Umsatzsteuer

Während die Mehrwertsteuer in den meisten Fällen von einer Privatperson gefordert wird, sind es Dienstleister, Verkäufer oder Produzenten, die eine Umsatzsteuer verlangen. Doch eigentlich handelt es sich hierbei um ein und dasselbe. Bei der Mehrwertsteuer sind es in der Regel 19 Prozent, bei manchen Ausnahmen werden 7 Prozent verlangt.

Bei der Umsatzsteuer gibt es eine Bemessens-Grundlage, die dazu dient, dass die Steuer überhaupt errechnet werden kann. Hierbei hängt es davon ab, wie viel ein Produkt kostet oder wie viel eine Dienstleistung kostet. Allerdings gibt es bei dieser Steuer nicht nur große Unterschiede, sondern auch Kopfschütteln bei der Bevölkerung. Denn während in einem Restaurant gegessen wird, müssen 19 Prozent gezahlt werden, ist es jedoch ein Essen zum Mitnehmen fallen nur 7 Prozent Steuern an.

Was ist die Umsatzsteuer eigentlich?

Der Steuerberater wird von einer Verkehrsteuer nach dieser Frage sprechen. Sie wird fällig, wenn ein Dienstleister sie erhebt, aber auch aus dem Warenverkehr heraus muss sie gezahlt werden. Je länger eine Ware braucht, bis sie zum Endverbraucher kommt, desto teurer wird sie natürlich. Anders als von vielen gedacht, kommt die Steuer aber gar nicht beim Einzelhändler an.

In allen Ländern, die zur Europäischen Gemeinschaft zählen, muss die Umsatzsteuer gezahlt werden. Die Höhe ist allerdings unterschiedlich. So ist bekannt, dass zum Beispiel im Jahr 2014 in Ungarn 27 Prozent der Steuer gezahlt werden musste. Das Land mit der niedrigsten Umsatzsteuer war zu der Zeit Luxemburg, mit einem Steuersatz von gerade einmal 15 Prozent.
Für einige ist daher auch der grenzübergreifende Geschäftsverkehr ein angenehmes Mittel Steuern zu sparen, denn hier sind Lieferungen, sowie auch Leistungen nicht mit der Steuer belegt. Allerdings wird hierzu eine Umsatzsteuer ID gebraucht.

Wie wird die Umsatzsteuer berechnet?

Berechnen lässt sich die Umsatzsteuer nach einer ganz einfachen Formel: Bei einem Steuersatz von 19 Prozent wird der Nettopreis ermittelt, indem der Bruttopreis durch 1,19 geteilt wird. Bei einem Steuersatz von sieben Prozent wird der Bruttopreis durch 1,07 geteilt. Online lassen sich Brutto- und Umsatzsteuerbetrag aber sehr viel einfacher mit Hilfe eines Rechners ermitteln: Der Seitenbesucher muss lediglich den Nettobetrag sowie in einem anderen Feld den Umsatzsteuersatz eingeben. Daraufhin wird automatisch die Höhe der Mehrwertsteuer sowie der Bruttobetrag berechnet.

Zur Berechnung der Umsatzsteuer kann dir ein Umsatzsteuerrechner helfen.

Umsatzsteuerrechner auf sevDesk

Wer bekommt eine Umsatzsteuer ID?

Generell kann jeder Unternehmer eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer beantragen, aber auch alle juristischen Personen, die keine Unternehmer sind, bekommen eine ID. Die Umsatzsteuer ID gilt dazu, dass ein Umsatzsteuerpflichtiger auch ein eindeutiges Kennzeichen trägt.

Genutzt wird die ID nur, wenn es zu einer Abrechnung innerhalb des Europäischen Binnenmarktes und einem Finanzamt kommt.

Wie bekommt man die Identifikationsnummer?

In der Anfangszeit konnte die Umsatzsteuer ID nur schriftlich beim zuständigen Finanzamt beantragt werden, zwischenzeitlich ist es natürlich möglich, sie auf dem Online-Weg zu beantragen. Auf einem Antrag gehören nur wichtige Auskünfte, wie zum Beispiel der vollständige Name der Person und die Adresse.
Unternehmen müssen weitere Daten angeben, dazu gehören die Steuernummer, der genaue Name der Firma, die vollständige Adresse sowie die Anschrift des zuständigen Finanzamtes. Der Inhaber einer ID-Nummer ist dazu berechtigt in andere EU-Mitgliedstaaten seine Waren zu liefern und das Ganze dann auch noch steuerfrei.

Was passiert mit der Umsatzsteuer?

Die Umsatzsteuer muss jeder bezahlen, was aber geschieht mit dem ganzen Geld? Die Allgemeinheit kann nur dann von den Steuereinnahmen profitieren, wenn das Geld zwischen Bund, Ländern und Gemeinden ordentlich aufgeteilt wird. Darum wird die Steuer unter Experten Gemeinschaftssteuern genannt. Zu diesen Steuern gehören aber auch andere Zahlungen wie zum Beispiel die Lohnsteuer oder die Einkommenssteuer, die Körperschaftssteuer, sowie auch die Umsatzsteuer.

Wer, wie viel von dem Geld bekommt, ist unterschiedlich festgelegt. Beispielsweise bekommen Länder und der Bund von jedem eingenommenen Euro 42,50 Cent, während die Kommunen auf ganze 15 Cent Anspruch erheben. Bei der Gewerbesteuer verhält es sich wiederum anders, denn hier bleiben sogar 78 Cent von einem Euro bei den Kommunen, Bund und Länder bekommen lediglich 16 und 6 Cent ab.

Was gilt für Kleinunternehmer?

Die Umsatzsteuer wird dann fällig, wenn ein Umsatz erzielt wird. Wer also eine Rechnung schreibt, muss darauf auch die Umsatzsteuer aufführen. Hierbei kommt es aber auch darauf an, um welches Unternehmen es sich handelt, denn nicht alle müssen sich an die Umsatzsteuer halten.

Achtung!

Neben der Umsatzsteuer gibt es noch weitere gesetzlich vorgeschriebenen Bestandteile und Pflichtangaben einer Rechnung. Welche das konkret sind, liest du hier.

 

Umsatzsteuer und die Mehrwertsteuer sind ein und dieselbe Steuer, diese wird auch Verkehrssteuer genannt. Normalerweise muss jedes Unternehmen die Umsatzsteuer einberechnen, es gibt aber auch Ausnahmen. Die Umsatzsteuer darf auch nur dann auf einer Rechnung auftauchen, wenn der Rechnungsaussteller eine ID-Nummer von seinem Finanzamt bekommen hat. Ist es nur eine einzige Rechnung, die geschrieben wird, darf sie keine Umsatzsteuer enthalten.

Großunternehmen müssen tatsächlich Umsatzsteuer abführen, bei einem Kleinunternehmer gilt das nur dann, wenn er weniger als 30.000 Euro verdient und das innerhalb von 5 Jahren. Wird in diesen 5 Jahren auch nur ein einziges Mal die Höhe überschritten, ist davon auszugehen, dass er eine Nachzahlung an das Finanzamt leisten muss.

Wer errechnet die Umsatzsteuer?

Wie hoch die Summe der Umsatzsteuer letztendlich ist, wird nicht von einem Finanzamt errechnet, sondern von einem Unternehmer selber. Das ist gar nicht einfach, denn es spielen einige Faktoren eine Rolle. Es kommt hierbei auch darauf an, ob und wie viel investiert wurde, zum Beispiel in eine teure Maschine, dann kann es sogar sein, das der Unternehmer Geld von Vater Staat zurückbekommt.

Ist das der Fall, kann er das Geld mit einem jährlichen Lohnsteuerjahresausgleich anfordern. Dieser wiederum wird von einem Finanzamt errechnet und im besten Fall, gibt es zu viele gezahlte Steuern zurück.

Die Umsatz- bzw. Mehrwertsteuer wird in schöner Regelmäßigkeit alle paar Jahre erhöht und der Staat verdient hierbei ordentlich mit. Jeder Einkauf, den ein Bürger tätigt, wird schließlich mit der Steuer belegt. Nicht einmal ein Essen in einem Gasthaus oder das Eis in der Eisdiele sind davon ausgeschlossen.

Die Steuer schwemmt jährlich mehrere Milliarden Euro in die Taschen vom Staat. Diese Steuer wird auch Endverbrauchersteuer genannt, denn sie wird dann fällig, wenn ein Betrieb oder Unternehmen eine Lieferung oder eine Leistung erbringt. Hierbei ist es auch vollkommen egal, ob es sich um eine Privatperson oder ein Unternehmen handelt.

In den letzten 40 Jahren wurde die Steuer immer wieder einmal erhöht und jetzt liegt sie, wie schon erwähnt, bei 19 Prozent. Diese 19 Prozent gelten jedoch nur innerhalb deutscher Grenzen, denn in einigen Ländern ist sie wesentlich höher oder eben niedriger.

Wer nicht weiß, wie er die Umsatzsteuer ausrechnen kann, sollte einen Umsatzsteuer-Rechner benutzen. Die sind kinderleicht zu bedienen, denn es müssen nur der Nettobetrag, sowie der Umsatzsteuersatz eingegeben werden. Diese besagten Rechner sind schnell via Internet zu finden und somit können auch exakte Rechnungen erstellt werden.