Vertrauen aufbauen, Kunden gewinnen – 8 wertvolle Tipps für Ihre Unternehmens-Website

Zur Geschäftsausstattung eines Unternehmens gehören heute längst nicht mehr nur Visitenkarten und Briefbögen. Auch die Präsenz im Internet ist unerlässlich – und oft sogar der erste Kontakt, den potentielle neue Kunden mit einer Firma haben.

Um im Netz überhaupt gefunden zu werden, ist es ratsam, sich mit Suchmaschinenmarketing auseinanderzusetzen, also zum Beispiel die richtigen Keywords für Google zu definieren. Doch was dabei oft vergessen wird: Es genügt nicht, eine Website zu betreiben, die entdeckt wird – sie muss auch einen guten ersten Eindruck vermitteln. Dazu gehört gerade im Businessbereich die Frage des Vertrauens. Ist der Anbieter seriös? Möchte ich eine Geschäftsbeziehung mit diesem Unternehmen eingehen?

Denn auch das schickste Design und die beste Usability bringen nichts, wenn es Ihnen nicht gelingt, sich als vertrauenswürdigen Partner darzustellen. Hier einige Tipps, die Ihnen dabei helfen.

1. Die Basics

Ein vollständiges Impressum ist Pflicht für jede Website. Nicht nur, weil Sie so teure Abmahnungen vermeiden, sondern auch, weil es Ihren Kunden ganz klar signalisiert: „Dies ist ein seriöses Unternehmen, das nichts zu verbergen hat.“ Darum sollte das Impressum nicht allzu versteckt, sondern für den User schnell zu finden sein. Dazu gehört auch, dass das Impressum leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar ist.

Was gehört ins Impressum?

• Der Name und die Anschrift des Unternehmens sowie die ausgeschriebenen Vor- und Nachnamen der Vertretungsberechtigten.
• Eine E-Mail-Adresse (gesetzlich vorgeschrieben) und eine Telefonnummer (empfohlen. Für Online-Händler seit Mitte 2014 Pflicht!). Ganz wichtig: Unter diesen Kontaktdaten muss das Unternehmen tatsächlich erreichbar sein.
• Die zuständige Aufsichtsbehörde und deren Anschrift (bei zulassungspflichtiger Tätigkeit).
• Registereinträge wie der Eintrag in das Handelsregister, sofern vorhanden.
• Angaben zu reglementierten Berufen wie zum Beispiel Arzt oder Steuerberater, wenn dies zutrifft.
• Umsatzsteueridentifikationsnummer und Wirtschaftsidentifikationsnummer.

Neben dem Impressum gibt es die Datenschutzerklärung, die für viele Websites Pflicht ist. Dies gilt immer dann, wenn auf der Seite personenbezogene Daten erhoben werden, also beispielsweise in einem Bestell- oder Kontaktformular oder beim Abonnieren eines Newsletters. Auch, wenn Cookies oder Analyseinstrumente wie beispielsweise Google Analytics verwendet werden, gehört die Datenschutzerklärung auf Ihre Website.

2. Kontaktmöglichkeiten

Machen Sie es Ihren Kunden leicht, Sie zu erreichen. Die Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme sollten gut sichtbar und prominent platziert sein – am besten sogar auf jeder einzelnen Seite Ihres Online-Auftritts. Eine E-Mail-Adresse sowie Telefonnummer sind das absolute Minimum. Noch bequemer ist es für User, wenn sie Sie per Kontaktformular oder Chat erreichen. Wichtig: Falls Sie beispielweise einen E-Mail-Kontakt angeben, sollte jemand, der Kontakt zu Ihnen sucht, unbedingt eine sofortige Bestätigung darüber erhalten, dass seine Mail bei Ihnen angekommen ist. Dies kann ganz einfach über eine aus dem System heraus generierte Nachricht geschehen.

Und leider scheint es noch immer nicht selbstverständlich zu sein, aber: Anfragen müssen auch beantwortet werden. Und das im Idealfall zeitnah, also nicht erst drei Tage später. Das Internet ist ein schnelles Medium, das Sie als solches einsetzen sollten.

3. URL

Neben den Inhalten Ihrer Website ist auch der Name, also die Domain, ein entscheidender Faktor, wenn es um seriöses Auftreten geht. Finden Sie einen Namen, der einprägsam ist und zu Ihrem Unternehmen passt.

Zudem sollten Sie unbedingt eine Endung wählen, mit denen User bereist vertraut sind. Sollte Ihre Wunschdomain mit den Endungen .de, .com, .net oder .info nicht mehr verfügbar sein, überlegen Sie lieber, sie anzupassen und zum Beispiel Bindestriche einzusetzen, statt sich für eine unseriös wirkende Endung zu entscheiden.

4. Kompatibilität

Firefox, Internet Explorer, Safari, … es gibt zahlreiche unterschiedliche Browser (Browser-Versionen), mit denen potentielle Kunden Ihre Website ansteuern können. Achten Sie darauf, dass Ihr Auftritt mit möglichst vielen davon kompatibel ist. Versuchen Sie also, Ihre Website für möglichst viele Browser gut darstellbar zu machen.

Übrigens: Immer mehr Menschen surfen häufiger mit mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets im Netz. Sie sollten also zumindest darüber nachdenken, ob dieses Nutzungsverhalten auch in Ihrer Zielgruppe relevant ist.

5. Aktualität

Ganz, ganz wichtig: Halten Sie Ihre Seite aktuell. Nichts wirkt so unseriöse wie „News“ von vor zwei Jahren oder tote Links, die den User ins Nichts führen. Überlegen Sie sich im Vorfeld, wie viel Zeit und Geld sie in die regelmäßige Pflege Ihres Web-Auftritts investieren können. Danach sollten Sie schließlich entscheiden, ob es für Sie überhaupt sinnvoll ist, eine Neuigkeiten-Rubrik auf der Seite zu integrieren.
Gibt es auf Ihrer Website Links zu anderen Seiten? Dann sollten Sie regelmäßig einen so genannten Dead-Link-Check durchführen. Dies geht ganz einfach, zum Beispiel unter www.backlinktest.com oder anderen Seiten, die solche Test kostenlos anbieten.

6. Die richtige Informationstiefe

Grundsätzlich gilt im Netz die goldene Regel: Keep it short and simple. User sind auf schnelle Information aus und nur in seltenen Fällen bereits, sich tiefer in Dinge einzulesen. Dennoch sollten Sie stets im Hinterkopf behalten, dass Sie sich mit Ihrem Online-Auftritt als Experte für Ihr Produkt oder Ihre Dienstleitung positionieren wollen.

An der ein oder anderen Stelle kann es also ratsam sein, dem User ruhig mal ein wenig mehr zu erzählen. Richten Sie hierfür zum Beispiel Unterseiten ein oder verlinken Sie auf Microsites.

7. Design und Aufbau

Auch das Aussehen Ihrer Website spielt eine Rolle im Vertrauensverhältnis, das Ihre Kunden zu Ihnen aufbauen sollen. Wichtig ist, dass die Gestaltung sich stets an Ihrem Unternehmen orientiert und dieses – ähnlich wie eine Visitenkarte oder das Firmenlogo – entsprechend repräsentiert.

Während eine angesagte Werbeagentur in Berlin Mitte sich in dieser Hinsicht einiges erlauben kann, muss beispielsweise ein Versicherungsmakler selbstverständlich zurückhaltender sein, was beispielsweise Farben und auch Funktionen angeht. Oft gilt: Weniger ist mehr. Besonders in Hinblick auf „Spielereien“ wie Animationen und andere, vom eigentlichen Inhalt ablenkende Extras.

8. Online-Shops

Falls Sie einen Online-Shop betreiben, sollten Sie einige zusätzliche Dinge beachten. Dazu gehören sichere (und als sicher anerkannte) Zahlungsmethoden, eine übersichtliche und nachvollziehbare Preisgestaltung, Informationen zum Beispiel zu Lieferzeiten oder und aus dem System heraus generierte Mails zur Bestellbestätigung zum Versand usw.
Zudem kann es hilfreich sein, den Shop zertifizieren zu lassen. Anbieter wie Trusted Shops oder s@fer-shopping des TÜV Süd verleihen Gütesiegel an vertrauenswürdige Online-Händler. Diese Siegel sind inzwischen bekannt genug, um dem User ein gutes Gefühl zu geben.

Und nun:

Viel Erfolg beim Gestalten Ihrer Unternehmens-Website!
Peter Sutter

Head of Marketing und bei den neusten Marketingstrends up to date. Peter kennt die Kunden von sevDesk genau und weiß daher um die Bedürfnisse von kleinen Unternehmen. Auf unserem Blog teilt er sein Wissen mit dir!

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