Social Media für Startups – so hast du beste Zukunftsaussichten

Wer heute ein Unternehmen gründen möchte, sollte sein Augenmerk beim Marketing eher nicht allzu stark auf die klassischen Kanäle und Methoden legen. Die haben zwar immer noch ihre Daseinsberechtigung; Online Marketing ist aber längst auf dem Vormarsch. Und das mit wehenden Fahnen! Gerade die sozialen Netzwerke bieten ein so enormes Potenzial, dass traditionelle Marketingmethoden da schlicht und einfach nicht mithalten können. Wie du diese Stärke beim Social Media für Startups umfassend nutzen kannst, erklärt dir hier der Branchenexperte Eric Kaiser, Gründer und CEO der Agentur We like Social Media.

Das erwartet dich heute

Facebook und Co. bieten einen riesigen Marketing-Markt

Zwei Grundpfeiler des Marketings sind Werbung und Steigerung der Bekanntheit. Für beides sind die sozialen Netzwerke ideal. Allein die Nutzerzahlen in Deutschland sprechen da für sich:

  • YouTube selbst sagt, dass die Corona-Krise der Videoplattform einen enormen Zuwachs gebracht hat. Monatlich schauen sich rund 47 Millionen Menschen in Deutschland die Angebote des Portals an. Einen enormen Anstieg verzeichneten dabei bildungsbezogene Inhalte und Tutorials.
  • Facebook ist mit rund 32 Millionen aktiven Nutzern im Monat einer der Vorreiter unter den Plattformen für den sozialen Austausch.
  • Instagram wird laut monatlich von mehr als 25 Millionen Menschen in Deutschland aktiv genutzt.
  • TikTok ist noch relativ jung auf dem Markt und wird monatlich von etwa 5,5 Millionen Personen hierzulande aktiv genutzt.
  • Xing hat sich als Plattform für B2B-Kontakte etabliert, im Monat interessieren sich rund 8 Millionen Aktive für die Inhalte.
  • LinkedIn hat eigenen Angaben zufolge mehr als 7 Millionen Accounts in Deutschland.
  • Twitter ist zwar das Urgestein der sozialen Netzwerke, wird in Deutschland aber „nur“ noch von etwas mehr als 2,8 Millionen Usern genutzt.

Social Media für Startups auch mit kleinem Budget

Wer gerade erst beginnt, ein innovatives Unternehmen aus der Taufe zu heben, hat meistens keine unbegrenzten Geldquellen zur Verfügung. Klassische Marketingmaßnahmen und erst recht die traditionellen Werbekanäle wie Zeitungsanzeigen, Plakate, TV-Spots und Radiowerbung können aber kosten - und das nicht gerade wenig. Social Media Ads sind dagegen schon für kleines Geld zu haben – und bringen doch erheblich mehr, wenn sie richtig gemacht sind.

  • Sie ermöglichen dir den direkten Kontakt zu und einen regen Austausch mit deinen (potenziellen) Kunden.
  • Dadurch lernst du sie besser kennen und kannst deine Produkte/Dienstleistungen ihren wirklichen Bedürfnissen anpassen.
  • Durch ein exaktes Targeting sind die Streuverluste im Vergleich zu konventioneller Werbung verschwindend gering.

Diese Werbekosten können auf dich zukommen

Für eine einfache Anzeige in der Zeitung oder Zeitschrift deiner Zielgruppe kannst du locker mit einigen tausend Euro rechnen. Ein Radiospot muss erst mal produziert werden, dafür fallen schon mal zwischen 400 und 800 Euro an. Soll der dann zur besten Sendezeit bei einem überregionalen Sender on air gehen, fallen pro Sekunde der Ausstrahlung noch mal rund 10 Euro an – damit die Hörer (die ja nicht alle zu deiner Zielgruppe gehören) ihn genau 1 Mal hören können! Richtig teuer wird’s beim Fernsehen. Da kommen neben den hohen Produktionskosten für einen etwa 30-Sekunden-Spot noch etwa 20.000 € (öffentlich-rechtliche Sender nach 20.00 Uhr) hinzu. Und ab etwa 60.000 Euro kannst du einen solchen Spot bei den Privaten platzieren – wenn er nicht gerade während eines Zuschauermagneten wie eine Show oder ein hochrangiges Sportereignis laufen soll. Dann kostet der gleiche Spot schon mal locker 150.000 Euro und mehr. Ganz anders sieht die Sache bei Social Media Ads aus. Twitter beispielsweise bietet beim Social Media für Startups eine Anzeige mit 1.000 Impressionen bereits ab 6,46 US-Dollar. Die folgende Grafik zeigt dir, was du bei den anderen Social Networks durchschnittlich für eine Ad ausgeben musst.

Werbekosten auf Social Media nach Plattform in 2020 (Quelle: statista)

Starte jetzt durch – mit den besten Social Media-Tipps

Wenn du jetzt loslegen willst, um mit Social Media dein jungen Unternehmen zu pushen, haben wir hier noch ein paar Experten-Tipps für dich, mit denen der Einstieg klappt.

Tipp 1: Am Anfang steht die richtige Strategie

Definiere zunächst genau die Ziele, die du mit deinem Social Media für Startups erreichen willst. Mehr Umsatz, mehr Leads, ein besseres Branding? Dann ermittelst du deine Zielgruppe so exakt wie möglich (am besten anhand sogenannter Personas). Sprichst du sie eher mit „Sie“ oder mit „Du“ an? Sind es mehr junge Männer als alte, mehr It-Girls als Anwältinnen? Setzt du mehr auf Text- und Bildcontent oder mehr auf Videos? Davon ist abhängig, welche soziale Plattform für dich passt. Und denke daran: Was immer du in Sachen Social Media machst, alles muss zu dir passen, dein Unternehmen widerspiegeln und rundum stimmig sein.

Tipp 2: Die Wahl der passenden Plattform

Um eine umfassende Social Media Strategie aufzustellen, musst du wahrscheinlich auf mehreren Plattformen eine Profil einrichten. Welche das sind, hängt wiederum von deiner Zielgruppe ab. Hier ein kleiner Überblick:

Plattform Info
Facebook Facebook deckt eine sehr große Zielgruppe ab. Vor allem auch die begehrten Ü50-Kunden.
Twitter Twitter ist nach wie vor gut geeignet, um Influencer zu erreichen. Nutze hier unbedingt die Hashtags!
Instagram Diese Plattform wächst noch immer rasant. Hier lohnt sich ein Account für eine Zielgruppe von mode-, kosmetik- und technikinteressierten 20- bis 29-Jährigen.
Youtube Youtube hat sich nach Google mittlerweile zur zweitgrößten Suchmaschine der Welt gemacht. Interessant für fast alle Altersgruppen, jedoch sehr abhängig vom Produkt beziehungsweise der Dienstleistung.
Pinterest Das soziale Netzwerk wird in Deutschland nur sehr wenig zu Marketingzwecken genutzt. Liegt deine Zielgruppe in den USA, kann sich ein Account hier aber lohnen, weil die Plattform da vor allem von Frauen mit einem Hang zu Lifestyle und Kulinarik genutzt wird.
Xing und LinkedIn Beide Netzwerke hervorragend geeignet, wenn du Businesskontakte und -kunden finden willst.

Tipp 3: Regelmäßig aktiv werden

Social Media für Startups bedeutet: TÄGLICH auf dem Account nachzuschauen, was sich da tut. Auch regelmäßige Postings (mindestens zwei- bis dreimal die Woche) sind ein Muss. Hilfreich ist dafür ein relativ detaillierter Contentplan, in dem du im Vorfeld festhältst, wann welcher Post rausgehen wird. Der vielleicht wichtigste Tipp ist die Interaktion mit den Nutzern: Beantworte ALLE Fragen und Kommentare SOFORT – auch die, die dir vielleicht nicht gefallen, weil sie Kritik üben.

Tipp 4: Sprich mit deinen Nutzern

Wer spricht schon gerne mit einem Anrufbeantworter? Wohl niemand. Man kann damit nämlich nicht in einen Dialog treten. Ganz ähnlich verhält es sich mit Marken, Produkten, Unternehmen. Viel lieber unterhält man sich doch mit Menschen. In den sozialen Netzwerken ist Kommunikation das Zauberwort – und zwar in beide Richtungen! Das heißt, dass du nicht nur deine Firma oder deine tollen Produkte vorstellst, sondern dich, deine Mitarbeiter/innen – Menschen, die hinter deiner Marke stehen, die für die Corporate Identity leben! Sei bei den Posts also menschlich, zeige Gefühle, stelle Fragen und bitte um Antworten. Mach dich „menschlich“, indem du Fotos von dir bei der Arbeit oder auch beim Mittagsspaziergang zeigst, indem du auch deinen Namen unter die Posts/Antworten schreibst.

Tipp 5: Denk an die Generation Smartphone

Was fürs Webdesign gilt, ist auch für Social Media ein Muss. Optimiere deine Seiten also unbedingt für die heutige Generation, die zum Surfen im Netz zu 90 % ihr Smartphone oder das Tablet nutzt.

Tipp 6: Sei du, sei einzigartig

Unique ist in, Persönlichkeit zieht! Dazu ist vor allem eines notwendig: Kreativität. Die zeigt sich besonders bei der Erstellung von visuellem Content. Wirklich gute Bilder und Videos sind fast schon Selbstläufer – wenn sie einzigartig sind. Das heißt, dass du dir schon etwas Besonderes, Außergewöhnliches, Mitreißendes für deine Posts und erst recht für die Social Media Ads einfallen lassen solltest. Heb dich von der Masse ab, zeige Phantasie, aber vergiss dabei niemals dein Branding.

Tipp 7: Gib immer etwas mehr als deine Konkurrenz

Spaß ist die eine Seite beim Social Media für Startups – wertvolle Informationen und letztendlich Kaufanreize sind die andere. In dieser Beziehung funktioniert Social Media Content ganz ähnlich wie SEO-Texte auf der Website: Sie bringen nur etwas, wenn sie den Nutzern einen echten Mehrwert bieten, zusätzliche Informationen geben, Hintergrundwissen offenlegen. Dazu kannst du zum Beispiel den Herstellungsprozess deines Produktes erläutern oder einen Kunden über die Vorteile deiner Dienstleistung sprechen lassen. Erkläre ganz genau, wie dein Gadget im täglichen Gebrauch angewendet wird oder welche Inhaltsstoffe in der Pflegecreme, die du vertreibst, warum und wie für schöne Haut sorgen.

Tipp 8: Halte Augen und Ohren auf und reagiere schnell

Klassische Werbung und langfristig angelegtes Marketing haben einen ganz entscheidenden Nachteil: Laufen sie einmal, lassen sie sich nur sehr schwer und meist mit einem erheblichen Kostenaufwand wieder rückgängig machen oder abändern. Beim Social Marketing besteht dieses Problem nicht. Hier kannst du blitzschnell auf Trends reagieren, die sich gerade im Netz abzeichnen. Genau dieses Real Time Marketing macht zum großen Teil den Reiz in den sozialen Netzwerken aus. In der Praxis heißt das, dass du beispielsweise enttäuschende Filme, einen musikalischen Flop oder auch eine misslungene Werbung, die im Netz reichlich kritisiert werden, zum Anlass nehmen könntest, genau die Fehler mit einem kreativen Post ins Gegenteil zu kehren.

eric kaiser we like social media agentur Eric Kaiser

Eric Kaiser ist Gründer der Berliner Marketing Agentur We like Social Media. Die moderne Marketing Agentur aus der Hauptstadt inszeniert Brands entlang der Customer Journey - immer mit dem Weitblick auf den Zusammenhang zwischen Social Media Marketing, Webdesign und Content.

Nadine Müller
Nadine Müller

Content ist King – das weiß auch Nadine und arbeitet seit 2019 als Teamlead des Online-Marketing Teams an der Entwicklung, Anpassung & Umsetzung von diversen Marketing Strategien. Ihre langjährige Erfahrung als Content Marketing Manager kommt ihr hierbei zugute.

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