Produktivität – Hole mehr aus deiner Arbeitszeit heraus!

Zum ersten Mal nachgedacht habe ich über das Thema „Produktivität“ vor etwas mehr als zwei Jahren. In der Schulzeit machte ich mir ehrlich gesagt nie Gedanken, ob ich mein Verhalten nun produktiv war oder nicht.
Auch zu Beginn des Studiums spielte Produktivität keine Rolle. Für Aufgaben brauchte ich so viel Zeit, wie ich nun mal brauchte. Interessant wurde das Thema für mich erst mit dem pseudomäßigen Eintritt in die „Berufswelt“.

Hier eine kleine Übersicht:

Unproduktiv am Arbeitsplatz – wenn Zeit sinnfrei verschleudert wird…

Neben meinem Studium arbeitete zum besagten Zeitpunkt in den Semesterferien Vollzeit bei einer Online-Marketing Firma. Nach einigen Wochen Einarbeitungszeit saß ich nach einer „kräftezehrenden“ 40-Stunden-Woche an einem Freitagabend da und dachte darüber nach, was ich in der zurückliegenden Woche geleistet hatte.

Zu meiner inneren Zufriedenheit war ich im Vergleich zu anderen Mitarbeitern durchaus „produktiv“ gewesen. Ich hatte mein vorgegebenes Wochenpensum erfüllt – wahrscheinlich sogar mehr Aufgaben erledigt wie viele meiner damaligen Kollegen.

Bei gründlicherem Nachdenken fiel mir aber eines sofort auf: Von den 40 Stunden, die ich körperlich anwesend war, hatte ich wohlwollend vielleicht 30 Stunden produktiv gearbeitet.

Mindestens ein Viertel der Zeit – sagenhafte zehn Stunden – hatte ich vergeudet. Nicht nur für Kaffee trinken, Toilettengänge und vermeintliche Internetrecherchen. Nein, der Großteil jener zehn Stunden setzte ich dadurch in den Sand, dass ich bei meinen eigentlichen Aufgaben zu langsam war.

Ich benötigte für Aufgaben, die ich bei entsprechender Konzentration in 15 Minuten hätte erledigen können, 30 Minuten. Ein Blogartikel, den ich in zwei Stunden hätte verfassen können, dauerte zweieinhalb bis drei Stunden.

Bei vielen Tätigkeiten konnte ich entweder nicht lang genug konzentriert bleiben oder wurde durch äußere Einflüsse (Mitarbeiter, Meetings etc.) gestört.

So wie es mir damals bei meinen ersten beruflichen Erfahrungen erging, geht es in Deutschland täglich Millionen von Menschen an ihrem Arbeitsplatz. Körperlich zwar anwesend, aber mit dem Kopf doch immer wieder ganz woanders.
Schnell wird aus einem 8-Stunden-Arbeitstag, ein Tag an dem nur vier bis fünf Stunden effektiv „geschuftet“ wird. Besonders bei Bürotätigkeiten ist die Verlockung groß, sich ablenken zu lassen.

Wenig verwunderlich erscheinen da die Ergebnisse verschiedener Studien. Bis zu einem Drittel der Zeit wird demnach sinnfrei verschleudert. Ein einfaches Rechenbeispiel: Bei einer 45 Stunden Wochen sind das 15 Stunden, die einfach so verpuffen. Produktivität geht dementsprechend anders, aber wie?

22 Tipps zur Steigerung der Produktivität

Wie funktioniert produktives Arbeiten? Genau diese Fragen haben wir uns ebenfalls gestellt. Als stetig wachsendes Unternehmen mit jungen, motivierten Mitarbeitern waren wir nachhaltig daran interessiert unsere Produktivität zu steigern.

Wir tauschten uns zu diesem Thema aus. Jeder erzählte von seinen Ideen für produktiveres Arbeiten. Die Ratschläge wurden zusammengetragen, mit dem Ziel langfristig unser Arbeitspensum zu steigern.

Als Ergebnis entstand diese Infografik. 22 Tipps sind zusammengekommen. Sie zeigen wie man morgens, mittags und abends mit dem richtigen Fokus zu Werke geht.

22 Tipps zur Steigerung der Produktivität!

Deutlich wird dabei: Für uns geht es beim Thema Produktivität nicht darum, am Tag möglichst viele Arbeiten zu bewältigen. Vielmehr wollen wir eine Hilfestellung geben, wie man aus seiner verfügbare Zeit das Bestmögliche herausholen kann.

Produktivität bedeutet in unseren Augen also nicht zwangsläufig, täglich viele Aufgaben abzuhaken. Produktivität ist für uns stattdessen, Arbeiten über einen längeren Zeitraum mit vollster Konzentration anzugehen. Was ist Produktivität für dich?


Was andere zum Thema Produktivität denken:

22 Tipps zur Steigerung der Produktivität sind bei unserem Brainstorming entstanden. Aber… das genügt uns nicht! Wir wollten auch von anderen Menschen wissen, was Ihnen zum Thema einfällt. Vier Personen sind unserem Ruf gefolgt und teilen mit dir ihren Ansatz für produktiveres Arbeiten.

1) Produktivität 101: Kleine Maßnahmen für große Ergebnisse

Rathes Sachchithananthan hat sich auf seinem Blog „Web und die Welt“ ausführlich mit dem Thema Produktivität beschäftigt und war erster Teilnehmer unserer Blogparade. Neben einer allgemeinen Einführung in die Thematik zeigt er auf anschauliche Art und Weise, was ihn persönlich produktiver macht und was demgegenüber keine Auswirkungen auf seine Produktivität hat.

Im Detail geht er auf die Bereiche Arbeitszeiten, Tagesplanung, Outsourcing und Freizeitgestaltung ein und zeigt zu guter Letzt, wie man seine Produktivität quantifizieren kann. Alles in allem ein schöner Beitrag, der Produktivität zunächst allgemein beleuchtet, um dann auf einer persönlichen Ebene kleine Maßnahmen für große Ergebnisse zu illustrieren.

2) Alles unter einem Hut – Produktivität

Weniger analytisch, dafür aber mit einer ganz persönlichen Note aus der Praxis heraus – so hat sich Meike von „Nebenbei Durchstarten“ dem Thema angenähert.
Produktivität ist für sie im Alltag ein Muss, da sie sich neben ihrer Tätigkeit als Flugbegleiterin vor ein paar Jahren mit dem Reiseveranstalter JOVENTUR selbstständig gemacht hat.

Produktivität verbindet sie dabei mit Disziplin, wenngleich darunter weder Freiheit noch Flexibilität zu leiden haben. Wie sie ihr Arbeitsumfeld gestaltet und ihre Website pflegt, entnehmt ihr ihrem lesenswerten Beitrag, in dem wirklich alles unter einen Hut gepackt ist.

3) Schlafphasen optimieren – Ein Selbstversuch

Produktiv sein, trotz Schlafmangel? Das passt irgendwie nicht zusammen – das dachte sich auch Oli auf seinem „Newlifeblog“ und näherte sich dem Thema Produktivität von einer ganz anderen Seite an.

In seinem Beitrag widmet er sich den Themen Schlafphasen und Schlafmanagement. Veranschaulicht wird das Ganze anhand eines Selbstversuches unter zur Hilfenahme einer Schlafapp. Wer Schlafphasen optimieren möchte, um darüber an der Stellschraube Produktivität drehen zu können, dem sei dieser Artikel ans Herz gelegt.

4) Die richtige Umgebung als Produktivitäts-Booster

Die technischen Voraussetzungen müssen stimmen. Viel wichtiger ist es Rico Patzer von USPMAKER aber, dass die Arbeitsumgebung stimmt. In seinem Beitrag beschreibt er, wie er auf Koh Lanta (Thailand) in einem Co-Workingspace produktiv arbeitet. Er fasst zusammen, was es braucht, um produktiv zu sein.

 

Felix Zipf

Sportpublizist, Wirtschaftsingenieur und nun im Bereich Inbound Marketing aktiv. Genau so bunt wie sein bisheriger Werdegang sind die Themenfelder, die Felix auf dem Blog von sevDesk beackert – stets auf der Suche nach nützlichen Tipps und interessanten Interviewpartnern im Bereich Unternehmertum.

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