Benchmarking

Die Kurzerklärung für Benchmarking: Ein Instrument der Wettbewerbsanalyse.

Was ist eigentlich Benchmarking?

Beim Benchmarking handelt es sich um ein Verfahren, bei dem kontinuierlich nach Verbesserungsmöglichkeiten gesucht wird. Durch diese Vorgehensweise wird sichergestellt, dass das Unternehmen wettbewerbsfähig bleibt. Das bedeutet, dass das Ziel verfolgt wird, eine eventuelle Leistungslücke zu schließen.
Diese Vergleiche fanden ursprünglich nur unter den großen Konzernen der Welt statt, doch mittlerweile wird Benchmarking ganz unabhängig von der Betriebsgröße angewendet und erfasst sowohl Dienstleistungen als auch die Produktion.
Die Frage beim Benchmarking lautet: Was machen andere und warum sind diese erfolgreicher als das eigene Unternehmen? Dabei lässt sich Benchmarking in fast allen Unternehmenbereichen, Prozessen und Abläufen einsetzen. Schwerpunktmäßig wird Benchmarking in folgenden Bereichen eingesetzt:

  • Marketing
  • Verkaufsaußendienst
  • Logistik/Materialwirtschaft
  • Administration
  • Controlling
  • Service/Kundendienst

Benchmarking - ein Instrument der Wettbewerbsanalyse

Aus Vergleich lernen! – Der Vergleich mit den Besten!

Um es einfach auszudrücken: Benchmarking bedeutet, die Leistungen, die das eigene Unternehmen erbringt, mit denen der besten zu vergleichen und darauf zu lernen. Damit das gelingt, besteht Benchmarking aus insgesamt vier Phasen.
Wer an die Spitze mit seinem Unternehmen will, der orientiert sich am besten am Erfolg anderer – denn das hat sich schon immer bewährt. Daher lautet der oberste Grundsatz von Benchmarking: Lerne von den Besten!
Beim Benchmarking werden die eigenen Produkte, Prozesse, Strukturen, Aktivitäten, Strategien, Kulturen etc. mit denen der besten verglichen, um so von diesen zu lernen. Das gelingt indem „Best Practices“ identifiziert und auf die eigenen Belange angepasst und dann auch umgesetzt werden. Dabei ist eines der wichtigsten Prinzipien Benchmarking als einen ständigen Prozess im Unternehmen zu etablieren um so langfristig Verbesserungen in allen Bereich zu erzielen und sich letztendlich auch im Wettbewerb behaupten zu können.

Damit ein Unternehmen mit Benchmarking langfristig erfolgreich sein kann, ist es notwendig, das Konzept zu einer permanenten Einrichtung werden zu lassen. Das heißt, Benchmarking wird immer wieder durchgeführt.

Benchmarking besteht aus vier Phasen

Ein typisches Benchmarking-Projekt besteht aus vier Phasen und wie lange eine Phase dauer, wie hoch der Ressourcenbedarf ist und auch die Detailplanung an Zeit benötigt, das ist von Projekt zu Projekt unterschiedlich. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass für einen kompletten Benchmarking-Zyklus rund fünf bis 12 Monate einzuplanen sind.

Phase 1: Die Benchmarking-Objekte auswählen

In dieser Phase wird zuerst das eigene Unternehmen mit dem Ziel analysiert, die strategisch richtigen Objekte für das Projekt auszuwählen. Das heißt, es werden die wichtigsten Problembereiche identifiziert, die dann mithilfe von dem Benchmarking verbessert werden sollen. Dabei handelt es sich zumeist um einzelne Prozesse, die besonders wichtig sind oder aber Produkte und Service-Leistungen die verbessert werden sollen. Hier lautet die zentrale Frage, was soll gebenchmarkt werden?

Phase 2: Die Benchmark auswählen

In dieser Phase werden ein oder mehrere Benchmarking-Partner ausgewählt, mit denen das eigene Unternehmen verglichen und von denen gelernt werden kann.

  • Es können intern einzelne Unternehmensbereiche miteinander verglichen werden.
  • Das Unternehmen kann mit Konkurrenzunternehmen verglichen werden.
  • Es ist möglich, dass Unternehmen mit anderen zu vergleichen, die in einem bestimmten Verfahren oder einer gewissen Methode weltweit führend sind.

Hier lautet die zentrale Frage, mit wem das Unternehmen verglichen werden soll.

Phase 3: Eine Studie durchführen.

Während dieser Phase werden die Benchmarkingpartner untereinander verglichen. Dabei müssen Leistungslücken identifiziert und auch die Ursachen für diese herausgefunden werden. Die zentrale Frage hier: Wo sind die Leistungslücken zu finden und warum bestehen diese?

Phase 4: Die Ergebnisse umsetzen.

Hierbei handelt es sich um die letzte Phase des Benchmarking-Projekts. Nun wird geplant und die Umsetzung der Maßnahmen wird realisiert, die aus der Studie abgeleitet werden. Es wird also die Best-Practices der Benchmarkingpartner eingeführt und die Ergebnisse werden kontrolliert. Im Anschluss kann dann ein neues Benchmarking-Projekt gestartet werden.

Die zentralen Fragen in der vierten Phase lauten:

  • Was ist zu tun?
  • Wie können die gesteckten Ziele erreicht werden?
  • Wie sollen die gewonnenen Erkenntnisse im eigenen Unternehmen umgesetzt werden?

Zusammenfassung

Bei Benchmarking handelt es sich also um ein komplexes System. Zudem ist Benchmarking einer der effektivsten Wege, wenn es darum geht, Wissen von auserhalb zügig in das eigene Unternehmen zu integrieren. Der Grund ist, dass das erarbeitete Wissen, im Rahmen des Benchmarking-Prozesses, sehr praxisorientiert ist und sich im Alltag als effektiv erwiesen hat.
Soweit in der Theorie. Wird Benchmarking in der Praxis praktiziert, dann reduziert es sich zumeist nur auf einzelne Kennzahlen, die verglichen werden und somit oftmals nur eine Weiterentwicklung des Betriebsvergleichs darstellt.

Alisha Meier

Um seine Zielgruppe im Internet zu begeistern muss man kreativ sein. Alisha besitzt diese Kreativität und weiß als Content Marketerin bei sevDesk, welche Inhalte im Netz funktionieren. Im Blog beschäftigt sie sich mit sämtlichen Kreativthemen und versucht Selbstständige zu inspirieren.