SEO im Sommerloch – 8 Tipps für bessere Rankings

Jetzt ist es da. Das Sommerloch. Schwere Erreichbarkeit bei Dienstleistern, Kunden, Agenturen, Mitarbeiter und Kollegen befinden sich ebenfalls in Urlaub. Der ideale Zeitpunkt, um den IST Stand der eigenen Webseite auf den Prüfstand zu stellen und sich Optimierungsmaßnahmen zu überlegen.

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„Der befindet sich zur Zeit im Urlaub. Kann er Sie in 3 Wochen zurückrufen?“. In den Sommerferien – das betrifft in Deutschland länderübergreifend die Monate Juni, Juli, August, September – befindet sich Deutschland im wohlverdienten Sommerurlaub. Bedeutet: (Große) Projekte und Dringlichkeiten verschieben sich nach hinten. Freie Zeit, die man idealerweise mit dem mächtigen Vertriebskanal und seinem Aushängeschild – der Webseite – verbringen kann.

Um die wirklich wichtigen SEO Baustellen zu identifizieren und zu beheben, muss man kein Experte sein. Wichtig ist zu verstehen, wie Google funktioniert und wie man eigene Schwächen auf der Seite aufdecken und leicht beheben kann.

Pareto Prinzip anwenden

Diejenigen, die vom Pareto-Prinzip noch nicht gehört haben, werden – zu einem Teil zumindest – schon einmal von der „80/20-Regel“ gehört haben. Diese Regel, benannt nach dem Italiener und Wirtschaftswissenschaftler Vilfredo Pareto, resultiert aus der Pareto-Verteilung, welche dem Bereich der Mathematik bzw. der Wahrscheinlichkeitsrechnung zuzuordnen ist.

Das Pareto-Prinzip besagt demnach, dass 80% des Gesamtergebnisses mit 20% des Gesamtaufwandes geschafft werden sollen. Die restlichen 20% des Gesamtergebnisses benötigen dahingegen 80% des Gesamtzeitaufwandes. Mit anderen Worten: Es geht um die Optimierung von Arbeitsprozessen und Zeitmanagement. Auch beim SEO gilt: Mit welchen kleinen Maßnahmen lassen sich also die großen Hebel bedienen.
ziele setzen pareto
Der Fokus sollte demnach auf die elementaren Fehler fallen. Wer 20% seiner „SEO-Arbeitszeit“ umschichtet darf sich über steigenden Rankings freuen, sofern die richtigen Hebel umgelegt werden.

Basisarbeit vor dem Sahnehäubchen

Da auch jedes noch so schöne Sommerloch vorbei geht, drängt die Zeit in der man in Ruhe arbeiten kann. Zuerst solltest Du deine Webseite hinsichtlich der bekannten und gängigen Rankingfaktoren hin untersuchen. Es ist – wir bleiben in der Bildsprache – ein wenig wie beim Hausbau. Dein Fundament sollte stimmen.

  1. Sprechende URLs
  2. Der Titel
  3. Überschriften
  4. Content
  5. Bilder

1.Sprechende URLs

Eigentlich ein Thema, das in 2016 eigentlich keines mehr ist. Sprechende URLs helfen Google einerseits, den Inhalt zuzuordnen, andererseits sind sie sehr nutzerfreundlich und können die Klickzahlen in den Suchergebnissen steigern. Wenn deine URLs noch www.deineseite.de/p=?ueflx4409 heißen denke über einen Umzug www.deineseite.de/mein-inhalt nach.

Sprechende URLs verwenden

Check: Verwende ich sprechende URLs?

2.Titel Beschriftung bzw. Title Tag

Damit Google und deine Leser sofort verstehen, um welchen Inhalt es sich auf der Seite handelt, gehört zu jeder Seite ein aussagekräftiger Titel. Dieser ist es auch, der in den Suchmaschinen angezeigt wird und Lesern zuallererst ins Auge fällt, wenn Sie sich ein Suchergebnis herauspicken.

Title-Tag in den SERPS

Achte stets darauf, dass der Titel-Tag a) gesetzt ist, b) das er aussagekräftig ist und dein Keyword enthält und c) das er einmalig ist und auf der Webseite nicht mehrfach verwendet wird.

3.H1- H6 Überschriften

Suchmaschinen legen bei Webseiten grundsätzlich viel Wert auf eine gute, intuitive Struktur, die für die Nutzer leicht verständlich ist. Auch die Struktur einer einzelnen Seite ist wichtig.

Um einen Artikel übersichtlich zu gestalten, bieten sich Überschriften an. An dieser Stelle unerlässlich sind H1-Überschriften und H2-Überschriften.

Fehlen diese auf einer Seite, wird das durch Suchmaschinen mit Rankingeinbußen bestraft. Eine H1-Überschrift gehört daher auf jede Seite und ist somit unabdingbar. Wichtig: Die H1-Überschrift sollte auf einer URL nur einmal verwendet werden, ein gutes Buch hat schließlich auch nur einen Titel.

Neben der H1-Überschrift gibt es weitere Überschriften (H2-H6), die du wie Kapitel verstehen und nutzen kannst. Sobald diese ebenfalls verwendet werden, ist darauf zu achten, dass eine saubere Struktur eingehalten wird. Die Überschriften fallen in ihrer Wertigkeit und Größe von H1 zu H6. In den meisten Fällen kommt man mit H1- und H2-Überschriften gut zurecht, mit H3 Überschriften bildest du kleine Unterkapitel, wenn deine H2 Texte sich dadurch inhaltlich weiter gliedern lassen.

Eine gute Überschrift enthält – wie der Titel der Seite auch – das Keyword um das es gehen soll.

Check: Nutze ich H1- und H2 Überschriften?

4.Content

Gleich sagt er es: Content is King. Oh nein, er hat es wieder gesagt… Gute Inhalte sind essentiell für gute Rankings. Hat man sich gestern noch über Keyworddichte unterhalten gehört heute schon etwas mehr dazu, um seine Texte rankingfähig zu machen.

Schau dir zu einem Suchbegriff einfach mal die ersten 5-10 Treffer an und überprüfe, ob du diese Themen auf deiner Ziel-URL ebenfalls behandelst. Falls der Wettbewerb das Thema ausführlicher behandelt, überlege dir ob du einem Text ein Update spendierst.

Deinen Text kannst du ebenfalls optimieren, indem du ihn anhand verschiedener Text-Analyse Werkzeuge hin auf seinen Inhalt überprüfst. Ob alle relevanten Terme (Wörter/Wortgruppen) vorhanden sind, kannst du mit einem WDF IDF Check (dazu findest du kostenlose Tools im Netz) überprüfen.

5.Bilder

Oftmals sträflich vernachlässigt und dabei so wirkungsvoll ist die Bild Optimierung. Ein schlechtes Bild hat keinen Namen und kommt als Rohmaterial direkt aus der Kamera auf deine Webseite. Gute Bilder bekommen einen Namen wie z.B. Produkt.jpg oder Keyword.jpg.

Die Auflösung wird auf die tatsächlich verfügbare Breite angepasst, komprimiert und mit einem Titel und Alt-Tag versehen. Auch hier kannst du auf zahlreiche kostenlose Tools zurückgreifen. Ich greife hier sehr gerne auf Imagify zurück, das auch als WordPress Plugin erhältlich ist und bis zu 90% Datenvolumen einspart und die Ladezeit deiner Webseite so maßgeblich beeinflusst.

Warum solltest Du deine Bilder optimieren? Du verringerst die Ladezeit und bringst Google durch Beschreibung, Titel und Dateiname bei, worum es bei dem Bild geht. Wenn dein Bild nun noch im passenden Kontext deiner Webseite eingebunden ist stärkst du damit natürlich auch die URL.

Außerdem steigen deine Chancen, dass du in der Bildersuche der Suchmaschine gefunden wirst und erschließt dadurch eine weitere Traffic Quelle.

Checkliste Bilder SEO:

  • Bild ist auf die optimale Größe angepasst
  • Das Bild wird zusätzlich komprimiert
  • Der Bildname besteht aus einem Keyword (z.B. Fotodrucker.jpg)
  • Das Bild erhält einen Titel und einen Alt-Tag

Check: Sind die Bilder SEO optimiert?

Für Fortgeschrittene

  1. Doppelrankings / URL Switches
  2. Interne Verlinkung
  3. Caching & PageSpeed

1.Doppelrankings

Oftmals kommt es vor, dass du zu einem Keyword mit mehreren URLs im Ranking der Suchmaschine vertreten bist. Manchmal lässt es sich nicht vermeiden, manchmal ist es auch gut, in der Regel gibt es jedoch ein Problem: Der User gelangt nicht direkt auf die von dir gewünschte Seite zu diesem Keyword, sondern findet Informationen vor, die entweder nicht passend sind oder in einem anderen Context stehen.

Außerdem bedeutet es, dass sich die Klickzahlen in Google auf verschiedene URL’s verteilen . Das kann im Extremfall dazu führen, dass eine URL, unter der man zu einem bestimmten Keyword ranken möchte, gar nicht oder nur sehr selten geklickt wird.

Was kann man dagegen tun? Ein Beispiel: Angenommen Seite A rankt zu einem bestimmten Keyword deutlich schlechter als Seite B. Man möchte aber, dass Seite A zu genau diesem Keyword als einzige Seite – oder besser als Seite B – rankt.

Option 1: Ein erster Ansatzpunkt wäre hier, sich die Seite B anzuschauen und das entsprechende Keyword komplett zu entfernen, zu umschreiben oder ganz einfach seltener zu verwenden.

Option 2: Gleichzeitig sollte man Seite A mit genau diesem Keyword „stärken“, in dem das Keyword dort häufiger verwendet wird. Besonders gut macht sich ein Keyword, wenn es in der URL vorkommt. Aber auch in Überschriften und im ersten Drittel von Texten haben Keywords starke Auswirkungen auf zukünftige Rankings bei den Suchmaschinen.

Aber Vorsicht ist geboten: Zu häufiges Verwenden von Keywords, kann von Suchmaschinen als Spam gewertet werden und hat dann das Gegenteil zur Konsequenz.

Option 3: Um Seite A für Google „attraktiver“ zu gestalten, kann man auf Seite B interne Links zu Seite A setzten. Stichwort: Interne Verlinkung. Ein weiterer, aber nicht weniger entscheidender Punkt sind regelmäßige Aktualisierungen und/oder Contentproduktion.

Bezogen auf unser Beispiel, müsste man Seite A mit (hochwertigem) Content erweitern oder eine Aktualisierung vornehmen. Suchmaschinen ranken diese Seiten besser, da sie als aktueller bzw. relevanter erscheinen.

Ob und zu welchen Keywords eine URL rankt, zeigt dir zum Beispiel das kostenlos testbare Tool von PageRangers.

URL Switches

Noch deutlichere Rankingsprünge darfst du erwarten, wenn Du URL Switches behebst. Diese treten immer dann auf, wenn Google nicht ganz klar ist, ob Seite A oder Seite B für ein Keyword ranken soll. In der Suchmaschine wird dir dann bspw. in der Vorwoche Seite A angezeigt und in der aktuellen Woche die Seite B.

Hier gehst du letzten Endes genauso vor, wie bei den Doppelrankings. Mach Google klar, welche Seite zu einem bestimmten Keyword ranken soll. Insbesondere Keywords, die auf den undankbaren Positionen 11-20 festhängen, können hierdurch einen Sprung in die Top 10 erfahren.

2.Interne Verlinkung

Das Backlinks ein starker Rankingfaktor sind, hat sich bereits herumgesprochen. Aber auch deine interne Verlinkung ist essentiell für gute Rankings. Überprüfe daher, ob wirklich jede deiner relevanten Seiten entsprechend häufig durch interne Verweise erreichbar sind. Deine stärkste Seite ist mutmaßlich die Startseite. Von hier aus sollten alle wichtigen Unterseiten direkt erreichbar sein.

Ob eine Seite gut oder schlecht verlinkt ist hängt von mehreren Faktoren ab. Generell gilt. Jede Seite sollte innerhalb weniger Klicks erreichbar sein. Von der Startseite auf eine Themenseite und von der Themenseite zur Unterseite wären 2 Klicks bis zum Ziel. Prüfe also ob alle deine Seiten mit weniger als 5 Klicks von der Startseite aus erreichbar sind. Bei der internen Verlinkung achte bitte auch darauf dass du statt „mehr lesen“, „hier klicken“ sowohl der Suchmaschine als auch deinem Leser bereits verrätst, worum es geht. Durch die sogenannten Anker-Texte wie „Weiteführende Informationen zu Thema XY“ oder „Alle Infos zu Produkt XY“ wird die Verknüpfung für Leser und Suchmaschine verständlicher.

3.Caching & Pagespeed

Auch das Thema Caching ist bedeutend und insbesondere für WordPress Nutzer einfach umzusetzen. Beim Caching profitieren wiederkehrende Besucher von schnelleren Ladezeiten. Sofern Du eine WordPress Seite nutzt, schau dir die kostenlosen Tools Comet Cache oder Cachify an. Diese haben sich in der Praxis bewährt und sind einfach zu bedienen. Wenn deine Webseite nicht über WordPress läuft kannst du entweder bei deinem Hoster anfragen, ob er ein Caching aktivieren kann oder du optimierst deine .htaccess Datei selbständig. Bei letzterem unbedingt ein Backup der existierenden Version machen oder gleich einen Profi ranlassen.

Insgesamt trägt Caching zu einer besseren Ladegeschwindigkeit bei und auch Google empfiehlt den Einsatz von Browser Caching, da es den eigenen PageSpeed verbessert. Wie gut sich deine Seite schlägt, kannst du hier bei Google gegenchecken.

Fazit

Und was bringt das nun? Optimierung ist das A und O für gute Rankings. Die angesprochenen Punkte sind einfach umzusetzen und beeinflussen die eigenen Rankings positiv. Die Sichtbarkeit einer Seite hängt maßgeblich davon ab, ob deine Seite zu relevanten Keywörtern gefunden wird, bzw. ob sie von Google auf der ersten Seite platziert wird.

Falls du dich jetzt fragst, wie man das ganze denn überwachen und bewerkstelligen soll und wie man dann auch sehen kann, ob die Maßnahmen Früchte tragen, dann melde dich doch gerne für einen kostenlosen Test bei unserer SEO Software PageRangers an. Dort kannst du insbesondere URL Switches und deine interne Verlinkung überwachen und dir in der Testphase auch einen Export der Daten ziehen, um die Erkenntnisse nach und nach in gute Rankings umzuwandeln.

Herrlich, so ein Sommerloch.

Der Autor:

Daniel Stender ist Gründer von PageRangers und kümmert sich dort um Marketing und Vertriebsaufgaben. Am liebsten geht er mit seinen Hunden spazieren und denkt darüber nach, was er als nächstes online optimieren kann.

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