Startup gründen – so verwirklichst du deine Geschäftsidee

Im Bereich Gründungen bilden Startups nur einen kleinen Teil ab. Sie sind aber dennoch in aller Munde und gelten als ganz wichtiger Motor für die wirtschaftliche Entwicklung und den sozialen Fortschritt. Oft wird durch Zufall eine Geschäftsidee geboren, welche nicht nur neue Jobs schaffen kann, sondern auch für viele Ideen oder neue Technologien den Durchbruch bedeuten kann. Es gibt also viele Gründe, um deiner Idee eine Chance und eine Zukunft zu geben und ein Startup zu gründen.

Das erwartet dich heute:

Definition Startup Unternehmen

Viele verbinden den Begriff Startup mit jeglicher Form einer Unternehmensgründung. Das gegründete Unternehmen muss nur irgendwie cool und hip sein. Doch dies ist nicht richtig. Von einem Startup wird gesprochen, wenn es sich um ein neugegründetes Unternehmen handelt, welches sich mit einer neuen Art von Geschäftsidee befasst, innovativ ist und ein hohes Potenzial an Wachstum besitzt. Solche Startups stellen sämtliche gewohnten Abläufe infrage und versuchen sich an etwas Neuem. Neueste Entwicklungen werden schnell aufgegriffen und daraus versucht ein Startup etwas Innovatives zu machen. Viele Startups gehen nach der Devise vor, einfach mal zu machen und aus Fehlern zu lernen.

Startup gründen – Risiken eingehen, selbstkritisch sein, Ausdauer beweisen

Um ein Startup zu gründen, brauchst du eigentlich genau genommen nur drei wesentliche Dinge. Das sind eine gute Geschäftsidee, Geld für die Finanzierung und ein tolles Gründerteam im Rücken. Eigentlich nicht so viel auf den ersten Blick. Doch in Wirklichkeit gehört noch einiges mehr dazu. Vor allem dann, wenn du nachhaltigen Erfolg damit haben willst.

Ein paar wesentliche Dinge, um ein Startup zu gründen, wurden einleitend bereits genannt. Doch es braucht noch ein paar andere und nicht unwichtige Dinge. Diese lauten wie folgend:

  • Bereitschaft Risiken einzugehen: Als Gründer von einem Startup gehst du ein nicht unerhebliches Maß an Risiko ein. Für die Gründung musst du einiges an finanziellen Mitteln in die Hand nehmen. Du wirst vor einige Entscheidungen gestellt und musst vieles ausprobieren, von dem du im Vorfeld nie weißt, ob es gut geht oder nicht. Im Vergleich zu vielen anderen Dingen im Leben hast du einfach keine Garantie dafür, ob es klappt oder ob du baden gehst. Leider sieht die Wahrheit so aus, dass viele Gründer bereits zu Beginn scheitern. Glaubst du nicht, weil du so von deiner Idee überzeugt bist? Dann gebe ich dir einen Tipp: Erkundige dich mal in deiner Gegend nach einer sogenannten „Fuckup Night“. Dort bekommst du Geschichten von Gründerinnen und Gründern erzählt, die krachend gescheitert sind. Sie erzählen dir genau, wie und warum sie gescheitert sind und was sie aus diesem Scheitern lernen konnten.
  • Du brauchst Durchhaltevermögen: Wenn du vom schnellen Geld und einem Leben in Saus und Braus träumst, dann träum lieber weiter und lass die Finger von der Gründung eines Startups. Meinst du es wirklich ernst und willst dein Startup gründen, dann stell dich auf sehr viel Arbeit ein. Eine Chance bekommst du nur, wenn du auch die Ärmel hochkrempeln und anpacken kannst. Du brauchst viel Geduld und einiges an Durchhaltevermögen, bis du es wirklich geschafft hast. Viele Gründer starten mit einer Rieseneuphorie, scheitern aber schnell wieder krachend.
  • Du musst selbstkritisch sein: Viele erfolgreiche Unternehmen mögen auf den ersten Blick ziemlich arrogant und überheblich wirken. Vielleicht hast du dir das auch schon einige Male beispielsweise bei „Höhle der Löwen“ gedacht, wenn du die Löwen siehst. Doch dieser Eindruck täuscht. Es ist für einen erfolgreichen Gründer und späteren Unternehmer ganz wichtig, dass er selbstkritisch ist. Du darfst dich nie auf dem Erreichten ausruhen, sondern musst dich und dein Unternehmen immer wieder hinterfragen. Feedback von außen musst du annehmen können und vor allem auf die Kunden und ihre Kritiken hören. Nur daraus kannst du lernen, dich immer weiter zu verbessern.

Tipp: mit sevDesk zur erfolgreichen Startup-Gründung

Wer ein Unternehmen gründet, der braucht ein gutes und übersichtliches Buchhaltungsprogramm. Denn um die jährliche Steuererklärung kommt kein Unternehmen herum. Auch die Rechnungsstellung oder die regelmäßige Ermittlung deiner Gewinne & Verluste, sollten in einer kompakten Lösung im Unternehmen integriert sein. Mit der Faktura Software und dem Buchhaltungsprogramm sevDesk hast du deinen perfekten Partner im Bereich Buchhaltung gefunden. Profitiere von vereinfachten Funktionen und diversen Verknüpfungen – beispielsweise zu deinem Finanzamt, Steuerberater oder deinem Geschäftskonto.

Startup Kosten – diese Kosten kommen auf dich zu

Die meisten Gründer sind oftmals der Ansicht, dass die Gründung von einem Startup eine sehr komplexe Angelegenheit ist. Dazu gesellt sich die Meinung, je komplexer das Gründungsvorhaben ist, desto teurer wird es auch. Doch nun halt dich fest. Alles weit daneben und alles halb so schlimm. Das belegen auch Studien, unter anderem vom BMWi, die ein sehr erstaunliches Ergebnis präsentieren. Dabei konzentrieren wir uns ganz auf die Kosten, die auf dich für die Anmeldung zukommen. Es handelt sich hier um den Kernprozess für die Anmeldung, unabhängig in welcher Branche du mit deinem Startup starten willst. Dieser Kernprozess umfasst folgende Schritte:

  • Gewerbeanzeige
  • Anmeldung nach steuerrechtlicher Vorgabe
  • Mitgliedschaft in einer Berufsgenossenschaft

Achtung!

Betrachtet man diese Kosten, dann fallen für die Gründung eines Startups (reine Anmeldung und Eintragung) durchschnittlich 120 Euro an.

Diese sind natürlich noch davon abhängig, welche Rechtsform für das Unternehmen gewählt wird.

Startup Checkliste – 9 Steps bis zum Erfolg

Es gibt viele bekannte Vorbilder in der großen Familie der Startups und diesen möchte jeder Gründer gerne nacheifern. Man denke nur an berühmte und auf der ganzen Welt bekannte Entrepreneure wie beispielsweise ein Bill Gates, ein Mark Zuckerberg oder ein Larry Page. Wer möchte diesen nicht nacheifern und sich deren Erfolgen anschließen? Dies ist aber von einigen bestimmten Umständen abhängig und hängt grob und vereinfacht gesagt, an neun Steps, die den Weg zum Erfolg ebnen können.

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Mit dieser Vorlage kannst du abhaken, welche Punkte du bereits erledigt hast!
Nachfolgend findest du jeden Punkt einzeln erklärt.

Step #1: Finde die richtige Startup Idee

Die richtige Geschäftsidee ist der Beginn von allem. Mit der richtigen Idee fängt die Gründung von deinem Startup und eigentlich alles an. Doch sie wird kaum vom Himmel fallen und genau vor deinen Füße landen. Die richtige Startup Idee zu finden bedeutet harte und intensive Arbeit. Die Ideenfindung ähnelt einem Prozess, in dem du Schritt für Schritt vorgehen musst. Du solltest folgendermaßen vorgehen und dich herantasten.

  • Mach dir deine eigenen Fähigkeiten, deine Stärken und deine Hobbys zunutze und baue sie in deine Ideensammlung ein.
  • Eine ideale Geschäftsidee findest du meistens dann, wenn es Probleme zu lösen gibt. Frag doch einfach mal unter Freunden und Bekannten nach, mit welchen Problemen sie im Alltag zu kämpfen haben. Daraus kann DIE geniale Geschäftsidee entstehen.
  • Um herauszufinden, welches Angebot und welche Nachfrage es gibt, musst du eine Marktanalyse machen. Nur so kannst du feststellen, ob du mit deiner Idee auch wirklich eine reelle Chance hast.
  • Als Gründer und Unternehmer brauchst du immer Ziele. Die ersten Ziele musst du dir aber bereits vor der Gründung setzen. Definiere dieses Ziel oder diese Ziele ganz genau und überlege dir, wie du sie am besten verwirklichen kannst.
  • Um weitere Eindrücke oder gar weitere Ideen zu sammeln, solltest du an einem Ideenwettbewerb für Startups teilnehmen. Sehe solch einen Wettbewerb auch als Möglichkeit, viele Inspirationen für dich zu sammeln.
  • Du musst bei deiner Ideenfindung immer daran denken, dass du etwas brauchst, mit dem du anderen Menschen einen bestimmten Mehrwert bieten kannst. Das bedeutet im Klartext, du brauchst etwas, mit dem du ganz spezifische Probleme bei anderen lösen kannst. Du musst also immer auch nach Lösungen suchen.
  • Um auf die richtige Geschäftsidee zu stoßen, musst du neue Wege gehen. Es hilft dir wenig, immer nur in alten und eingefahrenen Mustern zu denken. Innovative Wege und unkonventionelles Handeln ist gefragt.

Es gibt sehr viele Möglichkeiten, um an Ideen für dein Startup zu kommen. Du kannst dich beispielsweise auch in Ländern wie den USA oder China nach Ideen umsehen. Es ist bei der Suche nach der richtigen Geschäftsidee sehr vieles möglich und erlaubt.

Step #2: Bilde ein Gründerteam

Ein ganz entscheidender Punkt für den möglichen späteren Erfolg des Startups ist das Team, welches das Unternehmen gründet. Das richtige Gründerteam zu finden gehört also zu den wichtigsten Aufgaben und Herausforderungen in der Gründungsphase. Das Gründerteam entscheidet in der Regel darüber, ob das Vorhaben, ein Startup zu gründen, gelingt oder scheitert. Das mag zwar einleuchtend klingen, ist aber gar nicht so einfach. Du kannst dein Team nicht nach einer Vorgabe oder einem Muster zusammenstellen. Vielmehr musst du darauf achten, dass sich dieses Team ergänzt, dass ein breites Spektrum an Fähigkeiten vorhanden ist. Die einzelnen Mitglieder eines Gründerteams musst du letztendlich wie ein Puzzle zusammensetzen. Auf folgende Regel kannst du dabei bauen: Ein Gründerteam braucht

  • einen Techniker oder Programmierer
  • einen Kaufmann
  • einen Vertriebler

Tipp:

In der Praxis reicht diese Zusammensetzung allein aber noch nicht aus. Wichtig ist, dass das Gründerteam nicht nur von seinen Fähigkeiten, sondern auch charakterlich zusammenpasst. Das bedeutet, dass sich jeder bewusst sein muss, dass es nur hilft, wenn alle an einem Strang ziehen. Viele Startups werden von Freunden gegründet. Ist dies bei dir auch der Fall, dann musst du auf jeden Fall dafür sorgen, dass Privates strikt von Beruflichem getrennt wird. Selbst wenn das Gründungsvorhaben dann scheitert, sollte die Freundschaft trotzdem überleben.

Vor- und Nachteile eines Teams

Alleine arbeitenIm Team arbeiten
Vorteile
  • Du hast viel Kontrolle und Macht über alle Belange deines Unternehmens und arbeitest selbstständig.
  • Dadurch kannst du Entscheidungen sofort fällen, ohne diese lange zu diskutieren oder erklären.
  • Indem du dich in alle Aufgabengebiete einarbeitest, bekommst du ein besseres Verständnis für die einzelnen Bereiche.
  • Bei Bedarf kannst du Aufgaben outsourcen und dir Feedback von externen Beratern einholen.
  • Du kannst dich auf deine Kernkompetenzen konzentrieren und Aufgaben delegieren.
  • Dadurch musst du dich nicht in Themen wie Marketing oder Vertrieb einarbeiten, sondern kannst Profis dafür engagieren.
  • So hast du mehr Zeit am, anstatt im Unternehmen zu arbeiten.
  • Du profitierst vom Feedback und den Impulsen deines Teams.
  • Dein Unternehmen wird höchstwahrscheinlich schneller wachsen.
Nachteile
  • Dein Unternehmen wird wahrscheinlich langsamer wachsen, wenn du alles selbstständig schulterst.
  • Dadurch kann an einem bestimmten Punkt das Gefühl der Überforderung entstehen.
  • Eine Sache musst du dennoch lernen: dein Team zu führen. Falls du die Führungsrolle nicht übernimmst und dein Team mit Weitsicht leitest, wird es zu Konflikten kommen, die deinem frisch gegründeten Unternehmen auf lange Sicht schaden.

Wichtig:

Es ist wichtig, dass du dir in regelmäßigen Abständen Gedanken darüber machst, ob es sinnvoll ist, den Weg alleine weiter zu gehen oder ein Team zu gründen.

Step #3: Entwickle dein Geschäftsmodell

Hört man vielen Gründern zu, dann sprechen sie sehr gerne über ihre Ideen. Dies kann recht ausschweifend werden und geht oft über in die vielen Ziele und Visionen. Doch es fällt ihnen schwer, ihre Idee einfach nur in ein paar kleine und klare Sätze zu packen. Deshalb ist wichtig für dich und dein Team, dass ihr eure Idee auch festhaltet und fixiert. Um ein Geschäftsmodell entwickeln zu können, reicht aber diese Idee allein nicht aus. Du musst im nächsten Schritt auch prüfen, ob du auf dem Markt mit deiner Dienstleistung oder deinem Produkt eine Chance hast und langfristig auch wirtschaftlich bestehen kannst. Um ein Geschäftsmodell zu strukturieren und es auch zu überprüfen, eignet sich sehr gut das Business Model Canvas.

Beispiel: Canvas Business Model

Als Business Model Canvas, kurz auch nur BMC genannt, wird ein Framework bezeichnet, welches der Visualisierung und Strukturierung von Geschäftsmodellen dient. Entwickelt wurde das BMC von Alexander Osterwalder aus der Schweiz. Er veröffentlichte das Model zum ersten Mal im Jahr 2008 im Buch Business Model Generation. Seit diesem Zeitpunkt hat es sich stetig verbreitet und gehört heute zu den beliebtesten Werkzeugen für die strategische Planung und die Entwicklung von Geschäftsmodellen. Es hat den Vorteil, dass BMC einen sehr einfachen Aufbau hat und du im Team schnell damit arbeiten kannst. Alle Beteiligten sind aufgrund seiner Größe und der Art des Arbeitens schon fast gezwungen, direkt „auf den Punkt“ zu kommen. Das steigert die Produktivität im Team sehr stark.

Tipp:

In unserem Beitrag über das Business Model Canvas findest du eine Vorlage und weitere Informationen zum Geschäftsmodell!
BMC Vorlage sevDesk2 Vorschau

Beispiel: Blue Ocean Strategie

Als Blue Ocean Strategie wird eine Methode bezeichnet, wie du dauerhaft Geschäftsmodelle aus dem strategischen Marketing profitabel gestalten kannst. Die Grundidee dieser von Renee Mauborgne und W. Chan Kim entwickelten Methode ist, dass du mit deinem Unternehmen keinen Konkurrenzkampf in einem hart umkämpften Markt, dem sogenannten Red Ocean suchen sollst. Stattdessen sollst du neue Märkte schaffen, den Blue Oceans und damit deinen Kunden neue und innovative Produkte anbieten. Geschäftsmodelle nach Blue Ocean können nicht nur ein überdurchschnittliches Wachstum aufweisen, sondern haben auch einen überdurchschnittlichen ROI.

Step #4: Führe eine Markt- und Wettbewerbsanalyse durch

Die Marktanalyse und die Wettbewerbsanalyse sollten bereits in deinem Businessplan enthalten sein. Als Basis dient die die sogenannte Zielgruppendefinition. Bei der Marktanalyse ist es deine Aufgabe, die Marktgröße zu bestimmen, welche für dich relevant ist. Überdies musst du darauf eingehen, wie sich der Markt in Zukunft entwickelt. Bestimmte Markteintrittsbarrieren kannst du mit der Wettbewerbsanalyse identifizieren, genauso wie deine direkten Mitbewerber. Auch die Marktattraktivität kannst du mit der Wettbewerbsanalyse besser einschätzen. Es ist nicht sonderlich schwer für dich, eine Marktanalyse zu erstellen, welche auch aussagekräftig ist. Dazu gehst du einfach in folgenden Schritten vor:

  • Markt bestimmen: Mit der bereits definierten Zielgruppe bestimmst du den relevanten Markt. Dazu musst du den Markt kurz beschreiben, sodass sich jeder schnell ein Bild davon machen kann. Die Zielgruppe selbst stellt für deine Marktanalyse immer die Basis dar.
  • Marktgröße definieren: Im nächsten Schritt musst du in deiner Marktanalyse auf die aktuelle Marktgröße, das Marktwachstum und die Marktdynamik auf das Marktpotenzial eingehen. Bei der Marktgröße musst du immer auf den IST-Zustand eingehen. Beim Marktwachstum und bei der Marktdynamik ist immer mit einer Prognose verbunden.

Step #5: Die passende Rechtsform für das Startup finden

Es ist völlig egal, welche Art von Unternehmen du gründen willst. Du brauchst auf jeden Fall eine Rechtsform. Dieser Schritt muss gut überlegt sein und die Rechtsform sollte genau zu deinem Startup passen. Du musst dir darüber bewusst sein, dass die Rechtsform für dich und dein Startup nicht nur finanzielle Auswirkungen hat, sondern auch rechtliche und steuerliche. Wichtigste Überlegung ist zunächst, ob du dein Startup allein gründest oder ob die Gründung im Team erfolgt.

Gründest du allein ein Einzelunternehmen, so kann dies relativ einfach gegründet werden. Du brauchst lediglich eine Steuernummer und einen Gewerbeschein und schon kannst du eigentlich loslegen. Bei der Rechtsform Einzelunternehmen bist du für dich selbst verantwortlich, musst dafür aber auch ohne jegliche Einschränkung mit deinem privaten Vermögen haften.

Folgende weitere Optionen stehen dir als Einzelgründer offen.

GründungBeschreibung
Einzelgründung (gewerblich)
  • Kleingewerbe
  • Kaufmann e.K.
  • 1-Personen-UG
  • 1-Personen-GmbH
  • 1-Personen-AG
Einzelgründung (freiberuflich)
  • Selbstständiger Freiberufler

Bei einer Gründung im Team hingegen sieht vieles anders aus. Allerdings musst du auch hier die Haftung genau betrachten. Wird im Team eine Personengesellschaft gegründet, dann müsst ihr alle gemeinsam mit eurem privaten Vermögen haften. Wird allerdings eine Kapitalgesellschaft gegründet, dann haftet ihr nur mit dem Vermögen der Gesellschaft.

Folgende weitere Optionen stehen euch als Teamgründer offen.

GründungBeschreibung
Teamgründung (gewerblich)
  • UG (haftungsbeschränkt)
  • GmbH
  • OHG
  • KG
  • GmbH & Co KG
  • AG
  • KGaA
Teamgründung (freiberuflich)
  • GbR
  • PartG
  • PartG mB

Step #6: Markennamen finden und sichern

Es ist nicht immer einfach, den richtigen Markennamen und Firmennamen für das Startup zu finden. Immerhin sollen diese das Unternehmen repräsentieren und sie sollen auch einen gewissen Wiedererkennungswert mit sich bringen.  Im besten Fall machst du dir bereits bei der Entwicklung deiner Startup Idee darüber Gedanken. Überdies solltest du wissen, dass es nicht reicht, wenn du einen schönen und für dich toll klingenden Namen gefunden hast. Um sicherzugehen, dass dein Firmenname und Markenname nicht abgelehnt werden, solltest du bei der IHK eine Vorprüfung machen. Dies ist notwendig, denn es ist durchaus möglich, dass sie nicht den formalen Anforderungen entsprechen oder sich nicht ausreichend vom Namen anderer Firmen unterscheiden. Für dich als Gründer gibt es deshalb von der IHK den kostenlosen Service, den Namen im Vorfeld prüfen zu lassen.

Was ist bei der Namensprüfung auf dem Prüfstand?

Die IHK achtet vor allem darauf, dass bestimmte Voraussetzungen für deinen Firmennamen und Markennamen beachtet werden. Dies sieht in der Praxis wie folgt aus.

  • Verwendet im zuständigen Bereich der IHK bereits ein anderes Unternehmen diesen Namen?
  • Gibt es keinerlei Verwechslungsgefahr zu anderen Unternehmen, welche im Bereich der zuständigen IHK liegen?
  • Im Namen sind keine Informationen oder Elemente enthalten, welche zu einer Irreführung verleiten könnten oder unzulässig sind.
  • Es wird kontrolliert, ob der Gegenstand deines Unternehmens oder der Geschäftszweck klar formuliert und erkennbar sind.

Allerdings muss hier erwähnt werden, dass die IHK nicht dafür verantwortlich ist, deinen Firmennamen markenrechtlich zu schützen. Diese Aufgabe bzw. die notwendigen Recherchen müssen von dir selbst oder durch ein beauftragtes Unternehmen durchgeführt werden. Willst du deinen Firmennamen als Marke schützen lassen, dann musst du dich an das Deutsche Patent- und Markenamt wenden.

Je nach Rechtsform Regeln beachten

Bei bestimmten Rechtsformen musst du bei der Wahl des Firmennamens auch einige Regeln beachten. Dies gilt beispielsweise für eine GbR, ein Einzelunternehmen oder eine GmbH.

Wann sollte die Namensprüfung erfolgen?

Es gibt bei der Gründung von einem Startup keinen festgelegten Zeitpunkt, wann du deinen gewünschten Firmennamen überprüfen solltest. Es wird dir aber empfohlen, dies zu tun, bevor du ggf. eine Gesellschaft beim Notar eintragen lässt. Eine Überprüfung macht auch dann Sinn, wenn du beispielsweise Geld investieren willst in Marketing, Briefpapier und dergleichen. Kurz gefasst immer dann, bevor für dich Kosten entstehen, sollte eine Prüfung vorgenommen werden.

Step #7: Feedback einholen – mit der Lean Startup Methode in den Markt eintreten

Als Lean Startup Methode wird ein Vorgeschehen beschrieben, mit dem du testen kannst, ob deine Startup Idee bzw. dein Produkt am Markt überhaupt funktioniert und angenommen wird und in welcher Form dies am besten passiert. Dies ist für dich sehr wichtig, denn gerade von einem Startup wird in der Startphase erwartet, dass es in Bezug auf das Geschäftsmodell eine gewisse Beweglichkeit hat. Mit Experimenten und viel Feedback von und mit der Zielgruppe sollst du die Chance bekommen, das Produkt zum einen gezielt zu verbessern und zum anderen schnell zu verbessern. Diese Verbesserungen kannst du als Startup-Gründer durch validiertes Lernen erreichen. Dabei kommt dem Wort validiert die Bedeutung zu, dass du hier auf das Feedback von deinen Kunden zurückgreifst. Es gibt für diese Feedback-Schleife auch ein Schlagwort: Build-measure-learn.

Wichtig:

Diese Methode ist für dich nicht nur in der Startphase wichtig. Auch später im Unternehmen, beispielsweise wenn es mal nicht so gut läuft, kannst du diese Methode anwenden und dein Unternehmen strategisch neu ausrichten.

Lean Startup Methode beruht auf Prinzipien

Die Methode, erfunden von Eric Ries, sieht einige Prinzipien vor. Das Modell beruht dabei auf der Annahme, dass für jede Art von Unternehmertum ein Management notwendig ist, welches zielfokussiert arbeitet. Es sind klare Strukturen notwendig und es braucht klare Kompetenzen in der Führung, damit Risiken minimiert und der mögliche Erfolg maximiert werden können. Das Feedback der Kunden hilft dabei, dass du lernen kannst und du deine Produkte gezielt verbessern kannst. Der methodische Dreiklang „Build, Measure, Learn“ für bauen, messen und lernen soll dabei helfen, dass du ein Produkt schnell, aber dennoch zielfokussiert auf den Markt bringen kannst. Es ist deshalb nicht notwendig, dass bereits zu Beginn nach Perfektion gestrebt wird. Viel wichtiger ist, eine Verbesserung nach und nach zu erreichen.

Step #8: Startup Finanzierung & Fördermittel für Startups – Welche Möglichkeiten gibt es?

Statistiken zeigen, dass die meisten Gründer von Startups mit wenig oder gar ganz ohne Kapital starten. Sie hoffen darauf, schnell finanzielle Unterstützung zu bekommen, wenn sie erst einmal aufzeigen, dass die Gründungsabsicht eine ernste Grundlage hat und dass sie auch Bereitschaft für bedingungslosen Einsatz zeigen. Um ein Startup zu finanzieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Vier interessante Optionen zeigen wir dir nachfolgend auf:

Startup-Kredit:

Sogenannte Gründerkredite werden in Deutschland unter anderem von der KfW angeboten. Dies ist die Bank, die keine eigenen Filialen hat und der Kontakt und die Zusammenarbeit über deine Hausbank organisiert.
Einer der möglichen Startup-Kredite ist beispielsweise das KfW Startgeld. Um diesen Kredit zu bekommen, brauchst du aber einen Businessplan, der hieb- und stichfest ist. Es gibt viele Gründer, die diesen Weg gehen und ihr Startup über einen solchen Kredit von der KfW finanzieren.

Bootstrapping:

Unter dem Begriff Bootstrapping musst du verstehen, dass du dein Geschäft aus eigenen Mitteln und eigener Kraft hochziehst und dabei bestmöglich auf eine externe Finanzierung verzichtest.
Dein Ziel ist dabei, dass es dir gelingt, so schnell wie möglich eigene Einnahmen zu generieren. Das bedeutet, dass du so schnell wie möglich für einen positiven Cashflow sorgst. Aus diesem positiven Cashflow heraus bist du dann in der Lage, dein weiteres Wachstum zu finanzieren.

Fremdkapital von Investoren:

In den meisten Fällen hilft dir bei der Gründung von einem Startup die KfW mit Krediten bis zu einer sechsstelligen Höhe. Für viele mag das ausreichend sein. Doch nicht für ein großes und technologieorientiertes Startup.
Besteht dann auch noch der Plan, international tätig zu sein, dann muss deutlich mehr Kapital her. Dazu aber musst du dir einen oder mehrere Investoren suchen. Am besten kann das funktionieren, wenn du bereits etwas vorweisen kannst. Beispielsweise hast du vielleicht schon einen Dummy gebootstrappet und kannst damit glänzen.

Fördermittel für Startups:

Nicht wenige Gründerkollegen von dir greifen bei der Gründung auf Fördermittel zurück. Aber du musst dich von dem Gedanken lösen, dass dir beim Thema Fördermittel irgendjemand Geld schenkt. Sicher gibt es unter den Fördermitteln auch günstige Kredite, bei denen du deutlich bessere Konditionen bekommst.
Bestes Beispiel ist hier ein Kredit über die KfW. Es gibt auch einige Zuschüsse für deine Gründung, die du nicht zurückzahlen musst. Aber allein für die Finanzierung reichen diese auch nicht aus.

Tipp!

Du suchst nach verschiedenen Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung zur Gründung deines Startups? In unseren Beiträgen zu den Themen Finanzierungsmöglichkeiten und Existenzgründerzuschuss erfährst du alles was du wissen musst und erhältst zahlreiche Tipps!

Step #9: Pitchen – Mit eindeutigen Aussagen Investoren überzeugen

Sind alle deine Planungen so gut wie abgeschlossen, dann musst du Geld einsammeln. Geld, welches du für den Start von deinem Startup brauchst und das du von Investoren bekommen kannst oder bzw, dir von Investoren erhoffst. Um das zu erreichen, brauchst du einen Pitch. Dieser muss aber glasklar und messerscharf sein. Unter Pitch versteht man die Vorstellung der eigenen Geschäftsidee in ganz kurzer Zeit. In der Regel dient dir dazu eine Präsentation, welche du extra für diesen Pitch anfertigst. Hier wird auch vom sogenannten Pitch Deck gesprochen. Ein solches Pitch Deck sollte nicht mehr als zehn bis zwölf Seiten haben. Bei den Folien musst du darauf achten, dass sie auf keinen Fall textlastig sind. Mit der Zeit hat sich folgende Struktur für Folien von einem Pitch Deck bewährt.

  • Folie 1: Einleitung
  • Folie 2: Vorstellung Gründerteam
  • Folie 3: Problemdarstellung
  • Folie 4: Problemlösung
  • Folie 5: Produkt bzw. Dienstleistung
  • Folie 6: Vorstellung Markt
  • Folie 7: Darstellung Alleinstellungsmerkmal
  • Folie 8: Darstellung Wettbewerb
  • Folie 9: Beweis Proof of Concept
  • Folie 10: Vorstellung Geschäftsmodell
  • Folie 11: Bedarf an Finanzierung und deren Verwendung

Ergänzen solltest du dieses Pitch Deck noch um ein Deckblatt und deine Kontaktdaten.

Risiken der Startup Gründung & Fallen, die du vermeiden solltest

Es gibt nur wenige Startups, welche das erste Jahr überstehen. Zahlen belegen dies leider. Wichtig ist deshalb für dich, dass du typische Gefahren und Fallen vermeidest und umgehst. Welche Risiken und welche Fallen es gibt und wie du diese am besten umgehst, kannst du genau mit einem Klick auf den entsprechenden Beitrag nachlesen.

Beispiele erfolgreicher Startups der letzten Jahre

Ein Startup gründen heißt nicht automatisch erfolgreich sein. Viele Startups scheitern schon nach kurzer Zeit, aber dennoch gibt es einige Beispiele, bei denen es anders verläuft. In den letzten Jahren hat es durchaus einige Startups gegeben, die richtig durchgestartet sind und auf eine erfolgreiche Entwicklung verweisen können. Zu diesen erfolgreichen Startups gehören beispielsweise Vicampo genauso wie Check24 oder Trivago, um nur einige der bekanntesten zu nennen. Mehr über diese und noch weitere erfolgreiche Startup-Ideen kannst du hier nachlesen.

Fazit

Es ist eine spannende und zugleich herausfordernde Aufgabe, ein Startup zu gründen. Diese Gründung kann durchaus auch viel Spaß bereiten, wenn man weiß, auf was man sich einlässt. Um ein Startup zu gründen, brauchst du eine coole Geschäftsidee, eine solide und fundierte Planung und den richtigen Gründergeist. Damit hast du schon die besten Voraussetzungen, um die Welt mit deinem Unternehmen aus den Angeln zu heben. Wichtig ist, dass du Schritt für Schritt vorangehst und ein sehr gut funktionierendes und harmonierendes Gründerteam schaffst.


Nadine Höpf

Nadine spezialisiert sich auf die Erstellung und Bereitstellung von Inhalten auf Blogs und Lexikas. Dabei lässt sie ihrer Kreativität freien Lauf und behält die aktuellen SEO Anforderungen immer im Blick. Mühelos erstellt sie Inhalte auch auf französisch.

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