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Amazon direkt mit sevdesk verbinden

Anbindung an Amazon für automatische Rechnungen und lückenlose Buchhaltung.

Auf Amazon verkaufen: So kannst du deinen Amazon-Shop eröffnen und Seller werden

Aktualisiert am
18
.
06
.
2026
Amazon Kartons vor einem blauen Hintergrund.

Über Amazon erreichst du Millionen potenzieller Kunden, ohne direkt einen eigenen Onlineshop aufzubauen. Dank der geringen Einstiegshürden kann dieses skalierbare Geschäftsmodell vor allem für Gründer, Nebenberufler und kleine Unternehmen ein einfacher Einstieg in den Onlinehandel sein. Trotzdem solltest du nicht einfach loslegen. Gebühren, rechtliche Vorgaben, Steuern und Buchhaltung spielen von Anfang an eine wichtige Rolle.

In diesem Artikel erfährst du, wann sich der Verkauf über Amazon lohnt, welche Voraussetzungen du erfüllen solltest und wie du Schritt für Schritt deinen Amazon-Shop eröffnest. Außerdem zeigen wir dir, welche Produkte sich eignen, welche Kosten auf dich zukommen und wie du deine Amazon-Buchhaltung sauber organisierst.

Einen eigenen Amazon-Shop eröffnen: das Wichtigste in Kürze
  • Du kannst bereits mit wenigen Schritten einen Amazon-Shop eröffnen und deine ersten Produkte anbieten.
  • Zu den größten Vorteilen zählen die enorme Reichweite, das Vertrauen in die Marke Amazon und die Möglichkeit, dein Geschäft schnell zu skalieren.
  • Den Vorteilen stehen starke Konkurrenz, Verkaufsgebühren und eine gewisse Abhängigkeit von der Plattform gegenüber.
  • Um gewerblicher Amazon-Verkäufer zu werden, benötigst du in der Regel ein Gewerbe, eine Steuernummer und ein Bankkonto für Auszahlungen.
  • Die Kosten hängen vom gewählten Verkaufstarif und deinem Geschäftsmodell ab. Neben Verkaufsgebühren können Kosten für Amazon FBA, Werbung oder zusätzliche Dienste anfallen.
  • Achte auf rechtliche Vorgaben wie Datenschutz, Widerrufsrecht, Verpackungsgesetz und Pflichtkennzeichnungen.
  • Steuerlich spielen vor allem Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Umsatzsteuer eine wichtige Rolle.
  • Mit einer Buchhaltungssoftware wie sevdesk kannst du deine Amazon-Buchhaltung automatisieren, Auszahlungen und Gebühren korrekt zuordnen und behältst auch bei steigenden Verkaufszahlen den Überblick.
Inhaltsverzeichnis

Vor- und Nachteile: Warum lohnt es sich, auf Amazon zu verkaufen?

Bist du unschlüssig, ob du Amazon-Seller werden und deine Produkte auf Amazon verkaufen solltest? Unsere Übersicht zeigt dir, welche Vor- und Nachteile die Plattform für dich hat:

Vorteile Nachteile
  • enorme Reichweite und Absatzchancen durch Millionen Kunden weltweit
  • hohe Sichtbarkeit auf der Plattform, v. a. durch integrierte Werbe- und Marketingfunktionen
  • schneller Markteintritt ohne eigenen Onlineshop möglich und mit wenig Risiko
  • internationaler Handel ohne eigene Infrastruktur realisierbar
  • hohe Kaufbereitschaft, da viele Kunden Amazon bereits vertrauen
  • durch Amazon FBA Wachstum ohne eigenes Logistikzentrum möglich
  • Eröffnung des Amazon-Shops ohne technisches Know-how möglich
  • geringe Grundgebühr bzw. Abonnementgebühr
  • Skalierbarkeit des Geschäftsmodells
  • schwieriger Markenaufbau, da der Fokus auf der Marke Amazon liegt
  • dadurch nur eingeschränkte Kundenbindung und Kontrolle
  • hoher Wettbewerb, insbesondere bei Standardprodukten
  • hoher Preisdruck durch die Vergleichbarkeit der Preise
  • hohe Verkaufsgebühren und Lagergebühren
  • Abhängigkeit von Amazon-Richtlinien und -Algorithmen
  • Kontosperrung ohne Vorwarnung möglich
  • wenig direkter Kundenkontakt
  • Risiko von Missbrauch des sehr kundenfreundlichen Rückgaberechts

Amazon eignet sich besonders für Gründer und Onlinehändler, die schnell Reichweite aufbauen möchten. Gleichzeitig solltest du bedenken, dass du dich in eine starke Abhängigkeit von der Plattform begibst. Ob sich der Verkauf auf Amazon für dich lohnt, hängt deshalb vor allem von deiner Produktidee, deinen Produkten, deinen Margen und deinen langfristigen Geschäftszielen ab.

Voraussetzungen für einen eigenen Amazon-Shop

Damit du einen Amazon-Shop eröffnen kannst, brauchst du zunächst ein Amazon-Verkäuferkonto, um dein Produktangebot überhaupt online stellen zu können. Wie du dein Verkäuferkonto einrichtest, zeigen wir dir weiter unten Schritt für Schritt.

Sobald du mit einer Gewinnerzielungsabsicht handelst, gilt der Verkauf über Amazon als gewerbliche Tätigkeit. In diesem Fall solltest du ein Gewerbe anmelden. Ob du deine Produkte haupt- oder nebenberuflich verkaufst, spielt dabei keine Rolle.  Die Kosten für eine Gewerbeanmeldung liegen je nach Gemeinde meist zwischen 20 und 60 Euro. Erwartest du im ersten Jahr unter 100.000 Euro Umsatz, kannst du die Klein­unternehmer­regelung nutzen. Diese kannst du direkt bei der Gewerbeanmeldung beantragen.

Ein separates Geschäftskonto erleichtert dir den Einstieg ebenfalls. So trennst du private und geschäftliche Zahlungen sauber voneinander und behältst deine Einnahmen und Ausgaben leichter im Blick. Das spart später Zeit bei der Buchhaltung und Steuererklärung.

Für die Registrierung bei Amazon brauchst du außerdem einige Unterlagen. Dazu gehören in der Regel ein gültiger Personalausweis, deine Bankverbindung, eine geschäftliche Kreditkarte und deine Steuernummer. Möchtest du deine Produkte auch in anderen EU-Ländern verkaufen, benötigst du zusätzlich eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.).

Kannst du auch als Privatperson auf Amazon verkaufen?

Grundsätzlich kannst du auch als Privatperson auf Amazon verkaufen. Sobald du jedoch regelmäßig Waren mit Gewinnerzielungsabsicht anbietest, kann deine Tätigkeit schnell als gewerblich eingestuft werden. Typische Hinweise sind beispielsweise der regelmäßige Verkauf neuer Artikel, größere Verkaufsmengen oder viele Kundenbewertungen.

Welche Produkte eignen sich besonders gut für den Verkauf auf Amazon?

Nicht jedes Produkt eignet sich gleichermaßen für den Verkauf auf Amazon. Während einige Artikel einfach zu versenden sind und stabile Margen bieten, verursachen andere hohe Kosten oder eine überdurchschnittliche Retourenquote. Deshalb lohnt es sich, die Produktauswahl von Anfang an sorgfältig zu planen. Unsere Übersicht zeigt dir, wie dein Produktangebot für den Verkauf auf Amazon idealerweise beschaffen sein sollte:

Gut geeignet für den Amazon-Verkauf Weniger geeignet für den Amazon-Verkauf
  • kleine und leichte Produkte
  • Produkte mit hoher Marge
  • Evergreen-Produkte mit stabiler Nachfrage
  • Produkte mit einfacher Handhabung und Produktbeschreibung
  • robuste und einfach zu versendende Artikel
  • geringes Risiko von Retouren
  • skalierbare Produkte
  • sperrige, schwere Produkte
  • Artikel mit geringer Marge
  • erklärungsbedürftige, komplexe Produkte
  • schnell brechende oder empfindliche Artikel
  • Produkte mit einer hohen Retourenquote
  • Einmal-Kauf-Produkte ohne Wiederkaufpotenzial
  • handgemachte oder nur regional verfügbare Produkte

Sehr gut geeignet für den Verkauf auf Amazon sind Nischenprodukte. Es gibt wenig Konkurrenz, dafür aber eine klar umrissene Zielgruppe, die du mit Werbeaktionen gezielt ansprechen kannst. Massenprodukte bieten ein hohes Umsatzpotenzial, gehen jedoch oft mit starker Konkurrenz und entsprechendem Preisdruck einher.

Darüber hinaus bedürfen einige Produktkategorien einer Genehmigung bzw. Freischaltung durch Amazon, bevor du diese auf der Onlineplattform verkaufen darfst. Dazu gehören Lebensmittel, Schmuck, Uhren, Bekleidung, alkoholische Getränke sowie Beauty-, Drogerie- und Körperpflegeprodukte. Die Freischaltung erfolgt direkt über dein Verkäuferkonto. Amazon prüft dabei je nach Produktkategorie zusätzliche Nachweise, Zertifikate oder Rechnungen deiner Lieferanten.

Tipp

Um gewinnbringende Produktkategorien zu finden, kannst du die Verkaufsrankings auf Amazon nutzen. Sie zeigen dir die meistverkauften Artikel. Auch Tools wie AMZScout, Google Trends oder Jungle Scout helfen dir, dein Produktangebot zusammenzustellen.

Amazon FBA vs. FBM: Was passt zu dir?

Bei Amazon gibt es zwei Arten, wie du deine Bestellungen abwickeln kannst: Fulfillment by Amazon (FBA) und Fulfillment by Merchant (FBM). Welche Versandmethode besser für dich geeignet ist, zeigt dir unsere Übersicht:

Kriterium FBA (Fulfillment by Amazon) FBM (Fulfillment by Merchant)
Abwicklung durch Amazon den Händler
Lagerung Einlagerung in einem Logistikzentrum von Amazon eigenes Lager und damit eigene Überwachung des Lagerbestandes
Verpackung & Versand durch Amazon durch den Händler
Versandgebühren in den FBA-Gebühren enthalten Versandgebühren auf eigene Rechnung
Verwendung des Prime-Logos inklusive nur durch Antrag auf „Prime durch Verkäufer“
Gebührenstruktur hohe Lagergebühren und Versandgebühren geringere Gebühren, dafür eigener Aufwand und Kosten für Lager und Versand
eigener Aufwand gering hoch
Skalierbarkeit sehr hoch, schnelles Wachstum möglich begrenzt durch Lagerkapazität und Personalverfügbarkeit
Kundenservice durch Amazon, inkl. Retourenabwicklung durch den Händler, dadurch aber auch direkter Kontakt zu Kunden

Amazon FBA ist am besten für dich geeignet, wenn du dein Business schnell skalieren und ein großes Volumen abwickeln möchtest. Mehr dazu erfährst du in unserem Ratgeber zu Amazon FBA. Vertreibst du eher individuelle Produkte und ein überschaubares Produktangebot, ist Amazon FBM eher für dich geeignet.

Tipp

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Deine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um Amazon-Händler zu werden

Du kennst jetzt die wichtigsten Voraussetzungen, Kosten und Chancen des Verkaufs auf Amazon. Im nächsten Schritt geht es an die praktische Umsetzung. Von der Wahl des passenden Verkaufstarifs über die Registrierung bis hin zur Veröffentlichung deiner ersten Produkte: Wir zeigen dir, wie du Schritt für Schritt vorgehst, um deinen Amazon-Shop zu eröffnen.

Schritt 1: Tarifoption festlegen

Bevor du dich bei Amazon registrierst, musst du als Erstes den passenden Verkaufstarif auswählen. Amazon bietet dafür zwei Modelle an: das Basiskonto für Einzelanbieter und den Professional-Tarif für gewerbliche Verkäufer.

Mit einem Verkäuferkonto für Einzelanbieter (Basiskonto) zahlst du keine monatliche Grundgebühr, aber zusätzlich zur obligatorischen Kategorie-Gebühr eine Verkaufsgebühr von 0,99 Euro (zzgl. MwSt.) pro verkauftem Artikel. Das Konto für Einzelanbieter eignet sich vor allem für Einsteiger, die weniger als 40 Verkäufe pro Monat erwarten und zunächst mit einem überschaubaren Produktsortiment starten möchten.

Gewerbliche Händler und solche mit einem größeren Produktangebot brauchen einen Professional-Tarif. Statt einer Gebühr pro verkauftem Artikel zahlst du dann eine monatliche Grundgebühr in Höhe von 39 Euro (zzgl. MwSt.). Zusätzlich erhältst du Zugriff auf erweiterte Funktionen wie Verkaufsberichte, Schnittstellen (APIs), Werbemöglichkeiten und bestimmte Produktkategorien, die eine Freischaltung durch Amazon erfordern.

Für die meisten Gründer und Einsteiger reicht das Basiskonto zunächst aus. Planst du jedoch von Anfang an mehr als 40 Verkäufe pro Monat oder möchtest dein Geschäft schnell ausbauen, ist der Professional-Tarif häufig die bessere Wahl.

Schritt 2: Registrierung bei Amazon abschließen und Händlerkonto erstellen

Um deinen Amazon-Shop zu eröffnen, musst du dich zunächst dort als Verkäufer registrieren. Dazu besuchst du die Amazon Seller Central und legst ein Händlerkonto an. Du benötigst folgende Unterlagen:

  • Personalausweis oder Reisepass,
  • Gewerbeanmeldung bzw. Gewerbeschein (für gewerbliche Verkäufer),
  • Kontoauszug oder Kreditkartenabrechnung als Adressnachweis,
  • Bankverbindung,
  • Steuernummer sowie USt-ID (für internationale Verkäufe),
  • Handelsregisternummer (falls vorhanden),
  • die gewählte Rechtsform,
  • deinen Firmennamen,
  • eine international gültige Kreditkarte deines Unternehmens für Belastungen,
  • geschäftliche E-Mail-Adresse und
  • Telefonnummer.

Je nach Unternehmensform oder Verkaufsregion kann Amazon weitere Nachweise anfordern. Sind alle Angaben vollständig und erfolgreich verifiziert, erhältst du Zugriff auf dein Verkäuferkonto. Über die Amazon Seller Central verwaltest du anschließend deinen gesamten Amazon-Shop. Dort kannst du Produkte anlegen, Lagerbestände pflegen, Bestellungen bearbeiten, Werbekampagnen starten und Auszahlungen überwachen.

Schritt 3: Produkte einstellen und optimieren

Nach der Registrierung kannst du deine ersten Produkte in der Amazon Seller Central anlegen. Grundlage eines jeden Produkts bei Amazon ist die Listung.

Verkaufst du ein Produkt, das es auf Amazon bereits gibt, kannst du die vorhandene Listung als Vorlage verwenden. Sie enthält bereits wichtige Daten wie die Produktkennung (z. B. ISBN oder EAN), eine SKU (eindeutige Nummer zur Überwachung des Lagerbestandes), den Produkttitel, den Produktpreis, die Produktbeschreibung, Produktbilder und wichtige Suchbegriffe sowie Schlagwörter. Ist das Produkt noch nicht im Katalog vorhanden, musst du die Listung selber erstellen.

Achte beim Einstellen der einzelnen Produkte in der Amazon Seller Central auf folgende Punkte:

  • Orientiere dich beim Verfassen von Produkttitel, Bullet Points, Produktbeschreibung, Keywords und Bildern am Nutzen für den Kunden.
  • Recherchiere Schlagwörter, nach denen deine Kunden möglicherweise suchen, und optimiere deine Produktdetailseiten danach (Suchmaschinenoptimierung).
  • Produktbilder sollten mindestens 500 x 500 Pixel groß sein, besser sind 1.000 x 1.000 Pixel.
  • Du kannst Produkte in mehreren Varianten anbieten, wie Farben, Düfte oder Größen.
Nicht nur physische Produkte sind möglich

Über Amazon kannst du nicht nur klassische Handelswaren verkaufen. Beliebte Geschäftsmodelle sind z. B. eBooks und Bücher über Amazon KDP (Kindle Direct Publishing), Malbücher, Notizbücher oder Print-on-Demand-Produkte wie T-Shirts, Tassen und Poster. Viele dieser Modelle kommen sogar ohne eigenes Lager aus und eignen sich deshalb gut für den Einstieg.

Schritt 4: Zahlungs- und Versandoptionen festlegen

Im nächsten Schritt legst du fest, welche Versandmethode du deinen Kunden anbieten möchtest. Übernimmst du die Verwaltung des Lagerbestands sowie den Versand selbst (FBM), entscheidest du frei, mit welchen Versanddienstleisterndu zusammenarbeiten willst. Du kannst alternativ auch Amazon den Versand übernehmen lassen (Amazon FBA). Dabei kannst du neben der Standardlieferung auch die schnellere Prime-Lieferung oder die Express-Zustellung anbieten. Welche Variante besser zu dir passt, hängt vor allem von deinem Produktsortiment, deinem Bestellvolumen und deinen Wachstumsplänen ab.

Bei den Zahlungsoptionen hast du deutlich weniger Einfluss, da die Abwicklung in jedem Fall über Amazon Payments erfolgt. Deine Kunden können dabei aus vielen gängigen Zahlungsmethoden wie Kreditkarte, Lastschrift, Amazon Pay, Kauf auf Rechnung oder Monatsabrechnung wählen. Bei der Monatsabrechnung dürfen Privatkunden alle Einkäufe eines Monats sammeln und gemeinsam zur Mitte des darauffolgenden Monats zahlen – ähnlich dem Prinzip einer Kreditkarte. Die Auszahlung deiner Umsätze erfolgt anschließend über dein hinterlegtes Geschäftskonto.

Schritt 5: Deinen Amazon-Shop erfolgreich starten

Sobald du deine Produkte angelegt, Versandoptionen eingerichtet und alle Angaben überprüft hast, kannst du deine Angebote veröffentlichen. Damit ist dein Amazon-Shop offiziell startklar und potenzielle Kunden können deine Produkte über die Plattform finden und bestellen.

Die ersten Verkäufe kommen jedoch nicht immer automatisch. Beobachte deshalb regelmäßig die Entwicklung deiner Angebote. Besonders wichtig sind Kennzahlen wie die Klickrate, die Conversion Rate, Kundenbewertungen und die Retourenquote. Sie zeigen dir, an welchen Stellen Optimierungspotenzial besteht.

Nutze außerdem die Rückmeldungen deiner Kunden, um Produktangebote und Produktdetailseiten kontinuierlich zu verbessern. Schon kleine Anpassungen können die Sichtbarkeit deiner Produkte erhöhen und zu mehr Verkäufen führen.

Tipp

Anfangs ist die Erstellung von Rechnungen noch mit einem überschaubaren Aufwand verbunden. Wächst dein Unternehmen, entsteht schnell ein enormer Verwaltungsaufwand. Automatisiere deine Rechnungsstellung daher mit geeigneten Tools. Für deine Amazon-Buchhaltung kannst du die Buchhaltungssoftware von sevdesk verwenden: Per Billbee-Schnittstelle importiert sie automatisch alle relevanten Informationen aus deinem Amazon-Shop und automatisiert so das Schreiben von Rechnungen für dich.

Über Amazon verkaufen: Gebühren und Kosten

Welche Verkaufsgebühren und Kosten für dein Verkäuferkonto anfallen, hängt vom gewählten Verkaufstarif und den von dir verkauften Produkten ab. Sie setzen sich aus einer festen monatlichen Grundgebühr und variablen, prozentualen Kosten in Abhängigkeit von deinen Verkäufen zusammen:

Kosten / Gebühren Basiskonto (Einzelanbieter) Geschäftskonto (Professional)
monatliche Pauschalgebühr für den Verkaufstarif 0,00 € 39,00 €
Verkaufsgebühren 0,99 € pro Artikel 0,00 € pro Artikel
prozentuale Verkaufsgebühr (Kategorie-Gebühr inkl. Vermittlungs- und Abschlussgebühren) 7-15 % je nach Produktkategorie 7-15 % je nach Produktkategorie
Lagergebühren und Versandkosten (bei Nutzung von Amazon FBA) abhängig vom Volumen (in Kubikmeter) sowie Größe und Gewicht der Artikel abhängig vom Volumen (in Kubikmeter) sowie Größe und Gewicht der Artikel

Weitere Kosten kommen auf Onlinehändler bei Amazon etwa dann zu, wenn sie Werbeaktionen abwickeln, Tools nutzen, optionale Dienstleistungen in Anspruch nehmen oder auch für die Retourenbearbeitung.

Tipp

Behalte mit einem professionellen Buchhaltungsprogramm all deine Kosten ganz einfach im Blick. Erfasse mit sevdesk deine Betriebsausgaben und -einnahmen auf Knopfdruck. Jetzt kostenlos testen →

Rechtliche Vorgaben, um einen Amazon-Shop zu eröffnen

Zunächst einmal gelten für dich dieselben rechtlichen Vorgaben wie für alle anderen Onlinehändler. Dazu gehört es etwa, im Impressum zahlreiche Pflichtangaben zu machen und deine Kunden über ihr Widerrufsrecht zu belehren. Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) musst du nicht verpflichtend haben, sie sind aber empfehlenswert.

Außerdem solltest du dich mit diesen rechtlichen Verpflichtungen beschäftigen:

  • Einhaltung von Datenschutzrecht und Datenschutzerklärung,
  • Verpackungsgesetz (Registrierung bei der ZSVR),
  • korrekte Abführung der Umsatzsteuer,
  • Beachtung des OSS-Verfahrens bei Verkäufen ins Ausland und entsprechende Lieferschwellen,
  • Pflichtkennzeichnungen (z. B. CE-Kennzeichnung bei Spielzeug, Energielabel oder Batterieentsorgungshinweise),
  • Wettbewerbsrecht und
  • Markenrecht (z. B. bei Markenregistrierung).

Lass dich am besten rechtlich dazu beraten, worauf du zu achten hast. Verstöße können schnell auch wettbewerbsrechtlich relevant sein und damit zu teuren Abmahnungen führen, weshalb du sichergehen solltest, dass die Rechtstexte deines Amazon-Shops immer auf dem neuesten Stand sind.

Kennst du die EORI?

EORI steht für „Economic Operators’ Registration and Identification number“. Sie ist eine vom Zoll vergebene eindeutige Nummer auf EU-Ebene. Du brauchst sie, wenn du Ware aus Drittländern in die EU importierst oder über Amazon FBA mit Lager außerhalb der EU Waren verschickst. Du kannst die EORI direkt beim Zoll beantragen.

Versicherungen für Amazon-Seller

Welche Versicherungen für dich als Onlinehändler bei Amazon wichtig sind, hängt von der konkreten Ausgestaltung deines Geschäfts ab. Insbesondere mit diesen Versicherungsarten solltest du dich beschäftigen:

Versicherung Gegenstand Empfehlenswert?
Transport- und Lagerversicherung gegen Schäden oder Verlust bei Versand oder Lagerung ja, besonders wenn du dich selbst um den Versand kümmerst (FBM)
Produkthaftpflichtversicherung durch deine Produkte verursachte Schäden verpflichtend für Händler mit mehr als 5.000 Euro Umsatz im Monat
Betriebshaftpflichtversicherung Schäden durch betriebliche Tätigkeit ja, sehr wichtiger Versicherungsschutz
Betriebsunterbrechungsversicherung Absicherung für Schäden durch Brand, Wasserschäden etc. ja, für große Onlinehändler mit FBM
Rechtsschutzversicherung Abwehr oder Durchsetzung rechtlicher Ansprüche ja, aber nicht verpflichtend
Cyber-Versicherung Schäden durch Datenschutzverstöße, Hackerangriffe, Systemausfälle etc. ja, für Onlinehändler empfehlenswert

Welche Steuern musst du für dein Amazon-Shop zahlen?

Wenn du über Amazon verkaufen willst, solltest du dich frühzeitig mit deinen steuerlichen Pflichten beschäftigen. Welche Steuern konkret anfallen, hängt unter anderem von deiner Rechtsform, deinem Umsatz und den Ländern ab, in die du verkaufst. In den meisten Fällen spielen vor allem diese Steuerarten eine Rolle:

  • Einkommensteuer: Als Einzelunternehmer oder Personengesellschafter zahlst du Einkommensteuer auf deinen Gewinn.
  • Körperschaftsteuer: Betreibst du dein Amazon-Geschäft über eine Kapitalgesellschaft, beispielsweise eine GmbH, fällt stattdessen Körperschaftsteuer an.
  • Gewerbesteuer: Da der Verkauf über Amazon in der Regel als gewerbliche Tätigkeit gilt, kann zusätzlich Gewerbesteuer anfallen.
  • Umsatzsteuer: Verkaufst du steuerpflichtige Waren, musst du in vielen Fällen Umsatzsteuer auf deine Verkäufe berechnen und an das Finanzamt abführen.

Besondere Aufmerksamkeit solltest du der Umsatzsteuer widmen. Verkaufst du deine Produkte ausschließlich innerhalb Deutschlands, ist die steuerliche Behandlung meist vergleichsweise unkompliziert. Sobald du jedoch Kunden in anderen EU-Ländern belieferst oder Amazon deine Waren in ausländischen Logistikzentren lagert, kommen zusätzliche steuerliche Pflichten hinzu.

Für grenzüberschreitende Verkäufe innerhalb der EU gibt es das sogenannte OSS-Verfahren (One-Stop-Shop). Es ermöglicht dir, die Umsatzsteuer für mehrere EU-Länder zentral über das deutsche Bundeszentralamt für Steuern zu melden und abzuführen. Dadurch musst du dich nicht zwingend in jedem einzelnen Land steuerlich registrieren.

Informiere dich frühzeitig über deine steuerlichen Pflichten oder hole dir Unterstützung durch einen Steuerberater. So vermeidest du Nachzahlungen, Fristversäumnisse und unnötigen Verwaltungsaufwand.

Buchhaltung und Finanzen – So behältst du den Überblick beim Verkauf auf Amazon

Mit den ersten Verkäufen steigt auch der Aufwand für deine Buchhaltung. Besonders bei Amazon kann es schnell unübersichtlich werden: Auszahlungen erfolgen gesammelt, zusätzlich fallen Verkaufsgebühren, Versandkosten, Retouren und Rückerstattungen an. Dadurch wird es schwieriger, den tatsächlichen Gewinn im Blick zu behalten und alle Geschäftsvorfälle korrekt zu dokumentieren.

Zudem sind deine Möglichkeiten zur Rechnungserstellung bei Amazon überschaubar. Nutzt du Amazon FBA, erzeugt Amazon für dich auf der Basis deiner steuerlichen Angaben eine Standardrechnung. Bei FBM musst du selbst eine Rechnung erstellen und diese manuell an die jeweilige Bestellung anhängen. In beiden Fällen bleiben viele Aufgaben der Buchhaltung weiterhin bei dir. Dazu gehören beispielsweise die Zuordnung von Zahlungen, die Erfassung von Gebühren sowie die Vorbereitung von Umsatzsteuervoranmeldungen und Jahresabschlüssen.

Deshalb lohnt es sich, frühzeitig auf eine professionelle Buchhaltungslösung mit einer Schnittstelle zu Amazon zu setzen. Mit der sevdesk Buchhaltungssoftware kannst du deine Amazon-Buchhaltung weitgehend automatisieren. Über die Anbindung an Amazon werden relevante Verkaufsdaten übernommen, Auszahlungen verarbeitet und Gebühren, Provisionen sowie Rückerstattungen den entsprechenden Buchungen zugeordnet.

Dadurch behältst du jederzeit den Überblick über deine Einnahmen und Ausgaben, erleichterst die Zusammenarbeit mit deinem Steuerberater (wenn du einen hast) und schaffst die Grundlage für eine saubere Umsatzsteuervoranmeldung und einen reibungslosen Jahresabschluss.

Tipp: Je früher du deine Buchhaltungsprozesse automatisierst, desto leichter lässt sich dein Amazon-Geschäft skalieren. Was bei zehn Bestellungen pro Monat noch manuell funktioniert, wird bei mehreren hundert Verkäufen schnell zum Zeitfresser.

Erfolgreich auf Amazon verkaufen: die besten Tipps

Einen Amazon-Shop zu eröffnen, ist nicht schwierig. Daraus aber ein florierendes Unternehmen zu machen, erfordert eine gute Marktanalyse sowie Verkaufsstrategie, durchdachte Werbeaktionen und clevere Optimierungen. Unsere Tipps helfen dir, die richtige Richtung einzuschlagen:

  • Listing-Optimierung: Optimiere deine Produktdetailseiten bei Amazon, indem du den Nutzen, die Vorteile und USPs deines Produkts in den Bullet Points betonst, einen aussagekräftigen Produkttitel vergibst und dein Produktangebot mit hochwertigen Produktbildern ausschmückst.
  • Kundenbewertungen: Bitte deine Kunden nach ihrem Kauf um eine Bewertung. Dafür gibt es die „Request a Review“-Funktion von Amazon. Beachte aber die Regeln von Amazon.
  • Werbeanzeigen: Nutze A/B-Tests, um herauszufinden, welche Produktbeschreibungen und -bilder für deine Artikel am besten funktionieren. Sponsored Products und Sponsored Brands helfen dir, deinen Verkaufsplan erfolgreich umzusetzen und Kundenanfragen zu generieren.
  • Markenaufbau: Die Markenregistrierung (Amazon Brand Registry) ist wichtig, um deinen Markenaufbau zu unterstützen. Erstelle eine eigene Storefront und nutze wiedererkennbare Produktverpackungen oder Markenelemente, um deinen Wiedererkennungswert zu steigern.
  • Kundenbindung: Nutze Follow-up-E-Mails, Dankeskarten in deinen Sendungen und einen perfekten Kundenservice, um die Kundenbindung zu stärken und Erstkunden zu potenziellen Wiederkäufern zu machen.
  • Retouren: Erstelle deine Produktbeschreibungen möglichst präzise, gib Maße und technische Details an und zeige dein Produkt in realistischen Darstellungen. So reduzierst du die Retourenquote.
  • Konkurrenzanalyse: Behalte die Produktangebote deiner Mitbewerber im Blick. Dazu gehören deren Preisstrategie ebenso wie neue Produktideen oder Bewertungen. Das hilft dir auch, neue Nischen für den Verkauf auf Amazon zu identifizieren.

Alternativen zum Verkauf auf Amazon

Amazon bietet dir einen gigantischen Markt. Und doch ist die Plattform nicht für jeden Onlinehändler und jede Verkaufsstrategie die richtige Adresse. Es gibt einige Alternativen dazu, einen Amazon-Shop zu eröffnen – und die stellen wir nun einander gegenüber.

Alternative Plattformen für deinen Onlinehandel

Wenn du über den Verkauf auf einer Verkaufsplattform wie Amazon nachdenkst, solltest du für deine Verkaufsstrategie auch andere Anbieter in Betracht ziehen – gegebenenfalls nicht nur als Alternative, sondern auch als Ergänzung zum Verkauf auf Amazon. Unsere Übersicht zeigt dir einige Verkaufsplattformen im Vergleich:

Plattform Reichweite Gebühren Zielgruppe Usability
Amazon sehr hoch (weltweit) 7-15 % Provision, Verkaufsgebühren pro verkauftem Artikel oder als monatliche Grundgebühr, ggf. FBA-Gebühren breite Zielgruppe, alle Branchen professionell, aber mitunter recht komplex
eBay hoch (vor allem in Deutschland und den USA) ab 39,95 mtl. (Basiskonto) + ggf. Einstellgebühr + 0,35 € Verkaufsgebühr, 5-14 % Verkaufsprovision Schnäppchenjäger, Technik und Gebrauchtwaren intuitiv, große Community als Unterstützung
Etsy mittel (vor allem für kreative Branchen) 0,18 € Einstellgebühr + 6,5 % Transaktionsgebühr handmade; kreative und DIY-Kunden einfach, kreativ ausgerichtet
Kaufland.de mittel (vor allem im DACH-Raum) ab 39,95 € mtl. + 7-16 % Verkaufsprovision preissensible Kunden, Haushaltswaren eher für fortgeschrittene Händler
Otto Market mittel bis hoch (Deutschland) 99,90 € mtl., 8-12 % Verkaufsprovision qualitätsorientierte Zielgruppen eingeschränkte Aufnahme von Onlinehändlern

Mehr zu den einzelnen Besonderheiten und worauf du gegebenenfalls achten solltest, erfährst du in unseren Ratgebern zu den Themen Etsy-Shop eröffnen und bei eBay verkaufen.

Der eigene Onlineshop als Alternative

Verkaufsplattformen haben einige Nachteile. Dazu gehören etwa die Einschränkungen bei deiner Verkaufsstrategie, die Grenzen bei der individuellen Gestaltung deines Onlineshops und die hohen Verkaufsgebühren. Eine sinnvolle Alternative kann daher ein eigener Onlineshop sein. Dafür musst du nicht zwingend technische Vorkenntnisse mitbringen.

Baukastensysteme, wie beispielsweise für deinen IONOS-Webshop, ermöglichen dir die Erstellung eines eigenen Onlineshops per Drag-and-Drop. Etwas mehr Technikverständnis brauchst du für Shopsysteme wie Shopify oder bei einem WooCommerce Onlineshop.

Was du sonst noch wissen solltest, erfährst du in unseren Ratgebern zu den Themen Onlineshop erstellen und Shopsysteme.

Zusammenfassung: Amazon-Shop eröffnen

Einen Amazon-Shop zu eröffnen, ist heute einfacher denn je. Mit einem Verkäuferkonto kannst du deine Produkte innerhalb weniger Schritte auf einer der größten Verkaufsplattformen der Welt anbieten und Millionen potenzieller Kunden erreichen.

Um langfristig erfolgreich auf Amazon verkaufen zu können, solltest du jedoch mehr beachten als nur die Registrierung und die Produktdetailseiten. Die Wahl der richtigen Produkte, ein passendes Versandmodell, eine durchdachte Preisstrategie sowie die Einhaltung rechtlicher und steuerlicher Vorgaben haben großen Einfluss auf deinen Erfolg. Gleichzeitig lohnt es sich, Prozesse wie Buchhaltung und Rechnungsstellung frühzeitig zu strukturieren und zu automatisieren.

Wenn du deine Produktangebote kontinuierlich optimierst, Kundenfeedback ernst nimmst und die eigenen Kennzahlen im Blick behältst, schaffst du die Grundlage für nachhaltiges Wachstum auf Amazon. Mit der richtigen Vorbereitung kann die Plattform ein attraktiver Vertriebskanal für Gründer, Selbstständige und etablierte Onlinehändler sein.

Häufige Fragen und Antworten zum Verkaufen auf Amazon

Kann ich als Privatperson ohne Gewerbe bei Amazon verkaufen?
Wie lange dauert es, einen Amazon-Shop zu eröffnen?
Wie viel kostet die Eröffnung eines Amazon-Shops?
Lohnt sich der Verkauf auf Amazon für Einsteiger?
Wie eröffnet man einen Amazon-Shop?
Kann ich auch Gebrauchtes bei Amazon verkaufen?
Wie schreibe ich Rechnungen für Amazon-Verkäufe?
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