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Vorlage verwenden und Skonto eintragen

Mit dem Online-Rechnungsprogramm von sevDesk kannst du in wenigen Minuten Rechnungen und Angebote erstellen. Die Software bietet dir die Möglichkeit in der Rechnungs- und Angebotserstellung Skonti und Rabatte hinzuzufügen.

Mehr zum Rechnungsprogramm
Christian Wöllecke

Christian Wöllecke

November 18, 2022

Skonto

Rechnungsempfängerinnen und Rechnungsempfänger, die ihre Rechnungen schnell bezahlen, werden von vielen Unternehmen dafür belohnt, indem ihnen Skonti gewährt werden. 

Worum es sich beim Skonto genau handelt, wie du ihn als Rechnungsaussteller bzw. Rechnungsausstellerin auf Basis des Skontosatzes berechnest und innerhalb einer bestimmten Zahlungsfrist gewährst, das erklären wir dir in unserem Ratgeberartikel.

Das ist Skonto

Beim Skonto handelt es sich um einen Preisnachlass, der Rechnungsempfängerinnen und Rechnungsempfängern als Belohnung für das schnelle Begleichen einer Rechnung gewährt wird.

Da Unternehmen oft in Vorleistung gehen und beispielswiese gelieferte Ware vorfinanzieren müssen (sogenannter Lieferantenkredit), sind sie daran interessiert den Rechnungsbetrag schnellstmöglich zu erhalten. Als Belohnung hierfür gewähren sie bei Zahlung innerhalb kurzer Zeit ihren Kunden einen Nachlass in Form eines Skontos.

Wichtig: Es gibt allerdings für Unternehmerinnen und Unternehmer keine Pflicht, einen solchen Preisnachlass in Form eines Skontoabzugs zu gewähren.

Folgende Punkte kann man allgemein über den Skonto sagen:

  • Skonto wird in der Regel wird nur gewährt, wenn die Zahlung der Rechnung innerhalb einer bestimmten Frist erfolgt.
  • In der Regel beträgt diese Zahlungsfrist nur wenige Tage.
  • Üblicherweise wird die Zahlungsfrist angegeben, in der man den Preisnachlass gewährt.
  • Damit wird Einfluss auf die Zahlungsmoral von Kundinnen und Kunden genommen.
  • Die gesetzlichen Pflichtangaben und Bestandteile einer Rechnung müssen beachtet werden, damit es sich um eine rechtskonforme Rechnung handelt.
  • Unternehmerinnen und Unternehmer kombinieren in der Regel die Informationen zu Skonti mit einem konkreten Zahlungsziel.
So kann eine typische Formulierung mit Skonto aussehen:

Die Zahlungsbedingungen inkl. Skonto kann lauten: „Der Rechnungsbetrag ist zahlbar ohne Abzug binnen 14 Tagen netto. Bei einer Zahlung innerhalb von 5 Tagen gewähren wir 2 % Skonto.

Aber Achtung: Zusätzlich musst du im Zuge der Skontoberechnung bei prompter Zahlung die Höhe des Rabatts in Prozent und den Geldbetrag für den Skonto angeben. Du überlässt also nicht deiner Kundin oder deinem Kunden die Kalkulation, sondern nennst den Endbetrag abzüglich Skonto!

Das ist der Unterschied zwischen Skonto und Rabatt

Auch wenn Skonto und Rabatt jeweils dazu führen, dass die Rechnungssumme kleiner wird, sie funktionieren unterschiedlich:

Rabatt Skonto
Einen Rabatt vereinbarst du als Rechnungsstellerin oder Rechnungssteller bei Vertragsabschluss mit deiner Kundin oder deinem Kunden. Ein Skonto wird hingegen gewährt, wenn der Rechnungsbetrag innerhalb eines gewissen Zeitraums beglichen wird.
Der Rabatt wird bereits auf der Rechnung berücksichtigt und vom Nettobetrag abgezogen. Durch das Lieferantenskonto wird vonseiten der Lieferantin oder des Lieferanten der Zeitraum zwischen Rechnungslegung und Zahlungseingang verkürzt.
Daher wird der Rabatt auf der Rechnung und in der Buchhaltung ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Ein Skontoabzug ist ein Preisnachlass, der erst nachträglich nach Rechnungseingang und fristgerechter Bezahlung gewährt wird.
Ein Rabatt wird immer prozentual oder in absoluten Beträgen gewährt: 20% Rabatt auf ein Produkt oder eine Dienstleistung sind genauso möglich wie ein fixer Betrag von 25 Euro. Der Skonto wirkt positiv auf die Zahlungsmoral. So werden Liquiditätsengpässe und im Idealfall auch Zahlungsausfälle vermieden.

Skonto berechnen – so machst du es richtig:

  • Ein Unternehmen, das einen Skonto auf den Rechnungsbetrag gewährt, muss bereits bei der Preisbildung entsprechend kalkulieren. Deshalb findet der Skonto bei der Kalkulation des Zielverkaufspreises Berücksichtigung.
  • Bei der Skontoberechnung gilt ein Skontosatz für die Zahlung, der genutzt werden kann, wenn die Rechnung innerhalb der genannten Anzahl an Tagen beglichen wird. Übliche Skontosätze sind zum Beispiel 2 oder 3 Prozent. Die Höhe liegt jedoch in deinem Ermessen als Rechnungsstellerin oder Rechnungssteller.
  • Du gewährst den Skonto in der Regel auf den Bruttobetrag der Rechnung, auch ein Skonto auf den Nettobetrag ist möglich. Ausnahme: Bei Privathaushalten muss der Skonto immer auf den Bruttorechnungsbetrag gewährt werden.

Wichtig ist darüber hinaus, den Skonto korrekt in der Rechnung anzugeben. Beim Berechnen des Skontos kann dir ein Skonto-Rechner helfen.

Keine Lust weiterzulesen? In diesem Video erfährst du alles darüber, wie du ein Skonto ganz einfach berechnest:

Wann du selbst Skonto abziehen darfst

Wenn du nach einem Rechnungseingang eine Rechnung vor dir hast, auf der dir ein Skonto angeboten wird, dann kannst du den Skontobetrag vom Rechnungsbetrag abziehen und die Rechnung so skontieren. Vorausgesetzt du bezahlst innerhalb der angegebenen Skontofrist. Die Skontofrist wird meist zusammen mit dem Zahlungsziel genannt. Du nutzt dann ganz einfach das dir angebotene Lieferantenskonto.

Sichergehen und Rechnungprogramm nutzen

Am einfachsten erstellst du Rechnungen inklusive aller Pflichtangaben mit einem Rechnungsprogramm wie sevDesk. Auf diese Weise kannst du sichergehen, dass der Skonto inhaltlich und formal korrekt auf deiner Rechnung ausgewiesen wird. sevDesk eignet sich dabei unter anderem für kleine Unternehmen und funktioniert auch ganz speziell als Buchhaltungssoftware für Freiberufler.

Mehr zu den Funktionen

Beispiel einer Skonto Berechnung

Du hast eine Eingangsrechnung vor dir und möchtest innerhalb der Skontofrist den geforderten Rechnungsbetrag von 2.300 Euro bezahlen, abzüglich 3 % Skonto, die du als Lieferantenkredit in Anspruch nehmen kannst.

Folgende Möglichkeiten hast du zur Berechenung:
  1. Möglichkeit: 2.300 Euro x (3/100) = 69 Euro Skonto
  2. Möglichkeit: 2.300 Euro x 0,03 = 69 Euro Skonto

Mit beiden Varianten kommst du beim beispielhaften Skontosatz von 3% auf den Skontobetrag von 69 Euro und weist die Summe von 2.231 Euro an, um die Rechnung zu begleichen.

In der Regel musst du aber gar nicht selbst rechnen, wenn du mit einem geeigneten Rechnungsprogramm wie sevDesk arbeitest. Die Software kalkuliert durch deine Vorauswahl Skonti und Rabatte automatisiert und du kannst diese für bestimmte Kunden auch als Standardeinstellung speichern. Mit weiteren umfassenden Funktionen in sevDesk erleichterst du ganz einfach deine komplette Auftragsabwicklung!

Skonto-Rechner nutzen

Falls du einen angegebenen Skonto prüfen möchtest oder als Rechnungsausstellerin oder Rechnungsaussteller selbst kalkulieren willst, kannst du dir ganz einfach den kostenlosen Skonto-Rechner von sevDesk herunterladen und diesen zur Berechnung des Skontos nutzen.

skonto berechnen mit dem skonto rechner
Kostenloser Skonto-Rechner

Skonto in der Rechnung ausweisen

Willst du einen Skonto in deiner Rechnung ausweisen, musst du diese Punkte beachten:

  1. Auf der Rechnung muss die Zahlungsfrist angegeben werden, in der du den Nachlass gewährst.
  2. Ebenso wichtig ist die Höhe des Skontos in Prozent, also der Skontosatz
  3. Du musst den Geldbetrag des Skontos nennen, den Skontobetrag
  4. Abschließend musst du den Bruttobetrag inklusive Skontoabzug angeben
Tipp: Rechnungsprogramm nutzen und Skonto eintragen

Mit einem online Rechnungsprogramm wie dem von sevDesk, kannst du in kürzester Zeit Rechnungen und Angebote schreiben. Diese werden dabei mit nur wenigen Klicks gesetzeskonform und sicher erstellt, ebenso wie die Verbuchung eines Skontos. Teste jetzt sevDesk ganz einfach 14 Tage kostenlos und überzeuge dich selbst!

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Skonto richtig verbuchen

Bei der richtigen Buchung von Skonti ist Folgendes zu beachten:
Skonti müssen im Gegensatz zu Rabatten aller Art, wie Mengen- oder Treuerabatten buchhalterisch erfasst werden.

Beispiel zur Verbuchung

Nehmen wir an, du kaufst Ware bei einem Lieferanten ein:

Rechnungsbetrag: 23.800 Euro

Buchungssatz:
Wareneinsatz 20.000 Euro
Vorsteuer 3.800 Euro
an Verbindlichkeiten 23.800 Euro 

Brutto-Skonto berechnen: 

Du darfst 3 % Skonto abziehen:

23.800 Euro x 0,03 = 714 Euro Brutto-Skonto

Der Überweisungsbetrag beträgt also 23.086 Euro.

Netto-Skonto berechnen: 

714 Euro / 1,19 = 600 Euro Netto-Skonto

Der Netto-Skonto beträgt also 600 Euro und daher eine Vorsteuerkorrektur in Höhe von 114 Euro.

Aufgrund des Skontos ändert sich der Warenpreis und die Umsatzsteuer oder Vorsteuer muss um den Betrag korrigiert werden.

Nun hast du wieder zwei Möglichkeiten, um den Korrekturbetrag zu buchen.

Variante 1:

Verbindlichkeiten: 23.800 Euro an  Lieferantenskonto: 714 Euro
Bank: 23.086 Euro

Hier wird eine zweite Buchung notwendig, um die Steuerkorrektur zu erfassen:

Lieferantenkonto 114 Euro an  Vorsteuer: 114 Euro

Beim Finanzamt kannst du nur den reduzierten Vorsteuerbetrag in Abzug bringen, deshalb muss die Vorsteuer erkennbar korrigiert werden. Die Umsatzsteuer muss deshalb aus dem Skontokonto herausgebucht werden.

Variante 2: 

Diese Variante wird in der Praxis häufiger angewendet. Es handelt sich um das Nettobuchungsverfahren.

Verbindlichkeiten: 23.800 Euro an  Lieferantenskonto: 600 Euro
Vorsteuer: 114 Euro
Bank: 23.086 Euro

Durch diese Methode entfällt der zweite Buchungssatz, da die Vorsteuerkorrektur direkt in einem Buchungssatz erfolgt.

Der Unterschied zwischen den beiden Varianten liegt also darin, dass beim Nettobuchungsverfahren der Skonto direkt gebucht wird, während er beim Bruttoverfahren erst auf dem Skontokonto gesammelt wird, um anschließend die Vorsteuerkorrektur vorzunehmen.

Beim Verkäufer bzw. der Verkäuferin sehen die Buchungssätze dann folgendermaßen aus:

Bank/Kundenskonto an  Forderungen
Umsatzsteuer an Kundenskonto

oder

Bank/Umsatzsteuer/Kundenskonto an Forderungen 
Unterschied der beiden Varianten:

Der Unterschied zwischen den beiden Varianten liegt also darin, dass beim Nettobuchungsverfahren der Skonto direkt gebucht wird, während er beim Bruttoverfahren erst auf dem Skontokonto gesammelt wird, um anschließend die Vorsteuerkorrektur vorzunehmen.

Beim Verkäufer bzw. der Verkäuferin sehen die Buchungssätze dann folgendermaßen aus:

Bank/Kundenskonto an  Forderungen
Umsatzsteuer an Kundenskonto

oder

Bank / Umsatzsteuer / Kundenskonto an Forderungen 

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