Angebot erstellen – Schritt für Schritt zu deinem perfekten Angebot

Für Unternehmer, Freelancer und Selbstständige ist das Angebot erstellen so normal wie der morgendliche Gang zur Kaffeemaschine. Ohne vernünftige Angebote gibt es keine Aufträge, keine Kunden und verständlicherweise auch keine Einnahmen. Dennoch ist das Erstellen von Angeboten nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint. Das haben wir den deutschen Gesetzen und Vorgaben zu verdanken. Welche Informationen unbedingt enthalten sein müssen, worauf du achten solltest, wenn du ein Angebot schreiben willst und welche Fehler du unbedingt vermeiden solltest, erfährst du in diesem Beitrag.

Das erwartet dich heute:

Was war noch gleich ein Angebot?

Die gängige Definition lautet wie folgt: Unter einem Angebot versteht man eine empfangsbedürftige Willenserklärung, die alle relevanten vertragswesentlichen Bestandteile enthält und durch die der Vertragsschluss einem Anderen so angetragen wird, dass das Zustandekommen eines Vertrages nur noch vom Einverständnis des Empfängers abhängig ist.

Überzeugende Angebote schreiben erhöht deine Auftragsquote

Jedes Unternehmen, jeder Freelancer und jedes Startup benötigt Aufträge, um Erträge zu erwirtschaften. Doch wer kennt es nicht: Nach der Angebotszusendung reagiert der Interessent einfach nicht mehr! Genau hier sind wir an einem äußerst wichtigen Punkt angelangt – Das A und O für gewinnbringende Umsätze sind professionell erstellte Angebote. Nur so kommt man überhaupt an Aufträge. Doch dazu braucht es gar nicht all zu viel, denn mit ein wenig Grundwissen und einer guten Software zur Angebotserstellung hast du all das zur Hand, was du für ein überzeugendes Angebot benötigst.

Angebot erstellen – Darauf solltest du achten

Das Angebot dient später als Vorlage für die Rechnungserstellung. Zudem gilt zu wissen, dass das Angebotsschreiben normalerweise rechtlich bindend ist. Das heißt, der Vertrag kommt dann zustande, wenn der potenzielle Kunde das Angebot mit einer inhaltlich unveränderten Bestellung annimmt. Du als Unternehmer, Gründer oder Freelancer musst natürlich liefern oder die im Angebotsschreiben aufgelisteten Serviceleistungen erbringen.

Was ist die Freizeichnungsklausel?

Mit sogenannten Freizeichnungsklauseln kannst du die Rechtsbindung aufheben. Allerdings ist hier Vorsicht geboten, denn einige Landgerichte sahen diese Klauseln als einen Wettbewerbsverstoß an. Durch die Freizeichnungsklausel kannst du ein Angebot zum Beispiel:

  • mit einem Zeitpunkt befristen
  • in der Menge der Produkte oder Dienstleistung begrenzen
  • den Preis unter Vorbehalt angeben
  • unverbindlich erstellen

Doch auch ein unverbindliches Angebot hat rechtliche Folgen. Wenn dein Kunde das Angebot annimmt, gibt er ebenfalls nur ein Angebot ab und muss dies nicht durch eine zweite Willenserklärung bestätigen. Sein Schweigen gilt in diesem Fall als Zustimmung und der Vertrag kommt zustande, auch wenn du nicht ausdrücklich auf die Kundenbestellung reagierst. Unter Juristen ist dies als stillschweigende Willenserklärung bekannt.

Ein professionelles Angebot schreiben – so überzeugst du deine Kunden

Ein gutes Angebot ist deutlich mehr als die schriftliche Fixierung von vereinbarten Absprachen, denn es dient gleichzeitig auch dazu, deinen künftigen Kunden von deinen Kompetenzen sowie deinen Produkten bzw. Dienstleistungen zu überzeugen. Bedauerlicherweise wird dieser Aspekt viel zu oft vernachlässigt. Einige Startups und Freelancer denken nach folgendem Schema: „Der Kunde hat bereits bei mir angefragt, also möchte er auch mit mir zusammen arbeiten. Das Angebotsschreiben dient nur noch als Formalität.“ Doch dem ist oftmals nicht so! Interessenten holen häufig mehrere Angebote unterschiedlicher Dienstleister ein und vergleichen diese zum Schluss miteinander. Über die endgültige Auftragsvergabe entscheidet dann nicht nur der vorangegangene Kontakt, sondern auch das vorliegende Angebot.

Aber Achtung: Hier muss der Preis nicht immer ausschlaggebend sein. Ein gutes Angebot, in dem sowohl die zu erbringende Leistung als auch deren Qualität nachvollziehbar und professionell dargestellt wird, kann deutlich höhere Preise relativieren. Dein Angebot sollte daher Folgendes vermitteln:

  • Du hast sämtliche Wünsche und Bedürfnisse deines Kunden verstanden
  • Du möchtest deinem Kunden die bestmögliche Qualität bieten
  • Und du gehst auf individuelle Wünsche deines Kunden ein.
  • Deine genannten Preise ergeben sich aus den Leistungen und deren Qualität

Wichtig

Der Angebotsgegenstand muss so weit wie möglich zum Kundenbedarf passen. Dann steht einer Zusammenarbeit meist nichts mehr im Wege!

Mit diesen Tipps das perfekte Angebot erstellen

Wenn du ein überzeugendes Angebot erstellen willst, solltest du einige Dinge beachten, damit dein Angebot unter der Konkurrenz hervorsticht und sich der Kunde für dich entscheidet.

Tipp #1: Lass dir nicht zu viel Zeit beim Angebot erstellen

Du solltest dein Angebot so bald wie möglich erstellen und innerhalb von 24 Stunden per E-Mail, Fax oder Brief an den jeweiligen Interessenten abschicken. So bist du noch im Gedächtnis des potentiellen Kunden, der dein Angebot vielleicht ohne weitere Überlegungen direkt annimmt.

Tipp #2: Merke dir Einzelheiten

Du solltest stets auf die speziellen Wünsche und Ansprüche des Interessenten eingehen. Versuche im Gespräch auf Details zu achten, die du später beim Angebot erstellen aufgreifen kannst. Der potenzielle Kunde bekommt dabei das Gefühl, tatsächlich ernst genommen zu werden. Er fühlt sich von dir verstanden.

Tipp #3: Baue engen Kontakt auf

Versuche einen guten Kontakt zum Interessenten aufzubauen, indem du eine persönliche Anrede statt „Sehr geehrte Damen und Herren“ verwendest. Dein Kunde sieht, dass du dir seinen Namen gemerkt hast, was das Vertrauensverhältnis zwischen dir und deinem möglichen Kunden erhöht.

Tipp #4: Gliedere das Angebot logisch und übersichtlich

Dein Angebot sollte eine klare Struktur haben, übersichtlich aufgebaut sein und die folgenden Fragen eindeutig beantworten:

  • Was lieferst du und in welcher Menge?
  • Wie viel kostet deine Leistung oder dein Produkt?
  • Wann lieferst du?
  • An wen kann sich der Kunde bei Fragen wenden?

Je größer dein Angebot, desto klarer sollte die Gliederung sein. Außerdem ist es hilfreich, wenn du Zwischensummen bildest, damit der Kunde genau weiß, wie sich dein Angebot zusammensetzt. Dies erleichtert eventuell die Zustimmung bei höheren Summen. Wichtig ist hierbei, dass der Kunde dein Angebot nachvollziehen kann.

Tipp #5: Lege eine Frist fest

Setze eine Frist für die Gültigkeit deines Angebots und schreibe diese deutlich erkennbar in das Angebot. Somit wird sich der Kunde innerhalb der Frist melden und auf dein Angebot reagieren, damit es seine Gültigkeit nicht verliert.

Tipp #6: Gewähre einen Rabatt

Natürlich kannst du bereits im Angebot einen ungefragten Rabatt gewähren. Das hinterlässt einen positiven Eindruck beim Kunden und du ersparst dir womöglich eine Nachverhandlung.

Schritt für Schritt ein Angebot erstellen

Die Kundenakquise stellt eine große Herausforderung für Selbstständige und Unternehmer dar. Zum einen ist sie sehr zeitintensiv, erfordert Fingerspitzengefühl und Durchhaltevermögen, denn meistens sind die Absagen höher als die Zusagen. Zu Beginn deiner Gründung kommt noch hinzu, dass du den finanziellen Druck im Hinterkopf hast. Dennoch solltest du vor möglichen Kunden professionell auftreten und dementsprechen ein Angebot schreiben. Wir haben hierfür die wichtigsten Schritte für dich zusammengefasst.

Schritt 1 – Wecke das Interesse deines potentiellen Kunden

Für die Kundengewinnung stehen dir unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. Von der direkten Ansprache auf Messen und Events über die Telefon- oder Kaltakquise bis hin zur Kundengewinnung über Werbung ist in diesem Bereich tatsächlich alles möglich. Gerade für Existenzgründer ist die Anfangsphase der Kundengewinnung recht schwierig, da das Angebot bzw. das jeweilige Produkt oder die Dienstleistung neu und somit im breitgefächerten Markt noch nicht etabliert ist. Hier gilt das bekannte Sprichwort: „Aller Anfang ist schwer!“. Mit zunehmender Dauer der Selbstständigkeit wird die Kundengewinnung jedoch deutlich einfacher werden.

Unser Tipp!

Erarbeite dir ein professionelles Marketing Konzept, denn so bist du bestens für die Kundengewinnung vorbereitet. Bedenke stets, die Grundlage für eine gezielte Kundengewinnung stellt eine sauber erarbeitete Definition der Zielgruppen dar.

Schritt 2 – Hole genaue Informationen für dein Angebot ein

Hast du das Interesse deines Kunden geweckt, dann geht es nun an das Sammeln von Informationen. Hier ist Brainstorming angesagt, denn schließlich geht es nun darum, dass du deinem Kunden ein attraktives Angebot mit deinem Produkt oder deiner Dienstleistung erstellst. Bevor du dein Angebot schreiben willst, solltest du dich daher mit folgenden Fragen und Themen beschäftigen:

  • Kläre bereits im Voraus den genauen Umfang der Leistungen, um deine Leistungen und dein Zeitkontingent realistisch planen zu können.
  • Kläre die Art der Leistung möglichst ausführlich und im Detail, denn so kannst du schnell herausfinden, ob du den Wünschen deines potentiellen Kunden überhaupt gerecht werden kannst.
  • Prüfe, ob sich deine aktuelle Auftragslage mit dem gewünschten Timing des Interessenten vereinbaren lässt.
  • Versuche, besondere Kundenwünsche bereits vorab herauszufinden.

Wichtig!

Der Umfang, die Art und der Zeitrahmen der Leistung sollten exakt abgestimmt sein, bevor du dich an das Erstellen des Angebots machst. So ersparst du dir spätere Nachverhandlungen und negative Bewertungen.

 
Diese Vorarbeit wird dir dabei helfen, ein sauberes, attraktives und kundenorientiertes Angebot zu schreiben. Investiere daher ausreichend Zeit in das Sammeln von relevanten Informationen.

Schritt 3 – Angebot erstellen – Diese Inhalte gehören unbedingt in dein Angebot

Wenn du ein Angebot schreiben willst, solltest du einige Punkte beachten, die unbedingt in ein Angebot gehören. Es reicht nicht aus, dass du ein Angebot nach deinen Vorstellungen erstellst. Du musst unbedingt die Pflichtangaben beachten, damit dein Angebot rechtskonform ist.

Im Gegensatz zu den Pflichtangaben bei Rechnungen gibt es für Angebote deutlich weniger rechtliche Vorgaben. Doch trotz alle dem ist es empfehlenswert, ein Angebot so präzise wie nur möglich zu halten. Schließlich tust du dir damit selbst einen großen Gefallen und vermeidest unangenehme Unklarheiten. Demnach sollten wirklich alle wesentlichen Informationen für deinen Kunden enthalten sein. Hierzu gehören folgende:

AngabeBeschreibung
AngebotsnummerHierunter versteht sich eine Angebotsnummer, denn vergleichbar mit einer Rechnungsnummer, empfiehlt es sich auch, eine Angebotsnummer im Schreiben zu vermerken. So weißt du bei Fragen seitens des Kunden direkt, um welches Angebot es sich hierbei handelt.
AnspracheNutze bitte keinesfalls folgende Formulierung für dein Angebotsschreiben: „Sehr geehrte Damen und Herren“, denn eine direkte Anrede deines Ansprechpartners wirkt deutlich seriöser und überzeugender. So vermittelst du dem Kunden, dass er dir wichtig und nicht nur eine „Nummer“ von vielen ist!
EinleitungIm Normalfall beginnst du dein Angebotsschreiben mit folgendem Satz: „Ich danke Ihnen für Ihre Anfrage. In Bezug auf unser letztes Gespräch vom XX.XX.XXXX kann ich Ihnen folgende Leistungen anbieten…“
Bezeichnung der LeistungDu solltest ganz genau beschreiben, worum es bei der Leistung geht – Was genau wird geleistet, durchgeführt oder geliefert? Die Bezeichnung der Leistung sollte keinerlei Fragen offen lassen.
Umfang/ MengeEbenso wichtig ist die genau Angabe, der Stückzahl bzw. Menge. Du solltest im Angebotsschreiben präzise offenlegen, in welcher Stückzahl oder in welchem zeitlichen Umfang die jeweilige Leistung/ Lieferung stattfindet.
DauerAuch Angaben zur Lieferzeit sind ein wichtiger Bestandteil eines Angebots. Hier solltest du folgende Fragen beantworten: Wie viel Zeit benötigt die Lieferung bzw. Durchführung der Leistung?
PreisNun kommen wir zu einem besonders wichtigem Angebotsbestandteil, nämlich dem Preis. Schließlich muss der Kunde mit einem Blick direkt erkennen können, wie viel die einzelnen Leistungen kosten und welche Zwischen- bzw. Summe sich daraus ergibt. Selbstverständlich muss auch die zuzügliche Mehrwertsteuer von 7 oder 19 Prozent aufgezeigt werden.
ZusatzkostenFalls zusätzliche Kosten durch Spesen, Versand etc. entstehen, solltest du diese ebenfalls mit auflisten, sofern du diese dem Kunden berechnen möchtest.
RabattBei größeren Angeboten, Neukunden oder Aktionen, kann ein Rabatt einen zusätzlichen Anreiz für Angebotsannahme darstellen. Schließlich gibt es kaum jemanden, der nicht gerne spart.
Datum des AngebotsGib unbedingt das Datum des Angebots an, denn der Kunde muss verständlicherweise darüber informiert sein, an welchem Tag das vorliegende Angebot erstellt wurde.
GültigkeitsdauerWie lange ist dein Angebot zu den mitgeteilten Konditionen gültig? So weiß der Kunde ganz genau, wie viel Zeit er zum Überlegen einplanen kann.
LieferdatumEbenso solltest du in deinem Angebot ein festes Lieferdatum angeben, denn der Kunde möchte vermutlich auch ein wenig planen und darüber informiert sein, bis wann die Leistung vollbracht ist.
Abschluss/ GrußformelEine höfliche Grußformel am Ende des Angebots ist das A und O. Hierfür eignet sich zum Beispiel folgender Satz: „Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung und stehen für Rückfragen gerne jederzeit zur Verfügung. Mit freundlichen Grüße XXX.“
AGBFalls vorhanden, solltest du deine AGBs dem Angebotsschreiben anhängen oder darauf verweisen.
ZahlungsbedingungenWann sollte der Zahlungseingang erfolgen? (Zum Beispiel ein Zahlungsziel binnen 14 Tagen nach Erfüllung der Leistung)
Eigentumsvorbehalt, Erfüllungsort und GerichtsstandHalte in deinem Angebot unbedingt fest, dass das versendete Produkt bzw. die jeweilige Leistung bis zur vollständigen Bezahlung dein Eigentum bleibt. Ebenso solltest du auch relevante Angaben zum Erfüllungsort und Gerichtsstand vermerken.

Ist mein Angebot rechtlich bindend?

Laut § 145 BGB ist ein Angebot immer rechtlich verbindlich, denn sowohl Leistungen, Preise sowie andere relevante Nebeninformationen, die in einem Angebot genannt sind, kann der Kunde genauso verlangen. Wird dein Angebot abgelehnt oder die Frist für die Gültigkeitsdauer, die du festgelegt hast, nicht eingehalten, so erlischt das Angebot laut § 146 BGB.

Möchtest du deinem Kunden kein verbindliches Angebot zusichern, dann solltest du wie folgt vorgehen: Arbeite am besten mit einem Kostenvoranschlag, denn hier dürfen die eigentlich festgesetzten Preise um bis zu 20 Prozent abweichen.

Unser Tipp!

Mit einer Kostenvoranschlag Vorlage kannst du einfach und schnell einen Kostenvoranschlag erstellen. Alle notwendigen Angaben sind bereits enthalten, du musst nur deine Positionen ausfüllen.

Aber Achtung, der Kunde muss dem zustimmen! Gefällt dir diese Vorgehensweise weniger, dann hast du noch die Möglichkeit der Einbindung bestimmter Klauseln. Hiermit hebst du die rechtliche Bindung eines Angebots auf.

 

Formulierungsbeispiel für ein unverbindliches Angebotsschreiben

Eine der aufgelisteten Klauseln muss sich im Angebotstext befinden, sodass aus einem verbindlichen Angebot ein unverbindliches Angebot werden kann:

  • Preise ohne Gewähr
  • Preise vorbehalten
  • Unverbindliches Angebot
  • Angebot gültig, solange der Vorrat reicht

Nutze eine Angebotsvorlage

Natürlich ist der Preis bei einem Angebot häufig einer der wichtigsten Faktoren für deinen Kunden. Dennoch kannst du mit einem ansprechend designten Angebot einen guten Ersteindruck hinterlassen und positiv unter anderen Mitbewerbern hervorstechen. Schließlich wird sich der Interessent, wie du bereits weißt, mehrere Angebote einholen. Wählen daher ein übersichtliches aber dennoch ansprechendes Layout. Am besten bindest du auch dein Firmenlogo mit ein, denn so verwandelst du das Angebot in deine zweite Visitenkarte.

Hast du allerdings einen straffen Zeitplan einzuhalten, zahlreiche bevorstehende Geschäftsmeetings zu besuchen und daher keine Möglichkeit, deine Angebote selbst zu designen, dann kannst du eine Angebotsvorlage nutzen. Zahlreiche Muster für Angebotsschreiben stehen dir online völlig kostenlos zum Download zur Verfügung und können von dir individuell nach deinen Wünschen angepasst werden.

Angebotsvorlage Word Excel
Kostenlose Angebotsvorlage zum Download für Word und Excel

 

Achtung!

Geschäftsunterlagen, die du mit Excel oder Word erstellst, sind nicht GoBD konform. Wen du auf Nummer sicher gehen möchtest, solltest du besser auf eine GoBD-konforme Angebotssoftware zurückgreifen!

Vorteile und Nachteile von Angebotsvorlagen

Selbstverständlich bringen Angebotsvorlagen sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich. Welche das sind, haben wir tabellarisch für dich aufgelistet:

VorteileNachteile
Das Positive an der Benutzung von Angebotsvorlagen ist die enorme Zeit- und Arbeitsersparnis. Meistens ist es wichtig, auf Angebotsanfragen schnell zu reagieren, denn schließlich ist der Markt groß und umkämpft. Ein schnell erstelltes und verschicktes Angebot hilft dir somit dabei, markt- und konkurrenzfähig zu bleiben. Die schnelle Bearbeitung einer Anfrage vermittelt deinem eventuellen Kunden vertrauen, denn er wird ernst genommen und weiß, dass du dich um den Auftrag bemühst.Einer der relevantesten Nachteile ist, dass mit Word oder Excel erstellte Angebotsvorlagen nicht GoBD-konform sind.
Greifst du auf eine gute Angebotsvorlage zurück, kannst du dir immer sicher sein, keine relevanten Daten zu vergessen.Auf der anderen Seite stellt eine Angebotsvorlage eine mögliche Fehlerquelle dar, da du vergessen könntest manche Positionen zu aktualisieren.
Du kannst eine Angebotsvorlage individuell designen, mit deinem Logo versehen und je nach Kunde anpassen.Wenn du keine speziellen Kenntnisse hast, ist die Layoutgestaltung jedoch eingeschränkt und es wäre zeitaufwendig jede Vorlage individuell zu gestalten.

Tipps zum Design und Aufbau deines Angebotsschreibens

An dieser Stelle möchten wir dir einige hilfreiche Tipps zum Design und zum Aufbau der Angebotserstellung mit auf den Weg geben. Im Grunde genommen haben wir bereits alles Wichtige erwähnt, denn die Schritt für Schritt Anleitung, erklärt genau das, was wichtig ist, wenn du ein Angebot schreiben willst. Trotz alledem haben wir folgende Tipps für dein Angebotslayout:

Tipp #1: Bilder sagen mehr als Worte

Nutze Bilder in Form von Ablaufdiagrammen, Prozessskizzen, Übersichtsplänen oder Datenblättern. So erleichterst du deinem Kunden die Arbeit und bietest ihm zugleich eine willkommene Abwechslung.

Tipp #2: Sparsam mit Farbe

Nutze farbliche Akzente, aber übertreibe es bitte nicht. Die meisten Kunden drucken ihre Angebote aus, um sich hierauf kurze Notizen anzufertigen. Der Ausdruck erfolgt in der Regel in schwarz-weiß. Das heißt, dass sämtliche in Farbe hervorgehobenen Informationen verloren gehen.

Tipp #3: In den Worten des Interessenten schreiben

Jedes Unternehmen, jede Branche und damit auch jeder Kunde verwendet seine eigene charakteristische Sprache. Greife diese unbedingt in deinem Angebotstext auf. Vermeide unnötige Fremdwörter, unbekannte Abkürzungen und nichtssagende Floskeln. Schreibe stets aktiv und nutze Verben.

Software zur Angebotserstellung

Unternehmer, Startups und Freelancer, die in regelmäßigen Abständen mit der Erstellung von Angeboten zu tun haben, sollten unbedingt eine gute Software zur Angebotserstellung in Anspruch nehmen. So wird das Erstellen von ansprechenden Angeboten zum Kinderspiel! Wir verraten dir, welche Vorteile ein Programm bei der Angebotserstellung mit sich bringt. Ebenso gehen wir natürlich auch auf eventuell negative Aspekte ein.

VorteileNachteile
Volle Flexibilität in der Gestaltung und OptikMit geringen Kosten verbunden
Schöne und ansprechende Designmöglichkeiten
GoBD-konform
Detaillierte Übersicht aller erstellten Angebote

Wie du sehen kannst, sprechen die Vorteile für sich! Lediglich der geringe Kostenanteil, der für eine Buchhaltungssoftware anfällt, wird von wenigen Nutzern als Nachteil angesehen. Doch hier unterscheiden sich die Geister, denn wenn man bedenkt, was man für sein Geld alles bekommt, kann man über diesen negativen Aspekt durchaus hinweg schauen. Zudem bieten dir einige Anbieter sogar eine 14-tägige Testphase und das natürlich völlig kostenlos sowie unverbindlich ohne automatische Verlängerung.

Schritt 4 – Angebot an den Kunden schicken

Nach der Angebotserstellung geht es an den Versand. Möchtest du das Angebotsschreiben per E-Mail an den Interessenten versenden, dann solltest du unbedingt die sogenannte PDF-Funktion nutzen. Bitte versende niemals ein offenes Word-Dokument! Wünscht der Kunde ein Angebot auf postalischem Wege, dann empfiehlt sich hochwertiges Papier. Das sind im Grunde genommen die wichtigsten Punkte, die du beim Versand deines Angebots beachten solltest. Für welche Versandart du dich letztendlich entscheidest, bleibt natürlich deinen Vorlieben bzw. den Wünsche deines Kunden überlassen.

Schritt 5 – Hake beim Kunden nach, ob das Angebot angekommen und zufriedenstellend ist

Einige Tage nach Zusendung des Angebots solltest du den Interessenten am besten telefonisch kontaktieren, um nachzuhaken, ob er dein Angebotsschreiben erhalten hat. Stell ihm unter anderem folgende Frage: „ Entspricht das Angebot Ihren Wünschen oder gibt es Ihrerseits noch offene Fragen?“ Dein Nachhaken entwickelt bei deinem potenziellen Kunden das Gefühl, in guten Händen zu sein. Häufig macht es sogar Sinn, ein persönliches Treffen zu vereinbaren. So kannst du das Angebot gemeinsam mit deinem Interessenten nochmal detailliert durchgehen, um offene Fragen oder Unklarheiten aus dem Weg zu räumen.

Schritt 6 – Erstelle einen Kaufvertrag und führe die Leistung durch

Wurde das Angebot von deinem Kunden angenommen, dann geht es jetzt an die Erfüllung der Leistung bzw. der Zustellung des Produkts. Im Anschluss kannst du dann deine Rechnung erstellen. Es ist äußerst empfehlenswert, auch nach dem Auftragsabschluss und der Rechnungsbegleichung weiterhin im guten Kontakt mit dem Kunden zu bleiben. Schließlich ist es deutlich schwieriger, neue Kunden zu generieren, als einen bestehenden Kunden zu halten. Wer weiß, vielleicht darfst du ja schon bald wieder ein neues Angebot für diesen Kunden erstellen.

Unser Tipp!

Hole dir im Falle einer Absage das Feedback deines Kunden ein!

 
Auch im Falle einer Absage empfehlen wir dir, nachzuhaken woran es gelegt hat: Vielleicht war ein anderes Angebot besser? Eventuell haben sich aber auch die Umstände des Interessenten geändert? Womöglich wurde das Projekt verschoben? Vielleicht war das Angebot aber auch einfach nicht zufriedenstellend? Damit du hier nicht im Grübeln versinkst, solltest du den Interessenten unbedingt persönlich darauf ansprechen. Stell im einige Fragen, um herauszufinden, warum es zu einer Absage kam. Versuche das Feedback bei kommenden Angeboten zu berücksichtigen.

Schritt 7 – Von Angebot über Rechnung zur Mahnung – Behalte deine Buchhaltung im Blick

Bestimmt hast du schon einmal miterlebt, wie schnell Chaos in der eigenen Buchhaltung ausbrechen kann? Denn je mehr Angebote und Rechnungen du schreibst, desto schwieriger wird es, den Überblick darüber zu behalten, wer seine offenen Rechnungen bereits bezahlt hat und wem du schon eine Mahnung zugesandt hast. Es ist äußerst wichtig, stets den Überblick über die eigenen Buchhaltung zu bewahren. Anderenfalls kann es schnell zu unschönen Problematiken, Missverständnissen und Unstimmigkeiten kommen.

Unser Tipp!

Mit einem Buchhaltungsprogramm kannst du Angebote und Rechnungen nicht nur mit wenigen Klicks erstellen, du kannst sie auch in eine Zahlungserinnerung oder Mahnung umwandeln. Außerdem hast du alle Zahlungsein- und ausgänge stets im Blick und weißt, welche Kunden ihre Rechnung noch begleichen müssen.

Angebotsschreiben für Kleinunternehmer und Freiberufler

Egal ob du Freiberufler oder Kleinunternehmer bist, du musst dich genauso an die gesetzlichen Vorgaben für ein Angebotsschreiben halten wie andere Unternehmer auch. Allerdings gibt es beim Kleinunternehmer die Besonderheit, dass er laut § 19 UStG keine Umsatzsteuer auf dem Angebot ausweisen muss. Das gestaltet die Angebotserstellung einfacher, da du die Preise als Nettopreise ohne Mehrwertsteuer ausweisen kannst. Wenn du als Kleinunternehmer ein Angebot schreibst, fügst du am besten einen Hinweis auf die Kleinunternehmerregelung auf der Rechnung hinzu, damit dein Kunde Bescheid weiß und keine Rückfragen entstehen.

Unser Tipp für Kleinunternehmer!

Natürlich gibt es online auch Angebotsvorlagen für Kleinunternehmer zum kostenlosen Download! So musst du dir gar keine Gedanken um das Ausweisen der Umsatzsteuer machen.

Angebotsschreiben für verschiedene Branchen

Selbstverständlich musst du in unterschiedlichen Branchen ebenso Angebote schreiben, je nach Branche sind das sogar unglaublich viele. Doch egal, ob du Fotograf, Handwerker oder Immobilienmakler bist, du brauchst Kunden, um Geld einzunehmen und Umsatz zu machen. Daher ist das Angebot schreiben für dich ein wichtiger Bestandteil deiner Arbeit. Angebotsschreiben für Fotografen, Handwerker oder Hotels unterscheiden sich dabei zum Beispiel in der Art der Positionen, da du entweder Materialkosten oder den Stundenlohn extra aufführen musst. Online findest du kostenlose Vorlagen und Muster für deine Branche, beispielsweise ein Musterangebot für Handwerker.

Fazit

Wie du siehst, gibt es viele Dinge zu beachten, wenn du ein korrektes und ansprechendes Angebot schreiben willst. Du solltest dir daher darüber bewusst sein, welche Pflichten du hast und wie du dich beim Kunden hervorheben kannst. Halte dich an die gesetzlichen Vorgaben und nutze unsere Anleitung für dein perfektes Angebot. Dann steht der Auftragsgewinnung und optimalen Kundenbindung nichts mehr im Wege!

Nadine Müller

Content ist King – das weiß auch Nadine und arbeitet seit 2019 als Teamlead des Online-Marketing Teams an der Entwicklung, Anpassung & Umsetzung von diversen Marketing Strategien. Ihre langjährige Erfahrung als Content Marketing Manager kommt ihr hierbei zugute.

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