Gründungszuschuss

Was ist ein Gründungszuschuss?

Derjenige, der arbeitslos ist, kann einen Gründungszuschuss beantragen. Lediglich ein Tag der Arbeitslosigkeit würde schon ausreichend sein. Der Zuschuss wird nur denen gewährt, die Arbeitslosengeld 1 bekommen, diejenigen die bei Hartz 4 gelandet sind, haben in der Regel keinen Anspruch darauf.
Bei dem Gründungszuschuss handelt es sich um einen Betrag, der bis zu 24.000 Euro hoch sein kann, weiterhin ist er steuerfrei und er muss auch nicht zurückgezahlt werden. Die Bezugsdauer beträgt maximal 9 Monate, ab dem Tag, an dem die Arbeitslosigkeit beendet wurde.
Allerdings wurden vor 2011 deutlich mehr und höhere Gelder an Zuschuss gezahlt denn es wurden vom Bundeskabinett zahlreiche Kürzungen beschlossen. Jetzt liegt es im Ermessen der Agentur für Arbeit zu entscheiden, wer einen Gründungszuschuss bekommt und wer nicht.

Gründungszuschuss beantragen

Was ist für einen Gründungszuschuss wichtig?

Diejenigen, die nur kurze Zeit einer Stellung nachgegangen sind und zwischendurch arbeitslos waren, können keinen Gründungszuschuss beantragen. Die besten Voraussetzungen sind gegeben, wenn die Selbstständigkeit nahtlos an die Arbeitslosigkeit anknüpft.
Um Geld aus dem Topf zu erhalten ist es wichtig, das zwischen der Selbstständigkeit und dem Ende der Arbeitslosigkeit noch mindestens 150 Tage ein Anspruch auf ALG 1 besteht. Für andere, die nur 6 Monate einen Anspruch auf das Geld haben, gelten andere Regeln, sie müssen sich nämlich schnell entscheiden, ob sie in die Selbstständigkeit gehen wollen oder nicht. Ihnen bleibt nur ein Zeitrauem von 4 Wochen, um eine Entscheidung darüber zu treffen.

Der Gründungszuschuss muss Gründe haben

Wer einen Gründungszuschuss beantragen möchte, muss auch Gründe dafür haben und die müssen an einer fachkundigen Stelle auch geäußert werden. Hierzu ist es nötig, das sich an bestimmte Stellen gewendet wird, dafür kommen in Frage:

  • Industrie- und Handelskammer
  • Handwerkskammer
  • Berufsständische Kammern
  • Fach- und Berufsverbände
  • Banken, Sparkassen, Gründerzentren
  • Steuerberater, Rechtsanwälte, Unternehmensberater

Es sind dafür auch bestimmte Unterlagen vorzulegen, dieses muss zuerst einmal ein gut durchdachter Businessplan sein, dazu gehört auch ein korrekter Lebenslauf sowie Nachweise von bestimmten Qualifikationen. Eingereicht werden sollten ein Finanzierungsplan sowie ein Nachweis über die Höhe des benötigten Kapitals.
Wer sicher gehen will, dass sein Antrag auch genehmigt wird, muss eine Umsatz- und Rentabilitätsvorschau dazu legen. Wird jetzt entschieden, dass die Neugründung ein Erfolg wird, bekommt der Antragsteller auch den Gründungszuschuss. Allerdings ist das alles nicht ganz kostenlos, denn es wird eine Gebühr zwischen 50 und 100 Euro zur Zahlung fällig.
Es ist kein Einzelfall, dass die Agentur für Arbeit das Teilnehmen an bestimmten Seminaren verlangen kann, damit festgestellt wird, ob das Unternehmen Neugründung überhaupt Erfolg haben kann. Hier muss so etwas wie eine Eignung bewiesen werden, ansonsten gibt es auch keinen Gründungszuschuss.

Wie lange wird ein Gründungszuschuss gezahlt?

Wie lange wird ein Gründungszuschuss gezahlt?

Der Gründungszuschuss wird nur so lange gezahlt, bis das gesetzliche Rentenalter erreicht wurde. Wer ein Jahr davor steht, kann sogar noch einen Zuschuss beantragen und auch bekommen. Sollte der Antrag wegen des Alters abgelehnt werden, kann dagegen juristisch vorgegangen werden, denn das kommt einer Diskriminierung gleich.
Es ist auch wichtig, dass der Antrag auf einen Gründungszuschuss nicht erst am Ende oder der Mitte des Jahres gestellt wird, denn diejenigen, die sich in den ersten drei Monaten bemühen, haben weitaus bessere Chancen. Zuschüsse sind schnell aufgebraucht und so kann es durchaus passieren, dass derjenige der zu spät kommt, schnell abgewiesen wird. Die Ämter können immer nur so viel an Geld heraus rücken, wie sie zur Verfügung haben, und daher gilt hier der Leitspruch: „ Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“.

Wie hoch ist ein Gründungszuschuss?

Es ist völlig egal, welche Einkünfte der Antragsteller hat und ob Vermögen vorhanden ist, wird der Zuschuss bewilligt, wird er auch in voller Höhe ausgezahlt. Als Zahl heißt das, es wird der vorher gewährte Betrag des ALG 1 plus einen Zuschlag von monatlich 300 Euro bezahlt. Im Moment beträgt der monatliche Betrag in den alten Bundesländern 2.596,50 Euro und in den Neuen sind es höchstens 2.338,50 Euro.
Bei der Krankenversicherung gibt es für einen Firmengründer kein zwingendes Muss. Er muss also nicht bei der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben, kann das aber freiwillig tun. Er kann sich aber auch privat für den Krankheitsfall absichern, muss dann aber darauf achten, dass er keinen Anspruch auf eine kostenlose Familienversicherung hat.
Bei dem Beitrag, der zu zahlen ist, kommt es darauf an, welchen Verdienst er monatlich hat. Der wird auf Basis eines fiktiven monatlichen Einkommens errechnet.