Angebot erstellen – Schritt für Schritt zu deinem perfekten Angebot

Ein Angebot zu erstellen, ist für Unternehmer, Freelancer und Startups so normal wie der morgendliche Gang zur Kaffeemaschine. Ohne vernünftige Angebote gibt es keine Aufträge, keine Kunden und verständlicherweise auch keine Einnahmen. Dennoch ist das Erstellen von Angeboten nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint. Das haben wir den deutschen Gesetzen und Vorgaben zu verdanken.

Welche Informationen unbedingt enthalten sein müssen, worauf du beim Erstellen von Angeboten achten solltest und welche Fehler es unbedingt zu vermeiden gilt, erfährst du in den kommenden Zeilen.

Das erwartet dich heute:

Was war noch gleich ein Angebot? Eine kurze Definition

Unter einem Angebot versteht man eine empfangsbedürftige Willenserklärung, die alle relevanten vertragswesentlichen Bestandteile enthält und durch die der Vertragsschluss einem Anderen so angetragen wird, dass das Zustandekommen eines Vertrages nur noch vom Einverständnis des Empfängers abhängig ist.

Überzeugende Angebote erhöhen die Auftragsquote

Jedes Unternehmen, jeder Freelancer und jedes Startup benötigt Aufträge, um Erträge zu erwirtschaften. Doch wer kennt es nicht: Nach der Angebotszusendung reagiert der Interessent einfach nicht mehr! Genau hier sind wir an einem äußerst wichtigen Punkt angelangt – Das A und O für gewinnbringende Umsätze sind professionell erstellte Angebote. Nur so kommt man überhaupt an Aufträge. Doch dazu braucht es gar nicht all zu viel, denn mit ein wenig Grundwissen und einer guten Software zur Angebotserstellung hast du all das zur Hand, was du für ein überzeugendes Angebot benötigst.

Besonderheiten der Angebotserstellung

Das Angebot dient später als Vorlage für die Rechnungserstellung. Zudem gilt zu wissen, dass das Angebotsschreiben normalerweise rechtsverbindlich ist. Das heißt, der Vertrag kommt dann zustande, wenn der potenzielle Kunde das Angebot mit einer inhaltlich unveränderten Bestellung annimmt. Du als Unternehmer, Gründer oder Freelancer musst natürlich liefern oder die im Angebotsschreiben aufgelisteten Serviceleistungen erbringen. Mit sogenannten Freiheitsklauseln kann die Rechtsbindung aufgehoben werden. Allerdings ist hier Vorsicht geboten, denn einige Landgerichte sahen diese Klauseln als einen Wettbewerbsverstoß an.

Wie du Freizeichnungsklauseln formulieren kannst, zeigen wir dir in einem späteren Abschnitt. In diesem Teil unseres Ratgebers wollten wir nur kurz verdeutlichen, dass es hinsichtlich der Angebotserstellung einige Besonderheiten gibt.

Was braucht mein Kunde?

Ein gutes Angebot ist deutlich mehr als die schriftliche Fixierung von vereinbarten Absprachen, denn es dient gleichzeitig auch dazu, deinen künftigen Kunden von deinen Kompetenzen sowie deinen Produkten bzw. Dienstleistungen zu überzeugen. Bedauerlicherweise wird dieser Aspekt viel zu oft vernachlässigt. Einige Startups und Freelancer denken nach folgendem Schema: „Der Kunde hat bereits bei mir angefragt, also möchte er auch mit mir zusammen arbeiten. Das Angebotsschreiben dient nur noch als Formalität.“ Doch dem ist oftmals nicht so! Interessenten holen häufig mehrere Angebote unterschiedlicher Dienstleister ein und vergleichen diese zum Schluss miteinander. Über die endgültige Auftragsvergabe entscheidet dann nicht nur der vorangegangene Kontakt, sondern auch das vorliegende Angebot.

Aber Achtung: Hier muss der Preis nicht immer ausschlaggebend sein. Ein gutes Angebot, in dem sowohl die zu erbringende Leistung als auch deren Qualität nachvollziehbar und professionell dargestellt wird, kann deutlich höhere Preise relativieren. Dein Angebot sollte daher Folgendes vermitteln:

  • Du hast sämtliche Wünsche und Bedürfnisse deines Kunden verstanden
  • Du möchtest deinem Kunden die bestmögliche Qualität bieten
  • Und du gehst auf individuelle Wünsche deines Kunden ein.
  • Deine genannten Preise ergeben sich aus den Leistungen und deren Qualität

Wichtig: Der Angebotsgegenstand muss so weit wie möglich zum Kundenbedarf passen – Dann steht einer Zusammenarbeit zumeist nichts mehr im Wege!

Erfolgstipps für das perfekte Angebot

Wir möchten dir 3 erfolgsversprechende Tipps für das perfekte Angebot mit auf den Weg geben. Lese gespannt weiter und finde heraus worin die Vorteile dieser Vorgehensweisen liegen:

Tipp #1

Du solltest dein erstelltes Angebot so schnell wie möglich, spätestens aber binnen 24 Stunden per E-Mail oder Brief an den jeweiligen Interessenten abschicken.

Vorteil: Der Interessent hat dich noch im Hinterkopf und könnte das Angebot vielleicht ohne weitere Überlegungen direkt annehmen.

Tipp #2

Wie bereits im vorherigen Abschnitt erwähnt, solltest du stets auf die speziellen Wünsche und Ansprüche des Interessenten eingehen.

Vorteil: Der potenzielle Kunde bekommt dabei das Gefühl, tatsächlich ernst genommen zu werden. Er fühlt sich von dir verstanden.

Tipp #3

Versuche einen guten Kontakt zum Interessenten aufzubauen.

Vorteil: Dadurch erhöht sich das Vertrauensverhältnis zwischen dir und dem Interessenten. Zudem entstehen keine falschen Erwartungen.

Schritt für Schritt ein Angebot erstellen

Endlich verraten wir dir, wie du Schritt für Schritt ein ansprechendes Angebot schreiben kannst. Lese gespannt weiter und werde zum Experten im Bereich „Angebote erstellen“.

Schritt 1 – Das Interesse des Kunden wecken

Für die Kundengewinnung stehen dir unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung: Von der direkten Ansprache auf Messen und Events über die Telefonakquise bis hin zur Kundengewinnung über Werbung ist in diesem Bereich tatsächlich alles möglich. Gerade für Existenzgründer ist die Anfangsphase der Kundengewinnung recht schwierig, da das Angebot bzw. das jeweilige Produkt oder die Dienstleistung neu und somit im breitgefächerten Markt noch nicht etabliert ist. Hier gilt das bekannte Sprichwort: „Aller Anfang ist schwer!“. Mit zunehmender Dauer der Selbstständigkeit wird die Kundengewinnung jedoch deutlich einfacher werden.

Unser Tipp: Erarbeite dir ein professionelles Marketing Konzept, denn so bist du bestens für die Kundengewinnung vorbereitet. Bedenke stets, die Grundlage für eine gezielte Kundengewinnung stellt eine sauber erarbeitete Zielgruppen Definition dar.

Schritt 2 – Genaue Informationen für das Angebot einholen

Hast du das Interesse deines Kunden geweckt, dann geht es nun an das Sammeln von Informationen. Hier ist Brainstorming angesagt, denn schließlich geht es nun darum, dass du deinem Kunden ein attraktives Angebot mit deinem Produkt oder deiner Dienstleistung erstellst. Vor der Angebotserstellung solltest du dich daher mit folgenden Fragen und Themen beschäftigen:

  • Kläre bereits im Voraus den genauen Umfang der Leistungen, um deine Leistungen und dein Zeitkontingent realistisch planen zu können.
  • Kläre die Art der Leistung möglichst ausführlich und im Detail, denn so kannst du schnell herausfinden, ob du den Wünschen deines potentiellen Kunden überhaupt gerecht werden kannst.
  • Prüfe, ob sich deine aktuelle Auftragslage mit dem gewünschten Timing des Interessenten vereinbaren lässt.
  • Versuche, besondere Kundenwünsche bereits vorab herauszufinden.

Wichtig: Der Umfang, die Art und der Zeitrahmen der Leistung sollten exakt abgestimmt sein, bevor du dich an das Erstellen des Angebots machst. So ersparst du dir spätere Nachverhandlungen und negative Bewertungen.

Diese Vorarbeit wird dir dabei helfen, ein sauberes, attraktives und kundenorientiertes Angebot zu erstellen – Investiere daher ausreichend Zeit, in das Sammeln von relevanten Informationen.

Schritt 3 – Ein schriftliches Angebot erstellen

Nun sind wir bereits beim wichtigsten Teil der Angebotserstellung angelangt, nämlich dem eigentlichen Erstellen eines Angebots.

Diese Angaben benötigst du für ein Angebot:

Im Gegensatz zu Rechnungen gibt es für Angebote deutlich weniger rechtliche Vorgaben. Doch trotz alle dem ist es empfehlenswert, ein Angebot so präzise wie nur möglich zu halten. Schließlich tust du dir damit selbst einen großen Gefallen und vermeidest unangenehme Unklarheiten. Demnach sollten wirklich alle wesentlichen Informationen für deinen Kunden enthalten sein. Hierzu gehören folgende:

Nummer

Hierunter versteht sich eine Angebotsnummer, denn vergleichbar mit einer Rechnungsnummer, empfiehlt es sich auch, eine Angebotsnummer im Schreiben zu vermerken. So weißt du bei Fragen seitens des Kunden direkt, um welches Angebot es sich hierbei handelt.

Ansprache

Nutze bitte keinesfalls folgende Formulierung: „Sehr geehrte Damen und Herren“, denn eine direkte Anrede deines Ansprechpartners wirkt deutlich seriöser und überzeugender. So vermittelst du dem Kunden, dass er dir wichtig und nicht nur eine „Nummer“ von vielen ist!

Einleitung

Im Normalfall beginnst du dein Angebotsschreiben mit folgendem Satz: „Ich danke Ihnen für Ihre Anfrage. In Bezug auf unser letztes Gespräch vom XX.XX.XXXX kann ich Ihnen folgende Leistungen anbieten…“

Bezeichnung der Leistung

Du solltest ganz genau beschreiben, worum es bei der Leistung geht – Was genau wird geleistet, durchgeführt oder geliefert? Die Bezeichnung der Leistung sollte keinerlei Fragen offen lassen.

Umfang/ Menge

Ebenso wichtig ist die genau Angabe, der Stückzahl bzw. Menge. Du solltest im Angebotsschreiben präzise offenlegen, in welcher Stückzahl oder in welchem zeitlichen Umfang die jeweilige Leistung/ Lieferung stattfindet.

Dauer

Auch Angaben zur Lieferzeit sind ein wichtiger Bestandteil eines Angebots. Hier solltest du folgende Fragen beantworten: Wie viel Zeit benötigt die Lieferung bzw. Durchführung der Leistung?

Preis

Nun kommen wir zu einem besonders wichtigem Angebotsbestandteil, nämlich dem Preis. Schließlich muss der Kunde mit einem Blick direkt erkennen können, wie viel die einzelnen Leistungen kosten und welche Zwischen- bzw. Summe sich daraus ergibt. Selbstverständlich muss auch die zuzügliche Mehrwertsteuer von 7 oder 19 Prozent aufgezeigt werden.

Zusatzkosten

Falls zusätzliche Kosten durch Spesen, Versand etc. entstehen, solltest du diese ebenfalls mit auflisten, sofern du diese dem Kunden berechnen möchtest.

Rabatt

Bei größeren Angeboten, Neukunden oder Aktionen, kann ein Rabatt einen zusätzlichen Anreiz für Angebotsannahme darstellen. Schließlich gibt es kaum jemanden, der nicht gerne spart.

Datum des Angebots

Gib unbedingt das Datum des Angebots an, denn der Kunde muss verständlicherweise darüber informiert sein, an welchem Tag das vorliegende Angebot erstellt wurde.

Gültigkeitsdauer

Wie lange ist dein Angebot zu den mitgeteilten Konditionen gültig? So weiß der Kunde ganz genau, wie viel Zeit er zum Überlegen einplanen kann.

Lieferdatum

Ebenso solltest du in deinem Angebot ein festes Lieferdatum angeben, denn der Kunde möchte vermutlich auch ein wenig planen und darüber informiert sein, bis wann die Leistung vollbracht ist.

Abschluss/ Grußformel

Eine höfliche Grußformel am Ende des Angebots ist das A und O. Hierfür eignet sich zum Beispiel folgender Satz: „Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung und stehen für Rückfragen gerne jederzeit zur Verfügung. Mit freundlichen Grüße XXX.“

AGB

Falls vorhanden, solltest du deine AGBs dem Angebotsschreiben anhängen oder darauf verweisen.

Zahlungsbedingungen

Wann sollte der Zahlungseingang erfolgen? (Zum Beispiel binnen 14 Tagen nach Erfüllung der Leistung)

Eigentumsvorbehalt, Erfüllungsort und Gerichtsstand

Halte in deinem Angebot unbedingt fest, dass das versendete Produkt bzw. die jeweilige Leistung bis zur vollständigen Bezahlung dein Eigentum bleibt. Ebenso solltest du auch relevante Angaben zum Erfüllungsort und Gerichtsstand vermerken.

Ist mein Angebot rechtlich bindend?

In der Regel ist ein Angebot immer rechtlich verbindlich, denn sowohl Leistungen, Preise sowie andere relevante Nebeninformationen, die in einem Angebot genannt sind, kann der Kunde genauso verlangen. Möchtest du deinem Kunden kein verbindliches Angebot zusichern, dann solltest du wie folgt vorgehen: Arbeite am besten mit einem Kostenvoranschlag, denn hier dürfen die eigentlich festgesetzten Preise um bis zu 20 Prozent abweichen.

Aber Achtung, der Kunde muss dem zustimmen! Gefällt dir diese Vorgehensweise weniger, dann hast du noch die Möglichkeit der Einbindung bestimmter Klauseln. Hiermit hebst du die rechtliche Bindung eines Angebots auf.

Formulierung: So erstellst du ein unverbindliches Angebot!

Eine der aufgelisteten Klauseln muss sich im Angebotstext befinden, sodass aus einem verbindlichen Angebot ein unverbindliches Angebot werden kann:

  • Preise ohne Gewähr
  • Preise vorbehalten
  • Unverbindliches Angebot
  • Angebot gültig, solange der Vorrat reicht

Angebotsvorlage

Natürlich ist der Preis bei einem Angebot häufig einer der wichtigsten Faktoren für deinen Kunden. Dennoch kannst du mit einem ansprechend designten Angebot einen guten Ersteindruck hinterlassen und positiv unter anderen Mitbewerbern hervorstechen. Schließlich wird sich der Interessent, wie du bereits weißt, mehrere Angebote einholen. Wählen daher ein übersichtliches aber dennoch ansprechendes Layout. Am besten bindest du auch dein Firmenlogo mit ein, denn so verwandelst du das Angebot in deine zweite Visitenkarte.

Hast du allerdings einen straffen Zeitplan einzuhalten, zahlreiche bevorstehende Geschäftsmeetings zu besuchen und daher keine Möglichkeit, deine Angebote selbst zu designen, dann solltest du dich nach Angebotsvorlagen umsehen. Am besten wirfst du hierfür einen Blick in unsere Angebotsvorlagen für Word oder Excel. Zahlreiche Muster sowie Vorlagen stehen dir völlig kostenlos zum Download zur Verfügung und können von dir individuell nach deinen Wünschen angepasst werden. Einfach auf das Bild klicken und los gehts!

Angebotsvorlage Word Excel
Hier geht es zu unseren Angebotsvorlagen für Word und Excel!

Achtung!

Geschäftsunterlagen, die mit Excel oder Word erstellt werden, sind nicht GoBD konform. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte besser auf eine GoBD-konforme Buchhaltungssoftware zurückgreifen!

Vorteile und Nachteile von Angebotsvorlagen

Selbstverständlich bringen Angebotsvorlagen sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich. Welche das sind, erfährst du in den nachfolgenden Zeilen:

Vorteile

Das Positive an der Benutzung von Angebotsvorlagen ist die enorme Zeit- und Arbeitsersparnis. Greifst du auf eine gute Angebotsvorlage zurück, kannst du dir immer sicher sein, keine relevanten Daten zu vergessen. Meistens ist es wichtig, auf Angebotsanfragen schnell zu reagieren, denn schließlich ist der Markt groß und umkämpft. Ein schnell erstelltes und verschicktes Angebot hilft dir somit dabei, markt- und konkurrenzfähig zu bleiben. Die schnelle Bearbeitung einer Anfrage vermittelt deinem eventuellen Kunden vertrauen, denn er wird ernst genommen und weiß, dass du dich um den Auftrag bemühst.

Auch für den Kunden haben Angebotsvorlagen einen Vorteil, denn schließlich erhält er sein Angebot deutlich schneller, als wenn du das Angebot erst mühsam anfertigen musst. Einige Freelancer, Jungunternehmer und Gründer schieben dieses Thema gerne auf die lange Bank, da ihnen einfach die Zeit fehlt. Doch das ist für die Kundengewinnung eher weniger förderlich. Dank einer schnellen Angebotszustellung kann der Kunde die vorliegenden Angebote schneller miteinander vergleichen und sich für das beste Angebot entscheiden.

Allerdings ist das Nutzen von vorgefertigten Excel und Word Angebotsvorlagen auch mit einigen Nachteilen verbunden, welche das sind, erfährst du im kommenden Abschnitt.

Nachteile

Einer der relevantesten Nachteile ist, dass mit Word oder Excel erstellte Angebotsvorlagen nicht den GoBD-Richtlinien entsprechen. Hierunter versteht man die gesetzlich festgelegten Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Unterlagen und Aufzeichnungen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff. Vereinfacht gesagt beschreibt die GoBD, wie Belege heutzutage erfasst und archiviert werden müssen. Durch die Einhaltung dieser Grundsätze wird sichergestellt, dass die Buchhaltung fehlerfrei und vor allem vollständig sowie lückenlos nachvollziehbar bzw. nachzuprüfen ist. Bedauerlicherweise ist das bei Word und Excel Angebotsvorlagen nicht der Fall.

Möchtest du lieber sicher gehen, dass du ausschließlich GoBD-konforme Angebote verschickst, solltest du besser in eine gute Buchhaltungssoftware zur Angebotserstellung investieren. Näheres hierzu in den kommenden Zeilen.

Tipps zum Design und Aufbau der Angebotserstellung

Bevor wir uns dem Buchhaltungsprogramm zur Angebotserstellung widmen, möchten wir all denjenigen, die nicht in eine derartige Software investieren wollen, einige hilfreiche Tipps zum Design und zum Aufbau der Angebotserstellung mit auf den Weg geben. Im Grunde genommen haben wir bereits alles Wichtige erwähnt, denn die Schritt für Schritt Anleitung, erklärt genau das, was bei der Angebotserstellung von wichtiger Bedeutung ist. Trotz alle dem sind die nachfolgenden Tipps Gold wert:

Tipp #1: Bilder sagen mehr als Worte

Nutze Bilder in Form von Ablaufdiagrammen, Prozessskizzen, Übersichtsplänen oder Datenblättern. So erleichterst du deinem Kunden die Arbeit und bietest ihm zugleich eine willkommene Abwechslung.

Tipp #2: Sparsam mit Farbe

Nutze farbliche Akzente, aber übertreibe es bitte nicht. Die meisten Kunden drucken ihre Angebote aus, um sich hierauf kurze Notizen anzufertigen. Der Ausdruck erfolgt in der Regel in schwarz-weiß. Das heißt, dass sämtliche in Farbe hervorgehobenen Informationen verloren gehen.

Tipp #3: In den Worten des Interessenten schreiben

Jedes Unternehmen, jede Branche und damit auch jeder Kunde verwendet seine eigene charakteristische Sprache. Greife diese unbedingt in deinem Angebotstext auf. Vermeide unnötige Fremdwörter, unbekannte Abkürzungen und nichtssagende Floskeln. Schreibe stets aktiv und nutze Verben.

Software zur Angebotserstellung

Nun kommen wir zur bereits erwähnten Buchhaltungssoftware. Unternehmer, Startups und Freelancer, die in regelmäßigen Abständen mit der Erstellung von Angeboten zu tun haben, sollten unbedingt eine gute Software zur Angebotserstellung in Anspruch nehmen. So wird das Erstellen von ansprechenden Angeboten zum Kinderspiel! Wir verraten dir, welche Vorteile ein Buchhaltungsprogramm für die Angebotserstellung mit sich bringt. Ebenso gehen wir natürlich auch auf eventuell negative Aspekte ein.

Vorteile

  • Volle Flexibilität in der Gestaltung und Optik
  • Schöne und ansprechende Designmöglichkeiten
  • GoBD-konform
  • Detaillierte Übersicht aller erstellten Angebote

Nachteile

  • Mit geringen Kosten verbunden

Wie du sehen kannst, sprechen die Vorteile für sich! Lediglich der geringe Kostenanteil, der für eine Buchhaltungssoftware anfällt, wird von wenigen Nutzern als Nachteil angesehen. Doch hier unterscheiden sich die Geister, denn wenn man bedenkt, was man für sein Geld alles bekommt, kann man über diesen negativen Aspekt durchaus hinweg schauen. Zudem bieten dir einige Anbieter sogar eine 14-tägige Testphase und das natürlich völlig kostenlos sowie unverbindlich ohne automatische Verlängerung.

Schritt 4 – Angebot an den Kunden senden

Nach der Angebotserstellung geht es an den Versand. Möchtest du das Angebot per E-Mail an den Interessenten versenden, dann solltest du unbedingt die sogenannte PDF-Funktion nutzen. Bitte versende niemals ein offenes Word-Dokument! Wünscht der Kunde ein Angebot auf postalischem Wege, dann empfiehlt sich hochwertiges Papier. Das sind im Grunde genommen die wichtigsten Punkte, die du beim Versand deines Angebots beachten solltest. Für welche Versandart du dich letztendlich entscheidest, bleibt natürlich deinen Vorlieben bzw. den Wünsche deines Kunden überlassen.

Schritt 5 – Nur zufriedene Kunden sind gute Kunden

Einige Tage nach Zusendung des Angebots solltest du den Interessenten am besten telefonisch kontaktieren, um nachzuhaken, ob er dein Angebotsschreiben erhalten hat. Stell ihm unter anderem folgende Frage: „ Entspricht das Angebot Ihren Wünschen oder gibt es Ihrerseits noch offene Fragen?“ Dein Nachhaken entwickelt bei deinem potenziellen Kunden das Gefühl, in guten Händen zu sein. Häufig macht es sogar Sinn, ein persönliches Treffen zu vereinbaren. So kannst du das Angebot gemeinsam mit deinem Interessenten nochmal detailliert durchgehen, um offene Fragen oder Unklarheiten aus dem Weg zu räumen.

Schritt 6 – Bei einer Zusage wird ein Kaufvertrag erstellt und die Leistung durchgeführt

Wurde das Angebot von deinem Kunden angenommen, dann geht es jetzt an die Erfüllung der Leistung bzw. der Zustellung des Produkts. Im Anschluss kannst du dann deine Rechnung stellen. Es ist äußerst empfehlenswert, auch nach dem Auftragsabschluss und der Rechnungsbegleichung weiterhin im guten Kontakt mit dem Kunden zu bleiben. Schließlich ist es deutlich schwieriger, neue Kunden zu generieren, als einen bestehenden Kunden zu halten. Wer weiß, vielleicht darfst du ja schon bald wieder ein neues Angebot für diesen Kunden erstellen.

Hole dir im Falle einer Absage das Feedback deines Kunden ein

Auch im Falle einer Absage empfehlen wir dir, nachzuhaken woran es gelegt hat: Vielleicht war ein anderes Angebot besser? Eventuell haben sich aber auch die Umstände des Interessenten geändert? Womöglich wurde das Projekt verschoben? Vielleicht war das Angebot aber auch einfach nicht zufriedenstellend? Damit du hier nicht im Grübeln versinkst, solltest du den Interessenten unbedingt persönlich darauf ansprechen. Stell im einige Fragen, um herauszufinden, warum es zu einer Absage kam. Versuche das Feedback bei kommenden Angeboten zu berücksichtigen.

Schritt 7 – Von der Rechnung bis zur Mahnung – die Buchhaltung im Blick behalten

Bestimmt hast du schon einmal miterlebt, wie schnell Chaos in der eigenen Buchhaltung ausbrechen kann? Denn je mehr Angebote und Rechnungen du schreibst, desto schwieriger wird es, den Überblick darüber zu behalten, wer seine offenen Rechnungen bereits bezahlt hat und wem du schon eine Mahnung zugesandt hast. Es ist äußerst wichtig, stets den Überblick über die eigenen Buchhaltung zu bewahren – Anderenfalls kann es schnell zu unschönen Problematiken, Missverständnissen und Unstimmigkeiten kommen. Hier empfehlen wir dir ebenfalls die Nutzung eines Buchhaltungsprogramms, denn so behältst du sämtliche Mahnungen und Rechnungen immer im Blick. Eines steht fest: Buchhaltung war noch nie so einfach, wie heute!

Fazit

Wie du siehst ist es kein Hexenwerk eine ordnungsgemäße und korrekte Rechnung zu erstellen. Halte dich an die gesetzlichen Vorgaben und berücksichtige den ein oder anderen Tipp von uns – dann steht der Erstellung einer Rechnung nichts mehr im Wege!

Nadine Müller

Organisationstalent mit ausgeprägtem Designempfinden. Mit diesen beiden Schlagworten lässt sich Nadine’s Wesen im beruflichen Kontext wohl am treffensten beschreiben. Für sevDesk kreiert sie als Content Marketing Managerin Inhalte, die für dich als Nutzer wirklichen Mehrwert schaffen. Den Beweis findest du auf diesem Blog.

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