Stundenlohn berechnen – ganz einfach mit dem Stundenlohnrechner!

Jedes Einkommen kann am Ende des Tages auf einen bestimmten Stundenlohn herunter gebrochen werden. Das macht Sinn, wenn du beispielsweise verschiedene Job-Angebote vergleichen willst und abgesehen davon gibt es auch bestimmte Branchen, in denen du ohnehin pro Stunde abgerechnet wirst. Dementsprechend wichtig ist es, dass du den eigenen Stundenlohn berechnen kannst.

Mit diesem Stundenlohnrechner kannst du deinen Stundenlohn aus dem Monats- oder Jahresgehalt berechnen. Oder du errechnest aus dem dir bekannten Stundenlohn das zugehörige monatliche oder jährliche Bruttogehalt.

Stundenlohnrechner
Mit dem Stundenlohnrechner von sevDesk einfach deinen Stundenlohn berechnen

Das erwartet dich heute

So funktioniert der Stundenlohnrechner

Zur Berechnung deines Stundenlohns musst du folgende Angaben im Stundenlohnrechner eingeben:

Was möchtest du berechnen?

Hier kannst du den Stundenlohn auswählen und diesen ausrechnen. Alternativ kannst du hier Bruttolohn auswählen, wenn du deinen Stundenlohn kennst und wissen willst, welches monatliche oder jährliche Bruttogehalt dieser ergeben würde.

Dein Bruttolohn beträgt:

Wenn du im ersten Eingabefeld Stundenlohn ausgewählt hast, dann musst du nun beim Bruttolohn dein monatliches brutto Gehalt angeben. Wenn du Sonderzahlungen wie beispielsweise Urlaubs- oder Weihnachtsgeld mit einfließen lassen möchtest, dann musst du hier dein gesamtes brutto Jahresgehalt angeben.

Der Abrechnungszeitraum:

Wie eben erwähnt, kannst du hier zwischen Monats- bzw. Jahresgehalt wählen.

Wöchtenliche Arbeitsstunden:

Hier gibst du die Gesamtzahl der Stunden an, die du pro Woche arbeitest.

Warum solltest du einen Stundenlohnrechner nutzen?

Mit einem Stundenlohnrechner kannst du praktisch nichts verkehrt machen. Du musst nur dein brutto Gehalt und deine Arbeitsstunden pro Woche korrekt angeben, dann rechnet dir der Stundenlohnrechner deinen Stundenlohn automatisch aus.

Was bedeutet Stundenlohn?

Der Stundenlohn gibt an, wie viel du pro Arbeitsstunde verdienst. Das ist gleichermaßen für Angestellte und Arbeiter wichtiger, wie auch für selbstständige Unternehmer, die den Wert ihrer eigenen Arbeitszeit ermitteln wollen.

Was ist Stundenlohn
Definition von Stundenlohn

Ursprünglich wurde in Deutschland zwischen „Lohn“ und „Gehalt“ unterschieden, wobei Lohn körperliche Arbeit bezahlt hat, während Gehalt geistige Arbeit bezahlte. Parallel dazu gab es die Unterscheidung zwischen Arbeitern und Angestellten. Heute ist diese Differenzierung längst nicht mehr aktuell und die Berufsgruppen sind als absolut gleichwertig anzusehen. Durch diesen historischen Hintergrund erhalten körperliche und handwerkliche Tätigkeiten, die pro Stunde abgerechnet werden, Lohn. Während Gehalt eine monatliche Fixzahlung in gleicher Höhe, die nicht pro Arbeitsstunde ermittelt wird, bezeichnet. Korrekterweise spricht man heute immer von „Entgelt“, wir machen in diesem Artikel also gewissermaßen eine Ausnahme, um explizit auf Stundenlöhne einzugehen.

Der Stundenlohn ist im Arbeitsvertrag oft nicht angegeben. Meist wird das monatliche Bruttoeinkommen genannt, aber kein konkreter Stundensatz. Wird kein Bruttolohn definiert, so ist davon auszugehen, dass die Abrechnung pro Stunde erfolgt.

Stundenlohn | So berechnest du ihn richtig!

Wozu solltest du deinen Stundenlohn berechnen?

Es gibt verschiedene Gründe, warum du deinen Stundenlohn kennen solltest:

  • Wenn du verschiedene Arbeitsstellen direkt vergleichen willst, kannst du die Berechnung des Stundenlohns als Basis für Gehaltsverhandlungen heranziehen.
  • Vielleicht willst du dir deine Überstunden auszahlen lassen und willst wissen, wie viel Geld du für deine zusätzlichen Arbeitsstunden bekommst. Sofern im Arbeitsvertrag nichts anderes vereinbart ist, wird der Stundenlohn als Basis zur Berechnung der Überstünden genommen. Daher ist es von Vorteil, wenn du dir deinen Stundenlohn ausrechnest. Außerdem weißt du dann genau, wie viel Geld dir für Resturlaubstage zusteht.
  • Gleiches gilt für Mehrarbeit, die du zum Beispiel Samstags oder Sonntags geleistet hast. Der Arbeitgeber gewährt hier verschiedene Zuschläge von 25%, 50% oder 100%. Wenn du nun deinen Stundenlohn kennst, rechne zusätzlich den Zuschlag dazu und du kennst das Bruttogehalt für diesen Zusatztag.
  • Bei einer Arbeitszeitverkürzung oder Änderungen deiner Arbeitszeit, die sich auf dein Gehalt auswirken könnte, solltest du deinen Stundenlohn ausrechnen und diesen kennen.

Stundenlohn berechnen – das solltest du beachten!

Bevor wir im Detail auf die Berechnung des Stundenlohns eingehen und dir Besonderheiten zeigen, hier ein rascher Überblick zu den wichtigsten Eckpunkten.

1. Berechnung des Stundenlohns:

Um den eigenen Stundenlohn mit einigen Abweichungen, aber dafür schnell zu berechnen, kannst du deinen Monatslohn durch die Anzahl der durchschnittlich pro Monat geleisteten Stunden dividieren. Beachte dabei jedoch, dass Sondereffekte nicht berücksichtigt werden und du auch noch Steuern zahlen musst.

 

Stundenlohn = Monatslohn / Wochenarbeitszeit x 13 / 3

 

2. Berechnung der durchschnittlichen Monatsstunden:

Um zu ermitteln, wie viele Stunden du pro Monat im Schnitt arbeitest, summiere die geleisteten Stunden von drei Monaten und dividiere sie durch drei. So erhältst du deine durchschnittliche Stundenanzahl, basierend auf drei Monaten.

Wenn du deinen Stundenlohn auf Basis dieser Zeitdauer ermitteln möchtest, musst du deine Wochenarbeitszeit mit 13 multiplizieren. Das Ergebnis wird durch drei dividiert.

Formel zur Berechnung der durchschnittlichen Arbeitsstunden im Monat

 

Monatliche Stunden = Wochenarbeitszeit x 13 / 3

 
Beispiel:
Wenn du als Handwerker 40 Stunden pro Woche arbeitest, rechnest du also 40 x 13 = 520 / 3 = 173,33 und erhältst somit deine durchschnittliche Arbeitszeit pro Monat in Stunden. In unserem Beispiel wären es also 173,33 Stunden Arbeitszeit pro Monat.

3. Vertraglich vereinbarter Stundenlohn:

Keine Berechnung ist nötig, wenn der Stundenlohn bereits im Arbeitsvertrag angeführt ist. Wenn das der Fall ist, erhältst du keine fixe monatliche Lohnsumme, sondern es kommt ganz darauf an, wie viele Stunden du leistest.

4. Wegzeiten berücksichtigen:

Rechnest du dein monatliches Einkommen auf Stunden um, kannst du das nicht nur mit der in Punkt 2 beschriebenen Option. Zusätzlich kannst du auch deine geleisteten Überstunden berücksichtigen und auch alle anderen Leistungszeiten einbeziehen. Außerdem könntest du dadurch auch deinen Stundenlohn inklusive Wegzeiten berechnen.

Das ist natürlich nur eine theoretische Möglichkeit. In der Praxis kann es durchaus spannend sein. Wenn du deinen Stundenlohn ausrechnest und die Fahrzeiten zu deinem Büro berücksichtigst, bekommst du einen ganz anderen Wert. Stell dir vor, du bewirbst dich bei einem anderen Unternehmen, das vielleicht näher zu deiner Wohnung gelegen ist. Um die gebotenen Gehälter direkt zu vergleichen, berücksichtigst du auf diese Weise auch deine Wegzeiten und kannst eine bessere Entscheidung darüber treffen, welcher Arbeitgeber für dich ideal ist.

Stundenlohn Fakten

Ist es eigentlich gut oder schlecht pro Stunde bezahlt zu werden? Wie immer im Leben, es gibt Vor- und Nachteile und kommt ganz auf die individuelle Situation an.

Gerade in handwerklichen Betrieben und in Produktionsstätten wird häufig pro Stunde Lohn berechnet. Der naheliegende Vorteil ist, dass du durch mehr Arbeitsleistung und längere Arbeitszeiten auch direkt mehr verdienst. Allerdings gibt es auch eine Kehrseite, denn in Monaten mit Feiertagen kann die Anzahl der geleisteten Stunden deutlich geringer sein. Wenn du deinen Stundenlohn als Unternehmer berechnest, also ein Teil deines Einkommens als Selbstständiger, musst du auch Phasen mit schlechterer Auftragslage einkalkulieren. Es besteht das Risiko, dass dein monatliches Einkommen sinkt, während es bei einem fixen Monatslohn gleich bleiben würde. Diese Schwankungen musst du als gewissen Risikofaktor in all deine Überlegungen einbeziehen. Eine weitere Frage, die du dir stellen solltest, ist es, ob du nach Stunden abrechnen willst oder einen Pauschalbetrag mit dem Kunden vereinbarst.

Rechte bei der Anstellung auf Stundenlohn

Wer pro Arbeitsstunde bezahlt wird, ist gewissermaßen auf Abruf, was für Unternehmer besonders günstig und flexibel sein kann. Doch der Gesetzgeber hat vorgesorgt, um zu vermeiden, dass Unternehmen Menschen ausnutzen können, die pro geleistete Stunde bezahlt werden. Dazu ein paar rechtliche Fakten:

  • Es muss ein Arbeitsvertrag mit konkreten Arbeitszeiten vorliegen.
  • Die Arbeitszeiten müssen regelmäßig sein, ständige Abrufbereitschaft ist also nicht möglich.
  • Das Risiko für schlechte Auftragslage trägt der Arbeitgeber – auch in diesen Phasen besteht das Recht auf die Bezahlung der gewöhnlich vereinbarten Arbeitszeiten.
  • Minijobber werden besonders geschützt, hier gibt es die 4-Tage-Regel:So lange im Voraus müssen dir deine konkreten Arbeitszeiten mitgeteilt werden. Will dein Chef, dass du am Dienstag kommst, muss er dir das bis spätestens Donnerstag der Vorwoche sagen.

Du siehst, auch bei einer Abrechnung pro Stunde gibt es einen gewissen Schutz bzw. umgekehrt betrachtet, gibt es konkrete Einschränkungen für die Unternehmer. Fairness spielt hier, wie in allen Arbeitsverhältnissen, eine bedeutende Rolle und sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

Formel zur Stundenlohnberechnung

Um den Stundenlohn zu berechnen, verwendest du am besten die folgende Formel:

Formel zur Stundenlohnberechnung
Formel zur Berechnung des Stundenlohns (brutto)

So ermittelst du deinen Stundenlohn auf Basis des Durchschnitts von drei Monaten. Deine Überstunden sind in dieser einfachen Berechnung nicht berücksichtigt. Du musst diese Stunden zusätzlich erfassen. Gibt es in deinem Unternehmen hingegen Tarifbestimmungen, die Überstunden zusätzlich bezahlen oder in entsprechende Freizeit umwandeln, brauchst du sie in diese Berechnung nicht einbeziehen.

Stundenlohnberechnung anhand des Monatsgehalts

Als Arbeitnehmer mit Monatsgehalt möchtest du vielleicht wissen, was dein Stundenlohn ist. Diesen kannst du dir mithilfe folgender Formel ausrechnen:

 

Stundenlohn = 3 x Monatsgehalt / 13 / Wochenarbeitszeit

 
Die Anzahl der Arbeitstage variiert von Monat zu Monat, daher wird bei der Berechnung ein ganzes Quartal herangezogen. Auf Basis des Durchschnitts von drei Monaten wird davon ausgegangen, dass auf diese drei Monate 13 Wochen entfallen.

Beispiel:
Du hast eine 40-Stunden Woche und dein brutto Monatsgehalt beträgt 3.500 Euro. Das ergibt einen Stundenlohn von 20,19 Euro.

Formel zur Stundenlohnberechnung anhand deines Jahresgehalts

Zu deinem Jahresgehalt können Einmalzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld zählen. Diese erhöhen deinen Lohn pro Stunde. Den Stundenlohn anhand deines Jahreseinkommens kannst du mit folgender Formel ausrechnen.

 

Stundenlohn = 3 x Jahresgehalt / 12 / 13 / Wochenarbeitszeit

 
Beispiel:
Du hast eine 40-Stunden Woche und dein brutto Jahresgehalt liegt bei 50.000 Euro. Dein Stunden beträgt daher 24,04 Euro.

Stundenlohn mit Excel berechnen

Besonders schnell kannst du deinen Stundenlohn mit der oben erwähnten Formel in Excel berechnen. Zusätzlich kannst du dir auch für dich persönlich überlegen, ob du weitere Faktoren einbeziehen willst. So kannst du etwa auch deinen Stundenlohn unter Berücksichtigung von Wegzeiten zu und von deinem Büro ermitteln. Excel bietet sich außerdem an, um auch weitere Rechnungen vorzunehmen, beispielsweise wenn du dein Einkommen später auch noch von brutto auf netto umrechnen willst.

Eine einfache, grobe Ermittlung des Lohns pro Stunde schaffst du auch mit deinem Smartphone oder einem Taschenrechner. Sobald du genauer und umfangreicher kalkulieren willst, bietet dir Excel klare Vorteile.

Stundenlohn online berechnen

Selbstverständlich gibt es auch praktische Stundenlohnrechner, wie eingangs in diesem Beitrag erwähnt, zur Ermittlung deines Stundenlohns. So brauchst du nicht erst selbst ein Excel-File erstellen, sondern kannst deine Daten direkt eintippen. Das ist unkompliziert und schnell möglich. Dein Ergebnis wird direkt online angezeigt.

Stundenlohnrechner
Mit dem Stundenlohnrechner von sevDesk einfach deinen Stundenlohn berechnen

TVÖD Tabellen

Die Gehälter im öffentlichen Dienst sind in Tabellen gestaffelt und hängen von der Qualifikation und den Dienstjahren ab. Die jeweiligen Bezahlungen werden in TVÖD-Tabellen abgebildet, wobei es unterschiedliche Gruppen (1 bis 15) gibt und dann nochmals je nach Dienstjahren unterschieden wird. Die Gehälter in den Tabellen sind jeweils brutto angegeben.

Stundenlohn berechnen – Berechnungsbeispiel

Zur besseren Veranschaulichung werden wir nun ein konkretes Rechenbeispiel zur Ermittlung des Stundenlohns durchführen.

 

Monatslohn brutto: € 2.000
Anzahl der wöchentlichen Arbeitsstunden: 40

Berechnung:

3 * € 2.000 Monatslohn brutto = € 6.000
€ 6.000 / 13 = € 461,54
€ 461,54 / 40 Arbeitsstunden pro Woche = € 11,54 pro Stunde

 
Bei einem Brutto-Monatslohn von 2.000 Euro und einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden ergibt sich also, ohne Berücksichtigung von Überstunden oder sonstigen Sonderzahlungen, ein Stundenlohn von knapp über 11,50 Euro. Dieses Ergebnis ist brutto, also noch vor Steuer, zu verstehen, da wir mit dem Brutto-Monatslohn kalkuliert haben.

Wenn du eine Berechnung detaillierter durchführen möchtest, musst du Überstundenzuschläge, Zuschläge für Nachtarbeit und für Feiertage berücksichtigen. Der Einfachheit halber wird der Stundenlohn immer brutto berechnet, da auch die Monatslohn-Angaben typischerweise brutto erfolgen.

Tipp!

Als Selbstständiger oder Freiberufler stellst du deinen Auftraggebern ein Angebot, das nach deinem Stundenlohn berechnet wird. Ein Rechnungsprogramm erleichtert dir sowohl das Angebot, als auch das Rechnungen schreiben.

Stundenlohn berechnen – wie viel bleibt netto übrig?

Nachdem der Lohn pro Stunde brutto berechnet wurde, stellt sich natürlich auch die Frage, wie viel schlussendlich netto ausbezahlt wird. Vom monatlichen Brutto-Einkommen gehen noch Beträge für Steuern und Sozialversicherung ab. Dementsprechend kommt es darauf an, in welcher Steuerklasse du bist.

Das Netto-Einkommen ist für dich relevant, denn schließlich ist das jener Betragt, der dir am Ende real für deine geleistete Arbeit übrig bleibt. Für eine einfache Umrechnung kannst du online verschiedene Brutto-Netto-Rechner nutzen.

Monatslohn mit Stundenlohn berechnen

Die Berechnungen kannst selbstverständlich auch in umgekehrter Reihenfolge durchführen. Wenn du also einen Stundenlohn hast und berechnen willst, wie hoch dein Monatslohn ist, kannst du das schnell und unkompliziert tun.

 

Monatslohn = Lohn pro Stunde (brutto) x erbrachte Stunden pro Woche x 13 / 3

 
Die Formel ist also genau wie zuvor, nur exakt in die andere Richtung rechnend. Du berücksichtigst auf diese Weise auch hier den Durchschnitt von drei Monaten. Das ist gerade bei der Stundenanzahl wichtig, denn diese kann je nach Feiertagen schwanken. Die logische Folge ist, dass auch dein monatliches Einkommen dementsprechend volatil ist.

Auch bei dieser Berechnung gilt wieder, dass das Endergebnis brutto ist, du also Steuern und Sozialversicherungen noch abziehen musst.

Steuerfreie Lohnzuschläge: Worauf du achten musst

Für Nachtarbeit, Arbeit an Sonntagen und Arbeit an gesetzlichen Feiertagen müssen Arbeitgeber deutlich tiefer in die Taschen greifen. Hier sind Zuschläge gesetzlich vorgeschrieben. Sie werden folgendermaßen angesetzt:

Nachtarbeit: Der Zuschlag liegt bei 25% des Grundlohns für Arbeit von 20:00 bis 6:00 Uhr und bei 40% des Grundlohns von 00:00 bis 4:00 Uhr, aber nur, wenn die Arbeit auch bereits vor 00:00 aufgenommen wurde.

Sonntagsarbeit: Der Zuschlag beträgt 50% des Grundlohns von 00:00 bis 24:00 Uhr. Dieser Zuschlag gilt auch für die anschließende Arbeit bis vier Uhr morgens, also wenn du von einem Sonntag an in einen Montag bis vier Uhr früh arbeitest.

Arbeit an gesetzlichen Feiertagen: Der Zuschlag liegt an diesen Tagen bei 125% des Grundlohns von 00:00 bis 24:00 Uhr. Parallel zur Nachtarbeit von einem Sonntag in einen Montag hinein gilt diese Regelung auch für Arbeit an gesetzlichen Feiertagen, wenn du in den Folgetag bis vier Uhr morgens arbeitest. In diesen Stunden ist ebenfalls der Zuschlag zu zahlen.

Diese Regelungen betreffen erst einmal nur die Zuschläge, die Arbeitgeber grundsätzlich in diesen angegebenen Zeiten zusätzlich zum Grundlohn bezahlen müssen. Genau dieser Einkommensteil, also nur die Zuschläge, sind teilweise steuer- und beitragsfrei. Hier sind allerdings Details zu beachten, da diese Befreiung gestaffelt ist:

  • bis 25 Euro: keine Lohnsteuer, keine Sozialversicherung
  • von 25 bis 50 Euro: keine Lohnsteuer, aber Sozialversicherung
  • von über 50 Euro: Lohnsteuer und Sozialversicherung in voller Höhe ohne Vorteile

Wenn dein Grundlohn pro Stunde also vergleichsweise im unteren Bereich liegt, hast du durch Überstundenzuschläge eine perfekte Möglichkeit um dein Einkommen zu steigern. Du verdienst deutlich überproportional mehr, da die Überstunde besser bezahlt wird und dann noch zusätzlich der Zuschlag nicht von der Lohnsteuer und der Sozialversicherung betroffen ist.

Durchschnittlicher Stundenlohn in Deutschland

Im Jahr 2017 betrug der durchschnittliche brutto Stundenlohn ca. 24,37 Euro in Deutschland. Der Stundenlohn unterscheidet sich dabei von Bundesland zu Bundesland. In Hamburg lag der brutto Stundenlohn eines Arbeitnehmers beispielsweise bei 29,77 Euro, während Angestellte in Thüringen nur einen Stundenlohn von 19,47 Euro bekamen.

Des Weiteren gibt es beim Stundenlohn Unterschiede abhängig von der beruflichen Tätigkeit, dem Alter oder dem Ausbildungsgrad. Außerdem gibt es nach wie vor Unterschiede beim Geschlecht, denn Männer haben im bundesweiten Durchschnitt einen höheren Stundenlohn als Frauen in einer vergleichbaren Position.

Mindestlohn in Deutschland

Im Jahr 2015 wurde in Deutschland der gesetzliche Mindestlohn eingeführt. Branchenweit gilt dieser allerdings erst seit 2018. In 2019 betrug der gesetzliche Mindestlohn 9,19 Euro pro Stunde, was 35 Cent mehr zum Vorjahr entspricht. Seit 2020 gilt ein erneut gestiegener Stundenlohn von 9,35 Euro pro Stunde. Jeder volljährige Arbeitnehmer hat einen Anspruch auf den Mindestlohn. Ausnahmen davon sind Schüler oder Studenten in einem Pflichtpraktikum, Auszubildende, Volontäre und ehrenamtliche Mitarbeiter.

Fazit

Der Stundenlohn ist die kleinste Einheit, über die du dein Einkommen ermitteln und verschiedenen Jobs vergleichen kannst. Wenn du pro Stunde bezahlt wirst, ist es wichtig, deine Rechte zu kennen. Wirst du mit pauschaler Vergütung bezahlt, kannst du gleichzeitig deinen Lohn pro Stunde ermitteln.

Die Vergütung pro Stunde hat durchaus Vorteile, etwa, dass du ganz konkret durch deine Arbeit immer einen direkten Gegenwert in Form der Vergütung pro Stunde siehst. Außerdem kannst du du durch Überstundenzuschläge und steuerliche Vorteile dein Einkommen steigern. Wichtig ist, dass du bei allen Berechnungen genau bist und Mittelwerte heranziehst, also nicht nur einen Monat einzeln betrachtest.

Die Berechnung kannst du entweder mit einer einfachen Formel am Smartphone durchführen oder du erstellst dir gleich eine etwas umfassender Excel-Datei, mit der du auch weiterführende Kalkulationen anstellen kannst. Zusätzlich stehen dir praktische Online-Tools, wie ein kostenloser Stundenlohnrechner, zur Verfügung, sei es für die Berechnung deines Lohns pro Stunde oder auch für die spätere Umrechnung von brutto auf netto.

Den eigenen Stundenlohn zu kennen ist wichtig, denn oft lässt sich auch in Gehaltsverhandlungen gut auf diese Weise argumentieren. Berücksichtigen musst du auch Steuern und andere Abgaben, wodurch der Netto-Stundensatz nochmal deutlich geringer ausfällt. Mit diesem vergleichsweise wenig klingenden Wert lässt sich vielleicht auch dein Vorgesetzter schneller zu einer ordentlichen Gehaltserhöhung hinreißen!

Alisha Meier

Alishas Kreativität kennt keine Grenzen. Seit 2017 arbeitet sie als Content Marketing Managerin bei sevDesk und begeistert ihre Zielgruppe mit gezielten Inhalten rund um Kreativthemen und Inspiration für Selbstständige.

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