Existenzgründung – Self-Made, von der Rechtsform bis zum Businessplan

Entrepreneurship, Self-Made Business oder Start-ups, sind einige der Anglizismen, die sich nun vermehrt in der Welt der Unternehmen und des Business finden lassen. All diese Begriffe fallen unter das Thema Existenzgründung. Denn wie kannst du dein eigenes Geschäft, Unternehmen oder Gewerbe überhaupt aufbauen? Hier klären wir alle wichtigen Punkte, die du bei der Existenzgründung berücksichtigen solltest, von Geschäftsidee, bis hin zu der Rechtsform.

Das erwartet dich heute:

Definition Existenzgründung

Was aber bedeutet die Existenzgründung überhaupt? Dieser teils abstrakte Begriff kann auch missverstanden werden, denn er bezieht sich lediglich auf das berufliche Gebiet und nicht auf den Lebensstil. Heißt, er bezeichnet nicht die Situation, beispielsweise des Hausbaus, sondern vielmehr den beruflichen Aspekt sein eigenes Unternehmen und somit seine “Existenz” aufzubauen.

Existenzgründung bezeichnet demnach, dass die berufliche Selbstständigkeit verwirklicht wird. Dies kann in vielen Formen geschehen, sei es beispielsweise als Freiberufler oder Kleinunternehmer. Oftmals wird der Begriff “Existenzgründung” in Zusammenhang mit kleineren und mittelgroßen Unternehmen verwendet, denn für größere Unternehmen gibt es den Begriff Unternehmensgründung.

Phasen der Existenzgründung

Du würdest gerne dein eigenes Business aufbauen, doch weißt nicht so recht, wo du beginnen sollst? Dann haben wir hier die fünf Punkte, denen du folgen solltest, bis du deine Existenzgründung realisiert hast.

Phasen-der-Existenzgruendung
Phasen der Existenzgründung

Geschäftsidee

Die Geschäftsidee ist der Start deines Unternehmens, denn ohne Idee gibt es keine Umsetzung. Hierbei gibt es viele verschiedene Möglichkeiten eine Geschäftsidee zu entwickeln. Manche Menschen suchen explizit nach Ideen und andere lassen sich von ihrem Alltag inspirieren. Es gibt keine magische Formel, die dich zu der perfekten Geschäftsidee inspiriert, daher ist dieser Punkt der schwerste deiner Existenzgründung.

Businessplan

Nachdem du deine Idee konzipiert hast, geht es daran, einen Businessplan aufzustellen. Sei es für dich, um deiner Idee mehr Substanz zu geben oder auch für mögliche Investoren, Geschäftspartner, die Bank oder das Arbeitsamt. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten und Gründe, wieso du deine Idee und dein Konzept auf Papier bringen solltest.

Tipp!

Damit die Erstellung deines Businessplans leichter von der Hand geht, haben wir eine kostenlose Businessplan-Vorlage für dich.

Finanzplan

Nicht jedes Unternehmen braucht eine große Summe an Finanzen, doch in vielen Fällen ist eine finanzielle Unterstützung nötig. Denn der Existenzgründer hat in den seltensten Momenten bereits das Geld beisammen und kann loslegen. Vielmehr ist es sinnvoll, einen Finanzplan zu erstellen, sodass du genau sehen kannst, wie viel Budget du für die Gründung brauchst, welche Kosten für die Existenzgründung, sowie laufende Kosten auf dich zukommen und welchen Gewinn du monatlich machen musst, um diese Kosten zu tragen.

Rechtsform

Unternehmen ist nicht gleich Unternehmen. Vielmehr gibt es heutzutage viele verschiedene Wege, eine Existenz zu gründen. Zum Beispiel als Kleinunternehmer, Freiberufler oder gleich als Gewerbe. Die Entscheidung, welche Form du wählst hängt davon ab, was du genau als deine Dienstleistung oder dein Produkt anbietest und wie groß du dieses Unternehmen aufbaust.

Was Du beachten solltest: Je nachdem was auf dein Unternehmen zutrifft, kann es zu verschiedenen Nebenkosten und Regelungen kommen. Und damit kann jeweils eine andere Rechtsform günstig sein.

Formalitäten

Nun hast du die größten Fragen deiner Existenzgründung beantwortet und kannst dein Unternehmen offiziell anmelden. Neben der Registrierung des Unternehmens oder des Gewerbes und muss ebenfalls eine Steuernummer beantragt werden. Bei konkreten Fragen ist es äußerst sinnvoll hier den Kontakt zum Finanzamt oder einem Steuerberater zu suchen. Dieser kann dir explizit, die auf dich und dein Unternehmen abgestimmten Fragen beantworten.

Existenzgründung, was muss ich tun?

Wie sagt man so schön “Der erste Schritt ist immer der schwerste” und in diesem Fall stimmt dieses Bonmot. Viele Menschen träumen davon, sich selbstständig zu machen und ihr eigener Boss zu sein, doch nur ein kleiner Teil macht dies wirklich. Wie kann das aber sein? Oftmals liegt es daran, dass die Personen einfach gar nicht wissen, wo sie beginnen sollen. Daher haben wir dir hier die wichtigsten Schritte der Existenzgründung erläutert.

Geschäftsidee

Wie dir jeder Gründer oder CEO eines Unternehmen sagen wird, gibt es keinen Weg an diesem Punkt vorbei. Du brauchst eine gute Geschäftsidee, um dich auf dem Markt durchzusetzen. Dabei reicht es nicht nur eine gute Idee zu haben, sondern du musst mit dem Herzen dabei sein.

Wie finde ich die richtige Geschäftsidee für mich?

Ein Business aufzubauen ist alles andere als ein Spaziergang. Vielmehr geht es darum von deiner Idee so überzeugt zu sein, dass diese die einzige ist, die du realisieren möchtest. Das Problem ist allerdings, dass du Ideen nicht erzwingen kannst. Oftmals kommen diese im Alltag, wenn wir versuchen ein bestimmtes Problem zu lösen, doch dann merken, dass es noch keine optimale Lösung auf dem Markt gibt.

Ein Beispiel ist dafür die Gründung von Airbnb. Das jetzt Milliarden schwere Business wurde von den Gründern Brian Chesky, Joe Gebbia und Nathan Blecharczyk in San Francisco lediglich aus Not geboren. Sie hatten ein Zimmer in ihrem Apartment frei und wollten dies ab und an vermieten.

Natürlich gab es zu der Zeit bereits Webseiten in denen sie das Zimmer hätten anbieten können, doch lediglich für längere Zeit als Untermiete. Sie wollten jedoch möglichst schnell ein bisschen Geld dazuverdienen, aber keinen weiteren Untermieter. Schon war Airbnb geboren. Es ist aus einem Problem, das gelöst werden sollte entstanden.

Wie dieses Beispiel zeigt, kann es manchmal sehr hilfreich sein, das eigene Leben und die täglichen “Probleme”, die wir uns stellen zu beobachten und zu schauen in welchen Bereichen du mit deiner Geschäftsidee das Leben der Menschen optimieren und vereinfachen kannst. Dies ist eine Möglichkeit, um Inspirationen für Ideen zu gewinnen.

Reflektiere einen ganzen Tag lang und notiere dir Stichpunkte, was du so machst, welche Situationen vielleicht besonders viel Zeit fressen, welche Probleme eventuell gar nicht gelöst werden oder welches Produkt oder welche Dienstleistung einfach fehlt. So kommst du schneller zu einer individuellen Geschäftsidee, als du denkst.

Alternative: Franchise

Du hast einfach keine Idee, welches Geschäft du umsetzen möchtest oder findest das deine bisherigen Ideen nicht gut genug waren, um diese in die Tat umzusetzen? Dann bist du mit diesem Problem nicht alleine. Gleichzeitig möchtest du aber nicht mehr Zeit vergeuden, sondern endlich deine Existenzgründung durchsetzen? Dann ist für dich das Franchise eine gute Option. Hierbei kannst du eine bereits bestehende Idee nutzen, um diese mit den nötigen Rechten selber zu verkaufen.

Dieses Phänomen sieht man sehr oft im Einzelhandel. Hierbei werden die Lizenzen von verschiedenen Geschäftsmodellen oder Produkten gekauft und dann im eigenen Unternehmen verkauft. So kann man eine bereits etablierte Idee verwenden.

Nehmen wir ein bekanntes Shopping Center, welches gegen eine bestimmte Gebühr Läden in diesem Gebäude an Shops und Marken vermietet. Hierbei nutzen diese (gerne auch neuen) Shops die Bekanntheit und Beliebtheit dieses Shopping Centers, um den eigenen Namen zu verbreiten und neue Kundschaft zu gewinnen.

Businessplan erstellen

Du hast deine Geschäftsidee konzipiert? Dann geht es nun an die Planung. Man muss nicht Wirtschaftswissenschaften studiert haben, um einen Businessplan zu schreiben. Auf der anderen Seite solltest du das Unterfangen auch nicht unterschätzen. Die Vewendung einer Vorlage kann dir da bereits eine Große Unterstüzung sein.

Businessplan-Vorlage
Businessplan-Vorlage-Muster von sevDesk

Wofür brauche ich einen Businessplan?

Zuerst solltest du dir folgende Frage überlegen:“Wer liest meinen Businessplan überhaupt?” Ist dieser vielleicht nur für dich, um mehrStruktur in deine Geschäftsidee zu bringen und dir zu helfen, diese in die Tat umzusetzen? Suchst du vielleicht nach Investoren und möchtest diesen deine Idee möglichst professionell und mit einem Plan vorstellen? Oder möchtest du vielleicht einen Geschäftspartner überzeugen in deine Idee zu investieren oder Teil des Business zu werden?

In erster Hinsicht sollte dir bewusst sein, dass du, auch wenn du noch keinen Investoren oder Geschäftspartnern suchst, dennoch einen Businessplan schreiben solltest. Dies hilft dir dabei, deine Gedanken zu ordnen. Außerdem zwingt dich der Businessplan dazu, dir konkrete Schritte zu überlegen, wie du dein Ziel erreichen kannst.

Sei dir bewusst, dass viele Menschen Ideen haben, teilweise sogar sehr gute, doch in den meisten Fällen bleibt es bei der Idee, da sie nie konkrete Schritte unternehmen. Ein Businessplan ist somit eine gute Unterstützung, deine Pläne zu konkretisieren und dich auch zu motivieren deine Idee in die Tat umzusetzen.

Wie schreibe ich einen Businessplan für meine Existenzgründung?

Es gibt kein Rezept, wie du den optimale Businessplan schreiben kannst, dieser kann je nach Person, Idee und Konzept variieren. Manche Menschen schaffen es ihre Idee in 10 Seiten zusammenzufassen und andere brauchen 60 bis 70 Seiten. Vor allem aber solltest du klären, für wen der Businessplan eigentlich gedacht ist.

Sollte er für dich sein, kannst du den Aufbau so übernehmen, wie er für dich am übersichtlichsten ist. Sollte er aber für mögliche Investoren oder Geschäftspartner sein, dann achte vor allem auf die Struktur. Wichtig ist dabei, dein Produkt oder deine Dienstleistung genau zu definieren, kläre für welche Zielgruppe diese geeignet sind und wie die Finanzierung aussieht.

Zudem solltest du versuchen, mögliche Schwachstellen aufzudecken und die optimale Lösung für diese zu finden. Demnach sollte dein Businessplan dich auch davor bewahren, Fehler zu machen und Geld falsch zu investieren oder falsch einzusetzen.

Businessplan-erstellen-Schritt-fuer-Schritt
Businessplan erstellen Schritt-für-Schritt

 

Finanzierung Existenzgründung

Eine Existenzgründung ist oftmals eine große Investition. Hierbei ist in den seltensten Fällen das benötigte Budget bereits vorhanden. Oftmals muss nach Investoren oder Geschäftspartnern gesucht werden, um gemeinsam das Unternehmen aufzubauen.

Natürlich gibt es auch mögliche freiberufliche Jobs, die kein oder nur sehr wenig Budget benötigen, beispielsweise eine Leistung online anzubieten und diese durch kostenfreie Tools oder einer eigenen Webseite zu verbreiten. Im Grunde kommen dennoch Kosten auf dich zu, die mit der Selbstständigkeit verbunden sind.

Welche Kosten kommen bei einer Existenzgründung auf mich zu?

Es ist ein großer finanzieller Unterschied, ob du bei einem Unternehmen eingestellt bist oder ein Unternehmen besitzt. Hierbei kommen teilweise größere finanzielle Ausgaben auf dich zu, die du bei deiner Existenzgründung berücksichtigen solltest.

Zusätzliche Kosten

Wenn du in einem Unternehmen angestellt bist, übernimmt dieses einen Teil deiner Krankenversicherung und bucht den anderen Teil automatisch ab. Wenn du allerdings selbstständig bist, musst du deine Krankenkasse selber tragen. Der Betrag variiert dabei im Bezug zu deinem Einkommen. Seit 2009 ist es allerdings Pflicht, sich auch als Selbstständiger zu versichern, sodass der Mindestbeitrag im Moment bei einem Einkommen von bis zu 1.417,50 € bei ca. 219,71 € + Zusatzbeitrag pro Monat liegt

Es kann sein, dass du als Gründer zudem in die Rentenversicherung einzahlen musst, dies trifft aber nicht auf jedes Unternehmen zu. Du kannst allerdings bestimmen, ob du dies freiwillig machen möchtest. Hierbei kommen weitere Kosten auf dich zu und belaufen sich momentan auf mindestens 79,60 € im Monat. Zudem kannst du aber auch eine private Krankenversicherung abschließen, sodass sich der monatliche Beitrag dementsprechend erhöht.

Du kannst dich auch dazu entschließen eine freiwillige Arbeitslosenversicherung abzuschließen, die sich momentan auf rund 17,64 € beläuft.

Finanzierungsmöglichkeiten

Monatlich kommen demnach schon alleine im Bezug auf Versicherungen viele Kosten auf dich zu, sodass es die Frage nach der Finanzierung und den möglichen Finanzierungsmöglichkeiten in den Raum wirft. Welche Optionen hast du, was das Thema Finanzierung betrifft?

Gründungsfinanzierung

Die Gründungsfinanzierung ist der allgemeine Begriff der Finanzierung zu Beginn deines Unternehmens, dies kann beispielsweise die Suche nach einem Investoren sein, der die Finanzierung oder einen Teil der Finanzierung übernimmt.

Bankgespräch

Auch die Bank kann eine Anlaufstelle sein, wenn du auf der Suche nach dem Budget für dein Unternehmen bist. Hierbei ist es sinnvoll, ein Beratungsgespräch zu vereinbaren und sich über die möglichen Optionen aufklären zu lassen. Beispielsweise kann ein Kredit über eine bestimmte Summe aufgenommen werden.

Teilbürgschaft

Wenn du eine Person in deinem Leben hast, die dich gerne unterstützen möchte, dann kann diese Person sich als Teilbürge anbieten. Hierbei springt diese Person ein, wenn dein Unternehmen beispielsweise rote Zahlen schreibt und gewisse Kosten nicht mehr decken kann. Allerdings nur zum Teil.

Welche Fördermittel gibt es?

Denk immer daran: Du bist nicht allein. Die Zahl der Existenzgründer steigt täglich und diese müssen sich genauso mit den finanziellen und steuerlichen Fragen rumschlagen wie du. Aus diesem Grund gibt es auch eine Vielzahl an staatlichen Zuschüssen, welche dir den Start mit deinem Unternehmen vereinfachen sollen.

Staatliche Zuschüsse

Je nach Bundesland gibt es eine riesige Auswahl an staatlichen Zuschüssen oder Unterstützungen. Das kann eine kostenlose Gründerberatung sein oder eine Startfinanzierung. Es lohnt sich, einen Blick in die verschiedenen Angebote der jeweiligen Bundesländer zu werfen. Eine Übersicht findest du auf der Seite deutschland-startet.de.

Beispiele

Beispielsweise bietet Bayern Innovationsgutscheine an, die du beantragen kannst. Diese bieten:

“Innovationsgutscheine: Kleine Unternehmen/Handwerksbetriebe sowie Existenzgründer können die Innovationsgutscheine 1 und 2 beantragen:

Innovationsgutschein 1 ist für die Planung, Entwicklung und Umsetzung sowie eine wesentliche qualitative Verbesserung neuer/bestehender Produkte, Produktionsverfahren oder Dienstleistungen gedacht und wird mit einem Fördersatz von bis zu 50 % unterstützt. Es ist eine Förderung bis zu 60 % der zuwendungsfähigen Kosten (maximal 15.000 Euro) möglich.

Innovationsgutschein 2 soll finanzintensivere und wirtschaftlich riskantere innovative Projekte mit einem Auftragsvolumen von mindestens 25.000 Euro ermöglichen. Der Fördersatz beträgt 50 %, in den demografisch betroffenen Regionen sogar 60 % der zuwendungsfähigen Kosten, maximal 30.000 Euro.”

Kredite

Wie bereits erwähnt, kannst du dich auch von deiner Bank unterstützen lassen und demnach einen Kredit aufnehmen. Wie sieht aber dieser Kreditantrag aus und worauf musst du achten?

Kreditantrag

Der Kreditantrag wird von deiner Bank persönlich aufgesetzt. Dabei werden verschiedene Aspekte geprüft, bevor du die Zusage oder Absage für den gewünschten Kredit bekommst. Das hat auch immer etwas damit zu tun, über welche Summe sich dein Kredit beläuft. Generell wird geprüft wie deine Einkommensverhältnisse aussehen, welche finanziellen Verpflichtungen du hast und wie deine bisherige Kreditwürdigkeit aussieht. Auf dieser Basis wird entschieden, ob dir der Kredit gewährt wird oder eben nicht.

Beispiele

Generell lässt sich sagen, dass in einem Kreditantrag folgende Punkte erläutert werden müssen:

  • Du musst genau Informationen geben, wie hoch der Betrag des Kredites ist
  • in welcher Höhe du diesen monatlich ab bezahlst (inklusive des Jahreszins)
  • welche weiteren Ausgaben und Einkünfte du monatlich hast
  • Angaben zur Schufa
  • die Offenlegung deiner finanziellen Lage (beispielsweise Kindergeld, Arbeitslosengeld, etc.)
  • Angaben zu deiner Person und zu deiner beruflichen Situation
  • Informationen im Falle einer weiteren Person, welche sich an diesem Kredit beteiligt
  • Ratenversicherung.

Welche Kosten für die Existenzgründung kann ich steuerlich geltend machen?

Es gibt auch verschiedene Kosten der Existenzgründung, welche du von der Steuer absetzen kannst. Darunter fallen beispielsweise Bücher und Fachliteratur über die Existenzgründung, Fahrtkosten die mit der Existenzgründung zu tun haben, Kosten für Gründerseminare und die Kosten für die Beratung des Steuerberaters und Rechtsanwalts.

Förderung für Existenzgründung

Nicht nur die Bundesrepublik unterstützt die Existenzgründung, auch die EU, die IHK und das Arbeitsamt bieten Förderungen. Auf diese gehen wir hier ein…

Förderung durch die EU

Auch die EU bietet verschiedene Wege an, die Existenzgründung in Europa zu fördern. Hierbei kommt es darauf an, in welchem Land du diese Förderung beantragst und in welchem Medium sich dein Unternehmen befindet. Vor allem Unternehmensgründungen, die sich online befinden, werden von der EU durch spezielle Programme gefördert. Wenn du mehr Informationen dazu finden möchtest, empfehlen wir die Seite europa.eu.

Förderung für weibliche Gründerinnen

Du bist eine weibliche Gründerin und suchst noch nach einer passenden Förderung? Dann bietet die Bundesrepublik viele Förderungsprogramme an, diese basieren jedoch nicht auf dem Geschlecht. Heißt, es gibt zwar reichlich Förderungsprogramme, diese sind allerdings für Männer und Frauen gleichermaßen geeignet.

Existenzgründung IHK Förderung

Wenn du ein Unternehmen aufbauen möchtest, dann wirst du um die IHK nicht vorbeikommen. Diese bietet viele verschiedene Förderungen an. Zum Beispiel Seminare zu bestimmten Aspekten der Firmengründung oder auch finanzielle Unterstützungen. Demnach lohnt es sich einen Blick auf das Angebot der IHK zu werfen.

Förderung für Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit heraus

Wenn du aus der Arbeitslosigkeit heraus planst, ein Unternehmen zu gründen, dann kannst du dich vom Arbeitsamt finanziell und durch eine Beratung unterstützen lassen. Die Art der Förderung hängt davon ab, ob du zuvor das Arbeitslosengeld 1 oder das Arbeitslosengeld 2 bekommen hast.

Existenzförderung Arbeitsamt

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie du dich vom Arbeitsamt aus der Arbeitslosigkeit bis hin zur Existenzgründung unterstützen lassen kannst. Dabei kannst du zum einen den Gründerzuschuss beantragen, zum anderen ein Einstiegsgeld bewilligen lassen.

Generell gilt, dass du bei als Bezieher des Arbeitslosengeldes 1 ein Recht auf den Gründerzuschuss hast, wenn du Arbeitslosengeldes 2 bekommst, hast du unter Umständen Anspruch auf das Einstiegsgeld.

Dabei empfehlen wir dir zuerst ein Gespräch mit deiner Ansprechperson beim Arbeitsamt zu organisieren. Diese können dich dann speziell auf deinen Fall und deiner Situation hin beraten lassen, sodass die Umsetzung reibungslos ablaufen kann.

Existenzgründungsberatung

Es ist mehr als sinnvoll, sich vor der Gründung eines Unternehmens ausgiebig beraten zu lassen. Dies kann in vielen Instituten durchgeführt werden. Neben der Beratung bei einem Anwalt, Steuerberater und dem Arbeitsamt, gibt es auch noch weitere Beratungsangebote.

Beratungsangebote und Seminare

Beispielsweise gibt es spezielle Gründerzentren und Beratungsstellen, wie beispielsweise die Gründungswerkstatt Deutschland. Hierbei gibt es die Option, sich persönlich beraten zu lassen oder eine der vielen informativen Seminare zu besuchen. Diese können manchmal kostenfrei sein, manchmal wird aber auch eine Gebühr fällig. Wie aber bereits erwähnt, kann diese Gebühr wieder nach der Gründung von den Steuern abgesetzt werden.

Messen zur Existenzgründung

Da das Thema Existenzgründung immer präsenter und wichtiger wird und die Zahl der Kleinunternehmen, Freiberufler und Start-Ups stetig steigt, steigt auch die Anzahl der Beratungsangebote. Nicht nur persönliche Gespräche und Seminare werden angeboten, sondern auch Messen zur Existenzgründung. Der Vorteil ist hierbei, dass man sich nicht nur persönlich beraten lassen kann, man bleibt auch auf dem Laufenden, was die neuesten Regelungen und Möglichkeiten betrifft. Daneben hast du hier noch einen ganz besonderen Vorteil: Du kannst networken – Kontakt sind vor allem zu Beginn der Existenzgründung nicht zu unterschätzen. Den so lernst du direkt Leute kennen, die eventuell in deiner Situation sind oder die es bereits erfolgreich geschafft haben, ihn Unternehmen zu etablieren. Wenn du dich für eine dieser Messen interessierst, dann empfehlen wir dir hier einen Blick in die Übersicht der kommenden Messen zu haben.

Formale Gründungsschritte

Scheinbar musst du wahnsinnig viel beachten, wenn du ein Unternehmen gründen möchtest, doch mit unserer Checkliste hast du eine gute Übersicht und verhinderst so, dass du wichtige Formalien oder Aspekte der Gründung übersiehst.

Checkliste: Die 10 wichtigsten Punkte der Existenzgründung

  • Geschäftsidee konzipieren
  • Existenzgründerseminare und Beratungen besuchen
  • Businessplan ausarbeiten
  • Konkurrenz analysieren
  • Finanzplan erstellen
  • Marketingstrategie konzipieren
  • Unternehmen anmelden
  • Kontakte knüpfen
  • Unternehmensstruktur ausarbeiten
  • Konzept stetig evaluieren und optimieren

Checkliste: Die 10 wichtigsten Punkte der Existenzgründung

Checkliste: Die 10 wichtigsten Punkte der Existenzgründung

Geschäftsidee konzipieren
Existenzgründerseminare und Beratungen besuchen
Businessplan ausarbeiten
Konkurrenz analysieren
Finanzplan erstellen
Marketingstrategie konzipieren
Unternehmen anmelden
Kontakte knüpfen
Unternehmensstruktur ausarbeiten
Konzept stetig evaluieren und optimieren

Beispiel: Existenzgründung Fitnessstudio

Du hast beschlossen, dass du dein eigenes Fitnessstudio eröffnen möchtest. Dann ist der erste Schritt, genau auszuarbeiten, wie dieses Fitnessstudio aufgebaut sein soll und wie du dich von der Konkurrenz absetzen kannst. Im Prinzip gilt die Ausarbeitung deiner Geschäftsidee in diesem Sinne vor allem darum dein Fitnessstudio besonders und ansprechend für die neue Kundschaft zu machen.

Wenn die konkrete Geschäftsidee steht, kannst du dich bei Beratungsstellen, dem Arbeitsamt, der IHK oder auf Messen beraten lassen, sodass du genau weißt, auf was du in deinem Falle der Existenzgründung besonders achten solltest. Wenn du spezielle Fragen über die steuerliche oder rechtliche Lage hast, dann empfehlen wir die Beratung durch einen Anwalt oder Steuerberater.

Nun geht es darum deiner Idee mehr Form zu geben durch einen Businessplan auszuarbeiten. Für ein Fitnessstudio benötigst du ein höheres Budget, sodass es sinnvoll sein kann hierbei Investoren oder Geschäftspartner zu suchen. Auch ein Franchise Unternehmen mag in diesem Fall eine Option sein, sodass du eine gute Location für dein Fitnessstudio sichern kannst und demnach leichter neue Kunden findest.

Stell dir die Frage, welche Menschen dein Fitnessstudio besuchen werden und worauf diese besonders viel wert legen. Beispielsweise ist es oftmals der Fall, dass die Menschen ihren inneren Schweinehund hinter sich lassen müssen, um überhaupt den Gang ins Fitnessstudio zu machen, sodass eine gute Location ein essentieller Punkt ist. Kein Mensch hat Lust, erstmal eine Stunde zu fahren oder vielleicht ein Studio mit einer schlechten Anbindung der öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Solche und ähnliche Punkte, sollten in deinem Businessplan berücksichtigt werden.

Nun geht es um die konkrete Finanzierung, wie viel Kapital benötigst du, wie sehen deine Ausgaben aus, welche Möglichkeiten der staatlichen Zuschüsse gibt es und hoch müssen deine Einnahmen pro Monat mindesten sein?

Im Zeitalter der Digitalisierung ist das Thema Marketing so präsent wie nie, daher ist es auch wichtig, wie du die Nachricht, dass ein neues Fitnessstudio in der Stadt eröffnet wird, an den Mann und die Frau bringst. Sei es durch online Marketing, traditionelles Marketing mit Flyern und Print Medien oder auch durch besondere Angebote.

Nun musst du natürlich auch dein Unternehmen anmelden, eine Steuernummer bekommen, die Versicherungen anpassen und alle nötigen Papiere zusammensuchen, um schließlich dein eigenes Fitnessstudio zu eröffnen. Falls du dich hier unsicher fühlst, empfehlen wir dir, dich von einem Anwalt unterstützen zu lassen.

 

Tipp!

Hat dich der Artikel inspiriert? Wenn du jetzt den Beschluss gefasst hast ein eigenes Business zu starten, dan folgt als nächster Schritt deine Selbstständigkeit anzumelden.

 

Fazit

Wie du siehst, ist das Thema der Existenzgründung ein weites Feld mit vielen Facetten. Durch unsere zahlreichen Möglichkeiten heutzutage, haben wir aber alle die Chance, unsere Visionen und Ideen zu verwirklichen. Dabei kann eine gute Idee durch die Decke schießen und uns ermöglichen, unser eigenes Unternehmen erfolgreich zu leiten.

Mit unserer Checkliste hast du ebenfalls eine Übersicht der wichtigsten Aspekte, die essentiell sind, um ein Unternehmen erfolgreich zu etablieren. Zudem zeigt es auch viele finanzielle Unterstützungen, sowie aufschlussreiche und interessante Messen und Seminare, die versuchen dich so gut es geht auf die Selbstständigkeit vorzubereiten.

Natürlich ist die Existenzgründung immer mit einem Risiko verbunden, doch genau wie viel schiefgehen kann, kann genauso viel Positives daraus resultieren. Einer der wichtigsten Punkte ist hierbei die optimale Vorbereitung und Absicherung durch genug finanziellen Mitteln. Erzwinge daher keine Geschäftsideen, sondern entscheide dich nur für ein Projekt, bei dem du auch mit dem Herzen dabei bist.

Wir hoffen dir mit unseren Tipps und Informationen weitergeholfen zu haben, sodass deiner Existenzgründung nichts mehr im Wege steht!

Alisha Meier

Um seine Zielgruppe im Internet zu begeistern muss man kreativ sein. Alisha besitzt diese Kreativität und weiß als Content Marketerin bei sevDesk, welche Inhalte im Netz funktionieren. Im Blog beschäftigt sie sich mit sämtlichen Kreativthemen und versucht Selbstständige zu inspirieren.

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