Fitnessstudio eröffnen – So verwirklichst du deinen Traum

Wenn du ein eigenes Fitnessstudio eröffnen möchtest, handelt es sich dabei um eine attraktive Möglichkeit, dich mit einem eigenen Unternehmen langfristig selbstständig zu machen. Das Bewusstsein für die eigene Gesundheit ist etwas, das im aktuellen Zeitgeist immer mehr Bedeutung gewinnt. Nicht erst seit gestern ist bekannt, dass das medizinische Alter in engem Zusammenhang mit Fitness, Körpergewicht und Bewegung steht. Gemäß der Entwicklung der letzten Jahre in diese Richtung kannst du davon ausgehen, dass es sich beim Fitnessstudio um ein relevantes gesellschaftliches Thema handelt.

Das ist eine wichtige Grundlage dafür, dass sich deine Geschäftsidee langfristig als erfolgreich erweisen kann. Entsprechend möchten wir dir im folgenden Ratgeber die wichtigsten Tipps & Grundlagen dafür aufzeigen, worauf du achten solltest, wenn du ein Fitnesscenter eröffnen möchtest.

Das erwartet dich heute

Das Konzept – Die Grundlage für eine Eröffnung

Bevor du loslegst, benötigst du ein durchdachtes Konzept, wie du deine Idee für dein Unternehmen umsetzen kannst und möchtest. Das betrifft zunächst die wesentlichen Grundpfeiler für die praktische Umsetzung, von den Räumlichkeiten über die Fitnessgeräte bis hin zum generellen Einrichtungskonzept. Stelle dir vorab unbedingt die folgenden Fragen:

  • Wie möchtest du dein Fitnessstudio gestalten? Mit einem hohen Durchlauf oder eher ein vergleichsweise exklusives Angebot? Danach richtet sich vor allem die Größe der Räumlichkeiten, die du dafür benötigst.
  • Welches ist deine Hauptzielgruppe? Je breiter deine Zielgruppe, umso breiter sollte auch die Einrichtung alle Bedürfnisse deiner Besucher abdecken. Das bedeutet, dass du beispielsweise ein sehr breites Geräteportfolio mit unterschiedlichsten Einstellungsmöglichkeiten abdeckst, damit vom Anfänger bis zum Fitnessguru jeder die passenden Geräte für sich findet. Je kleiner und klarer definiert die Zielgruppe, umso mehr kannst du dich spezialisieren.
  • Wo findest du deine Zielgruppe? Unabhängig davon, wie groß deine Hauptzielgruppe ist, entscheidet diese Frage darüber, ob viele Besucher dich gut erreichen können. Eine zentrale Lage ist in den meisten Fällen hilfreich, wenn du möglichst viele Menschen mit deinem Angebot ansprechen möchtest. Allerdings findest du, abhängig von den demografischen Daten deiner Region, Stadtteile und Viertel, die sich besser oder schlechter dafür eignen. Beschäftige dich entsprechend mit der Stadt, in der du dein Fitnessstudio gründen möchtest.
  • In welcher Form möchtest du das Training deiner Besucher begleiten? Vor allem günstige, auf die Breite der Besucher ausgerichtete Studios bieten im Regelfall wenig Trainingsbegleitung, stellen dafür jedoch eine Vielzahl unterschiedlicher Geräte zur Verfügung. Ein Kursprogramm ist hingegen eine attraktive Möglichkeit, in Kontakt mit deinen Besuchern zu kommen, sie zu motivieren und ihnen Hilfestellung zu bieten. Außerdem ist es möglich, die Begleitung über die Räumlichkeiten deines Studios hinaus durchzuführen. Das geht beispielsweise in einem Blog zu Training, Ernährung und Achtsamkeit oder eigenen Videos, die du deinen Kunden auf deinem Webauftritt zur Verfügung stellst.
  • Welche zusätzlichen Serviceleistungen möchtest du erbringen? Das geht im Kleinen los, beispielsweise bei Wasser und Fitnessgetränken, Schließfächern und kostenlosen Duschen. Allerdings können das auch ganz konzeptionelle Faktoren sein, beispielsweise ein Wellnessbereich mit Sauna und Solarium, Massagen oder gemütliche Freizeiträume, in denen deine Besucher abschalten und sich unterhalten können.

Je präziser du diese Faktoren durchdenkst, umso genauer wird dein Bild, wie du dein Fitnessstudio gestalten möchtest. Es ist außerdem wichtig dafür, um herauszufinden, welches Alleinstellungsmerkmal du deinen Besuchern präsentieren möchtest. Je allgemeiner dein Gedanke gehalten ist, umso austauschbarer bist du auch für deine Kunden. Dann entscheiden die Lage und der monatliche Beitrag darüber, ob ein Kunde zu dir oder einem anderen Fitnessstudio geht.

Je mehr du allerdings neben dem klassischen Training zu bieten hast, umso attraktiver wird dein Angebot auch für potenzielle Kunden. Du sammelst Argumente neben dem reinen Training, beispielsweise in der Betreuung oder den attraktiven Zusatzleistungen, die du bieten kannst.

So erstellst du deinen Businessplan

Ein Businessplan ist relativ komplex, aber gerade bei den hohen notwendigen Investitionen für ein eigenes Fitnessstudio wichtig. In ihm werden alle wesentlichen Faktoren dargestellt, die betriebswirtschaftlich relevant für dein Unternehmen sind, also vor allem

  • die Geschäftsidee,
  • die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie notwendige Investitionen und zu erwartende Erlöse,
  • strategische Maßnahmen zur Umsetzung wie Marketing und
  • das dafür benötigte Personal.

Entscheidend ist dabei die Aufstellung aller zu tätigenden Investitionen. Hier stellst du alle Startausgaben auf, beispielsweise zu kaufende Geräte und andere Einrichtungsgegenstände, alle laufenden Kosten wie Miete und Personal. Dem stellst du die zu erwartenden Einnahmen auf Basis einer Wettbewerbs– und Marktanalyse gegenüber und berechnest so, welche Einnahmen du im Gegenzug erwarten darfst. Dadurch ergibt sich eine langfristige Gewinnprognose.

Einerseits ist das für dich wichtig, um zu erfahren, ob du mit deiner Geschäftsidee Geld verdienst. Andererseits ist es die wichtigste Grundlage, um für das Eröffnen deines Fitnessstudios Kapital zu generieren. Sofern du eine Finanzierung in Anspruch nehmen möchtest, ist das die entscheidende Grundlage, um Investoren von deinem Vorhaben und deiner Qualifikation zu überzeugen.

Tipp!

Die Erstellung des Businessplan ist relativ komplex. In diesem Beitrag erklären wir dir, wie es funktioniert und was du unbedingt beachten musst.

Darum kann ein Franchiseunternehmen sinnvoll sein

Bei Nutzung eines Franchise-Modells erwirbst du die Rechte, ein Fitnessstudio unter dem Namen einer bekannten Kette zu betreiben. Das ist in vielen Fällen für beide Parteien ein Vorteil, denn die namensgebende Kette festigt die Bekanntheit ihrer Marke und generiert laufende Lizenzerlöse. Du profitierst davon, den bekannten Namen nutzen zu können und das erleichtert dir deutlich das Marketing.

Die Vorteile eines Franchise-Konzeptes bestehen also darin, dass du

  • ein bereits erfolgreiches Konzept aus der Fitnessbranche übernimmst.
  • fachmännische Umsetzung bei der Einrichtung und Konzeption deines Studios erhältst.
  • Marketingaktionen des Konzerns gleichzeitig als Werbung für dich nutzen kannst.
  • durch das erfolgreiche Konzept Investoren besser überzeugen kannst.

Im Regelfall sieht das Konzept so aus, dass du einen bestimmten Betrag für die Franchise-Lizenz investierst und dafür in allen organisatorischen Fragen vom Franchise-Geber unterstützt wirst. Du profitierst vom Know-how der Kette, kannst gezielt die professionelle Einrichtung deines Studios beziehen und erhältst insgesamt eine Menge Unterstützung bei der Umsetzung deiner Planung.

Auf der anderen Seite erfordert die Übernahme des bestehenden Konzepts, dass du weitaus eingeschränkter darin bist, deine eigenen Pläne umzusetzen. Passt deine Vorstellung nicht zu denen der Fitnesskette, darfst du sie nicht unter ihrem Namen umsetzen. Ebenso erhält der Mutterkonzern eine Umsatzbeteiligung deiner Einnahmen.

Von Nachteil ist hingegen, dass du

  • weniger Freiheit in der Umsetzung deiner Idee genießt, da die Vorgaben des Hauptkonzerns für dich verbindlich sind.
  • Teile deines Umsatzes an die namensgebende Kette fließen.
  • schlechte Geschäftspraktiken anderer Unternehmer der Kette auf dich zurückfallen. Burger King hat dadurch beispielsweise vor wenigen Jahren ein absolutes Marketing-Desaster erlebt.

Beispiele für Fitnessketten mit Franchise-Konzept

Clever fit

Das Franchisekonzept von Clever Fit
Franchice-Konzept von Clever fit. Quelle: https://www.clever-fit.com/fitness-franchise/

Die clever fit GmbH agiert seit 2004 in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Startkosten für das Franchise betragen mindestens 60.000 Euro. Fortan profitierst du mit dieser Marke von einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis für deine Besucher bei qualitativ hochwertigem Trainings-Setup. Selbstverständlich wirst du vom Hauptkonzern bei Fragen und Problemen unterstützt.

Mrs. Sporty

Das Franchisekonzept von Mrs. Sporty
Franchise-Konzept von Mrs. Sporty. Quelle: https://www.mrssporty-franchise.de/ihr-club/

Mrs. Sporty ist eine Fitnesskette, die sich vor allem auf Fitness für Frauen spezialisiert hat. Sie bietet die individuelle Studiogestaltung und Atmosphäre, damit Frauen unter sich und individuell auf sich zugeschnitten trainieren können. Die Kosten für das Franchise beginnen ab 10.000 Euro. Unter anderem erhältst du Hilfe bei der Finanzierung und Erstellung eines Businessplans.

Fit20

Das Franchisekonzept von Fit20
Franchise-Konzept von Fit20. Quelle: https://fit20franchise.de/

Das Konzept von Fit20 ist auf ein möglichst effektives Training unter persönlicher Anleitung bedacht. Grundlage dafür bildet ein sehr langsames, kraftintensives Training, das auf 20 Minuten in der Woche ausgelegt ist. Die Kosten für das Franchise beginnen bei 15.000 Euro. Unter anderem profitierst du hier von der Unterstützung bei der Suche professionellen Personals sowie einer umfassenden Ausbildung bezüglich der Trainingsabläufe.

Ein Fitnessstudio eröffnen – Welche Kosten entstehen?

Berechne das Startkapital, das du benötigst

Zu Beginn werden einige Kosten anfallen, die du nicht umgehen kannst. Das betrifft vor allem die vollständige Ausstattung deines Studios, aber auch andere Dinge. Unter anderem die folgenden Faktoren solltest du berücksichtigen, wenn du ein eigenes Fitnessstudio eröffnen möchtest:

  • Kaution oder Kaufpreis für die Räumlichkeiten
  • Eventuelle Umbau- oder Erneuerungsmaßnahmen zur Modernisierung oder Optimierung der Raumaufteilung
  • Kosten für die notwendigen Trainingsgeräte
  • Betriebsausstattung in Form von Möbeln und Geräten am Empfang, separate Büroräumlichkeiten et cetera, Schließfächern, Getränkeautomaten und Ähnlichem
  • Erstellung des eigenen Webauftritts
  • Beratungskosten zur Gründung, beispielsweise für den Businessplan und Findung der Geschäftsform mit dem Steuerberater

Diese Kosten entstehen im laufenden Betrieb

Für den laufenden Betrieb entstehen vor allem die folgenden Kostenpositionen:

  • Miete und Nebenkosten für deine Räumlichkeiten
  • Lohnkosten für das von dir beschäftigte Personal, zuzüglich Arbeitgeberanteil der Sozialversicherung
  • Kosten für Marketingmaßnahmen, um Kunden für dein Studio zu gewinnen
  • Versicherungen für dein Gewerbe und dich persönlich als Unternehmer
  • Kosten für Verbrauchsgüter, zum Beispiel Reinigungsmittel, Getränke, Büroartikel etc.
  • Steuern (Umsatzsteuer, Gewerbesteuer, Einkommen– oder Körperschaftssteuer)
  • Monatliche Beratungskosten, beispielsweise für die Erstellung deiner Buchhaltung

Diese Voraussetzungen gibt es für das eigene Fitnessstudio

Im Grunde genommen musst du keine Voraussetzungen erfüllen, um ein Fitnesscenter eröffnen zu dürfen. Allerdings ist es selbstverständlich wichtig, dass du über Kenntnisse bezüglich Fitness, Bewegung, Ernährung und die Nutzung deiner Geräte verfügst, die ein Laie nicht besitzt. Entsprechend ist eine Ausbildung oder ein Studium im Fitnessbereich die wichtigste Grundlage für dich, damit deine Besucher von deinen umfassenden Kenntnissen beim Training profitieren können. Ob du dabei ausgebildeter Fitnesstrainer, Physiotherapeut oder studierter Sportler bist, ist zweitrangig. Wichtig ist, dass du über die entsprechende Ausbildung die Fachkenntnisse erworben hast, die dein Konzept erfordert.

Darüber hinaus ist als Unternehmer der finanzielle Aspekt immer von großer Bedeutung. Hilfreich ist es, wenn du auch kaufmännisch, betriebswirtschaftlich oder steuerlich ausgebildet bist. Ist das nicht der Fall, kannst du das kompensieren, indem du direkt zu Beginn jemanden in dein Team holst, der genau dieses betriebswirtschaftliche Spektrum abdeckt. Alternativ kann auch hier der Steuerberater deines Vertrauens helfen, um ein finanziell funktionierendes Konzept mit dir auszuarbeiten.

Welche Arten von Fitnessstudios gibt es?

Familiärer Fitnessclub

Bei diesem Studio geht es nicht nur um das Training, sondern auch um die Kommunikation der Mitglieder untereinander. Durch die familiäre Atmosphäre lernen sich die Mitglieder untereinander kennen, statt anonym zu bleiben, und tauschen sich auch einmal über Alltägliches aus. Das sorgt für eine wesentlich entspanntere Atmosphäre beim Training. Allerdings kann es dadurch auch passieren, dass die Öffnungszeiten eingeschränkt sind und die Ausstattung möglicherweise nicht an die Qualität großer Fitnessketten heranreicht.

Billigstudio

Meist erhält man hier eine breite Auswahl unterschiedlichster Fitnessgeräte, gute Öffnungszeiten und einen günstigen Mitgliedsbeitrag. Allerdings bedeutet das auch, dass zusätzliche Annehmlichkeiten wie kostenlose Getränke, eine ausführliche Trainingsberatung, Wellness und ein umfassendes Kursprogramm eher nicht zum Unternehmensstandard gehören. Dafür sind Öffnungszeiten rund um die Uhr keine Seltenheit.

Nobelclub

Im Nobelstudio erhält man meist genau die Annehmlichkeiten, die im Billigstudio ausgespart werden. Sauna, Solarium, Massagen, Getränke, ein umfassendes Kursangebot – hier gibt es nichts, was es nicht gibt. Entsprechend professionell sind Personal und Ausstattung in vielen Fällen auch. Allerdings hat all dieser Luxus seinen Preis, weshalb die Mitgliedsbeiträge des Studios entsprechend hoch angesiedelt sind.

Fitnessstudio für Frauen

Hierbei handelt es sich um ein Studio, in dem nur Frauen trainieren dürfen. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn frau sich unwohl fühlt, wenn sie beim Training von Männern beobachtet oder angesprochen wird. Im Damenstudio kann das nicht passieren, weshalb das Training atmosphärisch weitaus angenehmer ausfallen kann.

Fitnessstudio ohne Vertrag

Im Grunde genommen handelt es sich hierbei um kein eigenständiges Konzept. Vielmehr gibt es Fitnessstudios, die das Training auch in Form von Tages- oder Monatskarten ermöglichen. In diesem Fall entfällt eine vertragliche Bindung, weshalb man als Kunde zeitlich sehr flexibel agieren kann. Allerdings ist das Training dann meist auch wesentlich teurer als über ein klassisches Abonnement.

All-In-One Club

Hier erhält man als Besucher ein attraktives Gesamtpaket, das die Trainierenden unter anderem mit Snacks, Getränken und ständiger Nutzbarkeit aller verfügbaren Angebote lockt.

Reha-Sportstudio

Diese Art des Fitnessstudios ist speziell auf die Bewegungstherapie zur Prävention und Rehabilitation zugeschnitten. Entsprechend ist vor allem ein gewisses medizinisch-physiologisches Wissen Grundlage für die Gestaltung und Betreuung des Trainingsprogramms.

Typische Fehler beim Fitnessstudio eröffnen

Gerade zu Beginn solltest du ein paar gravierende Fehler vermeiden, um deinen Erfolg nicht zu gefährden. Unter anderem die folgenden Faktoren sind dabei relativ selbsterklärend, sollten jedoch unbedingt beherzigt werden:

  • Du wählst den falschen Standort. Ein abgelegenes Industriegebiet mag hervorragende Räumlichkeiten für ein Fitnessstudio bieten – aber kommen deine Besucher dort wirklich gerne hin? Auch in Ballungsgebieten kann es schwierig werden, wenn in direkter Umgebung bereits mehrere andere Studios deinen Markt abdecken.
  • Die Eröffnung erfolgt ohne entsprechende Fachkenntnisse. Die bereits erwähnte sportliche Bildung ist unverzichtbar. Schließlich fühlen sich deine Kunden nur dann wohl, wenn du ihnen wichtige Aspekte für das Training vermitteln und sie zum Wohl ihrer sportlichen Ziele beraten kannst.
  • Das Personal ist nicht entsprechend geschult. Möglicherweise erfüllst du die Voraussetzungen, um deinen Kunden eine gute Beratung zu vermitteln. Aber kann dein Personal das auch oder leidet die Trainingsqualität, wenn du einmal nicht da bist?
  • Die Gewerbe anmelden wird vergessen. Sobald du eigene Räumlichkeiten betreibst, musst du auf jeden Fall ein Gewerbe bei deiner Stadt anmelden. Das gilt nicht für freiberufliche Tätigkeiten wie das Personal Training ohne eigene Räume.
  • Nutzt du nicht die Kleinunternehmerregelung, musst du auf deine Erlöse 19 Prozent Umsatzsteuer erheben. Diese zählt nicht zu den Erlösen deines Unternehmens und muss vollständig an das Finanzamt abgeführt werden.
  • Du vernachlässigst die Hygiene. Unabhängig davon, welches Fitnesskonzept du verfolgst: Wohlfühlen werden sich deine Besucher nur dann, wenn ausreichend Hygiene von dir, deinen Mitarbeitern und den anderen Besuchern umgesetzt wird. Schließlich fließen bei einem intensiven Training Unmengen an Schweiß – und die möchtest du bestimmt auch nicht vom Vorgänger auf deinem Trainingsgerät finden, oder?
  • Du hast keine finanziellen Reserven. Selbst der beste Businessplan schützt dich nicht davor, dass Dinge möglicherweise anders laufen, als man sie sich vorstellt. Entsprechend solltest du über genug Reserven verfügen, um eventuelle Startschwierigkeiten, unerwartete Ausgaben oder ein weniger effizientes Marketing als erwartet kompensieren zu können. Andernfalls kann die erste Schwierigkeit für dich bereits ein existenzielles Problem darstellen.

Einrichtung, Geräte und Ausstattung – Darauf solltest du achten

Ausstattung eines Fitnessstudios
So könnte dein Fitnessstudio aussehen

Der Eingangsbereich

Die Fitnessstudio Einrichtung ist relativ flexibel. Trotzdem solltest du ein paar wichtige Grundprinzipien dabei beachten, um es deinen Besuchern so einfach und angenehm wie möglich zu gestalten. Wichtig ist dabei vor allem, dass du eine klare Struktur für deine Räumlichkeiten findest.

Der Eingangsbereich mit Theke und einem eventuellen Kartenlesegerät für den Zugang ist obligatorisch. Im Idealfall schaffst du es, diesen angenehm zu gestalten und möglichst immer mit einem deiner Angestellten oder dir selbst zu besetzen. So finden deine Besucher jederzeit einen direkten Ansprechpartner und Organisatorisches wie die Aufnahme neuer Mitglieder lässt sich schnell und unkompliziert abwickeln.

Das Herzstück

Hinter dem Eingangsbereich befindet sich, je nach Räumlichkeiten, Trainingsräume, Umkleiden mit Duschen, Kursräume und Erholungsmöglichkeiten. Wichtig ist, dass du hierbei ebenfalls einer klaren, systematischen Struktur folgst. Je besser dir das gelingt, umso intuitiver und gezielter können deine Besucher die einzelnen Bereiche nutzen. Unter anderem lässt sich ein großer Trainingsraum auch thematisch nach Geräten, Hanteln und Cardiogeräten oder nach trainierten Muskelgruppen gliedern.

Die Geräte

Bei den Geräten ist eine hohe Qualität wichtig. Greife hier nicht auf günstige Heimmodelle zurück, die den hohen Ansprüchen deiner Kundschaft nicht gerecht werden. Im schlimmsten Fall erhöhst du damit die Verletzungsgefahr, weil die Geräte möglicherweise gar nicht auf eine derart intensive Nutzung ausgelegt sind und schnell kaputtgehen.

Außerdem kann es dich massiv Kunden kosten, wenn du durch den Einsatz minderwertiger Geräte tatsächlich einmal eine schwere Verletzung eines Trainierenden herbeiführst. Das wird sich unglaublich schnell herumsprechen und dich das Vertrauen vieler Mitglieder kosten. Zusätzlich ist es hilfreich, wenn du an oder in der Nähe der Geräte Abbildungen mit Beschreibungen der richtigen Nutzung zur Verfügung stellst.

Kenne deine Zielgruppe!

Hast du viele Männer als Kunden, die intensives Krafttraining betreiben, ist ein großer Bereich mit freien Gewichten, Hanteln, Langhanteln, Kettlebells et cetera wichtig. Damit lassen sich priorisierte Muskelgruppen wie Arme, Brust und Schultern bereits hervorragend trainieren. Frauen werden eher seltener auf diese Möglichkeit des maximalen Muskelaufbaus zurückgreifen und benötigen entsprechend andere Trainingsgeräte mehr.

Möchtest du in großem Maße abnehmwillige Besucher ansprechen, so ist eine umfassende Cardioabteilung hilfreich. Vor allem ist es jedoch entscheidend, dass du für alle Muskelgruppen und möglichst viele Fitnessangebote das passende Repertoire zur Verfügung stellst. So gewährleistest du Abwechslung für deine Mitglieder, steigerst ihre Motivation und ihre Möglichkeiten, sich in deinen Räumen zu beschäftigen. Je besser dir das gelingt, umso langfristiger ist der Erfolg, den du damit haben wirst.

Checkliste: So eröffnest du ein Fitnessstudio

  • Sammle alle Ideen für dein Fitnesskonzept
  • Plane die Einrichtung für dein eigenes Fitnessstudio
  • Analysiere Stadtteile und deine potenzielle Hauptkundschaft, um einen zentralen und lukrativen Standort zu finden
  • Stelle einen Businessplan mit Gründungsinvestitionen, laufenden Kosten und zu erwartenden Gewinnen auf
  • Finde die passenden Räumlichkeiten für dein Fitnesskonzept und richte sie ein
  • Suche nach geeignetem Personal
  • Erstelle deinen Webauftritt und führe Marketingmaßnahmen für die Eröffnung deines Studios durch

Fazit

Die Gründung eines Fitnessstudios ist eine tolle Geschäftsidee, aber letztendlich an erster Stelle an unternehmerische Faktoren gekoppelt. Das bedeutet, dass sowohl die trainingsspezifische als auch betriebswirtschaftliche Konzeption Fachkenntnisse voraussetzt. Als weitere mögliche Fallstricke sind die nicht ganz günstige Finanzierung zum Start und die mittlerweile recht weit verbreitete Konkurrenz zu betrachten. Entscheidend ist, dass du diese Faktoren im Blick hast und gut analysierst. Gehst du das Projekt gut strukturiert, systematisch und überlegt an, kannst du damit über lange Zeit erfolgreich sein. Schließlich ist es der gesundheitsorientierte Zeitgeist, der eine perfekte Geschäftsgrundlage für gutes und gezieltes Arbeiten im Fitnessstudio liefert.

Nadine Müller

Organisationstalent mit ausgeprägtem Designempfinden. Mit diesen beiden Schlagworten lässt sich Nadine’s Wesen im beruflichen Kontext wohl am treffensten beschreiben. Für sevDesk kreiert sie als Content Marketing Managerin Inhalte, die für dich als Nutzer wirklichen Mehrwert schaffen. Den Beweis findest du auf diesem Blog.

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