App programmieren lassen – Android oder iOS? Das solltest du beachten!

Du bist selbstständig oder hast gerade ein Unternehmen gegründet und überlegst dir jetzt, ob du eine eigene App dafür brauchst? Falls ja: Kannst du diese verantwortungsvolle Arbeit selbst übernehmen oder willst du lieber einen Profi deine App programmieren lassen? Aber wie findest du einen guten Anbieter und was kostet dich der Spaß? All diesen Fragen wollen wir im folgenden Artikel nachgehen.

Das erwartet dich heute:

Brauchst du überhaupt eine eigene App?

Eine App kann ziemlich hilfreich dabei sein, um das eigene Unternehmen voranzubringen. Es ist eine gute Werbung und kann deine Produktivität erhöhen. Außerdem kannst du deinen Verkauf darüber gut steuern und deine Marke bekannt machen. Die App kann dabei helfen, Reservierungen, Urlaubsplanungen und Termine besser abzuwickeln.

Beispielsweise die Reservierung von Terminen in deinem neuen großen Fitnessstudio könnten die Kunden über eine App direkt selbst erledigen. Über die App könntest du den Kunden außerdem zusätzliche Servicemöglichkeiten anbieten und schnell und einfach mit ihnen in Kontakt treten. Wenn du Waren anbietest, kannst du den Verkauf darüber steuern.

Einsatzmöglichkeiten der App

Vielleicht ist eine App nicht für jeden Unternehmer gleichermaßen geeignet, aber in der überwiegenden Anzahl der Fälle ist sie für dich ein modernes Hilfsmittel. Je nachdem wofür du sie verwenden willst, musst du auch die Programmierung steuern.

Du kannst sie als Werbemaßnahme verwenden, dein Unternehmen über die Geo-Lokalisierung anzeigen lassen oder sie zur Entwicklung und Unterstützung deines Online-Shops nutzen. Solltest du in der IT-Branche sein, ist die App ein super Tool, um deine neusten Spiele zum Download anzubieten. Dasselbe funktioniert auch mit E-Books oder Reisebuchungen.

Tipp!

Eine App sollte dem Nutzer vor allem einen gewissen Mehrwert bieten. Es gibt zahlreiche Online-Tools, die dir den Arbeitsalltag erleichtern können, vielleicht findest auch du eine passende Idee für deine neue App.

Die richtige App für dich

Du kannst praktisch alles über eine App regeln, sobald du deine Zielgruppe und die Aufgabe der App definiert hast. Dann kannst du nämlich mit einem guten App-Entwickler auch eine individuelle Lösung finden, die von den bisher erhältlichen Standard-Apps abweicht. Gerade bei innovativen Ideen und neuen Geschäftsmodellen greifen die üblichen Apps nicht und du brauchst für dich etwas Neues!

Kannst du deine App auch selbst programmieren?

Es gibt heutzutage eigentlich nichts, was es nicht gibt. Daher findest du im Netz sogar Anbieter, die dir einen App Baukasten zur Verfügung stellen. Über diesen kannst du ganz leicht eine Vorlage bearbeiten und eigene Texte oder Bilder hinzufügen.

Wenn du also ein Händchen für Technik hast und kreativ bist, spricht nichts dagegen, dir eine kostengünstige App selbst zu basteln. Allerdings werden deine technikaffinen Kunden genau bemerken, dass du eine 08/15 App nach Vorlage bearbeitet hast. Und das ist schade. Denn das ist der erste Eindruck, den du beim Kunden hinterlässt.

Daher ist es für dich hilfreich, mit einem professionellen Entwickler eine App zu schaffen, die deine Kunden vom Hocker haut! Du brauchst eine App, die dein Image unterstützt, die fehlerfrei funktioniert, gute Inhalte hat und in den sozialen Medien präsent ist.

Vorüberlegungen und Planung deiner App

Nachdem du nun weißt, dass eine App hilfreich ist und eine Profi-App dich weiterbringen kann, musst du dir ein paar Gedanken zur Ausführung machen. Vergiss dabei nicht, dass all deine Wünsche später Auswirkungen auf deinen Eindruck beim Kunden aber möglicherweise auch auf die Funktionalität und vor allem auf den Preis haben!

Worauf musst du bei der App Entwicklung achten?

Zuerst musst du deine Zielgruppe und die Hauptaufgabe der App genau festlegen. Wenn deine Geschäftsidee nicht völlig neu ist, hast du mit Sicherheit ein paar Konkurrenten. Du solltest dann deren Apps analysieren, um dich mit deiner App von ihren zu unterscheiden.

Wie soll dein Design aussehen? Hast du eine Marke oder ein Logo, das hervorgehoben werden kann? Oder einen Slogan? Sind bestimmte Farben einzubinden? Diese sollten sich aber von der Konkurrenz unterscheiden. Ganz wichtig dabei ist, dass du dir ein Alleinstellungsmerkmal erarbeitest, um dich von der Masse ähnlicher Apps abzuheben!

Willst du deine App zunächst kostenlos anbieten, um viele Nutzer anzuziehen? Wie lassen sich die Programmierkosten am besten wieder reinholen? Auf welchem App Store willst du die App anbieten? Hier sind verschiedene Bedingungen zu beachten, die dein Programmierer wiederum unbedingt einhalten muss, ansonsten kannst du die App dort nicht einstellen.

Essenziell ist die Auswahl des Betriebssystems

Wichtig ist außerdem die Entscheidung für ein Betriebssystem. Die großen Konkurrenten auf dem Smartphonemarkt sind derzeit Apple und Android. Du kannst daher grundsätzlich zwischen iOS und Android wählen. Da der Marktanteil von Android-Betriebssystemen in Deutschland jedoch bei über 80% liegt, hast du mit diesem System die Nase vorn.

Android Betriebssystem
Android Betriebssystem für deine App

Dabei gibt es bereits für den Programmierer erhebliche Unterschiede in der Komplexität. Das könnte für dich eigentlich egal sein, aber später spielt es für dich eine Rolle bezüglich der Kosten und des Designs sowie später beim Marketing.

Beispielsweise sind die Kosten für die Lizenzen bei Apple teurer als die von Android. Zudem müssen die iOS-Programme zuerst auf der Apple-Hardware erstellt werden. Dazu kommt, dass du mit den beiden Varianten unterschiedlich deine Kosten wieder hereinholen musst. Bei iOS werden die Apps normalerweise kostenpflichtig angeboten und bei Android kostenlos. Daher musst du deine Android App viel stärker über Werbemaßnahmen refinanzieren.

iOS Betriebssystem
iOS Betriebssystem für deine App

Zudem zu berücksichtigen sind übrigens die oben erwähnten Anforderungen der Stores. Während Apple seine iOS-Apps nach strengen Richtlinien zunächst überprüft, bevor die Apps in den Shop aufgenommen werden, hat Android weniger strenge Verfahren. Das hat bereits dazu geführt, dass gefälschte WhatsApp-Versionen im Google Play Store gelandet sind!

App ist App – oder? Welche ist für dich die Beste?

Damit deine App beim Kunden gut ankommt, musst du übrigens noch die richtige App-Art beachten. Es gibt verschiedene? Ja! Für den Nutzer ist die Bezeichnung meist unerheblich, solange sie funktioniert. Aber für dich hängt es damit zusammen, für welchen Zweck du deine App programmieren lassen willst. Daher musst du ein paar Begriffe im Zusammenhang mit den App-Arten kennen.
Grundsätzlich gibt es Native Apps, Web Apps und Hybride Apps.

Native Apps

Native Apps sind die, die du sowohl für iOS, Android aber auch Windows benötigst. Sie funktionieren unter Einbindung von Kameras oder GPS zur Standortanzeige oder anderen Sensoren. Jede dieser Apps wird in einer eigenen Programmiersprache für die spätere Nutzerplattform geschrieben und hat eine eigene Nutzeroberfläche. Wenn du willst, dass deine App auf iOS und Android laufen soll, dann musst du sie zwei Mal programmieren lassen – mit den unterschiedlichen Anforderungen für das jeweilige System.

Web Apps

Mobile Websites (Web Apps) werden mit HTML5 programmiert und funktionieren mithilfe des Internet Browser. Das ist ganz praktisch, denn wenn du auf deinem Smartphone einen Internet Browser hast, dann läuft eine so programmierte App sowohl auf iOS als auch auf Android. Was sich praktisch anhört und in der Entwicklung günstig ist, wird dann problematisch, wenn du irgendwo in einem Funkloch sitzt und versuchst, die App zu bedienen. Ohne Internet geht leider gar nichts. Und das bedeutet für den Nutzer deiner HTML-basierten App, dass er nicht viel Freude daran hat!

Hybride Apps

Eine Hybride App ist die perfekte Lösung für die oben beschriebene Problematik der Web App. Sie kann nämlich mit einem einzigen Code (Cordova) entwickelt werden und läuft dann auf allen Geräten. Das senkt deine Entwicklungskosten bei verbesserter Funktionalität.

Welche App-Variante für dich infrage kommt, hängt also von deinem Budget und dem Einsatzzweck ab. Das solltest du bei der Beauftragung deines Entwicklers berücksichtigen.

App-Test und Upload

Bevor deine App tatsächlich an den Start geht, sollte sie auf jeden Fall getestet werden. Der Profi, den du beauftragst, macht das automatisch. Aber natürlich auf deine Kosten! Üblicherweise in mehreren Durchgängen und durch verschiedene Personen. Hier hast du ein Mitspracherecht, was und wie er testet und was du bezahlen willst.

In diesem Bereich ist es beispielsweise möglich, manuelle App-Tests von Nutzern durchführen zu lassen. Dieser Beta-Test zeigt dann sofort, wie zufrieden echte potenzielle Kunden sind und welche Verbesserungswünsche sie haben. Solche Tester kann man über einen Crowdtesting-Dienstleister finden.

Es gibt auch automatisierte App-Tests, die mithilfe einer Software die Prüfung vornehmen. Damit sind aber nicht alle Funktionen prüfbar und die Software gibt auch kein individuelles Feedback wie ein echter Mensch.

Hinzu kommen Tests über verschiedene Mobilgeräte oder alternativ über sogenannten Emulatoren oder Simulatoren, die der App lediglich vorgaukeln, dass sie eines der zu testenden Endgeräte wären.
Wenn der Test erfolgreich war und alle Fehler behoben wurden, kann dein Programmierer im letzten Schritt die App in den gewünschten Store hochladen.

App programmieren lassen – Was kostet das?

Wie du siehst, erfordert eine App eine ziemlich umfangreiche Planung und Vorarbeit, gefolgt von einer Testphase, bevor sie endlich am Markt ist. Die endgültigen Kosten für eine App lassen sich daher nicht grundsätzlich beziffern. Es hängt alles von deinen speziellen Wünschen in den oben genannten Bereichen ab. Daher können wir dir leider keine konkreten Preisbeispiele nennen, weil zu viele Faktoren mit hineinspielen.

Gute Anhaltspunkte kannst du aber über verschiedene Online-Rechner bekommen, damit du eine ungefähre Zahl für deine Budgetplanung zur Verfügung hast. Dazu kannst du beispielsweise die beiden folgenden Seiten heranziehen:

Die Suche nach der richtigen Entwicklungsfirma – Woran erkenne ich ein seriöses Unternehmen?

Im Netz findest du alles – auch App-Agenturen. Doch es ist schwierig, einen guten und seriösen Anbieter zu finden. Schließlich ist eine Programmierung eine ziemlich komplexe Angelegenheit. Dennoch gibt es ein paar Punkte, auf die du achten kannst, wenn du dir einen geeigneten Partner suchst.

Zunächst solltest du skeptisch sein, wenn dir ein Einzelgänger seine Dienste anbietet. Wie du schon im Artikel gesehen hast, muss man ziemlich viele Dinge berücksichtigen und sowohl verschiedene Programmiersprachen als auch kreative Punkte berücksichtigen. Und am Ende noch mindestens mit dem Vier-Augen-Prinzip die letzten Fehler beseitigen. Also achte lieber auf ein Unternehmen, das aus einem ganzen Team kompetenter Mitarbeiter besteht.

Als Nächstes kannst du dich erkundigen, ob die Programmierer und Designer alle unter demselben Dach arbeiten. Es ist bei so großen Projekten wichtig, dass die Abläufe von einem kompetenten Projektmanagement überwacht werden, damit am Ende die Qualität stimmt. Werden Teile deiner App während der Entwicklung an Sub-Unternehmer ausgelagert, solltest du lieber von einem Auftrag Abstand nehmen.

Ist das Unternehmen auf dem neusten Stand der Technik? Gibt es Zertifikate oder andere Referenzen? Ohne neue Technologie, laufende Fortbildung und optimales technisches Know-how bist du sonst bei der falschen App-Agentur. Schließlich musst du beachten, dass deine App sich künftig anpassen und weiterentwickeln soll. Das geht nur mit einem Programmierer, der selbst eine zukunftsorientierte Unternehmenspolitik hat!

Checkliste

Am besten erstellst du dir eine Checkliste mit allen Punkten, die wichtig sind, und hakst diese dann bei jeder infrage kommenden Firma entsprechend ab. Achte dabei auf Folgendes:

  • Hol dir ein Angebot und und stelle deine wichtigen Fragen (siehe oben), um die Eignung der Firma zu prüfen. Wichtig sind alle Referenzen (die meist in den Unterlagen bereits genannt werden) und die bisherigen Erfolge. Auch wichtig: Wie lange gibt es die Firma schon?
  • Kannst du ein kostenloses Beratungsgespräch in Anspruch nehmen? Hier kannst du beim direkten Kontakt eventuell auch die Firma besichtigen oder zuständige Personen persönlich kennenlernen.
  • Erarbeite mit der Firma einen Projektplan, der all deine Ideen beinhaltet. Wirst du dabei unterstützt? Kommen während der Bearbeitung plötzlich Zusatzkosten ins Gespräch? Oder lässt man dich mit deinen Ideen ganz alleine?
  • Welcher Zeitraum wird für die Entwicklung angesetzt und warum? Werden zu lange Zeiträume genannt ohne plausible Erklärung? Zu schnelle Entwicklungen sollten ebenfalls suspekt sein, denn dann ist möglicherweise keine ausgiebige Testphase erfolgt.

Fazit

Du konntest jetzt einen ersten Überblick mit allen wichtigen Grundgedanken zum Thema eigene App programmieren lassen erhalten. Wenn du feststellst, dass eine App für dein Unternehmen hilfreich und wichtig ist, dann such dir einen professionellen Entwickler, den du auf Herz und Nieren prüfst. Plane konkret alle wichtigen Punkte vom Design über den Zweck, die Zielgruppe und das korrekte Betriebssystem. Dabei kannst du parallel die jeweiligen Kosten mittels eines Online-Rechners im Auge behalten.

Deiner ersten eigenen App sollte damit nichts mehr im Weg stehen!

Nadine Höpf

Content Marketerin und gleichzeitig als Country Managerin für Frankreich zuständig. Nadine kann nicht nur in deutsch gehaltvolle Inhalte erstellen, sondern mühelos auch in französisch. Eine deutsche Kostprobe von ihrem Können bekommst du auf diesem Blog.

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