Was ist die Summen- und Saldenliste (SuSa) einfach erklärt?

Neben der BWA ist die Summen- und Saldenliste eine der wichtigsten Auswertungen, wenn du wissen möchtest, wie dein Unternehmen finanziell dasteht. Sie zeigt dir, was sich auf deinen Konten im laufenden Geschäftsjahr getan hat. So bekommst du einen detaillierten Einblick in deine Buchhaltung und kannst die wirtschaftliche Entwicklung deines Unternehmens besser einschätzen. Die SuSa spielt außerdem eine wichtige Rolle, wenn du beispielsweise einen Kredit beantragen, deine Zahlen für den Jahresabschluss vorbereiten oder offene Forderungen und Verbindlichkeiten prüfen möchtest.
In diesem Ratgeber erfährst du, was eine Summen- und Saldenliste ist, wie sie aufgebaut ist und warum sie für dein Unternehmen wichtig ist. Außerdem zeigen wir dir anhand konkreter Beispiele, was dir die einzelnen Werte verraten, wie du die Liste richtig liest und wie du deine SuSa mit sevdesk erstellen kannst.
- Was ist eine Summen- und Saldenliste (SuSa) in der BWA?
- Warum ist die Summen- und Saldenliste wichtig?
- Wie kannst du die Summen- und Saldenliste erstellen?
- SuSa mit sevdesk erstellen: einfach und fehlerfrei
- Summen- und Saldenliste richtig lesen und verstehen
- Beispiele einer Summen- und Saldenliste: So kann sie beim Kontenrahmen SKR04 aussehen
- Zusammenfassung zum Thema Summen- und Saldenliste
- Häufig gestellte Fragen zur Summen- und Saldenliste
Was ist eine Summen- und Saldenliste (SuSa) in der BWA?
Die Summen- und Saldenliste, kurz SuSa, ist eine wichtige Auswertung der doppelten Buchführung und ergänzt die BWA um einen detaillierten Blick auf deine einzelnen Konten. Sie zeigt dir für einen bestimmten Zeitraum die Anfangsbestände, sämtliche Kontobewegungen bzw. Buchungen im Soll und Haben sowie die daraus entstandenen Endsalden. Damit bekommst du schon während des Geschäftsjahres einen Überblick über deine Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Die SuSa hilft dir dabei, künftige Steuerzahlungen zu kalkulieren, offene Forderungen und Verbindlichkeiten zu überwachen oder die Mittelherkunft bzw. -verwendung genauer zu analysieren. Ihre Daten kannst du zudem als Grundlage für weitere Auswertungen nutzen, beispielsweise für eine Cashflow- oder Kapitalflussrechnung.
Welche Konten deine SuSa enthält und wie sie gegliedert ist, hängt von deinem Kontenplan und Kontenrahmen ab. Meist ist das der SKR03 oder der SKR04, in einigen Branchen gibt es jedoch auch eine branchenspezifische Gliederung.
Typischerweise findest du darin folgende Kontenarten:
- Aktive Bestandskonten: Dazu gehören die Aktiva, wie zum Beispiel die Kasse, Warenbestände, Inventar (Maschinen) oder aktive Rechnungsabgrenzungsposten. Sie bilden später die Aktivseite deiner Bilanz.
- Passive Bestandskonten: Dazu zählen beispielsweise Eigenkapital, Darlehen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, passive Rechnungsabgrenzungsposten sowie Rückstellungen. Sie fließen in die Passivseite deiner Bilanz ein.
- Erfolgskonten: Hier werden die Kontobewegungen deiner Aufwands- und Ertragskonten (z. B. Umsatzerlöse, Lohnaufwand) erfasst. Sie bilden die Grundlage für die BWA und die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV).
- Debitoren: Das Debitorenkonto bildet eine detaillierte Auflistung der Forderungen gegenüber deinen Kunden ab und hilft dir dabei, offene Außenstände im Blick zu behalten.
- Kreditoren: Ein Kreditorenkonto zeigt dir deine Verbindlichkeiten gegenüber deinen Lieferanten und damit, welche Rechnungsbeträge du noch bezahlen musst.
Für wen wird die Summen- und Saldenliste erstellt?
Die Summen- und Saldenliste ist nicht einfach nur eine buchhalterische Auswertung. Sie liefert dir wichtige Zahlen für die Steuerung deines Unternehmens und kann zugleich externen Stellen einen detaillierten Einblick in deine wirtschaftliche Situation geben. Besonders relevant ist die SuSa daher für dich selbst und für Kreditgeber.
Warum ist die Summen- und Saldenliste wichtig?
Die Summen- und Saldenliste bringt die Kontobewegungen und Salden deiner bebuchten Konten an einer Stelle zusammen. Dadurch kannst du nicht nur einzelne Buchungen nachvollziehen, sondern bekommst eine wichtige Datengrundlage für Kontrolle, Jahresabschluss und Unternehmenssteuerung.
Das macht die SuSa besonders nützlich:
- Buchhaltung kontrollieren: Anhand der Kontensalden kannst du Auffälligkeiten erkennen und Buchungen gezielt überprüfen. Zudem lässt sich kontrollieren, ob die Summen im Soll und Haben übereinstimmen.
- Jahresabschluss vorbereiten: Die Werte der Bestands- und Erfolgskonten liefern wichtige Grundlagen für die Erstellung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung (GuV).
- Unternehmensentwicklung besser verstehen: Während die BWA vor allem deine Erträge, Aufwendungen und dein Betriebsergebnis betrachtet, zeigt dir die SuSa zusätzlich die Entwicklung deiner einzelnen Konten. So erhältst du ein detaillierteres Bild deiner finanziellen Situation.
- Zahlen gegenüber Dritten belegen: Banken können die SuSa beispielsweise bei einer Finanzierung anfordern, um neben der betriebswirtschaftlichen Auswertung weitere Informationen zur wirtschaftlichen Lage deines Unternehmens zu erhalten.
- Zusammenarbeit mit dem Steuerberater erleichtern: Die detaillierten Kontenwerte helfen deinem Steuerberater dabei, deine Buchhaltung nachzuvollziehen, Auswertungen vorzunehmen und den Jahresabschluss vorzubereiten.
Wie kannst du die Summen- und Saldenliste erstellen?
Für die Erstellung deiner Summen- und Saldenliste hast du verschiedene Möglichkeiten. Welche am besten zu dir passt, hängt vor allem davon ab, wie du deine Buchhaltung führst und ob du mit einem Steuerberater zusammenarbeitest. Nutzt du bereits eine Buchhaltungssoftware, kannst du die SuSa in der Regel direkt auf Basis deiner gebuchten Geschäftsvorfälle erstellen. Alternativ übernimmt dein Steuerberater die Auswertung für dich.
SuSa mit sevdesk erstellen: einfach und fehlerfrei
Für eine aktuelle Summen- und Saldenliste musst du nicht jedes Mal deinen Steuerberater fragen. Mit sevdesk kannst du die SuSa selbst aus deinen Buchungsdaten erstellen und einsehen. Du findest sie direkt unter deinen Auswertungen und kannst auswählen, ob du deine Zahlen für einen Monat, ein Quartal oder ein Jahr betrachten möchtest.
In der Auswertung siehst du deine Buchungskonten mit den jeweiligen Buchungen und den dazugehörigen Belegen. So kannst du einzelne Geschäftsvorfälle und die daraus entstandenen Salden nachvollziehen. Fällt dir dabei eine Unstimmigkeit auf, findest du schneller die zugehörige Buchung und kannst sie entsprechend prüfen und korrigieren.
Damit das Thema nicht abstrakt bleibt, haben wir dir hierfür ein Video aufgenommen.
Wichtig zu wissen: sevdesk kann deine SuSa natürlich nur aus den Buchungen erstellt, die du auch in sevdesk gemacht hast. Wechselst du z. B. von einem anderen Tool, müsstest du die Belege entsprechend nachbuchen, damit alles korrekt ist.
Summen- und Saldenliste richtig lesen und verstehen
Auf den ersten Blick steckt in einer Summen- und Saldenliste ziemlich viel Buchhaltung. Wenn du weißt, was die einzelnen Spalten bedeuten, kannst du die Werte aber schnell einordnen. Je nach Auswertung kann die Darstellung etwas variieren. Typischerweise findest du folgende Angaben:
- Kontonummer, Kontenklasse und Kontenbezeichnung: Alle Konten, die du bei deinen Geschäftsvorfällen eines Abrechnungsmonats bebuchst, haben eine Kontonummer und eine Kontenbezeichnung. Sie sind je nach Gliederung des verwendeten Kontenrahmens einer bestimmten Kontenklasse zugeordnet. Das gilt beispielsweise für Bestands- und Erfolgskonten sowie Debitorenkonten und Kreditorenkonten.
- Eröffnungsbilanzwerte (EB-Werte): Sie zeigen den Anfangsbestand eines aktiven oder passiven Bestandskontos zu Beginn des Geschäftsjahres. Hatte dein Maschinenkonto beispielsweise zum Bilanzstichtag einen Schlussbestand von 50.000 Euro, wird dieser Wert grundsätzlich als Anfangsbestand in das neue Geschäftsjahr übernommen.
- Monatswerte Soll und Haben: Hier siehst du, welche Buchungen innerhalb des ausgewählten Monats auf der Soll- und Habenseite eines Kontos erfasst wurden.
- Kumulierte Werte: Diese Werte fassen die Kontobewegungen seit Beginn des Geschäftsjahres bis zum Ende des ausgewählten Berichtszeitraums zusammen.
- Schlussbestände: Entnimm dieser Spalte die Kontensalden zum Ende des jeweiligen Abrechnungsmonats bei den aufgegliederten Konten.
Beispiele einer Summen- und Saldenliste: So kann sie beim Kontenrahmen SKR04 aussehen
Anhand dieser Beispiele kannst du erkennen, dass in der Summen- und Saldenliste sämtliche Geschäftsvorfälle in Form von Kontenbewegungen erfasst sind, die sich auf deinen Gewinn und Verlust oder auch auf die Positionen in der Bilanz auswirken. Bei einer Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) wird der Gewinn dagegen auf Grundlage der Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben ermittelt.
Zusammenfassung zum Thema Summen- und Saldenliste
Die Summen- und Saldenliste (SuSa) gibt dir einen detaillierten Überblick über die Kontenbewegungen deines Unternehmens im laufenden Geschäftsjahr. Damit ergänzt sie die BWA und hilft dir, deine Buchhaltung zu kontrollieren, finanzielle Entwicklungen nachzuvollziehen, betriebswirtschaftliche Analysen durchzuführen und wichtige Entscheidungen auf Basis aktueller Zahlen zu treffen. Gleichzeitig dient sie als wichtige Grundlage für den Jahresabschluss und kann beispielsweise bei Finanzierungen von Kreditgebern angefordert werden.
Mit einer Buchhaltungssoftware wie sevdesk kannst du deine SuSa direkt aus deinen Buchungsdaten erstellen und auswerten. So hast du deine Konten und Salden im Blick und kannst die Auswertung bei Bedarf mit deinem Steuerberater oder anderen Empfängern teilen.






