22, Juni, 2017 | Inspiration | Von Felix Zipf
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5 Hotspots für digitale Nomaden in Europa

Warum tausende Kilometer über die Ozeane reisen, wenn paradiesische Orte oder Kreativmetropolen auch vor der „eigenen Haustür“ auf einen warten?

Für meinen heutigen Blogbeitrag habe ich mit Sebastian Canaves von Off the Path und Daniel Schöberl von Rucksackträger zwei „Vorzeige-Nomaden“ gewinnen können, die ihre Insiderempfehlungen gerne teilen.

Als Ergebnis kann ich dir fünf Hotspots in Europa präsentieren, die du so vielleicht noch nicht kanntest. Als digitaler Nomade solltest du diese Orte aber unbedingt besuchen und bei deinem nächsten Trip mit auf den Reiseplan setzen. Sebastian hat zusätzlich noch einen brandneuen Platz für dich parat, an dem deiner kreativen Entfaltung keine Grenzen gesetzt werden.

Das erwartet dich heute:

Digitaler Nomade zu sein, hat schon was! Arbeiten – wo und wann man will. Zuhause an den schönsten Flecken dieser Erde. Häufig bist du dein eigener Chef oder aber in einem flexiblen, auf deine Bedürfnisse angepassten Arbeitsverhältnis.

Mit dem klassischen Dasein eines Angestellten hat das Leben als digitaler Nomade wahrlich wenig gemein.

Was vor einigen Jahren noch ein undenkbarer Traum war, ist spätestens mit der globalen Vernetzung zur Wirklichkeit geworden. Zumindest für alle jene, denen ein Laptop und ein Internetzugang zum Arbeiten genügt.

Das tolle daran? Flexibles Arbeiten an wechselnden Orten bedeutet vor allem eines: Abwechslung! Gerade für Menschen aus der Kreativbranche (und digitale Nomaden kommen sehr häufig aus diesem Bereich) bedeutet eine sich ständig verändernde Umgebung auch immer wieder neue Inspirationsquellen.

Während es in der Vergangenheit eine Großzahl der digitalen Nomaden mit Südost-asien, Süd- und Nordamerika oder Australien in die weite Welt hinaustrug, entdecken aktuell wieder mehr und mehr digitale Nomaden den Reiz von Europa.

Warum Europa?

Warum Europa? Europäische Städte und Länder eignen sich hervorragend für dein Leben als digitaler Nomade.

Viele europäische Orte erfüllen nämlich die wichtigen Kriterien, um als Reiseziel für das digitale Nomadentum interessant zu sein:

1. Flächendeckendes Internet

Freies WLAN –  am besten in der ganzen Stadt.  Ein kostenloser und flächendeckender Internetzugang erleichtert dir als digitaler Nomade das Arbeiten unterwegs und ist ein absolutes Muss. Deutschland hinkt dabei im internationalen Vergleich deutlich hinterher. Gerade (ost-)europäische Metropolen bieten in Sachen freier WIFI-Spots einiges und laufen deutschen Großstädten dahingehend den Rang ab.

Hilfreich erweist sich der Umstand das Roaminggebühren innerhalb der EU ab dem 15. Juni 2017 abgeschafft wurden. Wer keinen kostenlosen WIFI-Spot findet, kann über sein Handy das Internet nutzen. In allen EU-Staaten (und weiteren Staaten wie z.B. Norwegen) ist die mobile Internetnutzung mit deutschem Anbieter nun nämlich kostenlos.

Eine gute mobile Netzabdeckung innerhalb des EU-Reiselandes ist somit vorteilhaft. Die heutigen Empfehlungen meiner Experten liegen allesamt in der EU. Bei nicht vorhandenem WLAN lässt sich hier also problemlos mobiles Internet zum Arbeiten nutzen.

2. Überschaubare Lebenserhaltungskosten

Reisen ist in der Regel kostspielig. Als digitaler Nomade ist es deshalb von Vorteil, wenn die Lebenserhaltungskosten geringer sind als in Deutschland. Und nein, dazu muss man nicht zwangsläufig nach Südamerika, Afrika oder Südostasien reisen. Auch in Europa gibt es einige Plätze, die für deutsche Verhältnisse wirklich günstig sind.

3. Gute Infrastruktur

Eine gute Infrastruktur erleichtert dir das Leben als digitaler Nomade. Und Deutschland setzt hier im internationalen Vergleich wirklich hohe Maßstäbe. Neben flächendeckendem Internet gehört zu einer guten Infrastruktur ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz.

Für digitale Nomaden sind darüber hinaus Coworking Spaces wichtig. Einladende Cafés können sich dabei ebenfalls als Arbeitsplatz eignen. Eine ausgeprägte Kaffeekultur am jeweiligen Reiseort ist für dich als digitaler Nomade somit in jedem Fall kein Nachteil.

4. Weltoffene, kommunikative Einheimische

In der Regel fühlst du dich dort wohl, wo du akzeptiert und gut behandelt wirst. Daran ändert sich auch beim Reisen nichts. Gerade als digitaler Nomade wirst du dich deshalb über offene und kommunikative Einheimische freuen. Im Idealfall ist dein Reiseziel dabei weder touristisch noch extrem abweisend gegenüber „Fremden“. Wenn dich „Locals“ so behandeln, wie sie selbst miteinander umgehen, fährst du vermutlich am besten und tauchst am authentischsten in „fremde“ Kulturen ein.

5. Kreativer Input

Kreativer Input bedeutet für dich als digitaler Nomade, dass deine Umgebung als Inspirationsquelle für deine Arbeit dient. Während für manche eine malerische und ruhige Idylle zum Arbeiten anregt, mögen andere das wilde und lebhafte Treiben in der Großstadt.

5 Plätze in Europa, die du als digitaler Nomade lieben wirst

Riga (Lettland)

empfohlen von Daniel Schöberl

Einen ausführlichen Beitrag zu Lettlands Hauptstadt hat Daniel übrigens ebenfalls verfasst.

Die Lage:

In Nordeuropa gelegen ist Lettland das Zentrum des sogenannten Baltikums. Rund 2 Millionen Einwohner zählt der EU-Staat. Ein Großteil davon (700.000 Menschen) lebt in der Hauptstadt Riga. Von den großen deutschen Flughäfen (Frankfurt, Berlin und München) sind einzelne Flüge nach Riga ab unter 60 Euro buchbar (von Berlin) bei entsprechenden Flugzeiten von unter 2 Stunden.

Die Altstadt von Riga
Die Altstadt von Riga.

Die Infrastruktur:

Riga als Hauptstadt zählt zur wirtschaftlich stärksten Region des Landes. Entsprechend ist die Infrastruktur der Metropole. Neben einem gut ausgebauten, öffentlichen Verkehrsnetz (Straßenbahn, Bus, Fernzüge) verfügt Riga über sehr gutes Internet. 930 kostenlosen WIFI-Spots stehen allein in der Hauptstadt zur Verfügung, wobei die Netzabdeckung (gerade in öffentlichen Verkehrsmitteln) besser ist als in Deutschland.

Zusatzinfo: In verschiedenen Rankings der Internetgeschwindigkeit weltweit nahm Lettland in den vergangenen Jahren die Plätze 3 bis 10 ein. 2016 reihten man sich zwischen der Schweiz und Finnland auf einem hervorragenden 8. Platz ein.  Beim Anteil an Glasfaser- und Breitband-Internet liegt man sogar hinter Japan auf dem 2. Platz.

Die Lebenshaltungskosten:

Allgemein sind die Lebenserhaltungskosten in Riga etwas geringer als in Deutschland. Monatliche Kosten für Unterkunft, Lebensmittel und Freizeit lassen sich so bei sparsamem Lebensstil auf rund 600 – 800 Euro im Monat beziffern. Riga als Hauptstadt ist dabei deutlich teurer als das übrige Land, was sich mit dem deutlich höheren Durchschnittseinkommen in Riga begründen lässt.

Das Durchschnittseinkommen in Lettland liegt gerade einmal bei 600 Euro pro Monat.

Im Vergleich: die Lebenserhaltungskosten eines deutschen Studenten belaufen sich im Schnitt auf 850 Euro im Monat.

Die Einheimischen:

Rigaer und Letten im Allgemeinen wirken im Vergleich zu Mitteleuropäern etwas unterkühlt. Gerade im Dienstleitungsbereich ist das Verhalten in puncto Freundlichkeit deutlich ausbaufähig. Gerade jüngere Rigaer sind aber in aller Regel hilfsbereit gegenüber Besuchern und läuten mehr und mehr einen Mentalitätswechsel innerhalb der Gesellschaft ein.

Amtssprache in Lettland ist übrigens lettisch, wobei ein Großteil der Bewohner auch russisch versteht. Die deutsche Sprache, welche jahrhundertelang Amtssprache in Riga war, ist heute weniger verbreitet, wird aktuell aber wieder als zweite Fremdsprache entdeckt. Mit jüngeren Letten kann man sich darüber hinaus problemlos in Englisch verständigen.

Coworking:

Coworking Spaces sind in Riga weit verbreitet und günstig. Eine entsprechende Auswahl an Coworking Plätzen in Riga hat das nordische Gründerportal Contriber für dich zusammengefasst.

Das Wetter:

Meteorologisch lässt sich das Klima in Riga und allgemein in Lettland als kühl-gemäßigt beschreiben. In Zahlen bedeutet das: Durchschnittstemperaturen von unter 0°C in den Monaten Dezember, Januar und Februar und angenehme 16°C bis 22°C in Mai, Juni, Juli und August.

Zusatztipp:

Lettland, Estland und Litauen und somit das gesamte Baltikum sind für mich einer der Hotspots in Europa. In Estland kann man beispielsweise die e-Residency beantragen und dort problemlos sein Unternehmen anmelden und vergünstigte Steuern in Estland bezahlen.

Daniel Schöberl

Tolmin (Slowenien)

empfohlen von Sebastian Canaves

Was du in der gesamten Region rund um Tolmin unbedingt erleben solltest? Sebastian hat die Antwort parat.

Die Lage:

Grenznah zu Italien ist der verschlafene Ort Tolmin im westlichen Teil des EU-Staates Slowenien gelegen. Rund 12.000 Einwohner leben in der Gemeinde, die die Julischen Alpen und den Nationalpark Triglav quasi direkt vor der Haustür hat – der größte Teil davon in der gleichnamigen Stadt Tolmin. Gerade einmal 87 Straßenkilometer ist die Hauptstadt Ljubijana von Tolmin entfernt. Die Hauptstadt besitzt den einzigen Flughafen des Landes.

Da Flüge nach Ljubijana recht teuer sind, bieten sich als Zielflughäfen Triest (90min entfernt von Tolmin), Venedig (150min entfernt) oder Klagenfurt (120min entfernt) an. Entsprechende Flüge (ab München) gibt es ab 120 Euro. Von dort aus geht es dann am besten mit einem Mietauto weiter, das am Ende der Reise am Flughafen zurückgegeben werden kann.

Die Infrastruktur:

Slowenien besitzt eine gute Infrastruktur mit modernem Autobahnnetz. Ist man mit dem Auto unterwegs benötigt man bei kurzen Aufenthalten (bis zu 7 Tagen) eine Kurzzeitvignette für 15 Euro oder bei etwas längeren Aufenthalten (bis zu 1 Monat) die entsprechende Monatsvignette für 30 Euro. Auch die Bus- und Bahninfrastruktur ist gut ausgebaut.

In Tolmin besitzt man eine entsprechend der Lage gute mobile 4G-Internetverbindung. Kostenlose WIFI-Spots sind allerdings nur sporadisch vorhanden.

Die Lebenshaltungskosten:

Obwohl das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Slowenien bei lediglich rund 19.000 € liegt (im Vergleich Deutschland: ~ 37.000 €), sind speziell Kosten für Lebensmittel mit dem Preisniveau in Deutschland vergleichbar. An was das liegt? Slowenien hat hohe Steuern.

Billig sind im Vergleich zu Deutschland allerdings Unterkünfte und Aktivitäten in Slowenien und speziell in Tolmin. AirBnB oder TripAdvisor bieten gemütliche Schlafplätze ab 20 € pro Nacht.

Die Einheimischen:

In Tolmin wird wie landesweit üblich slowenisch gesprochen. Als Reisender kommst du allerdings problemlos mit Englisch voran. Dank der Grenznähe zu Italien und Österreich wird darüber hinaus häufig Deutsch und Italienisch gesprochen.

Die Mentalität von Slowenen ist vergleichbar zu Menschen aus dem deutschsprachigen Raum. Spezielle Verhaltensregeln sind deshalb nicht geboten.

Coworking:     

Neben Cafés und Restaurant in Tolmin gibt es mit dem Coworking Baza auch ein Coworking Space in Tolmin. Tagespreise von 6 € (Wochenpreis: 25 €) erlauben in kreativer Atmosphäre Arbeit zu erledigen.

Das Wetter:

200m über dem Meeresspiegel gelegen, ist das Klima in Tolmin als Region vor den Julischen Alpen angenehm. Warme Sommermonate mit bis zu 30°C in Juni, Juli und August stehen den kälteren Wintermonaten in November, Dezember und Januar gegenüber mit entsprechenden Durchschnittstemperaturen um den Gefrierpunkt.

Valetta (Malta)

empfohlen von Daniel Schöberl

Valetta lässt sich zu Fuß übrigens in weniger als einem Tag erkunden. Daniel hat vorgemacht wie es geht und die wichtigsten Infos für dich zusammengefasst.

In Malta besteht allgemein ein hohes Entwicklungspotenzial für die digitale Nomaden- und Entrepreneur-Szene, da es viele Gründerwettbewerbe gibt.

Daniel Schöberl

Die Lage:

Mit 6.000 Einwohnern ist Valetta die kleinste Hauptstadt der EU und gleichzeitig das kulturelle Zentrum der Mittelmeerinsel Malta.

Malta International Airport als einziger internationaler Flughafen des Landes liegt lediglich 8km außerhalb der Stadt. Flüge (ab Frankfurt) sind für rund 50 € erhältlich. Am Flughafen in Malta angekommen, verkehren zwei Buslinien bis 23 Uhr nach Valetta.

Valetta ist übrigens Kulturhauptstadt 2018.
Valetta ist Kulturhauptstadt 2018.

Die Infrastruktur:

Malta als Inselstaat hat ein gutes Busverkehrsnetz, welches einen Mietwagen oder die Nutzung teurer Taxis überflüssig macht. Die wichtigsten Orte und Sehenswürdigkeiten des Landes sind per Linienbus erreichbar, wobei der Preis für ein Tagesticket bei günstigen 2,60 € liegt.

Über 300 Free WIFI-Hotspots sind über den gesamten Inselstaat Malta verteilt. Zusätzliche 100 kostenlose WLANs werden über das gesamte Jahr 2017 folgen.

Die Lebenshaltungskosten:

Obwohl das monatliche Einkommen eines Maltesers weit unter dem eines Deutschen liegt, ist das Leben in Malta definitiv nicht billiger als in Deutschland. Grund dafür: viele Güter, allen voran Lebensmittel, müssen importiert werden.

Unterkünfte in Valetta sind über AirBnB hingegen erschwinglich und beginnen bei 25 € pro Nacht und Person.

Die Einheimischen:

Malta war bis 1964 englische Kolonie. Entsprechend ist Englisch neben Maltesisch die offizielle Amtssprache. Weit verbreitet ist darüber hinaus Italienisch, was bis in den dreißiger Jahren Amtssprache war.

Da der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig des Inselstaates darstellt, sind Malteser den Umgang mit Reisenden gewöhnt. Entsprechend hilfsbereit, höflich und freundlich ist das Verhalten von Einheimischen aus Valletta.

Coworking:

Die englische Unternehmen Costa Coffee ist mit 10 Filialen auf Malta stark vertreten und eignet sich als Alternative zu einem klassischen Coworking Space. Wirkliche Coworking Spaces sind demgegenüber rar.

In Cospicua (8km von Valletta entfernt) gibt es mit dem Digital Nomad House Malta aber eine tolle Möglichkeit zum Arbeiten und Netzwerken.

Das Wetter:

In Malta herrschen subtropische Temperaturen. Viele Regentage zwischen November und Januar und extrem heiße Sommermonate von Mai bis September (Tagestemperaturen von bis zu 40°C).

Perfekte Reisezeiten sind somit in den klimatisch gemäßigten Zeiträumen in Frühling und Herbst, die darüber hinaus auch von klassischen Touristen in geringerer Zahl besucht werden.

Palma (Spanien)

empfohlen von Sebastian Canaves

Wie ein perfekter Kurzurlaub auf Mallorca aussehen kann, hat Sebastian übrigens in einem netten Beitrag für dich aufbereitet.

Die Lage:

Mallorca wird nicht selten als unser 17. Bundesland bezeichnet und ist ein beliebtes Ausflugsziel deutscher Partyurlauber. Dabei hat die Insel deutlich mehr zu bieten als Sonne, Strand und Alkohol.

Palma ist Hauptstadt der Mittelmeerinsel und gleichzeitig zentraler Anlaufpunkt der Balearen. Flüge von größeren deutschen Flughäfen zum Flughafen Palma sind bereits ab unter 50 € erhältlich. Von dort geht’s mit Bus, Taxi oder Mietwagen weiter zum etwa 10km entfernten Stadtkern.

Die Kathedrale von Palma zählt zu den größten Wahrzeichen der Stadt.
Die Kathedrale von Palma zählt zu den größten Wahrzeichen der Stadt.

Die Infrastruktur:

Mallorca als Insel und konkret Palma haben ein gut ausgebautes Verkehrsnetz bestehend aus Bus, Bahn oder Taxi. Zum Erkunden der Insel lohnt sich aber durchaus das Anmieten eines Autos, welches am Flughafen abgeholt werden kann. Buchungen von Deutschland aus sind dabei in aller Regel günstiger.

Die mobile Internetabdeckung ist speziell in Palma hervorragend. Kostenlose WIFI-Spots sind auf der ganzen Insel und gerade in der Hauptstadt in einer Vielzahl vorhanden.

Die Lebenshaltungskosten:

Auch die Lebenshaltungskosten in Palma unterscheiden sich nicht entschieden von denen in Deutschland. Speziell das Preisniveau für Lebensmittel ist in größeren Supermärkte, die auch von Einheimischen genutzt werden, ähnlich wie in Deutschland.

Unterkünfte über AirBnB in Palma starten bei 20-30 € pro Nacht, wobei bei längeren Aufenthalten Wochen- und Monatsrabatte von bis zu 50% gewährt werden.

Die Einheimischen:

Mallorquiner sind allgemein ein offenes und geselliges Volk, das gerade im Vergleich zu uns reservierten Deutschen als temperamentvoll wahrgenommen wird. Als Inselbewohner strahlen die Einwohner Mallorcas darüber hinaus eine gewisse Gelassenheit im Vergleich zu Festlandspaniern aus.

In aller Regel besitzen Mallorquiner darüber hinaus einen „Nationalstolz“, welcher sich auch in der primären Amtssprache Mallorqui ausdrückt. Diesen Stolz solltest du in keinem Fall verletzen.

Zum Verständigen empfehlen sich neben rudimentären Spanisch- auch gute Englischkenntnisse.  Deutsch wird vornehmlich in Touristenzentren verstanden.

Coworking:

Gerade Palma besitzt eine ausgeprägte und tolle Cafékultur. Entsprechende Plätze eignen sich als kreative Inspirationsquelle.

Wer es gerne etwas ruhiger möchte, hat mit Wohaby eine tolle Anlaufstelle mitten in der Hauptstadt. Der Coworking Space bietet ab 20 € täglich einen professionellen Arbeitsplatz, wobei entsprechende Monatstarife günstiger erhältlich sind.

Wer auf der Suche nach weiteren Coworking Spaces auf Mallorca ist, sollte sich den Beitrag von den Mallorcaexperten unbedingt durchlesen.

Das Wetter:

Ähnlich wie auf Malta herrscht auf Mallorca subtropisches Klima, allerdings in gemäßigter Form. In Zahlen bedeutet das extrem heiße Summermonate von Juni bis September und milde Wintermonate von November bis Januar.

Wer gemäßigte Temperaturen mag, kann im Frühling und Herbst bei Durchschnittstemperaturen um die 18-22°C die Insel erkunden und trifft gleichzeitig auf eine deutlich geringere Anzahl an Touristen.

Warschau (Polen)

empfohlen von Daniel Schöberl

Daniel hat sich in einem Beitrag allen Hotspots in Warschau gewidmet.

Warschau besitzt eine aufstrebende Startup-Szene und könnte schon bald das „neue Berlin“ werden

Daniel Schöberl

Die Lage:

Warschau ist die Hauptstadt unseres östlichen Nachbarns Polen und mit über 1,7 Millionen Einwohnern auch die größte Stadt des Landes.

Von Berlin aus kannst du die polnische Landeshauptstadt bequem per Zug (Fahrzeit etwa 6 Stunden) für 30-40 Euro erreichen. Flüge von München, Düsseldorf oder Frankfurt zum großen Chopin-Flughafen Warschau gibt es ab etwa 120 Euro.

Die Altstadt ist das Herzstück der polnischen Metropole.
Die Altstadt ist das Herzstück der polnischen Metropole.

Die Infrastruktur:

Metro, Tram und Bus sind die bevorzugten öffentlichen Verkehrsmittel in Warschau und decken dementsprechend das gesamte Stadtgebiet ausreichend ab. 4,4 polnische Zloty (entspricht etwa 1 €) kostet dabei ein einzelner Fahrschein. Mit diesem kann man 75 Minuten ab der Entwertung fahren und beliebig oft umsteigen.

Uber als Taxiunternehmen bietet darüber hinaus kürzere Fahrten innerhalb des Stadtzentrums ganz komfortabel und preiswert ab 3-4 € an.

Insbesondere im Stadtkern stehen dir als Reisender eine Vielzahl an WLAN Hotspots zur Verfügung. Café und Restaurants stellen diesen Service kostenlos zur Verfügung. Darüber hinaus ist auch das Mobilfunknetz zur mobilen Internetnutzung entsprechend anderer europäischer Metropolen sehr gut ausgebaut.

Die Lebenshaltungskosten:

Wenngleich Warschau sicherlich etwas teurer ist als der Rest des Landes. Die Lebenshaltungskosten sind in Polens Metropole nach wie vor deutlich günstiger als in Deutschland.

Lebensmittel und Restaurantbesuche sind für deutsche Verhältnisse richtig preiswert. Gerade in Milchbars (mit traditioneller polnischer Küche) und in Studentenmensen gibt es Essen zum Sattwerden bereits ab ein bis zwei Euro.

Gleiches Bild bei den Unterkünften. Schlafplätze unter 20 Euro pro Nacht und Person sind bei AirBnB keine Seltenheit, wobei auch hier Wochen- und Monatsrabatte bei längeren Aufenthalten gewährt werden. Wer eine noch billigere Alternative sucht: in den Semesterferien (Juni-August) werden Zimmer in Studentenwohnheimen ab 10 Euro pro Nacht angeboten.

Die Einheimischen:

Warschau ist neben Krakau das Bildungszentrum Polens. Untermauert wird dies durch die rund 255.000 Studenten der Metropole. Gerade junge Warschauer sind deshalb in aller Regel gebildet und verfügen häufig über gute Englisch- oder aber Deutschkenntnisse.

Da von Touristen oder Reisenden häufig nicht erwartet wird, dass sie polnisch sprechen, sind es Einheimische gewohnt in Deutsch oder Englisch zu kommunizieren. Rudimentäre Kenntnisse der polnischen Sprache wie „danke“ (= dziękuję), „bitte“ (= proszę) oder „Guten Tag“ (= Dzien dobry) sind allerdings in jedem Fall hilfreich.

Coworking:

Coworking Spaces in Warschau sind wie das Portal Coworker in einem entsprechenden Beitrag aufgelistet hat ausreichend vorhanden. Aber sie sind nicht zwangsläufig notwendig. Große Malls in Warschau bieten nämlich kostenloses Wifi und ausreichend Sitzmöglichkeiten zum Arbeiten.

Hinzu kommt eine große Anzahl an heimischer Cafés und größere Ketten wie Costa Coffee oder Starbucks, die allesamt als mobiler Arbeitsplatz dienen können und kreativen Input liefern.

Das Wetter:

Das Wetter in Warschau ist vergleichsweise kühl, was durch eine Jahresdurchschnittstemperatur von 8,5°C bestätigt wird.  Der kälteste Monat ist dabei in aller Regel ein frostiger Januar mit durchschnittlichen Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt. Die Sommermonate in Juni, Juli und August sind mit rund 23°C angenehm warm.

Zusatztipp: Trevarefabrikken (Norwegen)

empfohlen von Sebastian Canaves

Trevarefabrikken? Noch nie gehört? Solltest du aber! Zugegebenermaßen gibt es das digitale Nomaden Eldorado noch nicht lange. Die Empfehlung von Sebastian möchte ich dir dennoch nicht vorenthalten.

Die Traverefabrikken liegen inmitten der Lofoten.
Die Trevarefabrikken liegen inmitten der Lofoten.

Für Naturliebhaber ein wahres Paradies und zusätzlich Workspace für digitale Nomaden – das sind die sogenannten Trevarefabrikken. In einem kleinen Fischerdorf (Henningsvær) befindet sich der neugeschaffene Platz. Inmitten der Lofoten, einer Inselgruppe (80 Inseln) vor der Küste Norwegens mit insgesamt lediglich 24.000 Einwohnern.

Polarlicht auf den Lofoten.
Polarlichter auf den Lofoten.

Da Lebenshaltungskosten in Norwegen deutlich höher sind als in Deutschland ist der Platz entsprechend teuer. In genialer landschaftlicher Umgebung arbeitest du hier allerdings an einem der nördlichsten Punkte Europas. Mehr kreativer Input ist bei dieser Umgebung fast nicht möglich.

Die beiden Insider

Sebastian Canaves

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Sebastian gilt in Deutschland als einer der großen „Vorzeige-Nomaden“, wenngleich er selbst nie ein digitaler Nomade sein wollte. Als Reiseblogger wurde ihm dieser Name nach eigenem Bekunden irgendwann „aufgedrückt“.

Den Zeitgeist als digitaler Nomade durch die Welt zu reisen, hat Sebastian dennoch frühzeitig für sich entdeckt. Er hat sich dabei vor allem mit seinem Reiseblog Off the Path ein profitables Geschäft aufgebaut.

Seine Vorreiterrolle in Sachen digitalem Nomadentum machte ihn darüber hinaus von 2014 bis 2016 zum Opening Speaker der DNX (Digitale Nomaden Konferenz) in Berlin.

Daniel Schöberl

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Daniel gab vor fast zwei Jahren seinen Job als Social Media Manager bei einer mittelständischen Online Marketing Agentur auf, um als digitaler Nomade um die Welt und vor allem durch Europa zu reisen. Seither hat sich der ausgewiesene Social Media Experte verschiedene berufliche Standbeine aufgebaut.

Mit I Am Digital und Rucksackträger betreibt er zwei erfolgreiche Blogs und bietet darüber hinaus mit plusonelike Dienstleistungen im digitalen Sportmarketing an.

Sein erstes E-Book „Auf die Plätze, fertig, los! Erfolgreich ins digitale Sportmarketing starten“ ist übrigens in großen Teilen während seiner ersten Südostasienreise als digitaler Nomade entstanden.

Felix Zipf

Felix Zipf

Nach einem Sportpublizistik-Studium in Tübingen verschlug es Felix wieder zurück in seine Heimat. An der Hochschule in Offenburg studiert der sportaffine Handballer aktuell Wirtschaftsingenieurwesen und konnte durch diverse Praktika interessante Erfahrungen im Bereich Online-Marketing sammeln. Neben sportlichen Aktivitäten tobt sich Felix in den sozialen Medien aus und versucht sich als Hobbyfotograf. Als Teil des sevDesk Teams beackert er verschiedene Themenfelder rund um die Selbstständigkeit und ist ständig auf der Suche nach Interviewpartnern in diesem Bereich.
Felix Zipf
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