WordPress-Plugins

WordPress-Plugins sind nützliche Tools, die Ihnen die Arbeit mit Ihrer Website erleichtern. Experten empfehlen, nicht zu viele Plugins zu installieren. Das ist zum einen aus Sicherheitsgründen sinnvoll, vom anderen verlangsamen zu viele Plugins die Ladezeit Ihrer Website. Konzentriere dich aus diesem Grund auf die wichtigsten Plugins, um deine WordPress-Website zu optimieren.

Das erwartet dich heute:

Was sind Plugins und wofür brauche ich WordPress-Plugins?

Ein Plugin ist eine Art Zusatzprogramm, das einer bestehenden Software für erweiterte Funktionen hinzugefügt wird. Gerade im Bereich der Computerspiele wird auch von Addons gesprochen. WordPress-Plugins ermöglichen es dem WordPress-Nutzer, dem Dashboard seiner Website weitere Funktionen hinzuzufügen. Individualisiere deine Website mit Plugins für das Gestalten von Bildern und Beiträgen, schütze deinen Webauftritt mit Sicherheitsplugins und optimiere die Sichtbarkeit deiner Website bei Google, indem du dich von SEO-Plugins unterstützen lässt.

Gibt es kostenlose WordPress-Plugins?

Für WordPress findest du eine große Auswahl an kostenlosen Plugins. Diese werden häufig von privaten Nutzern entwickelt und sind auch bei Updates auf die Mithilfe privater Programmierer angewiesen. Du kannst diese Plugins kostenlos herunterladen und nutzen. Es besteht die Möglichkeit, für die Mühe der Entwickler eine kleine Spende zu hinterlassen. Dies ist jedoch nicht verpflichtend.

13 nützliche WordPress-Plugins

Lerne 13 nützliche Plugins für WordPress kennen, die sich für nahezu jede Art von Website lohnen.

Yoast SEO

Yoast SEO gehört zum festen Bestandteil auf jeder Website. Selbst wenn du dich nicht mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung auskennst, ist die Arbeit mit Yoast SEO kein Problem. Das kostenlose Plugin zeigt dir an, ob du dein Hauptkeyword in angemessener Menge verwendet hast, präsentiert dir eine Lesbarkeits- sowie eine SEO-Analyse und lässt dich ganz einfach Metadaten für die jeweilige Seite erstellen. Wer Wert auf die Sichtbarkeit seiner Website legt, für den ist Yoast SEO als Plugin unverzichtbar.

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WP Rocket

Ist die Ladezeit einer Website zu hoch, dann verlassen viele User die Seite, noch bevor sie vollständig geladen hat. Um eine hohe Anzahl von Website-Besuchen zu erhalten, ist eine möglichst schnelle Ladezeit essenziell. WP Rocket ist ein Plugin, das auch auf Deutsch verfügbar ist. Es optimiert die Ladezeit deiner Website. WP Rocket ist nicht kostenlos, bietet aber günstige Jahreszahlungen und gestaffelte Beiträge für verschiedene Anzahlen von Websites an.

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Cache Enabler

Cache Enabler ist ebenfalls ein Plugin zur Optimierung der Ladezeit deiner Website. Im Gegensatz zu WP Rocket ist es kostenlos, hat jedoch eine nicht ganz so umfassende Leistung. Der Cache Enabler speichert statische HTML-Dateien deiner Website, um die Ladezeit beim Aufrufen zu verkürzen.

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Easy Table of Contents

Mit dem kostenlosen WordPress-Plugin Easy Table of Contents erstellst du in kürzester Zeit ein Inhaltsverzeichnis auf deiner Website. Das erleichtert es dem Leser, sich zurechtzufinden. Klicken deine Besucher auf ein bestimmtes Thema im Inhaltsverzeichnis, springen sie direkt zur passenden Stelle auf der Website.

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Wordfence Security

Wordfence Security schützt deine Seite vor unerwünschten Viren. Das kostenlose Plugin funktioniert wie ein Antivirenprogramm für deine Website, scannt diese regelmäßig auf Bedrohungen und informiert dich im Falle einer Gefahr per E-Mail.

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Simple Image Sizes

In vielen WordPress-Themes hast du lediglich drei Einstellung zur Darstellung des Bildes auf deiner Website. Individuelle Abmessungen oder ein bestimmtes Format sind häufig nicht möglich. Hier kommt das Plugin Simple Image Sizes ins Spiel. Lege individuell die Breite und die Höhe deiner Bilder fest. Simple Image Sizes ist ein kostenloses WordPress-Plugin.

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Pretty Links

Dieses Plugin hält, was der Name verspricht. Kürze zu lange Links deiner Website. Anders als bei anderen Tools zum Kürzen von Links bleibt dein Domainname bestehen. Das sorgt dafür, dass die Links trotz Kürzung immer noch schön aussehen. Pretty Links hat außerdem einige weitere nützliche Funktionen. Zum Beispiel trackt es, von welchem Browser, Betriebssystem oder Host der Link angeklickt wurde. Erhöhe die Reichweite deiner Website mit optisch ansprechenden, kurzen Links. Pretty Links ist ein kostenloses Plugin.

Zur Website von Pretty Links

Broken Link Checker

Sogenannte „tote Links“, die von deiner Website ausgehend einfach ins Nichts führen, ärgern deine Userinnen und User. Zusätzlich wirken sie sich negativ auf deine Auffindbarkeit bei Suchmaschinen aus, schließlich gilt dein Inhalt somit als weniger relevant. Deshalb gibt es das Plugin Namens „Broken Link Checker“, mit dem du prüfen kannst wo es ausgehende Links gibt, die nichtmehr auf die entsprechende Zielseite führen. Du kannst einfach von Zeit zu Zeit das Plugin aktivieren, statt es ständig laufen zu lassen, um keine unnötige Serverbelastung zu verursachen.

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Redirection

Dieses Plugin zielt auf ein ähnliches Problem ab, nämlich auf nichtmehr vorhandene Seiten. Für diese kannst du ansonsten eine 404-Weiterleitung einrichten, doch wenn du davon lieber die Finger lassen möchtest, lässt sich diese Weiterleitung auch über das Plugin einfach bewerkstelligen. IP-Adressen sollten bei der Weiterleitung aus Datenschutzgründen nicht gespeichert werden, dies kannst du manuell einstellen, damit du keine Schwierigkeiten aus Datenschutz-Perspektive bekommst.

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Antispam Bee

Wenn deine Website bereits online ist kennst du das Problem leider sicher – laufend trudeln neue Spam-Kommentare ein, die du mühsam löschen musst. Abhilfe sorgt dieses Plugin, das bereits über 500.000 Mal heruntergeladen wurde. Es steht kostenlos zur Verfügung und hilft dir dabei, den Spam in deinen Kommentaren einzudämmen.

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EWWW Image Optimizer

Die schnelle Ladezeit gehört zu den wichtigsten Faktoren, damit Userinnen und User deine Website nicht gleich wieder verlassen und zusätzlich ist sie auch aus SEO-Gründen wichtig. Große Bilder verlangsamen jedoch die Geschwindigkeit deiner Website massiv. Deshalb kannst du das Plugin EWWW Image Optimizer nutzen – und zwar kostenlos. Alle Bilder werden durch das Plugin komprimiert, wodurch die Ladezeit deutlich schneller ist, als wenn bei jedem Seitenaufruf große Bilddateien ausgespielt werden müssen.

Zur Website von EWWW Image Optimizer

WP Super Cache

Die schnelle Ladezeit deiner Website kannst du auch mit diesem Plugin sicherstellen. Es sorgt dafür, dass eine komprimierte Datenversion vorhanden ist, die dann blitzschnell geladen werden kann. Dieses Plugin ist kostenlos, alternativ dazu gibt es auch noch WP Rocket für derzeit 39 USD zu kaufen, mit etwas mehr Funktionen, aber grundsätzlich der selben Herangehensweise zur Beschleunigung der Ladezeit. Bei der kostenpflichtigen Option hast du weitere Features dabei, die deine Auffindbarkeit bei Suchmaschinen verbessern sollen. Die Investition kann sich also durchaus lohnen!

Mehr Infos zu WP Super Cache

WP Sweep

Last but not least sei auch erwähnt, dass sich über die Monate und Jahre hinweg viel unnötiger Content ansammelt, den du schlichtweg nicht auf deiner Seite brauchst. Denken wir hier beispielsweise an Spam-Kommentare oder auch Entwürfe, die nicht fertiggestellt wurden und nun längst nichtmehr aktuell sind. Mit dem Plugin WP-Sweep kannst du deine Website kurz gesagt „ausmisten“ und dafür sorgen, dass völlig veralteter und nicht genutzter Inhalt verschwindet. Das führt wiederum dazu, dass deine Website schneller lädt, da nur relevanter Content vorhanden ist.

Mehr Infos zu WP-Sweep

Tipp!

Für eine professionelle Website ist neben der Implementierung von Plugins auch das Design der Seite wichtig, um deine Kunden zu überzeugen. In unserem Beitrag geben wir dir wertvolle Tipps zum Gestalten deiner Website!

Die besten kostenlosen WordPress-Plugins

Wenn du vielleicht nur einen privaten Blog betreibst oder schlichtweg nicht viel Geld für deine Website ausgeben möchtest, sind kostenlose Plugins für dich die richtige Wahl. Bedenke allerdings immer, dass kostenpflichtige Plugins oft mehr zu bieten haben. Die Preise bewegen sich meist im Bereich von wenigen Euro, Plugins die mehr als 50 Euro kosten sind die absolute Ausnahme. Welche kostenlosen Plugins sind besonders gut? Wir haben einige Vorschläge für dich:

  • YOAST SEO: Dieses Plugin bildet die Basis für all deine SEO-Aktivitäten. Du kannst damit beispielsweise ein Keyword festlegen und bekommst auch immer direkt Feedback, ob dein Beitrag bereits passend zum Keyword verfasst wurde oder beispielsweise die Dichte noch zu gering ist. Einfach, praktisch und kostenlos! Zur Website von Yoast SEO
  • WP Smush: Mit diesem Plugin komprimierst du alle Bilder, die du jemals hochgeladen hast. Das solltest du regelmäßig tun, um die Datenmenge zu verringern, die geladen werden muss. So wird deine Seite schneller – und das obwohl das Plugin absolut kostenlos ist. Mehr Infos zu WP Smush
  • Cookie Notice: Es gibt mittlerweile zahlreiche Plugins, mit denen du deine Userinnen und User auf deine Cookie-Einstellungen aufmerksam machen kannst, sodass du die entsprechende Einwilligung erhältst das Verhalten der Personen zu tracken. Mehr Infos zu Cookie Notice
  • Contact Form 7: Du möchtest über deine Website Anfragen oder sonstige Nachrichten erhalten? Dann kannst du mit diesem kostenlosen Plugin ansprechend gestaltete Kontaktformulare einfügen und sehr einfach einrichten, dass du die hier abgesendeten Nachrichten direkt per Mail bekommst. Zur Website von Contact Form 7
  • Antispam Bee: Das zuvor schon erwähnte Plugin erkennt automatisiert Spam-Kommentare und verschiebt diese entsprechend in den Spam-Bereich, wo du sie dann mit wenigen Klicks gesammelt löschen kannst. Simpel und praktisch! Mehr Infos zu Antispam Bee

Es gibt unzählige andere kostenlose Plugins, die sicher auch Sinn machen und großartig sind. Wir haben hier bewusst nur eine kleine Auswahl für dich getroffen, da du die Plugins auch entsprechend deiner eigenen Bedürfnisse anpassen musst.

Wenn du beispielsweise eine statische Website, basierend auf WordPress, betreibst, wirst du kein Plugin benötigen, das Spam-Kommentare erkennt und löscht. Anders ist es, wenn du eine aktive Community hast, die gerne Kommentare hinterlässt und bei der auch die Kommentare der anderen gelesen werden. So musst du individuell auswählen, welche Plugins so relevant für dich sind, dass du sie zum Einsatz bringst. Bedenke dabei immer, dass jedes Plugin Speicherplatz benötigt und deine Ladezeit durch zu viele Plugins schlechte wird.

Plugins und die DSGVO-Konformität

Wenn du Plugins installierst musst du dir auch immer die Frage stellen, welche DSGVO-Aspekte hier relevant sein können. Mittlerweile haben die Entwickler der Plugins bereits reagiert und praktisch immer darauf geachtet, dass die nötigen Standards erfüllt werden. Allerdings hast du immer selbst die Verantwortung und musst daher manchmal manuelle Anpassungen vornehmen.

Ein Beispiel dafür sind Kontaktformulare, die du mit Plugins erstellst. Da ist es wichtig entsprechende Ankreuz-Optionen einzufügen, mit denen deine Userinnen und User der Verarbeitung der von ihnen angegebenen Daten zur Beantwortung ihrer Anfrage zustimmen.

Abseits der Prüfung ob du DSGVO-Aspekte bei der Installation und Einrichtung der Plugins beachten musst, solltest du unbedingt laufende Updates installieren. Das ist mit wenigen Klicks im Bereich „Aktualisierungen“ möglich. So hältst du deine Plugins auf dem neuesten Stand und minimierst das Sicherheitsrisiko. Beachte dabei immer, dass die Updates mit deiner WordPress-Version kompatibel sein müssen, ein entsprechender Hinweis steht immer direkt bei den Aktualisierungen dabei. Auch die WordPress-Version selbst musst du regelmäßig updaten, um auf der sicheren Seite zu sein. Bei ganz neuen WordPressversionen kann es vorkommen, dass Updates für einzelne Plugins erst nach einigen Tagen oder sogar Wochen verfügbar sind – prüfe die Update-Optionen also regelmäßig.

WordPress-Plugins finden und installieren

Gehe zunächst auf das Dashboard deiner WordPress-Seite. Auf der linken Seite findest du alle Menüpunkte. Suche nach dem Menüpunkt „Plugins“. Hier findest du alle installierten Plugins, kannst neue installieren und bestehende Plugins editieren.

Um ein neues WordPress Plugin zu installieren, klicke zunächst auf den Menüpunkt „Plugins“ und anschließend auf „Installieren“. Du gelangst auf eine Übersichtsseite, auf der dir automatisch populäre Plugins empfohlen werden. Suche ganz rechts in dem Feld „Plugins durchsuchen“ nach dem Plugin, das du installieren möchtest. Anschließend wird es dir angezeigt und du musst lediglich auf „jetzt installieren“ klicken. Einige externe, kostenpflichtige Plugins werden in dieser WordPress-eigenen Übersicht nicht angezeigt, wie zum Beispiel WP Rocket. Diese Plugins kaufst und installierst du über die Websites der jeweiligen Anbieter. Hier wirst du bis zur Installation angeleitet. Die Implementation externer Plugins ist also ebenfalls unkompliziert.

Worauf solltest du bei WordPress-Plugins achten?

Die Grundregel für die Verwendung von Plugins lautet: Klasse, statt Masse! Zu viele Plugins verlangsamen die Ladezeit deiner Website. Achte also darauf genau jene Plugins zu finden, die dir echten Mehrwert bieten. Andere kannst du vielleicht weglassen und stattdessen selbst eine andere Lösung finden, beispielsweise wenn es darum geht veraltete Links zu prüfen – das ist auch manuell möglich, wenn du konsequent dahinter bist. Unnötige Plugins vermeiden ist wichtig und bei all jenen Plugins, die du installierst, musst du dich um die laufende Wartung kümmern. Führe also regelmäßig Updates durch und stell sicher, dass deine Plugins immer am neuesten Stand sind. Außerdem ist es wichtig, dass du Datenschutz-Aspekte aller Plugins im Auge behältst und gegebenenfalls entsprechende Anpassungen vornimmst.

FAQ und Fazit

Damit du dir schnell einen Überblick zu den wichtigsten Punkten rund um WordPress-Plugins machen kannst, haben wir noch einige relevante Infos kompakt für dich zusammengefasst.

Welche WordPress-Plugins soll ich verwenden?

Je nach dem ob du einen privaten Blog betreibst, eine Firmenwebsite oder ein anderes Projekt gibt es unterschiedliche Plugins, die für dich passend sein können. Immer hilfreich sind Plugins, durch die du die Ladezeit deiner Website verbesserst, also beispielsweise jene zur Komprimierung von Bildern und zur Cache-Nutzung.

Wie viele Plugins soll ich verwenden?

So wenig als möglich, so viele wie nötig. Plugins benötigen Ressourcen und verlangsamen deine Website generell, daher solltest du nur wirklich wichtige Plugins installieren.

Gibt es gute kostenlose WordPress-Plugins?

Ja! Die Auswahl ist enorm und einige empfehlenswerte Plugins, die kostenlos verfügbar sind, haben wir in diesem Beitrag bereits vorgestellt.

Wie installiere ich WordPress-Plugins?

Wenn du in deinem WordPress-Backend eingeloggt bist siehst du im Menü in der linken Seitenleiste den Punkt Plugins. Dort kannst du nach Plugins suchen oder entsprechende Plugin-Dateien hochladen und anschließend installieren und aktivieren.

Abschließend ist zu sagen, dass WordPress gerade auch wegen der vielfältigen Plugins so beliebt ist. Praktische Plugins sorgen dafür, dass Websites schnell professionell gestaltbar sind, beispielsweise durch einfache Kontaktformulare. Gleichzeitig helfen die Plugins die Website auch technisch zu verbessern, beispielsweise hinsichtlich der Ladezeit. Die Kehrseite ist, dass auch die Plugins selbst Ressourcenfresser sind und daher entsprechend sparsam eingesetzt werden sollten.

Alisha Meier

Alishas Kreativität kennt keine Grenzen. Seit 2017 arbeitet sie als Content Marketing Managerin bei sevDesk und begeistert ihre Zielgruppe mit gezielten Inhalten rund um Kreativthemen und Inspiration für Selbstständige.

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