Unternehmen gründen – Schritt für Schritt in die Selbstständigkeit!

Sein eigener Chef sein – viele Menschen träumen davon. Und immer mehr setzen es auch in die Tat um. 2017 wurden allein in Deutschland 549.700 Unternehmen gegründet. Die Frage, ob auch du ein Unternehmen gründen willst, solltest du sorgfältig abwägen.

Das erwartet dich heute:

Bevor du deinen Job kündigst, musst du dir in jedem Fall überlegen, ob du die fachlichen Voraussetzungen erfüllst: Kennst du dich in der Branche aus, in der du arbeiten willst, bist du eventuell bereits berufserfahren auf diesem Gebiet? Und hast du eine gewisse Vorstellung davon, wie die kaufmännische Führung eines Unternehmens bewältigt werden kann? Hast du eine Geschäftsidee für ein Produkt, das die Welt braucht? Neben der fachlichen ist auch die persönliche Eignung entscheidend. Bevor du dich entscheidest ein Unternehmen zu gründen, solltest du dir darum einige Fragen stellen – und ehrlich beantworten:

Bin ich …

  • bereit dazu, auch mal ein Risiko einzugehen?
  • offen gegenüber neuen Ideen?
  • motiviert und gut darin, auch Andere zu motivieren?
  • kontakt- und kommunikationsfreudig?
  • kritikfähig?
  • in der Lage, Entscheidungen zu treffen?
  • bereit, alles zu geben?

Hast du immer wieder genickt? Dann wage es doch!

Es gibt viele gute Gründe, sich ins Abenteuer Selbstständigkeit zu stürzen:

1. Selbstverwirklichung

Heute setzen immer mehr Konzerne und Unternehmen darauf ihre Mitarbeiter, über ihr eigentliches Aufgabengebiet hinaus, in bestimmte Entscheidungen mit einzubeziehen. Dennoch wirst du als Angestellter niemals die gleichen Gestaltungsmöglichkeiten haben wie als Unternehmer. Der daher wohl wichtigste Grund, sich selbstständig zu machen, ist gleichzeitig der größte Erfolgsfaktor: In der eigenen Firma kannst du zu 100 % hinter dem stehen, was du tust und wie du es tust. Die echten Erfolgsgeschichten sind immer die, in denen sich jemand mit einer eigenen Idee selbst verwirklicht hat. Dabei ist es oft weniger entscheidend, mit welcher Idee du loslegst, sondern vielmehr wie sehr du dich dafür einsetzt.

2. Neue Motivation

Kennst du das nicht auch? Du sitzt im Büro, erledigst Arbeiten für ein Unternehmen, das dir nicht gehört, und hast währenddessen zahlreiche Ideen im Kopf, für die du dich gerade viel lieber engagieren würden? Wenn es dich frustriert, für Andere zu arbeiten, solltest du ernsthaft darüber nachdenken, ob du dein eigenes Unternehmen gründen willst. Zwar gibt es auch dann immer Einschränkungen und Wünsche anderer (vor allem von Kunden), nach denen du dich richten musst, doch du wirst sehen: Die Motivation, Dinge als eigener Chef für dich selbst und den eigenen Erfolg voranzutreiben, ist weitaus höher als die, jeden Morgen pünktlich in irgendeinem Büro zu erscheinen, in dem man nur einer von vielen ist.

3. Persönliche Weiterentwicklung

Wer jahrelang in der gleichen Firma den immer gleichen Job macht, versäumt es oft, sich persönlich weiterzuentwickeln. Wozu auch? Alle paar Jahre gibt es eine Gehaltserhöhung, man kann regelmäßig Urlaub machen und bekommt im besten Fall auch noch Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Da wird man schnell bequem. Wem das aber nicht reicht, kann in der Selbstständigkeit die Herausforderung suchen, die in einem festen Anstellungsverhältnis oft fehlt – und die entsprechende Erfüllung, diese neue Herausforderung gemeistert zu haben.

Dazu gehört auch, Mitarbeiter zu führen, für die du Verantwortung übernimmst. Denn wer nicht nur der eigene Chef ist, sondern auch der anderer Menschen, steht plötzlich vor Fragen wie „Welches Gehalt soll ich zahlen“, „Gibt es eine Weihnachtsfeier?“ und „Wie viel Urlaub muss oder will ich gewähren?“

Falls du in der Vergangenheit noch keine Erfahrung in der Mitarbeiterführung gesammelt hast, solltest du darüber nachdenken, entsprechende Weiterbildungsangebote zu nutzen, um der Verantwortung gegenüber deinen Angestellten gerecht zu werden.

4. Mehr Freiheiten

Ein eigenes Unternehmen gründen bedeutet viel Arbeit. Gerade in der Anfangszeit gehen viele Gründer mit falschen Erwartungen in diesen neuen Lebensabschnitt. Doch: Es lohnt sich. Nach der ersten, oft harten Phase genießen die meisten Unternehmer zahlreiche Freiheiten, die sie sich als Arbeitnehmer niemals hätten leisten können. Du musst dich vor niemandem rechtfertigen, wenn die Mittagspause mal ein wenig länger dauert, niemand schreibt dir vor, wie dein Büro auszusehen hat oder wie du dich am Telefon melden musst. Wichtig ist jedoch, dass du bei aller Freiheit auch deine Selbstdisziplin stets im Auge behältst. Als Unternehmer geht es nicht darum, möglichst viel Freizeit zu haben, sondern möglichst erfolgreich zu arbeiten. Und: Ohne Fleiß kein Preis.

5. Sicherheit

Es mag zunächst paradox klingen, aber in gewisser Weise ist die Arbeit als Unternehmer sicherer als in einem Anstellungsverhältnis. Arbeitnehmer haben nur einen begrenzten bis gar keinen Einfluss auf das, was mit ihnen geschieht. Schreibt der Arbeitgeber rote Zahlen und muss Stellen streichen, kannst du nichts dagegen machen. Als Selbstständiger jedoch hast du alle Gestaltungsmöglichkeiten und kannst frühzeitig gegensteuern, wenn du merkst, dass die Geschäfte nicht so gut laufen, wie sie sollten. Sieh das unternehmerische Risiko als unternehmerische Chance an.

6. Finanzielle Unabhängigkeit

Natürlich ist Geld nicht das Wichtigste im Leben, aber wir brauchen es nun einmal. Während die Gründungsphase meist eher ein gewisses Zähnezusammenbeißen und Durchhaltevermögen erfordert, bietet die Selbstständigkeit langfristig beste Aussichten, sich finanziell unabhängig zu machen und ein deutlich besseres Einkommen zu erzielen als in einem Anstellungsverhältnis. Ein Tipp: Für die Anfangszeit gibt es zahlreiche Fördermöglichkeiten, wie zum Beispiel den Gründungszuschuss der Arbeitsagentur oder zinsgünstige Kredite der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Informiere dich am besten bereits im Vorfeld zu den unterschiedlichen Angeboten.

Nicht vergessen solltest du von Anfang an deine Altersvorsorge. Als Selbstständiger bist du nicht über die gesetzliche Rentenversicherung abgesichert. Nur, wenn du dich frühzeitig selbst darum kümmerst, kannst du deinen hoffentlich als Unternehmer neu erwirtschafteten Lebensstandard auch im Alter halten.

7. Die Welt verändern

Oft entscheiden sich Menschen für die eigene Unternehmensgründung, weil sie eine neue, noch nie dagewesene Idee haben. Laut des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie bringt etwa 1/5 der Gründer eine absolute Neuheit auf den regionalen, deutschen oder sogar internationalen Markt. Damit verändern diese Menschen nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das ihrer Kunden. Aus vielen innovativen Ideen wäre niemals etwas geworden, wenn sich keine mutigen Gründer gefunden hätten, um sie umzusetzen. Und mal Hand aufs Herz: Würde es dir nicht gefallen, dich „Pionier“ nennen zu können …?

Wie du siehst: Trotz aller Risiken, die zum Firma gründen beitragen, ist die Selbstständigkeit in vielerlei Hinsicht lohnens- und erstrebenswert.
Wichtig ist in jedem Fall, sich vor einer möglichen Gründung gut zu informieren.

Wichtige Schritte bis zur Gründung des eigenen Unternehmens

Wie sich anhand der vorausgegangenen Punkte bereits herauskristallisiert haben dürfte, zeigt sich in der Regel vergleichsweise schnell, dass es sich bei der Gründung eines Unternehmens keinesfalls um ein Projekt handelt, das du übers Knie brechen solltest. Vielmehr steht vor so gut wie jeder (erfolgreichen) Gründung eine mehr oder weniger lange Phase der Planung.

Wer hier fundiert vorgehen möchte, sollte unbedingt Schritt für Schritt vorgehen, um sicherzustellen, dass alle existenziellen Punkte abgearbeitet wurden.

Planungsphase

Den hohen Stellenwert der Planungsphase solltest du in keinem Fall unterschätzen! Immerhin handelt es sich hierbei um die Zeit, in der du die Grundsätze deiner Firma fixierst. Eine tolle Gelegenheit, um sich Gedanken über Ziele, Projekte und gegebenenfalls die Notwendigkeit von Unterstützung zu machen! Kurz: während der Planungsphase hinterfragst du deine Firma und kannst so unter anderem auch etwaige Schwachstellen aufdecken!

Was für ein Unternehmen möchte ich gründen?

Sicherlich handelt es sich hierbei um eine Frage, über deren Antwort du dir schon hinreichend Gedanken gemacht hast. Und dennoch ist es wichtig, sich – gerade in der Zeit der Gründungsphase – mit diesem Aspekt auseinanderzusetzen. Hierbei beantwortest du klassischerweise nicht nur die Frage nach dem eigentlichen Geschäftsgegenstand, sondern befasst dich auch mit Überlegungen wie…:

• Welche Geschäftsform ist die richtige Wahl?
• Brauche ich noch weitere Mitarbeiter, um mein Auftragspensum bewältigen zu können?
• Möchte ich mit meinen Kunden hauptsächlich per Internet oder persönlich in Kontakt treten?
• Brauche ich eventuell Geschäftsräume?

usw..
Kurz: im Rahmen der entsprechenden Überlegungen steckst du einen Grundrahmen ab, auf dessen Basis die weiteren Schritte fußen.

Gründungsberatung nutzen

Nicht alle, aber zumindest viele Gründer nehmen eine sogenannte „Gründungsberatung“ in Anspruch. Hier kannst du auf unterschiedliche Angebote und Ansprechpartner zurückgreifen. Viele Anbieter von Gründungsberatungen haben sich sogar auf eine spezifische Branche spezialisiert, so dass sie dir gegebenenfalls noch besser weiterhelfen können.
Hierbei gilt es natürlich auch zu berücksichtigen, dass die Nachfrage bei den betreffenden Stellen gegebenenfalls so groß ist, dass du dich frühzeitig um einen Termin kümmern solltest. Vor allem dann, wenn du schon einen Termin für die Eröffnung ins Auge gefasst haben solltest.

Businessplan erstellen

Es mag sich nüchtern und vielleicht auch ein wenig langweilig anhören, aber: in der Regel braucht dein Unternehmen einen Businessplan. Diesen nutzt du nicht nur dazu, um ihn bei bestimmen Stellen (zum Beispiel bei der Bank im Zusammenhang mit dem Beantragen eines Kredites) vorzulegen, sondern auch, um dir selbst Klarheit über…:
• deinen Geschäftszweig
• deine Ziele
• deine finanzielle Situation bzw. die laufenden Kosten
• die Konkurrenzsituation am Markt
zu verschaffen. Du bist quasi dazu „gezwungen“, alle wic/lexikon/konkurrenzanalyse/htigen Details zu deinem Unternehmen schriftlich und ausführlich festzuhalten. Ein tolles Kontrollinstrument!

Gründungsfinanzierung

Viele Start Ups müssen auf die Vorteile einer Finanzierung zurückgreifen, um sich am Markt mit genügend Geld, also Startkapital etablieren zu können. Falls du hier nicht „von Haus aus“ über die finanziellen Mittel verfügst, ist es an der Zeit, sich mit Hinblick auf eine Gründungsfinanzierung zu informieren. Hier gilt: die entsprechende Summe muss nicht zwangsläufig von der Bank kommen! Vielmehr macht es Sinn, verschiedene Angebote zu vergleichen. Neben deiner Hausbank kommen dementsprechend gegebenenfalls unter anderem auch…:
• private Kreditgeber
• die KfW
• die Arbeitsagentur
in Frage. Hier lohnt es sich definitiv, die entsprechenden Konditionen zu checken und miteinander zu vergleichen. Wenn du hierbei dann noch Zeit sparen möchtest, nutzt du am besten einen unabhängigen Vergleich über das Internet.

Standortanalyse

Die Standortanalyse spielt auch schon im Zusammenhang mit dem Erstellen deines Businessplans eine wichtige Rolle. Denn: auch wenn sich in deinem „unternehmerischen Universum“ derzeit vielleicht alles ausschließlich um dein Unternehmen drehen mag, solltest du nicht vergessen, dass du einer von vielen Marktteilnehmern bist. Daher kann es sich um Rahmen der Standortanalyse lohnen, sich mit der aktuellen Situation, Konkurrenten in deinem Ort (und natürlich auch im Internet) auseinanderzusetzen. Wer hier möglichst schnell herausstechen möchte, sollte sich auf die Suche nach klassischen Alleinstellungsmerkmalen begeben und diese gegebenenfalls weiter ausarbeiten.

Festlegung der Rechtsform

Du kannst dein neugegründetes Unternehmen auf der Basis unterschiedlicher Rechtsformen betreiben. Doch ob sich beispielsweise das klassische Einzelunternehmen besonders gut eignet oder ob du lieber zur GbR, der GmbH oder der OHG tendieren solltest, ist von mehreren Faktoren abhängig. Auch das vorhandene Startkapital kann hier ein ausschlaggebender Faktor sein. Wer sich hier unsicher ist, kann natürlich auch mit seinem zuständigen Steuerberater in Kontakt treten. So ergibt sich oft eine neue Sichtweise.

Anmeldung des Unternehmen

Im Rahmen einer Unternehmensanmeldung musst du natürlich auch die ein oder andere bürokratische Hürde überwinden. Sollest du zum Beispiel in keinem freiberuflichen Bereich arbeiten, braucht es eine Gewerbeanmeldung. Um diese zu realisieren, beantragst du im ersten Schritt einen Gewerbeschein bei der jeweils zuständigen Gewerbestelle bzw. dem Gewerbeamt.

Im Zusammenhang mit einigen Geschäftsbereichen, zum Beispiel in der Gastronomie, braucht es auch eine gesonderte Genehmigung. Hier gilt es, sich frühzeitig zu informieren.

Patente und Schutzrechte

Du hast dir ein besonderes Logo ausgesucht, das dein Unternehmen repräsentieren soll? Vielleicht greifst du auch auf eine eigens von dir erfundene Herstellungstechnik zurück? Logos, Herstellung, Slogans und Co. solltest du dir in jedem Falle schützen lassen.

Ein weiterer Aspekt: wer ein Logo oder einen Firmennamen schützen lässt, sollte im Gegenzug natürlich auch überprüfen, ob das Design bzw. die entsprechende Technik bereits von einem anderen Unternehmen genutzt werden. Dieses könnte dann nämlich wiederrum Beschwerde einlegen. Das Eintragen der Patente und Schutzrechte dient damit nicht nur dem Schutz der eigenen Marke, sondern kann auch Ärger mit der Konkurrenz vorbeugen.

Versicherungen

Wer ein Unternehmen gründet, sollte sich für den Notfall absichern. Versicherungen werden daher in den unterschiedlichsten Bereichen interessant. Als Unternehmer bist du immerhin nicht nur selbst für Renten- und Krankenversicherung, sondern auch für weitere Versicherungen verantwortlich. Hier kann es sinnvoll sein, sich im Vorfeld darüber zu informieren, welche Möglichkeiten dir zur Verfügung stehen. Generell sind jedoch „Basics“, wie zum Beispiel…:
eine Berufsunfähigkeitsversicherung

  • die Vermögensschadenhaftpfichtversicherung
  • eine Versicherung für deine Geschäftsräume bzw. dein Anlagevermögen
    sinnvoll.

Auf welches „Paket“ du hier im Einzelnen setzen solltest, ist dann jedoch wieder von deiner individuellen Situation abhängig. Denn: auch im unternehmerischen Bereich besteht natürlich auch die Gefahr, sich „überzuversichern“.

Geschäftskonto eröffnen

In einigen Fällen, zum Beispiel als selbstständiger Freiberufler im „Ein-Mann-Betrieb“, braucht es nicht zwangsläufig ein Firmenkonto. Dennoch gilt auch hier, dass das Einrichten eines separaten Kontos für Geschäftszwecke einige Abläufe erleichtern kann. Immerhin profitierst du so von der Chance, Betrieb und Privatleben noch besser auseinanderhalten zu können.
Viele Banken bieten ihren Geschäftskunden attraktive Konditionen. Am besten vergleichst du die einzelnen Angebote kurz online miteinander.

Buchhaltung

Hierbei handelt es sich sicherlich um ein Thema, mit dem sich nur die wenigsten Selbstständigen gerne auseinandersetzen. Und dennoch: egal, ob als Kleinunternehmer oder als klassisches Unternehmen bist du natürlich dazu verpflichtet, deine Buchhaltung entsprechend der Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung zu führen.

Eine Frage, die hier besonders im Fokus steht: möchtest du dich selbst um die Buchhaltung kümmern oder diesen Bereich an deinen Steuerberater übergeben? Die Antwort hierauf sollte genau abgewogen werden. Denn: mittlerweile gibt es viele Buchhaltungssoftwares, mit denen du Meldungen und Co. ganz einfach selbst erstellen kannst. Dennoch braucht es ein gewisses Grundwissen, um auch wirklich alle Faktoren und Gesetze berücksichtigen zu können.

Wenn du deine Buchhaltung an einen Steuerberater abgibst, solltest du dir im Vorfeld natürlich bewusst darüber sein, dass hierfür auch Kosten anfallen. Diese kannst du jedoch dann wiederrum im Zuge seiner Einkommensteuererklärung geltend machen.

Tipp!

Eine Buchhaltungssoftware kann dir bei deinem erfolgreichen Start in die Selbstständigkeit eine große Hilfe sein. Sie unterstützt dich, nimmt dir Arbeit ab und bewahrt dich vor klassischen Buchhaltungsfehlern.

Außenauftritt

Um deine zukünftigen Kunden auf dich aufmerksam zu machen (und um deine Position am Markt zu behaupten) solltest du natürlich auch immer auf ein entsprechendes Marketing setzen. Eine modern gestaltete Website ist hier das A und O. Sie gilt als eine Art „Visitenkarte“ und darf entsprechend nicht unterschätzt werden.

Auf welche Elemente du im Zusammenhang mit einem kompetenten Außenauftritt setzen solltest, ist unter anderem natürlich auch von deiner Zielgruppe abhängig. Eine kleine Studie, die sich auf deren Gewohnheiten bezieht, kann hier helfen, noch effektiver auf den entsprechenden Plattformen zu werben.

Nebenberuflich selbstständig machen

Du hast noch Bedenken, wirklich komplett in die Selbstständigkeit zu starten? Viele Unternehmer machen sich nebenberuflich selbstständig! Diese Entscheidung bietet sowohl Vor- als auch Nachteile und sollte entsprechend überdacht werden.

Vor- und Nachteile

Einen klaren Vorteil stellt es mit Hinblick auf die klassische Teilzeit-Selbstständigkeit dar, dass du über die Sicherheit verfügst, am Monatsende von deinem festen Arbeitgeber bezahlt zu werden. Dementsprechend musst du dir keine (bzw. weniger) Sorgen über anfängliche Startschwierigkeiten machen. Viele Unternehmen schreiben, gerade in den ersten Jahren nach ihrer Gründung, noch keine schwarzen Zahlen. Ein fester Job kann dabei helfen, diese „Durststrecke“ besser zu überbrücken.

Auf der anderen Seite: „nur“ teilweise in die Selbstständigkeit zu starten, bedeutet natürlich auch, sich nicht zu 100 % auf das eigene Unternehmen konzentrieren zu können. Immerhin erwartet dein fester Arbeitgeber Leistung und kann es sich nicht leisten, auf deine Selbstverwirklichung Rücksicht zu nehmen. Dementsprechend könnte das „Parallel-Arbeiten“ hier durchaus stressig werden. Ein übersichtliches Zeitmanagement mit klaren Vorgaben und Pausen (, an die du dich dann auch hältst,) sind hier besonders wichtig.

Die ersten Kunden gewinnen

Im letzten Schritt ist es für ein erfolgreiches Unternehmen natürlich auch wichtig, die ersten Kunden zu gewinnen. Wie du hier vorgehst, ist von deiner Marke, deiner angebotenen Dienstleistung bzw. den entsprechenden Produkten und der Vorliebe deiner Kunden abhängig. Unter anderem hast du beispielsweise die Möglichkeit,…:
• via Internet und über die sozialen Netzwerke zu akquirieren
• auf klassische Werbung, zum Beispiel in Form von Banner und Radiospots zu setzen
• deine Gründung mit Neukundenaktionen und Boni zu verbinden
• mit anderen Marken auf der Suche nach Kooperationen zusammenzuarbeiten.

Je authentischer du hier vorgehst, umso besser! Vergiss in diesem Zusammenhang jedoch auch nicht, dich und deine Leistungen nicht unter Wert zu verkaufen. Denn: wer anfangs „zu gute Angebote“ offeriert bzw. seine Preise zu niedrig ansetzt, läuft Gefahr, die „normalen Preise“ dann nicht mehr gut rechtfertigen zu können.

www.existenzgruender.de

Auf dem Existenzgründungsportal des Bundesministeriums für Wirtschaft und Umwelt findest du zahleiche Informationen und Angebote zur Gründung und Selbstständigkeit.

www.dihk.de
Die Industrie- und Handelskammern stellen zahlreiche Materialien zur Verfügung und bieten zudem umfangreiche Beratungsleistungen für Gründer.

www.kfw.de
Neben klassischen Förderkrediten bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau Existenzgründern zahlreiche weitere, innovative Finanzierungshilfen sowie professionelle Coachings.

Gründungsprozess
Gründungsprozess

Fazit

Gründer profitieren heutzutage von vielseitigen Möglichkeiten, die die ersten Schritte im Business merklich erleichtern können. Nicht nur der finanzielle Aspekt spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Auch die Möglichkeiten, die sich im Zusammenhang mit Beratungsangeboten ergeben, sollten hierbei nicht unterschätzt werden.

Fest steht: Gründer mit einer überzeugenden Idee und einer Zielgruppe müssen sich in der heutigen Zeit aufgrund der Unterstützungsangebote nicht allein fühlen. Im Gegenteil! Die Chancen, unter die Arme gegriffen zu bekommen, waren sicherlich selten besser.

Dennoch wäre es natürlich auch falsch, sich ausschließlich auf Hilfe von außen zu verlassen. Daher gilt es, gerade in der spannenden Phase der Gründung, dein Unternehmen immer wieder zu hinterfragen und nach Verbesserungspotenzial Ausschau zu halten. Somit steht einer erfolgreichen Gründung oft nicht mehr viel im Weg!

Peter Sutter

Head of Marketing und bei den neusten Marketingstrends up to date. Peter kennt die Kunden von sevDesk genau und weiß daher um die Bedürfnisse von kleinen Unternehmen. Auf unserem Blog teilt er sein Wissen mit dir!

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