Affiliate Marketing für digitale Nomaden – ortsunabhängig Geld verdienen

Du würdest gerne ortsunabhängig Geld verdienen und weißt noch nicht wie? Vielleicht ist Affiliate Marketing genau das Richtige für dich. Denn viele digitale Nomaden verdienen genau damit ihr Geld, da dieses Business viele positive Aspekte für digitale Nomaden von vornherein mit sich bringt.

Aber eins nach dem anderen.

Was ist Affiliate Marketing eigentlich?

Das Prinzip von Affiliate Marketing ist eigentlich relativ einfach erklärt. Ein Webseitenbetreiber eines Online-Shops für Artikel aus Indonesien möchte bspw. seine Umsätze erhöhen. Da er keine direkte (Banner-) Werbung schalten will (denn er weiß gar nicht, ob er das Geld jemals wieder zurückbekommt), bedient er sich einem öffentlichen Netzwerk sogenannter Publisher (Werbetreibender). Diese stellen Werbeplätze auf ihrer eigenen Webseite in Form von Links oder Grafiken zur Verfügung. In unserem Fall könnte es bspw. ein Reiseblog über Reiseberichte auf den kleinen indonesischen Inseln Bali und Lombok sein.

Wenn jetzt ein Besucher der Webseite auf einen speziell gekennzeichneten Empfehlungslink klickt (der bspw. auf einen indonesischen Reiseführer aus dem Online Shop verweist) und anschließend einen Kauf tätigt, bekommt der Publisher (der die Webseite als Werbefläche zur Verfügung gestellt hat) eine Provision gutgeschrieben. Diese ist in vielen Fällen prozentual direkt an die Höhe des Umsatzes gekoppelt.

Die Umsätze und Provisionen, die über den Monat verteilt anfallen, werden in der Regel gesammelt, summiert und dann am Ende des Monats in einer Summe überwiesen. Um keine Probleme mit dem Finanzamt zu bekommen, ist daher auf jeden Fall die Anmeldung eines Gewerbes notwendig.

Vorteile von Affiliate Marketing

Warum sich Affiliate Marketing dabei so großer Beliebtheit erfreut, liegt eigentlich auf der Hand. Denn einer der Hauptvorteile ist, dass du es vollkommen ortsunabhängig betreiben kannst. Es spielt dabei keine Rolle, an welchem Ort auf der Welt du dich gerade aufhältst. Egal ob auf Bali, in Thailand oder den Vereinigten Arabischen Emiraten. Solange du über eine stabile Internet-Verbindung verfügst, kannst du dein Online Business weiter ausbauen und eingreifen, wenn mal etwas nicht funktionieren sollte.

Zudem benötigst du kein eigenes Produkt, das du verkaufst. Du sparst also wertvolle Zeit und Mühe für die Produkterstellung und verdienst einfach Geld mit der Empfehlung guter Produkte anderer. Darüberhinaus musst du für Affiliate Produkte oder Dienstleistungen auch keinen Kundensupport leisten.

Ein weiterer sehr entscheidender Vorteil ist, dass du jederzeit Geld verdienen kannst, selbst wenn du schläfst. Denn wenn du eine Webseite mit Affiliate Links einmal richtig aufgesetzt hast, kannst du dir einen kontinuierlichen Einkommensstrom aufbauen, der wenig „Nachsorge“ benötigt. Natürlich muss man stetig am Ball bleiben, aber du baust dir auch einen großen Zeitvorteil auf.

Du machst dich dadurch vollkommen unabhängig von möglichen Auftraggebern (im Vergleich dazu, wenn du bspw. als virtueller Assistent oder klassisch als Webdesigner arbeitest). Du musst also nicht mehr Zeit gegen Geld tauschen, wie es bei vielen Tätigkeiten als Freelancer häufig der Fall ist.

Nachteile von Affiliate Marketing

Allerdings hat Affiliate Marketing auch seine Schatten-Seiten. Denn du machst dich stark von den Betreibern des Programms abhängig. Wenn diese mal die Provision zum Negativen ändern, dann kann man meistens daran nichts ändern. Außerdem hast du nie zu 100% die Gewissheit, dass Bestellungen, die storniert wurden, auch wirklich storniert wurden. So kann es schon mal sein, dass manche Affiliates viel Geld verloren haben, weil sie auf die falschen Anbieter vertraut haben.

Leider besteht natürlich aus Sicht des Publishers auch immer eine gewisse Abhängigkeit vom Traffic. Wenn nämlich keine Besucher die Webseite besuchen, dann ist die Chance in der Regel auch gering, dass ein Kauf zustande kommt.

Wie starte ich denn jetzt?

Wer mit dem Affiliate Marketing starten will, sollte einige grundlegende Aspekte beachten. In der Theorie sieht das Ganze nämlich sehr logisch und einfach aus. Dennoch müssen einige Aspekte berücksichtigt werden, bevor man startet.

Denn ansonsten besteht die Gefahr, dass man viel Zeit „verschwendet“, die unter Umständen sogar richtig teuer sein kann, wenn man vorher nicht die richtigen Entscheidungen trifft. Im Nachfolgenden wollen wir dir gerne einen kleinen Einblick geben, wie du starten und wie du deine ersten Einnahmen erzielen kannst.

Nische suchen und Besucherpotenzial eruieren

Als erstes musst du dich für eine passende Nische entscheiden. Eine Nische stellt dabei ein Randthema dar, die im Idealfall bei Suchmaschinen wie Google noch nicht so stark umkämpft ist. Denn sehr allgemeine Themen (wie zum Beispiel Schuhe), sind häufig völlig überlaufen und nur sehr schwer zu besetzen.

Damit dir das Finden einer Nische möglichst leichtfällt, solltest du dich erstmal direkt bei deinen eigenen Hobbys umschauen. Denn wenn du später über Wochen oder Monate an dem Thema arbeiten „musst“, dann sollte es dir auch möglichst lange Zeit Spaß machen. Erstelle dazu am besten eine Liste mit 10 Nischen, die dir einfallen und wo du von vornherein ein gutes Gefühl hast, dass sie zu dir passen.

Du möchtest dich nebenberuflich selbstständig machen? Wir haben einige Geschäftsideen für dich aufgelistet.

Anschließend kannst du dir mit dem kostenlosen Keyword Planner von Google (ist in Google Adwords eingebaut) einen ersten Überblick über das mögliche Besucherpotenzial verschaffen. Hier siehst du bspw., wie häufig im Monat ein bestimmtes Keyword gesucht wird. Wenn du zusätzlich den KWFinder hinzuziehst, bekommst du nicht nur exaktere Ergebnisse, sondern kannst zusätzlich auch die Wettbewerber analysieren. Schaue dir hierzu gerne den Bericht zu unseren KWFinder Erfahrungen an.

Keyword-Planner Google

Die Ergebnisse des Suchvolumens und der Wettbewerbsschwierigkeiten solltest du jetzt gegenüberstellen und dir die beste Nische heraussuchen. Wir nutzen dafür bspw. das kostenlose Tool Google Sheets, mit dem du online Tabellen erstellen kannst.

Mache dir im Vorfeld Gedanken über „Wonach suchen meine Kunden eigentlich„. So fällt dir die Keyword-Recherche einfacher.

Monetisierung validieren und für Partnerprogramme anmelden

Wenn du nun weißt, welche Nische potenziell für dich in Frage kommt, ist es natürlich wichtig, ob du in dieser Nische auch wirklich Geld verdienen kannst. Dafür solltest du dir anschauen, ob es Affiliate Programme zu Produkten und Dienstleistungen in diesem Bereich überhaupt gibt. In unserem Beispiel wären es bspw. Partnerprogramme, die etwas mit Reisen nach Indonesien zu tun haben.

Eines der größten Programme in diesem Bereich ist das Amazon Partnerprogramm. Der Vorteil ist hier, dass du auf eine riesige Anzahl an Produkten zugreifen kannst, die häufig mit der ausgewählten Nische übereinstimmen. Aber auch AWIN ist als Affiliate-Plattform eine gute Alternative, um dich für Partnerprogramme anzumelden.

Partnerprogramm von Amazon

Innerhalb des Partnerprogramms solltest du nun schauen, ob du Produkte in deiner Nische findest. Wenn du gar keine Produkte oder gar keine Dienstleistungen finden kannst, solltest du besser die Finger von der Nische lassen. Eine Monetarisierung ist nämlich dann umso schwerer. In diesem Fall solltest du zu der nächstbesseren Nische wechseln, die du vorher eruiert hast.

Neben der möglichen Provision solltest du auch auf die Cookie-Laufzeit achten. Hier gilt: Umso länger, umso besser. Denn immer, wenn jemand auf deinen Affiliate-Link geklickt hat, wird automatisch ein Cookie gesetzt. Die Programm-Betreiber entscheiden dann, wie lange dieser gültig ist. Bei Amazon ist er bspw. nur 24 Stunden gültig. Bei anderen Partnerprogramm hingegen 30 bis 180 Tage.

Wenn also jemand über einen entsprechenden Link auf die Shop-Seite gelangt, hat der Kunde 180 Tage Zeit, sich zum Kauf zu entscheiden. Wenn er sich dann am letzten Tag (also am 180. Tag) für das Produkt aus dem Shop entscheidet, bekommst du immer noch die Provision gutgeschrieben. Daher ist eine möglichst lange Laufzeit für dich als Publisher umso besser.

Webseite aufbauen und Produkte empfehlen

Wordpress

Wenn du nun eine passende Nische gefunden hast, die nicht nur ein gutes Trafficvolumen hat, sondern zusätzlich auch noch monetisiert werden kann, solltest du eine passende Webseite zum Thema deiner Nische aufbauen. Es gibt z.B. Dienstleister wie Jimdo, mit denen dies relativ einfach möglich ist. Der Aufbau deiner Webseite ist dann innerhalb von ein paar Stunden erledigt. Wir nutzen allerdings das Content Management System WordPress, da man hiermit noch flexibler ist und mehr Gestaltungsmöglichkeiten hat.

Du solltest dir von vornherein überlegen, welche Artikel zu deiner Nische passen und diese dann auf der „Nischen-Webseite“ veröffentlichen. Dein Ziel sollte es sein, möglichst umfassend über das Thema zu informieren und die passenden Inhalte dazu weitreichend abzudecken.

In den Artikeln kannst du nun die Affiliate-Links mit einfließen lassen. Wichtig ist hierbei, dass sie wirklich in den Kontext des Textes passen und du, falls zutreffend, entsprechende Empfehlungen aussprichst. Das funktioniert häufig sehr gut. Vor allem wenn die Webseite über die Jahre immer mehr Vertrauen bei den Lesern bekommen hat.

Traffic & Umsatz erhöhen

website traffic

Wenn die Webseite einmal steht, sollte dein Ziel jetzt sein, den Traffic und dadurch auch deinen Umsatz zu erhöhen. Denn durch mehr Traffic ist die Chance auch höher, dass auf deine Empfehlungs-Links geklickt wird und im zweiten Schritt dann ein Kauf zustande kommt. Den Traffic kannst du durch weitere suchmaschinenoptimierte Artikel erhöhen, die ebenfalls wieder Links zu Affiliate-Partnern enthalten. Nur solltest du es nicht übertreiben und jeden zweiten Satz mit einem Affiliate-Link ausstatten. Wenn du ab und zu mal eine ernstgemeinte Empfehlung aussprichst oder ein ehrlich geschriebenes Review erstellst, wird es in den meisten Fällen zu mehr Umsatz kommen.

Vor allem wenn du das Thema deiner Nische in nahezu allen Bereichen „ausschlachtest“, wird dich Google irgendwann als Platzhirsch zum Thema sehen und dich mit besseren Rankings (Platzierungen bei Google) belohnen. Allerdings dauert es meistens 6 bis 12 Monate, bis du echte Resultate siehst. Die Zeit ist häufig ein wesentlicher Faktor, der für das jeweilige Ranking bei Google verantwortlich ist. Aber zum großen Teil kommt es dabei ganz auf die jeweilige Nische an.

Wer auf organischen Traffic verzichten will, der kann auch auf bezahlte Werbung zurückgreifen. Auch hier ist es möglich Gewinne zu erzielen. Der Vorteil ist, dass man die Besucher relativ schnell auf „Knopfdruck“ einkaufen kann. Durch native Netzwerke wie Outbrain ist es dir möglich, innerhalb von ein paar Monaten mehrere hunderttausend Besucher auf deine Webseite zu bekommen. Der Nachteil ist, dass man immer schauen muss, ob man nicht gerade unnötig Geld verbrennt und der ROI (Return On Invest) positiv ist.

Fazit für digitale Nomaden

Wer als digitaler Nomade ortsunabhängig Geld verdienen will, für den ist Affiliate Marketing mit Sicherheit eine sehr gute Methode, um an die ersten Euros zu gelangen. Wenn man allerdings über organischen Traffic Gewinne erzielen will, dauert es in der Regel einige Monate, bis die ersten Euros auf dem eigenen Konto landen. Mit bezahlter Werbung (PPC – pay per click) geht es allerdings wesentlich schneller. Beide Methoden haben jeweils ihre Vor- und Nachteile.

Wir selber finden Affiliate-Marketing eine gute Methode, um sich einen ortsunabhängigen Einkommensstrom aufzubauen und seine ersten Euros zu verdienen. Daher nutzen diese Einkommensmethode auch sehr viele andere digitale Nomaden. Allerdings sollte man dafür wirklich Geduld mitbringen.

Bist du bereit für den Start in das Leben eines digitalen Nomaden, doch du weißt nicht, wo du hinreisen sollst? Wir haben einige Hotspots in Europa für dich zusammen gefasst.

Über die Autoren:

Christian-und-Jenny-unaufschiebbar

Jenny und Christian betreiben den Reiseblog unaufschiebbar, auf dem du neben zahlreichen Reisetipps auch Informationen zum ortsunabhängigen Arbeiten findest.

Die beiden bereisen als digitale Nomaden die Welt und finanzieren die Reise durch ihr eigenes Online Business.

Wie dies funktioniert, verraten sie in ihrem Newsletter sowie ihrem kostenlosen E-Book für angehende digitale Nomaden.

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