Existenzgründer brauchen, um mit ihrem späteren Unternehmen erfolgreich zu sein, die richtige Beratung. Ein Gründercoaching ist für viele Existenzgründer unerlässlich, die Existenzgründer können sich über den Erfolg ihrer Geschäftsidee, über die Ausrichtung ihres Unternehmens auf die Zielgruppen und über wichtige Kriterien in der Startphase beraten lassen.

Definition des Gründercoachings

Das Gründercoaching dient zur Erhöhung der Erfolgsaussichten eines Unternehmens und zur nachhaltigen Sicherung einer Existenzgründung. Mit dem Gründercoaching erhalten Existenzgründer die Möglichkeit, frühzeitig Coachingleistungen in Anspruch zu nehmen, um erfolgreich am Markt zu starten. Das Gründercoaching ist kostenpflichtig, der Existenzgründer muss es jedoch nicht in voller Höhe selbst bezahlen. Existenzgründer können Zuschüsse zu den Kosten der Coachingmaßnahme erhalten, so kann die Finanzierung von Coachingmaßnahmen erleichtert werden, was zu einer Stärkung des Erfolgs der Existenzgründung führen kann. Die Zuschüsse zu den Kosten des Gründungscoachings können aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gezahlt werden.

Gründercoaching - auf was muss ich achten?

Inhalte des Gründeroachings

Damit das Gründercoaching mit Zuschüssen gefördert werden kann, müssen die Coachingmaßnahmen wirtschaftliche, finanzielle und organisatorische Fragen betreffen und durch einen Berater im Rahmen des Einzelcoachings durchgeführt werden. Coachinginhalte, die in den Vorgründungsbereich fallen, können nicht gefördert werden. Das Gründercoaching kann Rechts-, Versicherungs- und Steuerfragen betreffen, doch ist es dann nicht förderungsfähig. Auch die Ausarbeitung von Verträgen, die Aufstellung von Jahresabschlüssen und die Hilfe bei Buchführungsarbeiten können Teil des Gründercoachings sein, doch sind sie nicht förderungsfähig. Mit dem Gründercoaching können Unternehmensgründer häufige Fehler bei der Existenzgründung vermeiden und ihre Chancen auf eine erfolgreiche Tätigkeit erhöhen.

Förderung für Gründercoaching

Existenzgründer können für das Gründercoaching verschiedene Förderprogramme in Anspruch nehmen, um nur einen geringen Eigenanteil an den Beratungskosten zu bezahlen. Vor der eigentlichen Gründung können abhängig vom Bundesland bis zu 80 Prozent der Kosten übernommen werden, die KfW übernimmt nach der Gründung bis zu 75 Prozent der Kosten. Die Programme zur Förderung des Gründercoachings unterscheiden sich nach der Zeit vor der Gründung und der Zeit nach der tatsächlichen Gründung, sie beinhalten unterschiedliche Schwerpunkte für die Beratung. Noch bis fünf Jahre nach der Gründung ist ein Gründercoaching möglich. Eine Förderung wird auch bei der Gründung eines Unternehmens aus der Arbeitslosigkeit heraus gewährt.

Den richtigen Coach finden

Für ein gutes Gründercoaching kommt es darauf an, den richtigen Coach zu finden. Im Rahmen der Förderprogramme können Berater vermittelt werden, deren Beratungsleistung sich auf die spätere Geschäftstätigkeit bezieht und die über das nötige Branchenwissen verfügen. So kann beispielsweise ein Handwerker, der in die Selbstständigkeit starten möchte, einen Berater in Anspruch nehmen, der sich mit dem Handwerk und den Möglichkeiten für einen erfolgreichen Marktstart mit dieser Geschäftsidee auskennt. Auch über die KfW können Gründercoaches vermittelt werden. Im Internet sind Adressen von Beratungsstellen zu finden, bei der Auswahl ist darauf zu achten, dass sie für die spätere Unternehmenstätigkeit relevant sind. Seriöse Gründercoaches sind bei der KfW gelistet.

Definition des Gründercoachings

Beispiele für Gründercoaching

Die Beispiele sollen verdeutlichen, wie ein Gründercoaching aussehen könnte. Nach einer Familienpause möchte sich eine frühere Mediaberaterin als Schmuckdesignerin selbstständig machen, sie möchte Lederarmbänder herstellen und verkaufen. Der Gründercoach beriet die Existenzgründerin bei der Wahl des Produkts, bei den Vertriebsmöglichkeiten und der Finanzierung, er half ihr, die richtigen Vertriebspartner zu finden und einen Onlineshop zu eröffnen. Ein Angestellter eines Bestattungsunternehmens plante den Weg in die Selbstständigkeit. Er benötigte einen Kredit zur Finanzierung seiner Existenzgründung und ließ sich beraten. Die Beraterin half ihm, die richtige Bank für seinen Kredit zu finden, sie erstellte zusammen mit ihm einen Businessplan, den er bei der Bank vorlegte. Der Betreiber eines Fahrradladens brauchte kurz nach der Gründung des Ladens Feedback, um den Laden noch besser zu machen. Er nahm die Beratung eines Gründercoaches in Anspruch. Der Gründercoach half ihm, die richtigen Zulieferer zu finden und mit den richtigen Maßnahmen Kunden zu akquirieren, er beriet ihn auch in finanziellen Fragen.

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