere Infos hierzu findest du unter „Schritt für Schritt: Wie entsteht eine Mindmap?“.

Fast alle Ideen sind „erlaubt“

Für das Mindmap Erstellen gilt im ersten Schritt dasselbe wie für das klassische Brainstorming: so gut wie alle Gedanken/ Ideen zu einem bestimmten Thema sind erlaubt und sollten schriftlich festgehalten werden. So kannst du auch im Nachhinein die Entwicklung deiner Idee nachvollziehen oder Verbesserungen fundierter vornehmen. Daher ist es wichtig, lieber zu viele als zu wenige Details aufzuschreiben. Das Streichen von Ideen ist im Nachhinein immer noch möglich. Begrenze nicht deinen eigenen Horizont dadurch, dass du bestimmte Gedankenansätze von Vornherein ausschließt.

Team Mindmaps sollten mit möglichst vielen Teilnehmern erstellt werden

Die Ergebnisse der entstehenden Mindmap betreffen nicht nur dich selbst, sondern ein komplettes Team? Wunderbar! Dann sollten jedoch auch möglichst viele Köpfe an deiner Mindmap mitwirken. Die Regeln des Mindmapping lassen sich schnell erlernen, so dass hier problemlos jeder mitmachen kann. Ein besonderer Vorteil: je mehr Kollegen bzw. Studenten oder Mitschüler sich beteiligen, umso mehr Ideen und Lösungsansätze werden zusammengetragen!

Dass jede Idee ernstgenommen und auch außergewöhnliche Vorschläge nicht von Vornherein belächelt werden sollten, versteht sich natürlich aus Gründen der Höflichkeit von selbst.

„Gedankenwirrwarr“? Kein Problem!

Im Zuge der Erstellung einer Mindmap zeigt sich schnell, dass -je nach Thema- durchaus interessante und aufwendige „Kunstwerke“ entstehen können. Doch keine Sorge! Oftmals ergibt sich deren Sinn nach einem Blick auf das Ganze. Oder anders: auf der Basis umfangreicher Notizen lässt sich beim Mindmapping oft ein Roter Faden erkennen, der dabei hilft, die kommenden Schritte fundierter zu planen und zu beurteilen.

Schritt für Schritt: Wie entsteht eine Mindmap?

Auch wenn das Erstellen einer Mindmap keine umfangreiche Vorkenntnis erfordert, solltest du dich an groben Vorgaben zum Aufbau orientieren. Mit Hilfe der folgenden Schritte kannst du ganz einfach deine übersichtliche (und kreative) Mindmap erstellen…:

  1. Notiere das zentrale Thema deiner Mindmap in der Mitte des Papiers! (Achte darauf, ein ausreichend großes Stück Papier zu wählen. Nichts ist ärgerlicher, als alle Notizen aus Platznot im Nachhinein auf ein größeres Poster übertragen zu müssen und den Gedankengang zu unterbrechen.)
  2. Welche Begriffe bzw. Ideen verbindest du mit „Thema X“? Es gilt, diese nun um den Hauptbegriff herum aufzuschreiben. Am besten kreist du diese Begriffe ein, um die Übersicht zu wahren. Oftmals werden die verwandten Begriffe bzw. Ideen als die „Zweige der Mindmap“ bezeichnet.
  3. Verbinde die Zweige bzw. die eingekreisten Wörter mit dem Hauptbegriff in der Mitte.
  4. Welche Ideen kommen dir im Zusammenhang mit den Zweigen in den Kopf? Schreibe auch diese Begriffe auf und nutze sie als die „kleinen Zweige“ deiner Mindmap.

Wichtig: beim Mindmapping existieren keine Vorgaben darüber, wie viele Zweige bzw. kleine Zweige erstellt werden sollten. Die jeweilige Anzahl ist von deinen Ideen und natürlich von dem jeweiligen Thema abhängig. Hier kann es sich auch lohnen, eine Mindmap über einen Zeitraum von mehreren Tagen ruhen zu lassen und sich danach wieder mit ihr zu beschäftigen.

Wann kann eine Mindmap erstellt werden?

Die möglichen Einsatzbereiche einer Mindmap erstrecken sich auf die unterschiedlichsten Bereiche. Bei genauer Hinsicht zeigt sich, dass sich die Vorteile von Mindmapping unter anderem…:

  • in der Schule (zum Beispiel beim Erstellen von Gruppenarbeiten bzw. Unterrichtsmaterial oder dem Planen einer Klassenfahrt in der Grundschule und dem Verteilen von Aufgaben)
  • an der Universität (im Zusammenhang mit Haus- und Abschlussarbeiten zur rascheren und unkomplizierteren Ideenfindung oder der Auswertung einer bereits erfolgten Recherche)
  • im Büro (in Meetings und Projektbesprechungen bzw. -planungen)
  • im privaten Umfeld (zum Schlichten von Streitigkeiten oder dem Aufstellen eines Haushaltsplans)

zeigen können. Die Nutzer der Mindmap profitieren in den unterschiedlichen Bereichen von einer hohen Flexibilität. Denn: so gut wie jedes Thema kann mit Hilfe des Mindmappings (selbstverständlich unterschiedlich umfangreich) behandelt werden.

Beliebte Tools zum Erstellen einer Mindmap in der Übersicht

Wer eine Mindmap digital versenden und nicht nur vor Ort nutzen möchte, kann heutzutage natürlich auf unterschiedliche Mindmapping Tools zurückgreifen, um exakt diesen Wunsch zu realisieren.

Im Zusammenhang mit einigen der folgenden Tools braucht es keine separaten Apps oder ähnliches. Viele Mindmap Ideen lassen sich beispielsweise bequem via Word bzw. Open Office realisieren. (Entsprechende Anleitungen zum Mindmap Erstellen finden sich übrigens auch oft auf youtube.)

Wie kann man bei Word eine Mindmap erstellen?

Beim Mindmapping in Word handelt es sicherlich um eine der einfachsten Varianten, sich einen Überblick über einen bestimmten Themenbereich zu verschaffen. Denn: Word bietet dir „von Haus aus“ eine große Auswahl an Formen und Ideen, mit denen du deiner Fantasie freien Lauf lassen kannst. Um deine Mindmap in Word zu erstellen, gehst du einfach wie folgt vor…:

  1. Öffne ein neues Word Dokument.
  2. Klicke auf „Einfügen“ (oberer Bildschirmrand)
  3. Nun kannst du dich unter anderem zwischen verschiedenen Formen entscheiden. Von Pfeilen über Drei- und Vierecke bis hin zu Kreisen stehen dir hier viele Optionen zur Verfügung, Wahlweise kannst du die ausgesuchten Elemente auch farbig gestalten und (selbstverständlich) beschriften.
  4. Jetzt kannst du nach und nach deine individuelle Mindmap erstellen und diese auf Wunsch am Ende natürlich auch als pdf abspeichern und an Kollegen, Freunde usw. verschicken.

Tipp: Du möchtest deine Mindmap in eine Präsentation einfügen? In diesem Fall bietet es sich an, direkt über Microsoft Powerpoint zu arbeiten. Die Menüführung mit Hinblick auf das Einfügen von Formen und Co. unterscheidet sich fast nicht von dem entsprechenden Vorgehen in Word.

Wie kann man bei OpenOffice eine Mindmap erstellen?

Du nutzt OpenOffice? Kein Problem! Auch mit Hilfe des OpenOffice Writers kannst du Mindmaps erstellen. Das Vorgehen gestaltet sich ähnlich wie in der Word Variante.

  1. Öffne ein Dokument.
  2. Lass dir durch einen Klick die möglichen Zeichenfunktionen anzeigen.
  3. Suche dir die Formen deiner Wahl aus und füge sie ins Dokument ein.
  4. Nun kannst du Vierecke, Kreise und Co. ebenfalls mit einer individuellen Farbe versehen, beschriften usw..

Beliebte Mindmapping Apps in der Übersicht

Du möchtest deine Mindmaps mobil von unterwegs aus erstellen bzw. bearbeiten können? Dann kann es sich lohnen, sich mit der Vielzahl der einschlägigen Mindmap Apps zu befassen. Diese sind in vielen Fällen sogar kostenlos und lassen sich bequem und schnell auf die jeweiligen Endgeräte herunterladen.

Besonders beliebt sind hierbei die folgenden Lösungen bzw. Apps für Mindmapping…:

Diese (und viele weitere) App Programme unterscheiden sich teilweise deutlich mit Hinblick auf den gebotenen Nutzerkomfort, die Möglichkeiten und die Menüführung. Je nach persönlichem Geschmack empfehlen sich teilweise auch andere Apps. Daher lohnt es sich, vor dem Herunterladen einen kurzen Vergleich zu Rate zu ziehen oder sich (gerade im Zusammenhang mit der kostenpflichtigen Variante) vor dem Kauf kurz über die jeweiligen Vorteile zu informieren.

Tipp!

Du willst nicht nur den Ablauf deiner Ideenfindung effektiver gestalten, sondern auch andere Prozesse in deinem Unternehmen? In unserem Beitrag Top 9 online Tools für effektiveres Arbeiten geben wir dir verschiedene Tool-Empfehlungen und du erhältst außerdem Tipps zur Verbesserung deiner Organisation und internen Abläufen.

Mindmap online erstellen

Keine Lust auf zusätzliche Apps? Keine Lust auf Word und Co.? Dann kann es sich lohnen, sich im Internet umzuschauen. Viele Anbieter haben inzwischen Seiten ins Leben gerufen, auf denen du deine Mindmaps online erstellen und danach mit deinen Freunden teilen kannst.

Je nach Seite ist jedoch eine Registrierung erforderlich. Nimm dir daher auch ein wenig Zeit, um weitere Konditionen, wie gegebenenfalls Preise und Leistungen, miteinander zu vergleichen. Oft kannst du deine Mindmap online jedoch auch kostenlos erstellen.

Fazit: Welche Vorteile bietet eine Mindmap?

Egal, ob du deine Mindmaps manuell, am PC oder mit einer App erstellst: die jeweiligen Endergebnisse bieten dir umfangreiche Vorteile, die sich unter anderem in…:

  • einem besseren Überblick zu einem bestimmten Thema
  • dem möglichen Erkennen von Zusammenhängen
  • kreativem Arbeiten
  • der Möglichkeit, verschiedene Aspekte umfassender zu beleuchten
  • der gebotenen Flexibilität
  • nachhaltigerem Lernen

zeigen können. Solltest du dementsprechend bemerken, dass du dich an einem Thema „festgebissen“ hast und partout nicht weiterkommst, kann es sich lohnen, auf diesen kreativen (und spannenden) Ansatz der Lösungsfindung zu setzen.

Alisha Meier

Um seine Zielgruppe im Internet zu begeistern muss man kreativ sein. Alisha besitzt diese Kreativität und weiß als Content Marketerin bei sevDesk, welche Inhalte im Netz funktionieren. Im Blog beschäftigt sie sich mit sämtlichen Kreativthemen und versucht Selbstständige zu inspirieren.

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