Mahnbescheid beantragen – Tipps zum gerichtlichen Mahnverfahren

Nach der Rechnungstellung folgt die Zahlung des Kunden. Nicht immer, denn so mancher Kunde kann oder will seine offenen Forderungen nicht begleichen. Selbst nach freundlicher Zahlungsaufforderung und Mahnung nicht. Mit einem Mahnbescheid kannst du offene Geldforderungen ohne Gerichtsverfahren wirkungsvoll durchsetzen. Doch wo wird ein Mahnbescheid beantragt? Ab wann macht der Mahnbescheid Sinn? Und wer zahlt die Gerichtskosten?

Das erwartet dich heute:

Was ist ein Mahnbescheid?

Ein gerichtliches Mahnverfahren ist für deinen Kunden eine meist unangenehme Sache. Und auch du als Auftragnehmer hättest dir eine schönere Auftragsabwicklung gewünscht. Ehe es also dazu kommt, dass du einen Mahnbescheid beantragen musst, oder gar einen Vollstreckungsbescheid bestellst, wirst du es vermutlich mit freundlichen Zahlungserinnerungen, einer zweiten oder gar dritten Mahnung, oder einem persönlichen Anruf beim Kunden versucht haben. So mancher Kunde bleibt davon jedoch unbeeindruckt, sodass dir ein gerichtliches Mahnverfahren nicht erspart bleibt. Aber was ist ein Mahnbescheid genau? Ein Mahnbescheid setzt deine Forderungen dem Kunden gegenüber relativ kostengünstig durch. Widerspricht der Kunde dem Mahnbescheid vom Amtsgericht nicht, so darfst du die Forderung per Vollstreckungsbescheid durchsetzen. Der Vollstreckungstitel erlaubt dir dann, das Gehalt oder diverse Wertgegenstände des Kunden zu pfänden. Diese Erlaubnis erhältst du natürlich vorab per Gericht. Wenn du einen Mahnbescheid beantragen willst, so ist das in der Regel schnell erledigt. Hier handelt es sich also um ein außergerichtliches Mahnverfahren, ohne, dass du vor dem Mahngericht erscheinen musst. Wichtig ist natürlich, dabei ein paar Vorschriften zu beachten, damit deine Schritte zur erfolgreichen Zahlung führen.

  • Offene Forderungen können per Mahnbescheid zügig durchgesetzt werden.
  • Ein Online Mahnantrag steht für die Beantragung zur Verfügung.
  • Ist der gerichtliche Mahnbescheid erfolgreich beantragt, so darfst du deine Forderung ohne Gerichtsverfahren durchsetzen.
  • Legt der Kunde Widerspruch gegen den Mahnbescheid ein, so folgt ein Gerichtsverfahren.
  • Auch Anwälte können dazu beauftragt werden, einen Mahnantrag zu stellen.

Rechtliche Grundlagen zum Mahnbescheid

Hat der Gläubiger gegenüber seinem Schuldner einen Anspruch auf Zahlung eines bestimmten Geldbetrages, so kann ein Mahnbescheid nach § 688 Abs. 1 Zivilprozessordnung (ZPO) erlassen werden. Der Erlass des Mahnbescheids erfolgt im Zuge eines gerichtlichen Mahnverfahrens, wenn sich der Schuldner in Zahlungsverzug befindet. Dies ist in § 286 Abs. 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) begründet. Um in Schuldverzug zu geraten, müssen weitere Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die Leistung muss fällig sein
  • Die Leistung ist verzögert
  • Sie muss durchsetzbar sein
  • Der Schuldner vertritt die Nichtleistung

Laut § 286 Abs. 2 BGB bedarf es keiner Mahnung, damit ein Schuldner im Verzug ist.

Europäischer Mahnbescheid

Befindet sich der Schuldner mit seinem Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in einem anderen EU-Mitgliedstaat (außer Dänemark), so kannst du ein europäisches Mahnverfahren, auch europäischer Zahlungsbefehl genannt, durchführen. Diese Art des Verfahrens kommt überwiegend für Forderungen über 5.000 Euro in Frage. Bis zu dieser Summe ist ein Mahnverfahren nur bedingt zu empfehlen. Den Titel, den du durch das EU-Mahnverfahren erhältst, ist in der gesamten EU gültig. Auch hier kann der Antrag ohne einen Anwalt gestellt werden. Die Kosten des Gerichtsverfahrens hängen von den jeweils nationalen Rechtsvorschriften ab. In Deutschland kommt es beispielsweise auf die Höhe der Forderung an.

Wann macht ein Antrag auf Mahnbescheid Sinn?

Gerade für Unternehmer ist es unglaublich ärgerlich, für ihre Leistungen nicht bezahlt zu werden. Wann lohnt sich also ein Mahnbescheid? Es gibt viele Gründe, weswegen ein Kunde nicht bezahlt. Von daher kann es sinnvoll sein, seine Forderungen auch anders durchzusetzen. Hat der Kunde beispielsweise unvorhergesehene Zahlungsschwierigkeiten aufgrund privater Probleme, so kannst du als Unternehmer Kulanz zeigen und eine Ratenvereinbarung treffen. Es gibt jedoch auch Kunden, welche nach erbrachter Leistung nichts mehr von sich hören lassen und den Zahlungsausfall nicht entschuldigen wollen. Dann kann das gerichtliche Mahnverfahren mittels Mahnbescheid sinnvoll sein. Vorausgesetzt natürlich, die Forderung ist berechtigt.

Hinweis:

Teilweise kann es Sinn machen, direkt Klage einzureichen, anstatt den Weg über den Mahnbescheid zu gehen. Immerhin folgt auf einen Widerspruch ebenfalls das Klageverfahren. Somit wäre der Mahnbescheid umsonst beantragt worden.

Wann ist eine Forderung (nicht) berechtigt?

Ob deine Forderung berechtigt ist oder nicht, hängt nicht davon ab, inwieweit der Kunde mit deiner Leistung zufrieden war. Eine berechtigte Forderung liegt dann vor, sobald das Fälligkeitsdatum der Rechnung oder Mahnung, überschritten wurde. Gesetzlich betrachtet gilt dies auch 30 Tage nach dem Liefer- oder Leistungsdatum automatisch. Es empfiehlt sich, seine Forderung nachzuweisen, indem du dies mit einer Mahnung deutlich machst. Notwendig ist sie aber nicht! Mit einer Mahnung wird der Kunde rechtswirksam in Verzug gesetzt. Wichtig ist, dass die Mahnung alle Pflichtangaben, wie ein Zahlungsziel. Du kannst dich auch an einer Mahnungsvorlage orientieren:

Mahnung Vorlage Muster für Excel und Word
Kostenlose Mahnungsvorlage zum Herunterladen

Es spielt keine Rolle, ob der Kunde bezahlen kann oder nicht. Ein Mahnbescheid lohnt sich auch dann, wenn der Kunde zahlungsunfähig ist und du das weißt. Denn: Ist der Mahnbescheid erfolgreich, so erhältst du einen 30 Jahre gültigen Vollstreckungstitel. Das bedeutet, dass du künftig sogar Wertgegenstände oder den Lohn des Kunden pfänden kannst. Sehr viele Kunden reagieren spätestens mit Erhalt des Mahnbescheides. Schließlich kann eine Lohn- oder Kontopfändung weitere Probleme verursachen. Hat meine Dienstleistung nichts mit der Forderung zu tun? Nicht ganz. Prüfe immer, ob du deine Leistung auch wirklich wie versprochen erbracht hast. Bestellt ein Kunde beispielsweise einen Maler, um seine Wände in Rot zu streichen, erhält stattdessen jedoch blaue Wände, so könnte der Kunde darin eine nicht erbrachte Leistung sehen und Widerspruch gegen den Mahnbescheid einlegen. Auch Mängel am Produkt könnten zu einem erfolglosen Unterfangen werden, wenn es um den Mahnbescheid geht.

Mahnbescheid Fristen beachten

Wer eine offene Forderung eintreiben möchte, der muss verschiedene Fristen im Blick behalten. Allem voran steht die gesetzlich vorgegebene Zahlungsfrist, ehe ein Mahnbescheid beantragt werden kann. Diese beträgt aber maximal 30 Tage. Dem Kunden wird Zustellung des Mahnbescheids eine so genannte Widerspruchsfrist von 14 Tagen gewährt. Innerhalb dieser Zeit hat der Kunde die Möglichkeit, gegen die Forderung vorzugehen, bzw. eine Erklärung abzugeben. Je nach Zahlungsanspruch gibt es weiterhin eine Verjährungsfrist.

Die Verjährungsfristen

Die gesetzliche Verjährungsfrist beträgt 3 Jahre. Das bedeutet, dass du drei Jahre Zeit hast, um nach Rechnungsstellung einen gerichtlichen Mahnbescheid zu beantragen. Solltest du also innerhalb deines Forderungsmanagements mal eine „letzte Zahlungsaufforderung“ oder „letzte Mahnung“ vergessen und aus Versehen nicht weiterverfolgt haben, so kannst du dies innerhalb der 3 Jahre nachholen. Sollte dieser Zeitraum jedoch verstrichen sein, so können keine juristischen Schritte mehr eingeleitet werden. Der Zahlungsanspruch verfällt, egal um welche Summe es geht. Darüber hinaus gibt es noch weitere Verjährungsfristen, die wichtig zu kennen sind. Um eine Forderung geltend zu machen, hast du also nicht immer 3 Jahre lang Zeit:

ArtFrist
Ersatzansprüche6 Monate
Fracht- und Speditionskosten1 Jahr
Mängelansprüche2 Jahre
Baumängel5 Jahre

Wichtig:

Nur dann, wenn du den Mahnbescheidsantrag vor Ablauf der jeweiligen Frist bestellst, kannst du damit Erfolg haben.

Sobald das Amtsgericht den Kunden zur Zahlung verurteilt, erhältst du einen Vollstreckungstitel. Dieser weist eine Gültigkeit von 30 Jahren auf. Aber: Der Vollstreckungsbescheid der Forderung muss bei einem Gerichtsvollzieher beantragt werden. Dafür hast du 6 Monate Zeit.

Wie beantrage ich einen Mahnbescheid?

Wo wird ein Mahnbescheid beantragt? Und wer erstellt einen Mahnbescheid? Einen Mahnbescheid online zu bestellen, ist eine relativ gängige und einfache Form. Für den Online Mahnantrag sind nur wenige Schritte notwendig, die du einfach von deinem Büro aus erledigen kannst. Suche dafür einfach nach Online Mahnbescheid und finde eine passende und seriöse Seite für dein Vorhaben. Der Vorteil: Ein Online Antrag spart Geld und Nerven, geht schnell und ist ohne einem streitigen Zivilprozess möglich. Und wer darf einen Mahnbescheid beantragen? Im Prinzip jeder, der für eine Dienstleistung oder Ware (nicht) bezahlt wird. Folgendermaßen kann ein solcher Online Mahnantrag aussehen:

Online Mahnantrag
Online Mahnantrag je nach Bundesland

Mahnbescheid ausfüllen ist ganz einfach!

Entweder, du downloadest dir einen Mahnbescheid Vordruck, ähnlich wie bei einer Mahnungsvorlage, oder du kannst einen Online Mahnantrag ausfüllen. Dort werden dir vereinfacht bereits alle notwendigen Textfelder angezeigt.

  1. Deine Kontaktdaten zu Person und Firma (Rechtsform, Firmennamen, Vor- und Zuname des Antragstellers, Anschrift, Telefonnummer, Angabe zur Vorsteuerabzugsberechtigung, E-Mail und Telefonnummer)
  2. Kontaktdaten des Schuldners / Antragsgegner (Rechtsform, Firma, Anschrift, Land)
  3. Angaben zur Forderung (Betrag in Euro, Forderungsgrund, Rechnungs- und/oder Kundennummer, Tag der entstandenen Forderung, Datum der Rechnungsstellung, Vertragsart der Forderung)
  4. Bestellung des Mahnbescheids / Abschicken Mahnbescheidsantrag / Einverständnisabgabe für die Überprüfung der Angaben

Hinweis:

Ob der Antrag zulässig ist, hängt von den formalen Vorschriften des zuständigen Mahngerichts ab. Achte auf einen rechtssicheren Antrag. Dies verringert das Risiko, dass der Kunde einen berechtigten Widerspruch einlegen kann.

Diese Mahnbescheid Formalien solltest du beachten:

Ein formal korrekter Mahnbescheidsantrag ist unabdingbar und notwendig, wenn du ein gerichtliches Mahnverfahren in die Wege leiten willst. Stelle sicher, dass folgende Informationen auf jeden Fall enthalten sind:

  • Daten zum Prozessbevollmächtigten falls vorhanden
  • Kontaktdaten Antragsteller
  • Kontaktdaten Schuldner
  • Art des Mahnverfahrens
  • Angaben zur Forderung inkl. Rechnungsnummer und Fälligkeitsdatum
  • Angaben zu den Auslagen für das Mahnverfahren (Inkasso- und Anwaltskosten, Rücklastschriften, Mahnkosten, Nebenforderungen)
  • Elektronische Signatur

Du musst an dieser Stelle nicht beweisen, dass die Forderung berechtigt ist. Dies wird sich dann klären, wenn der Kunde Widerspruch einlegt.

Das Mahnbescheid Formular wird an das Gericht übermittelt

Du hast selbst die Wahl, wie das Formular für den Mahnbescheid an das Gericht übermittelt werden soll. Beispielsweise kannst du einen Barcode-Antrag per Post stellen. Auch ist es möglich, einen Antrag als Download zum E-Mail-Versand zu nutzen. Auch ein direkter Online-Versand ist möglich. Das Gericht prüft nicht, ob der Anspruch berechtigt ist. Geprüft wird lediglich, ob alle formalen Anforderungen erfüllt wurden. Letztendlich stellst du dir die Frage: Wer stellt den Mahnbescheid zu? Das liegt nicht beim Einzelnen. Das Gericht kann jetzt den Mahnbescheid erstellen und an den Kunden schicken.

Kosten gerichtliches Mahnverfahren – wer zahlt die Gerichtskosten?

Ist der Mahnbescheid Antrag beim Amtsgericht angekommen, werden Gerichtskosten für das gerichtliche Mahnverfahren fällig. Leider musst du die Mahnbescheid Kosten zunächst selbst bezahlen. Sollte das Gericht den Antrag zudem ablehnen, so gibt es das Geld auch nicht zurück. Bei einem erfolgreichen Verlauf, darfst du die Kosten des Mahnverfahrens von deinem Kunden in Form eines Verzugsschadens zurückverlangen. Natürlich zusätzlich der offenen Forderung. Was kostet es, einen Mahnbescheid zu beantragen? Die Frage kann nicht pauschal beantwortet werden, da sie von der jeweiligen Forderung abhängt. Je mehr Geld du einfordern willst, umso höher werden die Gebühren. Wer nicht in der Lage ist, die Kosten zu tragen, der kann Prozesskostenhilfe beim Gericht beantragen. Dann besteht die Chance, dass die Kosten übernommen werden.

Beispiel

Bei einer Forderung von 1000 Euro, bezahlst du 32 Euro Gerichtskosten. Solltest du dich mit deinem Mahnantrag an einen Anwalt wenden, so werden mindestens 45 Euro bei 1000 Euro Forderungshöhe fällig.

Schritte nach dem Mahnbescheidsantrag

Ist der Mahnbescheid erfolgreich beantragt worden, so hängen die weiteren Schritte vom Kunden ab. Zahlt der Kunde, darfst du die Sache als erledigt betrachten. Im Idealfall erhebt der Kunde keinen Widerspruch gegen den Mahnbescheid und bezahlt seine Schuld. Für diesen hätte dein Kunde nämlich zwei Wochen Zeit. Zahlt der Kunde nicht und erhebt auch keinen Widerspruch, so darfst du direkt einen Vollstreckungsbescheid beantragen. Daraufhin folgt ein Gerichtsverfahren. Aber: Auch gegen den Vollstreckungsbescheid kann binnen zwei Wochen Widerspruch eingelegt werden. Diese Frist musst ebenfalls du abwarten, bevor es zur Zwangsvollstreckung geht. Ist auch diese Frist verstrichen, so kannst du einen Gerichtsvollzieher bestellen. Es folgen Geld- und Kontopfändungen oder die Pfändung von Wertgegenständen.

Der Kunde erhebt Einwände gegen die Forderung

Der Kunde erhebt gegen den Mahnbescheid Widerspruch (§ 692 Abs. 1 Nr. 3 ZPO), es folgt ein Gerichtsverfahren. Das Gericht prüft vorab, ob der Widerspruch überhaupt zulässig ist und ob der Zahlungsanspruch berechtigt ist. An dieser Stelle brauchst du stichhaltige Beweise für die Forderung. Beweise, die du zusammen mit deinem Anwalt erstellen kannst. Nun kommt es auf die jeweils juristische Strategie an, um das Geld vom Kunden zu erhalten.

Wenn der Mahnbescheid erfolglos war!

Legt der Kunde Widerspruch ein, so hat dies nichts mehr von einem vereinfachten gerichtlichen Mahnverfahren. Schließlich hast du jetzt den Mahnbescheid umsonst beantragt und bezahlt. Es folgt das Klageverfahren, welches unter Umständen von vornherein sinnvoller gewesen wäre. Wer sich an dieser Stelle unsicher ist, der sollte seinen Anwalt um Rat fragen. Anwälte können hier sinnvolle Unterstützung leisten und dabei helfen, das Geld einzufordern. Er prüft die Unterlagen der Forderung, stellt rechtssichere Mahn- und Klageanträge und vertritt deine Interessen in einem Gerichtsverfahren. Gute Anwälte wissen, wie sie die Widersprüche der Forderung entkräften können und den Vollstreckungsbescheid durchsetzen. Im Anschluss kann der Anwalt dabei helfen, den Gerichtsvollzieher mit der Pfändung zu beauftragen.

Forderungsmanagement

Das Forderungsmanagement sollte in einem Unternehmen möglichst geregelt und übersichtlich gestaltet werden. Vor allem dann, wenn ein Unternehmer viele Kunden betreut und täglich Rechnungen erstellt. Hier ist es schnell passiert, den Überblick zu behalten. Wer hat wann, welche Rechnung erhalten? Welcher Kunde befindet sich im Zahlungsverzug? Bei welchem Kunden muss eine Mahnung erstellt werden? Und welche Forderungen sind offen und beglichen?

Tipp!

Mit dem Rechnungsprogramm sevDesk hast du auf all diese Fragen jederzeit eine Antwort. Erstelle Rechnungen und werde automatisch darüber in Kenntnis gesetzt, wenn ein Kunde bezahlt hat oder sich im Verzug befindet. Erstelle dann freundliche Zahlungserinnerungen und Mahnungen. So verbesserst du deine Kundenbeziehungen und wirst als Unternehmer ernst genommen.

Fazit

Ein gerichtliches Mahnverfahren stellt ein zivilgerichtliches Gerichtsverfahren dar, welches der Durchsetzung von Geldforderungen dient. Allem voran ist ein Unternehmer berechtigt, bei Zahlungsverzug seines Kunden, einen Mahnbescheid zu bestellen. Die Kosten dafür muss der Unternehmer zunächst selbst tragen. Einen Mahnbescheidsantrag online ausfüllen, ist binnen weniger Minuten erledigt. Das Gericht prüft anschließend die Richtigkeit der persönlichen Angaben, nicht jedoch, ob die Forderung zu Recht besteht. Erhält der Kunde den Mahnbescheid, so hat er zwei Wochen Zeit, um Widerspruch einzulegen. Sehr häufig führt dieser Schritt bereits dazu, dass der Kunde bezahlt. Schließlich wäre der nächste Schritt ein Gerichtsverfahren oder Vollstreckungsbescheid. Im Falle eines Widerspruchs muss der Unternehmer vor Gericht beweisen können, dass die Forderung berechtigt ist. An dieser Stelle wäre das Hinzuziehen eines Anwalts sinnvoll.

Nadine Höpf
Nadine Höpf

Nadine spezialisiert sich auf die Erstellung und Bereitstellung von Inhalten auf Blogs und Lexikas. Dabei lässt sie ihrer Kreativität freien Lauf und behält die aktuellen SEO Anforderungen immer im Blick. Mühelos erstellt sie Inhalte auch auf französisch.

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