8 Tipps, wie Du Aufgaben einfach outsourcen kannst

Zu viel zu tun? Aufgaben, die die eigenen Kompetenzen übersteigen? Es gibt ein Gegenmittel! Das Zauberwort heißt Outsourcing.

Die ganz Großen machen es vor: Am vergangenen Dienstag wurde bekannt, dass die Deutsche Bank einen Deal mit HP geschlossen hat. Das Finanzunternehmen will innerhalb der nächsten zehn Jahre seine weltweite IT modernisieren – und setzt dabei auf externes Know-how. Während die Deutsche Bank weiterhin für die IT-Architektur, Anwendungsentwicklung und Datensicherheit verantwortlich bleibt, wird HP vor allem die IT-Infrastruktur im Groß- und Firmenkundenbereich übernehmen: Der Spezialist kümmert sich um das, was er besonders gut kann. Klingt sinnvoll. Doch funktioniert das immer?

Outsourcing im Unternehmen – Pro und Contra

Warum betreibt ein Unternehmen Outsourcing? Folgende Vorteile ergeben sich:

  • Dank hoher Spezialisierung kann ggf. eine Verbesserung der Qualität erreicht werden.
  • In der Regel werden Kosten eingespart.
  • Sie können sich auf Ihre eigenen Kernkompetenzen konzentrieren und machen den Arbeitsprozess so effektiver.
  • Die Flexibilität besonders bei schwankender Auftragslage steigt.
  • Personalkosten können reduziert, die Liquidität verbessert werden.
  • Bei der Auslagerung von Produktionsprozessen wird auch das Produktionsrisiko weitergegeben.

Selbstverständlich gibt es auch Risiken, die mit dem Outsourcing einhergehen können. Diese Nachteile sollten Sie bedenken:

  • Langfristig geht firmeninternes Wissen verloren und wird stark reduziert.
  • Die Bindung an andere Unternehmen kann Abhängigkeiten erzeugen.
  • Es besteht nur eine indirekte Qualitätskontrolle.
  • Dritte müssen ggf. in Geschäftsgeheimnisse eingeweiht werden.
  • In einigen Fällen werden Mitarbeiter entlassen, die ggf. wertvolles Unternehmenswissen mitnehmen.

Welche Formen des Outsourcing gibt es?

Grundsätzlich gibt es das unternehmensinterne und das unternehmensexterne Outsourcing. Beispiele für das interne Outsourcing sind die Gründung eines Tochterunternehmens, das bestimmte Aufgabengebiete übernimmt, oder die Zusammenarbeit mit Leiharbeitsfirmen. Beim unternehmensexternen Outsourcing werden Aufgaben an Fremdunternehmer abgegeben, die mit der eigenen Firma in keinerlei Verbindung steht.
Darüber hinaus unterscheidet man in der Regel folgende Formen:

  • Business Process Outsourcing:

Es werden komplette Prozesse ausgelagert, zum Beispiel die gesamte Logistik, das Rechnungswesen oder der Bereich Human Ressources.

  • Outtasking:

Hier übergibt ein Unternehmen abgegrenzte Aufgabengebiete an einen externen Dienstleister – anders als beim Business Process Outsourcing wird aber der übergeordnete Geschäftsprozess weiter intern gesteuert.

  • Selective Outsourcing:

Beim Selective Outsourcing handelt es sich um eine Art Mischform. Zwar werden nicht ganze Geschäftsprozesse ausgelagert, aber dennoch mehr als einzelne Tasks. Die Übergänge sind hier fließend.

  • Knowledge Process Outsourcing:

Aufgaben, die einen hohe Spezialisierung erfordern werden von im entsprechenden Feld besonders gut ausgebildeten externen Mitarbeitern ausgeführt.

Darüber hinaus findet man in der Literatur – je nach Quelle – zahlreiche weitere Arten und Formen des Outsourcings. Letztlich ist aber wohl weniger der Name entscheidend als das, was mit einem Outsourcing-Prozess erreicht werden kann.

Das Gegenteil des Outsourcing ist übrigens das Insourcing. Dies meint nichts anderes als die Wiedereingliederung bisher ausgelagerter Prozesse ins Unternehmen. Zu möglichen Gründen für Insourcing zählen Unzufriedenheit mit Dienstleistern (oder dessen Preisen), der Wunsch, interne Kompetenzen auszubauen oder sich verändernde Rahmenbedingungen, zum Beispiel in Steuerfragen.

An wen abgeben? 

Outsourcing-Plattformen im Web

Gerade, wenn es um kleinere Aufgaben geht, wird Outsourcing heute oft über Online-Plattformen betrieben. Zahlreiche, teilweise auf bestimmte Gebiete spezialisierte, Websites bringen Nachfragende und Anbietende zusammen. Einige interessante Plattformen haben wir für Sie zusammengestellt.

Virtuelle Assistenz

Gerade Start-Ups und Einzelunternehmer sind oft extrem auf ihr eigentliches Kerngeschäft konzentriert – und befassen sich äußerst ungern mit dem „Drumherum“. Für sie gibt es Plattformen, die so genannte „virtuelle Assistenten“ anbieten.

mein-virtuellerassistent.com

Einer der Marktführer ist mein-virtuellerassistent.com. Das Münchner Unternehmen bietet Führungskräften ebenso wie Freiberuflern aber auch Privatpersonen Hilfe bei allen Aufgaben, die ohne besondere Fachkenntnisse und von überall am Telefon und mit dem PC erledigt werden können. Die Buchung und Bezahlung erfolgt über Stundenpakete, die bei den Assistenten abgerufen werden können.
Stundensatz 12,50 bis 16,50 €

freiarbeiter.com

Als einer der wenigen Anbieter auf dem Markt bietet freiarbeiter.com auch die Möglichkeit, einen Assistenten als telefonischen Kundenservice einzusetzen. Die Assistenten sitzen neben Deutschland auch in Ländern wie Rumänien oder Polen, sprechen aber angeblich hervorragendes Deutsch und Englisch.
Stundensatz 15 bis 22 €

strandschicht.de 

Ein besonders flexibles Preismodell bietet Strandschicht – so kann jeder je nach Bedarf das passende Paket buchen. Dazu gehört auch das Team-Modell, bei dem gleich mehrere Assistenten (und ein Team-Leader) für den Kunden arbeiten.
Stundensatz 7 bis 15 €

Design und Kreativleistungen

Auch wenn heute fast jeder Photoshop und Co. auf dem Rechner hat – ein professioneller Unternehmensauftritt erfordert professionelles Design und ein gewisses kreatives Know-how. Dabei muss es nicht immer eine große (teure) Werbeagentur sein. Es gibt zahlreiche Seiten im Netz, auf der Sie Designer und andere Kreative finden.

freelancer.com

Auf freelancer.com sind mehr als 14 Millionen Nutzer registriert – beste Voraussetzungen, um genau den richtigen Dienstleister für die Aufgabe zu finden, die Sie outsourcen wollen. Eine Website soll hier bereits ab 100 Dollar entwickelt werden, eine Mobile App gibt es angeblich ab 200 Dollar. Allerdings sollten Sie stets nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Qualität achten.

twago.de

twago steht für Teamwork Across Global Offices – hier finden Sie mehr als 263.000 Experten aus den Bereichen Programmierung, Design, Text, Übersetzung und Marketing. Das Unternehmen wurde 2009 in Berlin gegründet und gehört heute zu den führenden Plattformen in Europa.

fiverr.com

Ein professionell gestaltetes Logo ab 5 Dollar? Die Plattform fivver hat in letzter Zeit für viel Aufsehen gesorgt. Designer fürchten, dass durch Angebote wie diese nicht nur ihre Preise, sondern auch ihr Ansehen ruiniert werden könnte. Verständlich. Denn was kann eine Leistung schon wert sein, wenn sie für eine derart geringe Summe angeboten wird?

Freelance-Market

Der Marktplatz für Freiberufler aller Art. 45 Fachgebiete – von Architekt bis Zeichner.
Konkurrenzfähige Stundensätze durch transparenten Profilvergleich. Kostenlose Nutzung für Nachfrager, Vorstellungsgebühren für Freelancer.

IT und Technik

Eine funktionierende technische Infrastruktur ist heute in jedem Unternehmen unerlässlich – gerade für Startups und KMUs lohnt es sich oft jedoch nicht, feste Mitarbeiter für dessen Installation und Wartung zu beschäftigen. Auch in diesem Bereich finden sich im Web einige Outsourcing-Börsen.

gulp.de

Bei Gulp sind laut Homepage mehr als 90.000 IT-Experten registriert. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Profis im Bereich des Engineering. Neben der Suchfunktion bietet Gulp auch die Möglichkeit, die Rekrutierung selbst auszulagern – also den passenden Dienstleister über die Gulp Agentur finden zu lassen.

plixos.com

Plixos bietet schwerpunktmäßig Experten für Softwareentwicklung. Auf der Website findet sich zudem der Bereich „IT Outsourcing im Mittelstand“. Laut Plixos werden die Bedürfnisse und Besonderheiten kleiner und mittelständischer Unternehmen besonders berücksichtigt.

Übrigens:

Auch auf facebook gibt es immer mehr Freelance-Börsen, über die Sie Anbieter unterschiedlicher Dienstleistungen finden können.

Peter Sutter

Head of Marketing und bei den neusten Marketingstrends up to date. Peter kennt die Kunden von sevDesk genau und weiß daher um die Bedürfnisse von kleinen Unternehmen. Auf unserem Blog teilt er sein Wissen mit dir!

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