Kleinbetragsrechnung

Was ist eine Kleinbetragsrechnung?

Auf jeder Rechnung müssen bestimmte Dinge stehen, hier handelt es sich um die Adresse des Empfängers, einer Rechnungsnummer und natürlich darf auch eine Steuernummer nicht fehlen. Um nicht jedem der etwas unter 150 Euro gekauft hat, so eine komplizierte Rechnung ausstellen zu müssen, gibt es die Kleinbetragsrechnung. Alle Beträge, die darunter liegen brauchen so eine Rechnung nicht aufzuweisen.
Rechnungen sind nicht nur wichtige Dokumente, denn als eine Rechnung ist natürlich auch ein ganz normaler Kassenbon, eine Quittung oder ein Vertrag anzusehen. Aufbewahrt werden sollten alle, denn schließlich gelten sie auch als eine Art Garantiebeleg. Jedem ist bestimmt schon öfter aufgefallen, dass nicht auf jeder Rechnung sein Name plus seine Anschrift vermerkt wurde.

Kleinbetragsrechnung

Die Kleinbetragsrechnung ist eine große Erleichterung

In der ganz normalen Alltagswelt geht es unter keinen Umständen, das jedem der etwas erwirbt eine Rechnung mit allen Kleinigkeiten ausgestellt wird. Darum gibt es die Kleinbetragsrechnung, die bis zu einem Betrag von 150 Euro in Kraft treten kann. Ausnahmen sind natürlich, wenn auf Wunsch auch für einen kleineren Betrag eine Rechnung verlangt wird.

Was muss auf einer Kleinbetragsrechnung alles stehen?

Es sind folgende Angaben nötig:

  • Name, sowie auch Anschrift des leistenden Unternehmers
  • Genaue Lieferbezeichnung
  • Bruttopreis
  • Umsatzsteuersatz ( 7 oder 19 Prozent)

Für wen sind diese Rechnungen gut?

Jeder der sich selbstständig macht, wird von seinem Steuerberater alles über das Rechnung Schreiben erfahren. Es gibt aber auch diejenigen, die nur etwas dazu verdienen wollen, die brauchen dann keine ellenlangen Rechnungen zu verfassen, sondern können sich auf die Kleinbetragsrechnung verlassen.
Der Empfänger einer Kleinbetragsrechnung braucht nicht erwähnt zu werden, es gelten die schon erwähnten Angaben. Die wichtigsten Punkte sind noch einmal, das Rechnungsdatum, eine Auflistung von den Dienstleistungen, die vollführt wurden, sowie natürlich der Steuersatz. Gesondert müssen auch der Name und die Anschrift vom Aussteller auftauchen.
Die Kleinbetragsrechnung hat enorme Vorteile, denn das Rechnung schreiben kann zeitweise ganz schön kompliziert sein. Das Erstellensolch einer Rechnung ist relativ einfach und dazu wird auch noch die Buchhaltung um einiges einfacher.

Achtung!

Fehlerhafte Rechnungen können dich Zeit und Geld kosten. Wie du in Sekunden eine Kleinunternehmer Rechnung schreibst, siehst du hier.

Auf Kleinigkeiten achten

Die Kleinbetragsrechnung muss aufjeden Fall zu einhundert Prozent stimmen, sie muss also die richtigen Angaben ausweisen. Wird nicht darauf geachtet oder fehlt ein Posten, kann sogar von versuchter Steuerhinterziehung gesprochen werden.
Diese Art der Rechnungsstellung wurde eingeführt, damit unnötige Arbeit vermieden werden kann. Sie ist dazu da, um einen Vorsteuerabzug zu erlauben, auch wenn nur minimale Angaben auf ihr gemacht werden müssen. Rechnungen können darunter fallen, wenn sie einen Betrag von 150 Euro nicht überschreiten. Es ist zum Beispiel in einem Einzelhandelsgeschäft keinem Mitarbeiter zuzumuten, das er für jeden Einkauf eine Rechnung ausstellt, also reicht hier der Kassenbeleg dafür vollkommen aus. Auf dem Beleg ist alles Notwendige aufgeführt, sodass der Händler nur Kopien davon für seinen Steuerberater und für ein Finanzamt benötigt.
Fehler, die auf keinen Fall bei einer Kleinbetragsrechnung auftreten sollten sind, eine falsche oder fehlerhafte Anschrift. Eine unrichtige Bezeichnung von Waren oder Leistungen. Es darf nicht der Umsatzsteuersatz fehlen und auch nicht das richtige Datum.
Ab einem Betrag von über 150 Euro gibt es strengere Maßstäbe. Solch ein Beleg muss dann alles korrekt beinhalten, hier kommt es vor allem auf den richtigen und vollständigen Firmennamen an. In der Regel muss der Vor- und Zuname einer Firma oder eines Einzelhändlers aufgeführt werden. Auf einer normalen Rechnung muss auch der Umsatzsteuersatz und nicht nur der Prozentsatz zu sehen sein. Der Beleg muss zudem eine laufende Rechnungsnummer haben und wiederum ist die Steuernummer wichtig.
Die vom Gesetzgeber festgesetzten Merkmale einer Rechnung, entscheiden immer darüber, ob es eine Berechtigung für einen Vorsteuerabzug gibt.