SEO Basics – Was ist zu beachten

Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO (Search Engine Optimization) ist ein sehr komplexes und umfassendes Thema. Für große Websites oder Shops ist es eigentlich ein Full-Time Job und dennoch wird es immer noch von vielen Webmastern ignoriert oder nicht ernsthaft betrieben.

Google und andere Websites haben einen Algorithmus nach welchem Websites regelmäßig gecrawlt (indexiert und analysiert) werden. Mittlerweile gibt es bei Google alleine für die organische Suche rund 200 Rankingfaktoren, nach denen die Suchmaschine einer Website einen Rang bzw. eine Relevanz für ein Suchwort zuordnet. Eine Übersicht gibt es hier:

1. SEO bringt Ihnen und Ihrer Website kostenlose Besucher

Wenn ein Suchender eine Suchanfrage bei einer Suchmaschine stellt (wir gehen in diesem Fall  vom größten deutschen Player Google aus), baut der Bot der Suchmaschine im Hintergrund die für sie am relevantesten erscheinenden Ergebnisse in einer Liste zusammen. Diese Liste nennt man auch kurz SERPS (Search Engine Result Pages). Denn genau das ist das Ziel von Google und den Mitbewerbern: Dem Suchenden für seine Anfrage relevante Ergebnisse zu bringen. Je weiter oben Sie für ein Suchwort ausgespielt werden, desto mehr Besucher erhalten Sie davon.

2. Be relevant!

Wie wird man relevant? Der Trend geht immer weiter weg von nutzerunfreundlichen Seiten, wie man sie noch von vor zehn Jahren kennt. Im Web 2.0 dürfen Sie sich gerne als Ratgeber und Profi für Ihr Produkt oder Ihr Thema präsentieren. Denn Nutzer lieben guten Content. Schreiben Sie gute, informelle und einzigartige Texte zu Ihrem Thema oder Ihrem Produkt. Das kann Nutzer, denen die wertvollen Inhalte gefallen, dazu bringen, diese Inhalte zu teilen. Auch das bringt Ihnen Traffic und noch on top sind Social Signals (Likes, Shares, Tweets, Kommentare) auch ein Rankingfaktor.

3. Machen Sie Ihre Website „Easy to use“

Nach vielen Jahren mit der eigenen Internetpräsenz ist es beim Betrachten oft so, dass man durch eine Art Betriebsbrille sieht. Das soll heißen, Sie sehen vielleicht einfache Dinge nicht, wie dass man die Navigation der Seite nicht versteht, der Button zur Startseite nicht gut gekennzeichnet ist oder das Kontaktformular einfach nicht funktioniert. Bitten Sie ruhig Freunde, die Ihre Website noch nicht besucht haben, sich diese einmal anzusehen und zu notieren, was für sie verwirrend oder unverständlich ist. Diese Informationen können unglaublich hilfreich sein. Und genau an diesen Stellschrauben können Sie dann ansetzen und Ihre Website nutzerfreundlicher machen.

4. Verstehen Sie Ihre Nutzer

Google stellt Ihnen für ihre Website Gratis-Tools zur Verfügung, welche Sie unbedingt implementieren und einsetzen sollten. Es handelt sich um Google Analytics und Google Webmastertools. Wenn Sie die Installation davon selbst nicht durchführen können, fragen Sie Ihren Entwickler. Die Daten, welche Sie in diesen Tools erhalten sind wertvoll. In Google Analytics können Sie zum Beispiel die absolute Besucherzahl Ihrer Seite sehen: Woher kommen die Besucher, welches Land oder welches Bundesland? Was haben die Besucher gemacht, wie lange waren Sie auf der Seite und wie haben sie sich bewegt? All das gibt Ihnen Aufschluss darüber, wie gut Ihre Website funktioniert und dem Suchenden auch das bietet, warum er eigentlich zu Ihnen gekommen ist.

5. Links

Backlinks sind für Google nach wie vor sehr wichtig. Sie helfen der Suchmaschine zu verstehen, wie wertvoll eine Seite ist. Dies funktioniert wie bei dem Prinzip einer Empfehlung: Je öfter ich von Freunden und Bekannten erfahre, dass der neue Italiener in der Stadt so gut sei, desto besser muss er sein. Ähnlich können Sie sich das mit Backlinks vorstellen. Je mehr Links auf eine Seite zeigen, desto relevanter scheint diese Zielseite zu sein. Doch ganz so einfach ist es nicht… Es ist zwar möglich den Geldbeutel aufzumachen und auf Shoppingtour zu gehen, (Ja, Links gibt es tatsächlich zu kaufen) aber das wird nicht lange gut gehen. Google wird dies erkennen und bei einem neuen Update wird Ihnen das einen mächtigen Trafficeinbruch bringen. Deshalb lieber gleich die Finger davon lassen und gar nicht erst anfangen Links zu kaufen. Was sie stattdessen machen können… Erzeugen Sie coole Inhalte die Ihre Nutzer glücklich machen, schreiben Sie aufopferungsvolle Blogbeiträge, sagen Sie ruhig auch mal Ihre Meinung, fassen Sie totale Informationen aus Ihrem Bereich in einer hübsch gestalteten Infografik zusammen oder kreieren Sie Erklärvideos. Und dann verhelfen Sie dem ganzen ins Rollen zu kommen, fragen Freunde ob Sie den Artikel in deren Social Media teilen können oder Ähnliches und schon kommen neue Besucher zu Ihnen. Und vielleicht ist dann ja auch der ein oder andere Link dabei. Der Trend geht zum Link Earning (mit guten Inhalten) und weg vom Linkbuilding.

6. Nützliche Tools

Das Internet ist voll von Tools, die einem dabei helfen seine Rankings zu beobachten, Potenziale aufzeigen, Links analysieren oder einfach nur  analysieren, an welcher Stelle Ihre Website verbessert werden sollte.

Sistrix – gibt es in mehreren Paketen, wenn Sie auch Adwords betreiben macht es Sinn die Pakete SEO und SEA zu buchen, dort können Sie Ihren Rankingverlauf beobachten, wie Ihre Keywords aktuell stehen. Dies alles aber auch für andere Websites. Sehr gutes und hilfreiches Tool. Kosten: ab 99€ pro Monat.

Searchmetrics – Ein mächtiges Tool mit unglaublichen Funktionen die einen wirklich weiterbringen können Potenziale aufzudecken. Rankings können beobachtet werden, auch Adwords Keywords können analysiert und exportiert werden. Kosten: Individuell, lohnt sich jedoch gerade für große Seiten.

MajesticSEO – Zeigt Ihnen Ihre Backlinks oder auch die von anderen Seiten. Hilft dabei Links zu analysieren oder nachzusehen wie gut oder schlecht einzelne Links für Sie sind. Kosten: ab 40€ pro Monat.

OnPage.org – ein noch relativ junges Tool aus dem Herzen Münchens mit wahnsinnigen Möglichkeiten. Sie geben Ihre URL ein und OnPage.org zeigt Ihnen wo genau Sie Ihre Website verbessern müssen, um Sie suchmaschinenfreundlicher zu machen. Sehr zu empfehlen. Kosten: ab 99€ pro Monat.

7. Profi werden – wie?

Sie wollen sich dem Thema SEO mehr oder sogar ganz widmen? Dann fangen Sie an Fachliteratur zu lesen, Website Boosting 2.0 von Mario Fischer und Suchmaschinenoptierung von Sebastian Erlhofer sind zwei ausgezeichnete Werke für Einsteiger. Besuchen Sie auch ruhig mal SEO Stammtische, (gibt es in jeder größeren Stadt) tauschen Sie sich aus und lernen Leute kennen. Besuchen Sie Konferenzen, schnappen Sie jede menge Fachwissen auf und lesen Sie Blogs, davon gibt es zahlreiche sehr gute in Deutschland.

Was ist zu beachten wenn ich eine neue Website erstellen möchte?

1. Registrieren Sie sich eine zum Thema passende Domain, wenn es eine deutsche Seite wird auch gerne eine .de Domain. Lieber zoohandlung-berlin.de als petermaier-tierbedarf.de

2. Machen Sie ein Brainstorming für Ihre Navigation auf der Website, welche Punkte brauchen Sie um die Navigation übersichtlich zu halten, damit man alles findet.

3. Planen Sie eine saubere URL-Struktur und verwenden Sie entsprechende URLs für Unterseiten. Beispiel: www.zoohandlung-berlin.de/goldfische statt www.zoohandlung-berlin.de/?hdnfh1227hs

4. Stellen Sie sicher, dass Google auf die Informationen zugreifen kann, welche auch indexiert werden sollen (index, follow). Ask Google!

5. Verwenden Sie Metainformationen beim Erstellen von Seiten oder Beiträgen, füllen Sie den SEO-Titel und die Meta Description ansprechend aus. Hiermit müssen Sie Ihre potenziellen Benutzer in den Suchergebnissen überzeugen, zu Ihnen zu kommen. Meta Keywords brauchen Sie nicht zu beachten, wirklich nicht! Super Plugin für WordPress: Yoast SEO

6. Machen Sie eine Keywordrecherche bevor Sie loslegen. So erhalten Sie einen Überblick welche Seiten und Inhalte Sie auf jeden Fall erstellen veröffentlichen sollten.

7. Binden Sie Social Signals ein, damit Ihre Inhalte einfach verbreitet werden können.

8. Call-to-Action Button nicht vergessen!

9. Google Analytics & Google Webmastertools einbinden.

10. Zum Abschluss: Website von Freunden ansehen lassen und ggf. Probleme bei der Anwendung beheben.

11. Messen, messen, messen!

12. Immer weiter verbessern und optimieren.

13. Guten Content erzeugen.

Was ist zu beachten wenn ich bereits eine Website habe und diese verbessern möchte?

1. Machen Sie selbst einen kleinen Check Ihrer Website, für welche Keywords rankt Ihre Seite auf welcher Position (Wichtig! Wenn Sie diesen Test manuell und ohne Tool über Ihren Browser durchführen, immer den Inkognito Modus verwenden. Es gibt aber auch zahlreiche Gratis SERP Checker.)

2. Arbeiten Sie die Checkliste für eine saubere neue Website ab und überprüfen Sie die Punkte bei Ihrer Website.

3. Nehmen Sie sich Hilfe eines Profis zur Seite wenn Sie sich unsicher sind. Diese Investition lohnt sich in der Regel immer.

Komplettlösung: 1&1 Ranking Coach

SEO ist zweifelsohne ein komplexes Thema, mit dem du dich als Laie intensiv befassen musst, bevor du wirklich durchstarten kannst. Fehlt dir dafür die Zeit? Kein Problem! 1&1 stellt mit RankingCoach* ein Tool zur Verfügung, mit dem Schritt für Schritt zur zur perfekten Suchmaschinen-Optimierung gelangst. Die wichtigsten Auswertungen und auch das Monitoring übernimmt der 1&1 RankingCoach* für dich und gibt dir konkrete Handlungsempfehlungen, um in den gängigen Suchmaschinen besser dazustehen.

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Peter Sutter

Head of Marketing und bei den neusten Marketingstrends up to date. Peter kennt die Kunden von sevDesk genau und weiß daher um die Bedürfnisse von kleinen Unternehmen. Auf unserem Blog teilt er sein Wissen mit dir!

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