Steuernummer

Eine Steuernummer wird vom Finanzamt an alle natürlichen und juristischen Personen sowie Unternehmen vergeben und besteht aus 13 Zeichen. Die Steuernummer ist eine Zuordnungsnummer für die Finanzämter in Deutschland. Sie ist nicht mit der Steueridentifikationsnummer oder der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gleichzusetzen. Wechselt man mit einem Umzug oder Standortwechsel in den Einzugsbereich eines anderen Finanzamtes oder nach einer Heirat ändert sich die jeweilige Steuernummer.

Was ist die Steuernummer?

Die Steuernummer wird in Deutschland an jede Person und jedes Unternehmen vergeben, um eine eindeutige Zuordnung zu gewährleisten. Jedes Bundesland hat eine eigene Zusammenstellung der Steuernummern. Mit der Steuernummer sammelt das Finanzamt alle steuerlichen Daten zu einem Unternehmen oder einer Person.

Wenn eine Person umzieht, heiratet oder sich selbstständig macht, kann der Steuerpflichtige mehrere Steuernummern haben. Gültig ist immer die letzte vom zuständigen Finanzamt vergebene Steuernummer.

Warum brauchst du eine Steuernummer?

Da die Steuernummer der Erfassung aller steuerlichen Vorgänge einer Person oder eines Unternehmens, Kleinunternehmers oder Freiberuflers dient, muss sie in jedem Schriftverkehr, auf jedem Formular für die Steuer und bei der Übermittlung von Daten an die Steuerbehörden allgemein angegeben werden.

Betroffen sind hiervon sämtliche Daten zu:

Aufbau der Steuernummer

Die Steuernummer besteht aus 13 Zeichen. Sie setzt sich zusammen aus den letzten Ziffern des zuständigen Finanzamts, der Bezirksnummer des zuständigen Finanzamts, einer persönlichen Unterscheidungsnummer jedes Steuerpflichtigen sowie einer einstelligen Prüfziffer. Eine Steuernummer sieht auf den ersten Blick gleich aus, ist aber von Finanzamt zu Finanzamt unterschiedlich

Mit der Einführung des ELSTER-Verfahrens (ELektronische STeuer Erklärung) sind die Steuernummern bundesweit 13-stellig.

In der folgenden Abbildung ist der Aufbau und das Aussehen der Steuernummer ersichtlich:

aufbau steuernummer
Aufbau der Steuernummer

Verlust der Steuernummer

Bei Verlust der Steuernummer kann diese jederzeit telefonisch beim zuständigen Finanzamt erfragt werden. Wenn alles für die Steuererklärung vorbereitet und gesammelt wird, du aber keine Steuernummer hast, kann die Steuererklärung ohne Steuernummer abgegeben werden. 

Wo finde ich meine Steuernummer?

Die 13-stellige Steuernummer ist oben auf dem letzten Einkommensteuerbescheid zu finden. Wenn bisher keine Einkommensteuererklärung gemacht wurde, dann kann die Steuernummer beim zuständigen Finanzamt nachgefragt werden, um Auskunft zu erhalten. Die aller erste Einkommensteuererklärung kann ohne Steuernummer abgegeben werden. Bei der Prüfung der Unterlagen wird eine Steuernummer vergeben und zugeteilt. Ehepartner besitzen eine gemeinsame Steuernummer, wenn sie sich für eine Zusammenveranlagung entschieden haben, also eine gemeinsame Steuererklärung abgeben.

Da jeder Steuerpflichtige eine Steuernummer benötigt, findet man die eigene Steuernummer immer auf den folgenden Dokumenten:

  • Steuerbescheid
  • Lohnabrechnung
  • Lohnsteuerbescheinigung
  • Gehaltsabrechnung
  • Einkommenssteuerbescheid
  • Freistellungsauftrag

Wie erhält man eine Steuernummer?

Um eine Steuernummer zu beantragenreicht es aus, sich online an das zuständige Finanzamt zu wenden. In unserem weiterführenden Blogbeitrag sind alle Informationen enthalten. Hierbei ist es egal, ob die Person selbstständig oder freiberuflich tätig ist. Die Beantragung geht auch telefonisch.

Bei der Beantragung eines Gewerbes, wird die Steuernummer für das Unternehmen automatisch versendet. Wer keine Steuernummer besitzt, benötigt für die erste Steuererklärung keine Steuernummer. Diese wird anschließend vom Finanzamt automatisch zugeordnet.

Achtung!

Die Steuernummer ist als gesetzlicher Pflichtbestandteil auf einer Rechnung anzugeben und auch bei Schreiben an das Finanzamt sollte sie unbedingt vermerkt werden, umso kürzer dauern etwaige Verfahren.

Wo muss man die Steuernummer angeben?

Die Steuernummer ist als gesetzliche Pflichtangabe auf einer Rechnung anzugeben. Dies gilt für Unternehmer, Kleinunternehmer und Freiberufler, sollten sie keine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer haben. Bei Schreiben an die Finanzbehörden sollte die Steuernummer unbedingt vermerkt werden, umso kürzer dauern etwaige Verfahren. Darüber hinaus muss die Steuernummer beim Arbeitgeber angegeben werden, damit dieser die Lohnsteuer für den Arbeitnehmer abführen kann. Das Finanzamt benötigt die Nummer im Gegenzug, damit es die Lohnsteuerzahlungen dem richtigen Steuerpflichtigen zuordnen kann.

Bei Banken ist die Steuernummer oder die Steuer-Identifikationsnummer eine Pflichtangabe, damit Freistellungsaufträge dem jeweiligen Steuerpflichtigen zugeordnet werden können. Ist ein Freistellungsauftrag bei der Bank hinterlegt, werden bei der Abgeltungssteuer Freibeträge berücksichtigt.

Unterschied zwischen Steuernummer und Steuer-ID

Die Steuernummer und die Steuer-ID, oder auch Steuer-Identifikationsnummer sind zwei verschiedene Nummern und haben nichts miteinander gemein. Die Steuer-Identifikationsnummer ist eine 11-stellige Ziffer, die eine Person mit der Geburt erhält. Die Grundvoraussetzung hierfür ist, dass diejenige Person einen dauerhaften Wohnsitz in Deutschland besitzt.

Im Gegensatz zur Steuernummer bleibt die Steueridentifikationsnummer das ganze Leben lang gleich und wird vom Bundeszentralamt für Steuern vergeben. Die Steuernummer ändert sich bei Umzug, Heirat oder dem Weg in die Selbstständigkeit.

Steuernummer Steueridentifikationsnummer
13-stellig 11-stellig
Vergabe durch zuständiges Finanzamt Vergabe durch Bundeszentralamt für Steuern
Auf Antrag bzw. auf Bedarf Bei Geburt bzw. Wohnsitz in Deutschland
Lebenslänglich bestehend Besteht, solange man im Zuständigkeitsbereich des Finanzamt gemeldet ist
Unterschiedlich nach Bundesland aufgebaut Bundeseinheitlich aufgebaut
Verschiedene Nummern für unterschiedliche Steuerarten Nur zur Identifikation einer Person
Für Personen und Unternehmen Nur für Personen
Gibt Hinweise auf Bundesland und Finanzamt Zufällig erstellt
Sprechende Nummer Nichtsprechene Nummer

Unterschied Steuernummer und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

Eine weitere Nummer, die es abzugrenzen gilt ist die Umsatzsteuer-ID, oder auch Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Sie wird auch als Ust-IdNr. und UID bezeichnet. Die Ust-IdNr. ist eine unverwechselbare Kennzeichnung von Unternehmen in der EU. Unternehmen macht es diese Nummer möglich, Geschäfte zwischen EU-Ländern steuerrechtlich korrekt abzuwickeln.

Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer wird vom Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) durch ein besonderes Verfahren erstellt und vergeben und kann von Unternehmen auf der Webseite des Bundeszentralamtes beantragt werden.

Jeder Selbstständige, jeder Kleinunternehmer laut Kleinunternehmerregelung oder Unternehmer, der EU-weit mit Waren- und Dienstleistungen handelt, benötigt eine USt-IdNr.

Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer besteht immer aus einem Ländercode aus zwei Buchstaben zu Beginn der Nummer. Für Deutschland ist „DE“ der Ländercode. Danach folgen für die deutsche Umsatzsteuer-Identifikationsnummer 9 Ziffern.

Zu den verschiedenen Steuerarten kannst Du ebenfalls im sevDesk-Lexikon nachlesen. Hier findest Du alle relevanten Informationen, nützliche Links und praktische Hinweise zu Steuerarten, Stichtagen und Abgabeformaten.

Achtung!

Im Artikel zur Einkommenssteuer findest Du alle Informationen, wann und wie du eine Einkommensteuererklärung abgeben musst. Außerdem beschreiben wir verständlich, was die Steuer alles umfasst, welche Ausgaben man geltend machen kann und bieten dir einen Einkommenssteuerrechner an.

Musst Du Gewerbesteuer zahlen? Dann könnte unser Lexikon-Beitrag dazu hilfreich für dich sein. Lies‘ in unserem Beitrag zur Gewerbesteuer nach, wann man als Selbständiger Gewerbesteuer zahlen muss, wie hoch die Gewerbesteuer ist und wie du Freibeträge nutzen kannst. Ebenso bieten wir dir einen Gewerbesteuerrechner an.

Nicht alle kennen sich mit der Körperschaftssteuer aus. Du kannst es zumindest für dich ändern, wenn du unseren Artikel zur Körperschaftssteuer liest. Wir erklären klar und verständlich, wer Körperschaftssteuer zahlen muss, wie die Körperschaftssteuer errechnet wird und welche Regeln zur Besteuerung einer GmbH gelten.

Früher hieß sie Körperschaftssteuer, nun muss die Abgeltungssteuer bedient werden. In unserem Beitrag zur Abgeltungsteuer kannst du alles über die Höhe, die Freibeträge bei gestelltem Freistellungsauftrag und die Unterschiede zur alten Kapitalertragssteuer nachlesen.

Vorlagen & Muster