Worauf du bei der IT-Sicherheit achten solltest

Nicht nur als Unternehmer, sondern auch als Privatperson ist unbedingt auf die IT-Sicherheit zu achten. IT-Sicherheit bedeutet Informationssicherheit. Es geht also darum, mögliche Gefahren zu vermeiden und wirtschaftliche Schäden auszuschließen.

Die Sicherheit im Internet ist ein Thema, was mittlerweile wirklich jeder von uns ernst nehmen muss.

IT ist vor allem aber in der Arbeitswelt überhaupt nicht mehr wegzudenken. Laut Angela Merkel muss sogar Handwerk an die IT-Sicherheit denken. In einem Video-Podcast vom Dezember letzten Jahres verwies sie diesbezüglich auf die staatliche Unterstützung mit dem Hinweis: „Es bleibt schon ein Stück Verantwortung auch bei den einzelnen Handwerksbetrieb bestehen, sich so gut wie möglich abzusichern“.

Übrigens wurde vom Bundeswirtschaftsministerium auch die IT-Sicherheit in der Wirtschaft als Initiative für kleine und auch für mittelständische Unternehmen gestartet. Dadurch wird also deutlich ersichtlich, dass die Bundesregierung sich immer mehr mit der Bekämpfung der Kriminalität im Internet beschäftigt.

Mit welchen Möglichkeiten kann ich mich selbst schützen?

Es gibt mehrere Optionen, mit denen man sich vor möglichen Risiken schützen kann. Die richtige Auswahl hängt selbstverständlich in erster Linie vom eigentlichen Bedarf ab. Allerdings sind die hier genannten Alternativen nicht nur für Unternehmen wichtig, sondern auch für Privatanwender.

Sichere Passwörter

Bei den Passwörtern handelt es sich nicht unbedingt darum, diese in regelmäßigen Abständen zu ändern. Zahlreiche Studien, wie beispielsweise von der North Carolina at Chapel Hill Universität, belegten schon 2010, dass sehr viele Benutzer einfach ihr neues Passwort im Zusammenhang mit den ursprünglichen Zugangsdaten änderten.

Daraus lässt sich für Hacker in der Regel problemlos ein Algorithmus ableiten.

Bei der Änderung vom Passwort sollte man deshalb unbedingt auf diesen Faktor achten und sich nur für wirklich sichere Zugangsdaten entscheiden, die aus Buchstaben, sowie aus Nummern bestehen.

Jörg Breithut vom Spiegel Online erwähnt in seinem Artikel über die IT-Sicherheit 2017, dass Begriffe wie „password“ oder „hallo“ mit zu den meist benützten Passwörtern in Deutschland gehören.

Verantwortungsvoller Einsatz von Software

Selbstverständlich soll der Rechner oder das mobile Endgerät erst einmal durch einen guten Virenscanner geschützt sein, bevor man irgendwelche Software oder weitere Apps installiert.

Die Softwarequelle muss auf jeden Fall vertrauenswürdig sein.

Vor allem bei kostenlosen Angeboten heißt es aufpassen, da man sich damit durchaus einen Virus oder einen Trojaner einfangen kann.

Kostenpflichtige Software ist davon ausgeschlossen, da diese schon vorab von den Herstellern in Bezug auf die Sicherheit geprüft wurden.

Was die Gratis Keys von Sicherheitsfirmen angeht, so stehen diese meistens sowieso erst dann zur Verfügung, wenn man bereits selbst ein Opfer von Ransomeware geworden ist.

Regelmäßige Back-ups

Auf den meisten Festplatten befinden sich wichtige Geschäftsunterlagen, Dokumente und natürlich auch die heiß geliebten Urlaubsfotos. Regelmäßige Back-ups sind deshalb unerlässlich um die persönlichen oder geschäftlichen Daten besonders gut abzusichern.

Möglichkeiten hierzu sind Netzwerkspeicher wie die NAS-Server als Beispiel, die mit dem PC über WLAN verbunden sind. Ansonsten besteht natürlich auch die Möglichkeit, die wichtigen Daten auf weiteren Speicherwegen (Pendrive) abzuspeichern. Back-ups zählen nach wie vor mit zu den günstigsten Lösungen für Bedrohungen.

Wie im Digital Business Cloud Magazin nachzulesen ist, gelten diese Befürchtungen aber nicht nur für die Unternehmen, weshalb an dieser Stelle der Geschäftsführer der PSW, Christian Heutger, zitiert wird: „Insbesondere im ersten Halbjahr werden noch sehr viele Unternehmen, aber auch Privatanwender, es mit erpresserischen Trojanern zu tun bekommen“. Die PSW Group ist übrigens führender Provider für Internetlösungen mit Schwerpunkt auf IT.

Die Cloud-Datenablage

Vor allem für Unternehmen werden die Cloud-Dienste immer interessanter, da sie für mehr Flexibilität sorgen und sich die eigenen Kosten rund um die Internetsicherheit reduzieren. Allerdings bestehen an dieser Aussage aber auch noch sehr große Zweifel, vor allem dann, wenn man sich die Sicherheitslücken im letzten Jahr etwas genauer ansieht.

Bei der Cloud Datenablage empfiehlt es sich deshalb, die wichtigsten Daten verschlüsselt zu übermitteln oder nur Informationen, die im schlimmsten Fall auch zu verschmerzen sind.

Obwohl die Cloud Dienste durch Passwörter geschützt sind, sollte man Angriffe von Hackern nicht unterschätzen. Ideal ist natürlich, wenn man die Daten auf der Cloud Festplatte noch durch zusätzliche Tools verschlüsselt.

Fazit

Viele Privatanwender sind der Meinung, dass nur die Unternehmen von Sicherheitslücken oder Bedrohungen betroffen sind. Allerdings handelt es sich dabei um einen großen Irrtum, denn für Hacker ist im Prinzip überall und von jedem etwas zu holen. Einem Risiko ist also wirklich jeder ausgesetzt, der im Internet unterwegs ist. Privatpersonen sind in vielen Fällen das Opfer von Online-Banking Attacken, Identitätsdiebstahl, sowie auch Erpressungen durch Ransomware.

Es ist deshalb sehr wichtig, sich auch als Privatanwender unbedingt um die IT-Sicherheit zu kümmern. Christian Heutger von der PSW Group ist sich auch sicher, dass die Angriffe jetzt immer mehr gezielter werden. „Wir müssen davon ausgehen, dass Cyberkriminelle gezielt Mobilgeräte angreifen werden, um Login-Daten zu stehlen.“ Diese Aussage gibt zu denken, denn dadurch ist den Hackern ein direkter Zugang zu den Kreditkartendaten oder natürlich auch zum Bankkonto möglich. Auch ist mit gezielteren Attacken über Social Media zu rechnen.

Der Autor:

Philipp Egger ist ein professioneller Redakteur und ein erfahrener Content Manager bei Essayhilfe. Du kannst ihn auch direkt über Facebook erreichen.

Alisha Meier

Um seine Zielgruppe im Internet zu begeistern muss man kreativ sein. Alisha besitzt diese Kreativität und weiß als Content Marketerin bei sevDesk, welche Inhalte im Netz funktionieren. Im Blog beschäftigt sie sich mit sämtlichen Kreativthemen und versucht Selbstständige zu inspirieren.

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