SMART Methode – Ziele richtig formulieren

Zu den wohl erstaunlichsten Phänomenen der Wirtschaft gehört die Tatsache, dass selbst im 21. Jahrhundert eine klare Definition von Zielen noch immer mit zu den größten Problemen gehört und deshalb zahlreiche Projekte scheitern. Ein geringes Budget sowie mangelnde Ressourcen sind ärgerlich, jedoch kaum zu ändern, eine unklare Zieldefinition ist unentschuldbar. Die SMART Methode unterstützt dabei, Ziele zu formulieren und somit Projekten zum Erfolg zu verhelfen.

Das erwartet dich heute:

Alles Wichtige haben wir auch in einem Video für dich zusammengefasst:

Ziele festlegen und erreichen mit der SMART Methode | YouTube sevDesk

S.M.A.R.T. – Spezifisch.Messbar.Attraktiv.Relevant.Terminiert

Die SMART Methode Definition besagt, dass es sich dabei um ein Mittel zur eindeutigen Klärung von Zielen im Rahmen von Zielvereinbarungen handelt. Das Akronym SMART steht für Specific Measurable Achievable Reasonable Time Bound, was sich am einfachsten mit „Festlegen von SMART-Zielen“ übersetzen lässt. Der Ursprung der SMART Methode liegt in der 4CF-Methode, die Dr. Edwin Locke und Dr. Gary Latham im Rahmen ihrer Arbeit zur Zielsetzungstheorie beschrieben. Dort heißt es, dass es fünf grundlegende Prinzipien für die Festlegung wirksamer Ziele gibt. Das Ausmaß, in dem diese Prinzipien innerhalb des Ziels existieren, steht in direktem Zusammenhang mit der Erreichung dieses Ziels. Somit sind Locke und Latham eigentlich die Erfinder der SMART Methode. Vereinfacht ausgedrückt beinhalten die Ziele der SMART Methode, dass Projekt nicht mehr an einer mangelnden Zieldefinition scheitern. Es soll über ein Ziel im weitesten Sinnen nachgedacht und das Ziel auf eine bestimmte Art und Weise angegeben werden.

Tipp!

Hast du erst einmal klare Ziele definiert, ist es notwendig eine Struktur in die Durchführung deines Projektes zu bringen. Um den Erfolg eines Projekts zu gewährleisten, solltest du daher auf jeden Fall einen Projektplan erstellen.

 

S für spezifisch

In der SMART Methode steht das S für specific (alternativ significant, stretchin oder simple), also spezifisch. Es bedeutet, dass Ziele eindeutig definiert sein müssen. Das heißt, die Aussagen dürfen nicht vage und verschachtelt sein, sondern müssen so präzise wie möglich ausgedrückt werden. Beispiel: Sätze wie „es könnte eventuell unter Umständen gegebenenfalls sein, das durch eine verbesserte Bearbeitung von Kundenanfragen der technische Support vielleicht möglicherweise und bei Vollmond seine Arbeit unter Umständen schneller realisieren kann“ sind sinnlos, da sie kein konkretes Ziel enthalten. Kurz und knapp ausgedrückt beinhalte der Satz die Ansage, dass das Ziel die „Verbesserung der Bearbeitung von Kundenanfragen für den technischen Support“ ist.

Maßnahmen zur Verbesserung können fast immer an mehreren Stellen eines Prozesses ergriffen werden. Der Einsatz der SMART Methode Vorlage führt in der Regel dazu, dass für ein Problem mehrere spezifischere Ziele gesetzt werden, anstatt eine einzelnes, übergreifendes.

M für messbar

Measurable (alternativ meaningful, motivational, manageable), also messbar, betont die Notwendigkeit der Implementierung konkreter Kriterien zur Messung des Fortschritts auf dem Weg zum Ziel. Ist ein Ziel nicht messbar, lassen sich Entwicklungen nicht erkennen. Messbare Fortschritte helfen dabei, ein Ziel zu erreichen, Erfolge werden sichtbar. Zudem ermöglicht die Verwendung einer Messung die kontinuierliche Überwachung der Arbeit, um festzustellen, ob der ursprüngliche Termin realistisch eingehalten werden kann. Wichtig ist, während dieses Prozesses flexibel zu bleiben, da unvorhersehbar Umstände eintreten können, die eine Einhaltung der zeitlichen Vorgaben unmöglich machen.

A für attraktiv

A steht für attractive, attraktiv oder erreichbar (alternativ accepted, achievable, actionable, agreed, aligned, ambitious, appropriate, aspirational, assignable, attainable, as if now (wie bereits erreicht formuliert)). Das bedeutet, dass die Ziele ansprechend, erreichbar beziehungsweise erstrebenswert sein müssen. Es hat wenig Sinn, ein Ziel zu setzen, das entweder zu schwer zu erreichen ist oder über die Fähigkeiten der betroffenen Personen hinausgeht.

R für realistisch

Hinter dem R in der SMART Methode steht reasonable, also realistisch (alternativ relevant, realistic, resourced, resonant). Attractiv und reasonable sind zwar nicht austauschbar, sich jedoch sehr ähnlich. Das heißt, dass ein Ziel möglich und somit realisierbar sein muss. Realistische Ziele motivieren und treiben die Erfolge eines Unternehmens voran. Ein Ziel, das andere Ziele unterstützt oder mit ihnen in Einklang steht, wird als relevantes Ziel angesehen. Es ist eine sorgfältige Analyse dessen, was erreicht werden soll, was die Relevanz der Ziele bestimmt. Jedes Ziel, das innerhalb des Arbeitsumfelds gesetzt wird, sollte das Wissen, die Fähigkeiten oder die Eigenschaften der betroffenen Personen in irgendeiner Weise verbessern, um sie in Bezug auf ihre Kompetenzen und Verhaltensweisen insgesamt zu fördern (Zielsetzungskompetenz).

T für terminiert

Das T ist Stellvertreter für time-bound, terminiert (alternativ tangible, time framed, time limited, time-based, timeboxed, timed, timely, time-oriented, time-specific, timetabled, trackable). Damit meint die SMART Methode, dass das Ziel mit einem fixen Datum versehen werden muss (sollte). Ein Zeitrahmen oder ein Datum hilft dabei, Fristen einzuhalten und sich auf die Erreichung des Ziels zu konzentrieren. Damit wird verhindert, dass Ziele von anderen, nicht damit zusammenhängenden Routineaufgaben, die möglicherweise auftreten, in den Hintergrund gedrängt werden. Ein zeitlich begrenztes Ziel soll ein Gefühl der Dringlichkeit schaffen.

SMART Methode – die W-Fragen

Die SMART Theorie besagt, dass jeder, der ein bestimmtes Ziel untersucht, feststellen wird, dass es sich in der Regel in separate, spezifischere Ziele unterteilen lässt. Deshalb ist der erste Schritt dieses Prozedere, die fünf W-Fragen zu stellen:

  • Was soll erreicht werden,
  • Warum soll es erreicht werden, also die spezifischen Gründe für das Erreichen des Ziels,
  • Wer ist beteiligt,
  • Wo soll dieses Ziel erreicht werden, also an welchem Ort,
  • Welche Anforderungen und Einschränkungen gibt es

In den meisten Fällen sind nur einige der W-Fragen relevant, dennoch lohnt es sich, alle Fragen durchzugehen, um sicherzustellen, dass nichts vergessen wird.

Ein gutes SMART Methode Beispiel ist in diesem Zusammenhang das Ziel „Verbesserung der Bearbeitung von Kundenanfragen für den technischen Support“. Damit würden die W-Fragen der SMART Methode folgenden Ansatz bedeuten:

  • Was: Was bedeutet in diesem Zusammenhang “verbessern”? Steht es für schneller, genauer oder eine andere Maßnahme?
  • Warum: Worin liegt der Sinn dieser Verbesserung und welchen Nutzen bringt die
    Veränderung dem Unternehmen?
  • Wer: Wer muss welche Maßnahmen ergreifen und wer wird davon profitieren?
  • Wo: Wo werden die Maßnahmen durchgeführt?
  • Welche: Welche Teile des Prozesses“ Bearbeitung von Kundenanfragen“ sind betroffen?

Vor- und Nachteile der SMART Methode

Wie jedes andere Instrument, hat die SMART Methode sowohl Vor- als auch Nachteile. Locke und Latham empfehlen deshalb, die Anwendung der SMART Methode stets mit der 4CF-Methode zu kombinieren. Ansonsten ist es durchaus möglich, dass die alleinige Verwendung einer der beiden Instrumente zu einem in irgendeiner Art und Weise mangelhaften Ziel führt. Durch die Kombination der beiden Methoden ergibt sich der zusätzliche Vorteil, dass sich eine „Zielerklärung“ erstellen lässt, die den Umständen und der Kultur des jeweiligen Unternehmens am besten entspricht.

Fazit

Klare Ziele sind äußerst nützliche Werkzeuge, die bei der Motivation von Personen unterstützen und informieren. In Team- oder Projektumgebungen sind SMART-Ziele unerlässlich. Die Klarheit des Ziels sowie die definierten Maßnahmen und die Relevanz für das Projekt stellen sicher, dass alle Mitglieder genau wissen, was von ihnen verlangt wird und bis wann.

Die SMART-Technik ermöglicht es, um ein Ziel zu bestimmen, dieses in den Mittelpunkt zu stellt. Fristen zwingen dazu, mit einem gewissen Maß an Dringlichkeit zu arbeiten. Auferlegte, zeitliche Beschränkungen motivieren dazu, die Anforderungen zeitnah umzusetzen. Das Grundprinzip lautet Projektziele oder auch mit der SMART Methode Marketing Maßnahmen so spezifisch wie möglich zu gestalten, selbst wenn diese zuvor nochmals aufgeschlüsselt werden müssen. Ist ein Ziel nicht messbar, lässt sich nicht festgestellt, ob es bei einem Team Fortschritte auf dem Weg zum erfolgreichen Abschluss gibt. Grundsätzlich müssen Ziele erreichbar und gleichzeitig nicht zu einfach sein. Ein Ziel, das andere Ziele unterstützt oder mit ihnen in Einklang steht, wird als relevantes Ziel angesehen. Die Zielerreichung lässt sich daran erkennen, dass alle fünf geforderten SMART-Ziele erfüllt sind.**

Nadine Höpf

Nadine spezialisiert sich auf die Erstellung und Bereitstellung von Inhalten auf Blogs und Lexikas. Dabei lässt sie ihrer Kreativität freien Lauf und behält die aktuellen SEO Anforderungen immer im Blick. Mühelos erstellt sie Inhalte auch auf französisch.

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