Pitch - Mit diesen Tipps überzeugst du mit deiner Geschäftsidee!

Du willst dein Start-up nach vorn bringen, weißt aber nicht, wie du Investoren und Kunden für dich gewinnen kannst? Dann sollte der Begriff Pitch für dich kein Fremdwort sein. Welche Pitch-Arten es gibt und wie du sie richtig anwendest, zeigen wir dir in diesem Artikel auf.

Das erwartet dich heute:

Was versteht man unter einem Pitch?

Der Begriff Pitch stammt aus der Agentur und Werbebranche. Im Rahmen eines Pitchs treten verschiedene Agenturen gegeneinander vor potenziellen Kunden an. So wollen sie den Kunden überzeugen und Aufträge an Land ziehen. Nun hat sich der Begriff auch in der Start-up Szene fest verankert. Als Startup Gründer hast du hierdurch die Möglichkeit, deine Geschäftsidee in kurzer Zeit vorzustellen und deine potenziellen Kunden entsprechend von dieser Idee zu überzeugen.

Tipps für einen optimalen Pitch

Um optimal zu pitchen, musst du in jedem Fall gut vorbereitet sein. Das heißt, dein Pitch Deck sollte nicht zu überladen sein. Denn letztendlich hast du nur drei Minuten, um deine potenziellen Investoren zu überzeugen. Wenn du die folgenden Punkte beachtest, sollte dein Pitch ein voller Erfolg werden.

Informationsoverkill vermeiden

Rede nicht viel drumherum. Am besten kommst du direkt zu dem Kern der Idee. Stelle dir dabei die Frage: "Aus welchem Grund schaffst du mit welchen Leistungen für welche Zielgruppe welchen Wert?" Stelle das Paar "komplexes Problem = effektive Lösung" einfach dar. Umso einprägsamer ist dein Vortrag.

Hab immer Antworten parat

Überlege dir schon bei der Vorbereitung, welche Fragen auf dich zu kommen könnten. Am besten sind diese Fragen und Antworten schon in deinem Pitch integriert. Denn, eine gute Frage-Antwort-Konstruktion zeigt, dass du dich mit eventuellen Unklarheiten befasst hast. Außerdem hält es dein Publikum wach.

Alle wichtigen Punkte klären

Stelle sicher, dass jeder versteht, worum es bei deinem Start-up geht. Hierbei solltest du dir folgende Fragen stellen:

  • Ist dein Geschäftsmodell verständlich?
  • Wie skaliert es?
  • Was kann das Produkt?
  • Worin liegt sein USP?
  • Wer sind deine Kunden?
  • Welche Verantwortung ist welchem Teammitglied zugeteilt?
  • Wie sieht es mit Markt und Mitbewerbern aus?
  • Hast du bereits wichtige Ziele erreicht?
  • Wie schätzt du das zukünftige Wachstum ein?
  • Wie sollen deine nächsten Entwicklungsschritte aussehen?
  • Was ist mit deinen Vertriebsstrategien?
  • Besteht schon ein Netzwerk aus Partnern?
  • Welcher Bedarf an Finanzierung besteht?
  • Warum pitchst du gerade auf diesem Event?

Externes Feedback einholen

Wenn du deine Präsentation erstellt hast, solltest du Außenstehende einen Blick darauf werfen lassen. Da diese nicht von "Betriebsblindheit" geplagt sind, können sie dir eher mitteilen, ob deine Präsentation auch vollständig und schlüssig ist. Achte außerdem darauf, dass dein Pitch an das Event und die entsprechende Zuhörerschaft angepasst ist. Zu guter Letzt gilt: Üben, üben, üben.

Erzähle deinen Zuhörern eine Geschichte

Ein Pitch gilt nicht nur der faktischen Untermauerung deines Start-ups. Es soll vielmehr Authentizität vermitteln und unterhaltsam sein. Daher ist es wichtig, dass du eine anschauliche Geschichte erzählst, statt nur Fakten darzustellen. Sorge für den Aufbau von Spannungsbögen und fessele die Zuhörer. Mit smarten Analogien wird die Wachsamkeit beim Publikum getriggert und gegebenenfalls sogar das Vertrauen in deine Vision.

Zeige ein ausgeprägtes Sprachgeschick

Ungereimtheiten und eine holprige Aussprache ist für viele ein Zeichen von fachlicher Inkompetenz. Um dies zu verhindern, solltest du sprachliches Geschick beweisen. Daher solltest du Folgendes beachten:

  • Sprechtempo
  • Tonfall
  • Wortwahl
  • Augenkontakt zu deinen Zuhörern
  • vermeide weitestgehend Fachbegriffe
  • Halte deinen Körper aufrecht
  • verwende eine ruhige, zügige und bestimmte Stimme.

Wie lange dauert ein Pitch?

Die Dauer eines Pitchs hängt von der Pitch-Art ab. Aber generell gilt eine Zeit von vier bis sieben Minuten einzuplanen. Ausgenommen ist hier der Elevator Pitch. Dieser beansprucht eine Zeit von 30 Sekunden. Die Zeit wird mit der Dauer verglichen, die die Fahrt in einem Aufzug benötigt. Daher auch der Begriff Elevator Pitch.

Welche Bedeutung hat ein Pitch für die Gründung und den Businessplan?

Wenn du auf der Suche nach Investoren bist, musst du sie von deiner Geschäftsidee überzeugen. Allerdings erhalten diese Investoren oftmals unzählige Anfrage im Monat. Darum ist es wichtig, dass du aus der Masse herausstichst. Damit du deine Idee gut verkaufen kannst, solltest du in deinem Businessplan folgende Elemente einbringen:

  • Was machst du genau?
  • Welche Aufgabe hat dein Unternehmen und welche Probleme löst du für deine Kunden?
  • Was ist das unerlässliche an deinem Unternehmen?
  • Was macht dein Geschäftsmodell aus und macht dich im Vergleich zu anderen einzigartig?
  • Warum ist dein Geschäft aus finanzieller Sicht so interessant?
  • Wer gehört zu deinem Team und warum soll ausgerechnet dieses Team Erfolg haben?
  • Wo stehst du derzeit mit deinem Geschäft und welche Ziele hast du als Nächstes?
  • Was brauchst du von deinem Investor?

Welche Rolle spielt der Businessplan in Bezug auf den Pitch?

Der Businessplan ist wichtig, weil viele Investoren ihn verlangen. Im Prinzip kannst du einen Businessplan auch als detailliertes, geschriebenes Pitch sehen. Hast du vorab einen Businessplan erstellt, sparst du dir außerdem für dein Pitch viel Zeit. Allerdings ist es in manchen Fällen auch sinnvoll, dass du deinen Businessplan nach der Präsentation erstellst, weil sich deine Argumentation eventuell noch einmal ändert. Hierbei kommt es darauf an, wann ein Businessplan gefordert wird.

Tipp!

Wenn du zum ersten Mal einen Businessplan erstellen möchtest, kannst du dir zur Hilfe unsere kostenlose Businessplan Vorlage herunterladen und diese beliebig anpassen und nutzen.

Businessplan-Vorlage
Businessplan Vorlage zum Downloaden

Wichtig ist in jedem Fall, dass du eine detaillierte Finanzplanung erstellst und vorweisen kannst. Das gilt auch, wenn kein Businessplan erforderlich ist. Empfohlen ist, deine Finanzen in einem Dreijahresplan zu prüfen. Denn, eine Fünfjahresplanung ist meist unrealistisch.

Welche Pitch Arten gibt es?

Grundsätzlich gibt es drei Pitch Arten:

Elevator Pitch

Bei dem Elevator Pitch handelt es sich um die kürzeste Präsentationsart. Denn du hast in der Regel 30 bis 60 Sekunden Zeit, deine Idee zu präsentieren. Das bedeutet für dich:

  • Das Alleinstellungsmerkmal deiner Idee sollte im Vordergrund stehen
  • verwende keine Unterlagen
  • mache keine Präsentation

Hierbei geht es allein darum, das Interesse deines Gegenübers zu wecken. Dabei sind Details nicht entscheidend.

Einsatzgebiete für den Elevator Pitch

Der Elevator Pitch ist nicht immer die richtige Wahl. Darum haben wir hier eine Auflistung für dich, bei welchen Gelegenheiten sich diese Pitch-Art anbietet:

  • Messen
  • Telefonate
  • Vorstellungsgespräche
  • Referate
  • Netzwerktreffen
  • Zufallskontakte

Aufbau eines Elevator Pitchs (AIDA-Formel)

Da der Elevator Pitch wenig Zeit erlaubt, solltest du genau überlegen, welche Informationen du verwendest. Gehst du zu sehr ins Detail, kann es schnell passieren, dass das Wesentliche verloren geht. Hier ist die klassische AIDA-Formel hilfreich. AIDA bedeutet:

AIDA
AIDA Formel

Wenn du es allerdings doch gern etwas umfangreicher handhabst, richte dich an folgendes Aufbauschema:

Angebot: Was bietest du deinem Gegenüber? Was kannst du für ihn tun und welche Erfahrung bietest du an?

Interesse: Womit kannst du dein Angebot Für den Kunden interessant machen? Wichtig hierbei ist, dass du seine Bedürfnisse kennst.

Nutzen: Was ist das Spezielle an deinem Angebot? Welche Vorteile kannst du anbieten? Was gewinnt dein Gegenüber, wenn er sich für dich entscheidet?

Motivation: Warum machst du ausgerechnet dieser Person das Angebot? Welchen Reiz hat es für dich, ausgerechnet für ihn zu arbeiten?

Appell: Sage deinem Gegenüber klar, was du von ihm erwartest.

10 Tipps, wie du mit dem perfekten Elevator Pitch punktest

Damit du den Elevator Pitch auch richtig anwendest, haben wir 10 hilfreiche Tipps für dich.

Überlege dir einen starken Einstieg

Denn, wenn der erste Satz sitzt, hast du das Interesses deines Gesprächspartners geweckt. Hierzu kannst du eine Frage, einen interessanten Fakt oder eine These verwenden. Wichtig ist, dass du Selbstbewusstsein ausstrahlst und den Blickkontakt hältst.

Priorisieren die Inhalte

Denk dran, du hast nur maximal 60 Sekunden Zeit. Darum kannst du nicht jedes Detail ausschmücken, sondern musst dich auf das Wesentliche konzentrieren. Am besten bereitest du deine Sätze vor, die deinen Werdegang oder deine Idee zusammenfassen.

Stelle das Besondere heraus

Mach in Stichpunkten klar, welche Vorteile du bietest und was das besondere an deinem Angebot ist.

Geh auf dein Gegenüber ein

Mach dir vorab Gedanken, mit wem du es zu tun hast. Wer ist deine Zielgruppe? Es bringt dir nichts, wenn du mit deinem Thema fernab der Interessen deines Kunden bist.

Achte auf eine verständliche Ausdrucksweise

Die Aussprache ist ein sehr wichtiger Faktor. Nur mit Fachbegriffen um sich werfen kann dafür sorgen, dass dein Gegenüber nicht weiß, was du von ihm willst und das Interesse verliert. Hier bietet sich der "Großmuttertest" an. Wenn deine Großmutter verstehen würde, was du sagst, dann versteht es auch jeder andere.

Zeige Begeisterung

Das "wie man etwas sagt", spielt eine große Rolle. Denn, wenn du begeistert von deiner Idee sprichst, dann kann sich das ansteckend auf deinen Gesprächspartner auswirken. Monoton runtergeleierte Fakten wirken nicht unbedingt ansprechend.

Sei authentisch

Du musst dich bei deiner Präsentation wohlfühlen. Nur dann kannst du überzeugen. Unruhe und Verunsicherung merkt der Gesprächspartner meist sehr schnell.

Mach dich nicht zum Alleinunterhalter

Lass dein Gegenüber am Gespräch teilhaben. Indem du eine zweisekündige Pause einlegst, gibst du ihm die Chance auf eine Reaktion.

Ende mit einem Call to Action

Beende deine Kurzpräsentation mit einer Aufforderung. Animiere so deinen Kunden, sich dir anzuschließen.

Ermögliche es, in Kontakt zu bleiben

Gib deinem Gesprächspartner eine Visitenkarte oder vereinbare einen Termin für ein ausführliches Gespräch.

Risiken vom Elevator Pitch

Das größte Risiko beim Elevator Pitch ist, deine Präsentation spontan zu vermasseln. Zum Beispiel, weil dir die Argumente fehlen. Aber auch, wenn du den roten Faden verlierst, ist das ein Risiko. Denn am Ende kommt nichts weiter, als stottern und stammeln aus dir heraus. Hast du Zusatzargumente, verpulvere sie nicht gleich zu Beginn, sondern hebe sie dir als Bonusmaterial auf, wenn dein Kunde Fragen hat.

Ein weiteres Risiko ist die Argumentation aus deiner eigenen Sicht. Das will der Kunde nicht wissen. Achte immer darauf, dass du deine Präsentation aus Sicht des Kunden hältst. Denn ihn interessiert nur, was dein Angebot für ihn bringt.

Start-up Pitch und Speed Pitch

Das Start-up Pitch gilt als die häufigste Form des Pitchens. Hierbei hast du wesentlich mehr Zeit als 30 bis 60 Sekunden, solltest dennoch auf deinen Fokus achten. Je kürzer die Vorstellung deiner Geschäftsidee ist, umso besser. Zudem kannst du deine mündliche Präsentation durch Unterlagen unterstützen. Diese Unterlagen nennen sich auch Pitch Deck - zu dem wir aber später kommen.

Das Speed Pitch ist an die Form des Speed-Datings angelehnt. Das heißt, Gründer haben etwa drei bis fünf Minuten Zeit, einen möglichen Investor von der Geschäftsidee zu überzeugen. Danach geht es weiter zu dem nächsten potenziellen Investor. Damit du für das Speed Pitchen gut vorbereitet bist, solltest du dich auf das Alleinstellungsmerkmal konzentrieren. Sei wie bei den anderen Pitch-Arten auf kritische Fragen vorbereitet. So kannst du souverän drauf reagieren und entsprechend bei deinem Kunden punkten.

Leitfragen für Start-up Pitch und Speed Pitch

Damit du dich auf deine Präsentation gut vorbereiten kannst, haben wir hier die wichtigsten Leitfragen für dich zusammengestellt:

  • Was machst du genau? Nutze hier den "Wir sind das X für Y"-Ansatz.
  • Welches Problem und welche Aufgaben löst du wie für deinen Kunden?
  • Welchen Nutzen bringt deine Lösung für den Kunden?
  • Was an deinem Geschäftsmodell ist für den Kunden unerlässlich?
  • Was macht dich einzigartig?
  • Wer gehört zu deinem Team und warum ist dein Team das richtige?
  • Was macht deine Idee aus finanzieller Sicht für den Kunden interessant?

Sales Pitch

Bei dem Sales Pitch handelt es sich um eine besondere Form des Verkaufsgesprächs. Bei dieser Präsentationsart überzeugst du deinen Kunden rein argumentativ. Im Idealfall bereitest du alle relevanten Informationen so auf, dass es als logische Schlussfolgerung gilt, sich für den Kauf zu entscheiden. Abgeleitet ist diese Technik von dem Investor Pitch, welches aus der Start-up Branche kommt.

Methoden des Sales Pitchs

Da der Erfolg des Sales Pitch von den Umständen abhängt, lässt sich kein genauer Ablauf festlegen. Hierbei greifen vielmehr Inprovisationstalent, Erfahrung und Flexibilität. Allerdings kannst du trotzdem bestimmte Vorkehrungen treffen, um deine Chancen auf Erfolg zu optimieren:

  • Grundlegende Fragen solltest du vorab beantworten können. Diese sind zum Beispiel: Wer ist der Kunde? In welchem Markt befindet er sich?
  • Biete keinen Einheitsbrei, sondern baue deine Präsentation passend zu dem Kunden auf.
  • Hebe den Kundennutzen hervor.
  • Für Aufmerksamkeit sorgst du, indem du die Sachverhalt kurz, knackig und verständlich verpackst.
  • Lasse aus dem Monolog einen Dialog entstehen. Signalisiere dem Kunden, dass Fragen und Einwände ausdrücklich erwünscht sind.

Wer ist deine Zielgruppe?

Das wichtigste an der Vorbereitung ist, deine Zielgruppe zu kennen. Daher reicht es nicht, wenn du nur den Namen deines Kunden kennst. Informiere dich über sein Profil und die Bedürfnisse. Folgende Punkte sollten daher auf deiner Liste stehen:

  • Mit wem hast du es zu tun?
  • Welche Präsentationsart ist hier sinnvoll?
  • Wie viel Zeit steht dir für die Präsentation zur Verfügung?
  • Welche Fragen könnte dein Kunde stellen?

Wer übernimmt die Präsentation?

Wenn die Frage nach der Zielgruppe geklärt ist, musst du nun überlegen, wer aus deinem Team die Präsentation hält. Bist du zum Beispiel jemand, der keine Freude am Präsentieren hat, solltest du dies einem Mitarbeiter überlassen. Folgendes ist bei der Präsentation zu beachten:

  • Nicht mehr als eine Folie pro Kernaussage.
  • Zahlen und Grafiken, die nicht übersichtlich sind, sollten vermieden werden.
  • Sprich klar und verständlich.
  • Beachte, dass deine Informationen leicht verständlich und nachvollziehbar sind.

Welche technischen Mittel kannst du verwenden?

Das klassischste Werkzeug ist PowerPoint. Aber das ist nicht immer das geeignete Werkzeug. Daher solltest du zuerst dein Konzept erstellen und dann entscheiden, welches Werkzeug du für deine Präsentation anwendest. Weitere nützliche Werkzeuge für deine Präsentation sind zum Beispiel:

  • Folien
  • Videos

Agentur Pitch

Hierbei treten Werbeagenturen gegeneinander an, um bei Unternehmen zu punkten. Das heißt, ein Unternehmen macht eine Ausschreibung und lädt entsprechend unterschiedliche Werbeagenturen zu sich ein, um sich zu bewerben. Der Agentur Pitch sorgt allerdings auf Unternehmerseite und auf der Seite der Agenturen für Unruhe. Damit der Agentur Pitch auch funktioniert, sollten Ehrlichkeit, Offenheit und gegenseitiger Respekt an oberster Stelle stehen. Und zwar auf beiden Seiten. Ist erst eine vertrauensvolle Basis aufgebaut, ist der Grundstein für den Erfolg eines Projekts gelegt.

Die goldenen Agentur Pitch Regeln

Hier ist eine optimale Vorbereitung äußerst wichtig. Darum haben wir im Folgenden die wichtigsten Regeln für dich:

  • Ausreichend Zeit für die Vorbereitung nehmen.
  • Alle Beteiligten an einen Tisch holen.
  • Benennung des Projektteams.
  • Budgetrahmen klären.
  • Nach Benchmarks und Best Practices suchen.
  • Die wichtigsten Fragen klären.
  • Einen realistischen Zeitrahmen festlegen.
  • Präzise sein.
  • Kläre die Frage nach dem Pitch Honorar.
  • Administratives klären.

Checkliste: Agentur Pitch

Um ein perfektes Briefing zu erstellen, haben wir nachstehend eine Checkliste für dich:

Ja/NeinCheckliste
 

Beschreibung der Aufgabenstellung

  • Woraus besteht das Projekt?
  • Welche Unterstützung erwartest du von der Agentur?
  • Gibt es ein konkretes Problem?
  • Geht es um einen Relaunch eines bestehenden Projekts?
  • Soll die Agentur operative Tätigkeiten vornehmen oder nur das Konzept erarbeiten?
  • Sind Benchmark oder Best Practice Beispiele vorhanden?
    Sind Strategie oder Konzept vorhanden, soll dies mitgeschickt werden.
 

Beschreibung der Ist-Situation

  • Sind interne Richtlinien vorhanden, welche zu beachten sind? Gehört das Projekt zu einer größeren Aktivität aus dem Unternehmen?
  • Sind andere Projekte zu berücksichtigen?
 

Ziel des Projekts

  • Was ist mit dem Projekt zu erreichen?
  • Sind messbare Ziel vorhanden?
 

Informationen zu der Zielgruppe

  • Wer ist die Zielgruppe?
  • Gibt es Personas?
  • Demografische Informationen?
  • Welche neuen Kundengruppen sollen erreicht werden?
  • Gibt es Informationen zum Kaufverhalten?
 

Technische Vorgaben

  • Welche Systeme sind betroffen?
  • Sind neue Schnittstellen zu schaffen?
  • Gibt es IT-Vorgaben und wenn ja, welche sind es?
 

Zeitlicher Horizont

  • bis wann ist das Projekt umzusetzen?
 

Budgetrahmen

  • Gesamtrahmen für das Budget oder eine detaillierte Darstellung für Einzelmaßnahmen
 

Zeitplanung

  • Ist ein Rebriefing vorhanden?
  • Bis wann soll das Ergebnis vorliegen?
  • Für wann ist der Präsentationstermin geplant?
  • Wie schnell ist eine Entscheidung möglich?
 

Hintergrundinformationen / Beschreibung des Unternehmens

  • Geschäftsbereiche
  • Umsätze
  • Unternehmensstruktur
  • Philosophie
  • Stärken
  • Schwächen
  • Wettbewerb

Wie wählst du geeignete Agenturen aus?

Es gibt verschiedene Arten, um geeignete Agenturen zu finden. Das funktioniert zum Beispiel durch Folgendes:

  • Empfehlungen von Kollegen
  • Suche über Google nach Stichworten
  • Agentur-Verzeichnisse

Tipp!

Wähle am Ende nicht mehr als drei bis fünf Agenturen aus. Außerdem solltest du schon während der Briefingphase Kontakt zu den Agenturen aufnehmen und herausfinden, ob sie überhaupt Interesse an dem Pitch haben.

Kennst du die Agentur noch nicht persönlich, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um dir erste Präsentationsunterlagen zukommen zu lassen. So kannst du sehen, ob die Agentur, zumindest in der Theorie, zu deinem Unternehmen passt. Hilfreich ist auch, die Agentur vorab einzuladen. So können sich beide Seiten ein wenig kennenlernen.

Rebriefing / Entscheidung treffen

Für das Rebriefing solltest du etwas mehr Zeit einplanen. Denn für Rückfragen solltest du mit dem jeweiligen Projektmanager der Agenturen sprechen und das Briefing noch mal durchgehen. So können Ungereimtheiten aus dem Weg geräumt werden.

Dann ist es auch schon an der Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Lade die Agenturen zu einer Pitchpräsentation ein. Wichtig ist, dass die Termine der einzelnen Agenturen eng beieinanderliegen. Denn so hast du alle Ergebnisse noch im Gedächtnis und kannst dich entsprechend entscheiden.

Bei der Entscheidung bist du allerdings nicht allein. Du solltest alle wichtigen Entscheider an einen Tisch holen. Als Entscheidungshilfe dient eine Checkliste, in der du mit deinem Team die jeweilige Agentur bewerten kannst.

Beispiel einer Präsentationsbewertung

So kann die Checkliste zum Beispiel aussehen:

BewertungskriterienKommentareBewertung
1=sehr gut, 2=gut, 3=okay, 4=mäßig, 5=schwach
Team Eindruck 2
Markt-, Branchen- und Business Verständnis 3

Strategieansatz überzeugend

(Eindeutig, konsistent, nachhaltig, passt)

 1

Markenverständnis

(nachvollziehbar, extern und intern tragfähig)

 3

Kampagnenidee

(klar, sympathisch, überzeugend, durchschlagen)

 2
Handlungsempfehlungen 4
Qualität der Kreationsvorschläge 2
Kampagnenflexibilität 1
Vorschlag Budgeteinsatz 4
Identifikation, Motivation intern 3
Kompetenzeindruck des Teams 1
Strukturierung der Zusammenarbeit 2
Honorierungsvorschlag 3
Qualität der Präsentation 2
Gesamteindruck 2
Sonstiges 2

Pitch Deck

Bei einem Pitch Deck handelt es sich um Präsentationsfolien. Diese kannst du zum Beispiel mit:

  • Keynote,
  • PowerPoint oder
  • Prezi erstellen.

Allerdings ist es wichtig, dass du auf den Inhalt der Folien achtest. Gleiches gilt für den Aufbau. Außerdem ist die Anzahl der Folien gering zu halten. In der Regel sind etwa 10 bis 13 Folien ein guter Richtwert. Halte die Informationen kurz und bündig und überlade die Folien nicht mit zu viel Text. Sonst läufst du Gefahr, dass sich dein Publikum mehr auf den Text, als auf dich konzentriert.

Aufbau eines Pitch Decks

Es gibt bei dem Aufbau keine klaren Vorgaben. Dennoch hat sich folgende Struktur als sinnvoll herauskristallisiert:

Folie 1

Hier geht es um die Einleitung deines Pitch Decks. Du stellst dein Start-up vor und den Anlass für deine Präsentation.

Folie 2

Eines der wichtigsten Elemente im Pitch Deck ist die Beschreibung deines Teams. Aber auch deren Erfahrungen, Know-how und Rolle im Unternehmen solltest du beschreiben.

Folie 3

Auf dieser Folie solltest du das Problem, welches zu lösen ist, beschreiben. Achte darauf, dass du dieses Problem nachvollziehbar beschreibst.

Folie 4

Nun präsentierst du dein Produkt als perfekte Lösung für das vorher genannte Problem.

Folie 5

Hier gehst du auf die ausschlaggebenden Funktionsweisen deines Produktes ein. Hilfreich und erfolgsentscheidend kann Folgendes sein:

  • Prototyp
  • Demo in Form eines Bildes, einer Webseite oder Software
Folie 6

Wie sieht es auf dem Markt aus? Wer ist deine Zielgruppe und ist der Markt schon gesättigt? Auf der 6. Folie kannst du eine Marktstudie oder eine eigene Marktanalyse präsentieren.

Folie 7

Hebe nun das Alleinstellungsmerkmal hervor. Denn Investoren geben ungern ihr Geld für schon vorhandene Produktideen aus.

Folie 8

Auf dieser Folie geht es um den Wettbewerb. Liste die wichtigsten Wettbewerber auf und beschreibe die Unterscheidungsmerkmale. Da kein Investor die Aussage "Wir haben keine Wettbewerber" akzeptiert, solltest du entsprechend recherchieren.

Folie 9

Lege einen Machbarkeitsbeweis (Proof of Concept) offen. Diesen Beweis kannst du beispielsweise durch erste Umsätze oder die Angabe der aktiven Nutzer erbringen.

Folie 10

Stelle dein Geschäftsmodell nachvollziehbar dar, um zu zeigen, dass dein Start-up auch Geld verdienen kann. Das heißt, auf dieser Folie zeigst du, wie und ab wann du Umsätze generierst. Wenn du mehrere Ideen für Einnahmequellen hast, fokussiere dich auf die wesentlichen Umsatzträger.

Folie 11

Hier musst du konkret angeben, welche finanziellen Mittel du brauchst. Außerdem ist es wichtig für die Investoren zu wissen, wofür diese Mittel eingesetzt werden und was du damit erreichen kannst.

Diese Fehler solltest du beim Erstellen eines Pitch Decks vermeiden

Eine gute Struktur der Folien gilt als Erfolgsgrundlage für dein Pitch Deck. Daher solltest du diese Fehler vermeiden:

  • Zu viele Bulletpoints
  • schlechtes Design
  • Rechtschreibfehler und Grammatikfehler
  • Animationen
  • zu kleine Schrift

Welche Vorteile und Nachteile hat ein Pitch?

VorteileNachteile
Gute Gelegenheit, sich und seine Leistungen vorzustellenKünstliches Konstrukt
Knüpfen von nützlichen KontaktenRessourcen-intensiv
 schränkt den Blickwinkel ein

Ein Pitch ist sehr zeitaufwendig. Wenn es schneller gehen soll, gibt es entsprechende Alternativen.

Tipp!

Das Gespräch mit der Agentur lässt sich gut durch eine Checkliste bewerten. Ebenso wenn es um die Agenturauswahl geht: Darunter fallen unter anderem Erfahrung, Kapazitäten und Größe der Agentur.

Die Agenturen, welche sich eignen, lädst du anschließend zu einem Gespräch ein. Verbringst du zwei oder drei Stunden mit deinem Gesprächspartner, lässt sich gut ein Bild über ihn machen. Außerdem erhältst du einen tieferen Einblick in seine Arbeitsweise und Ideenfindung. Zudem zeigt sich direkt, ob die Chemie stimmt. Dieser Punkt ist sehr wichtig, wenn es sich um eine längere Zusammenarbeit handelt.

Fazit

Ob ein Pitch die optimale Lösung ist, um Investoren oder Agenturen für sich zu gewinnen, kann jeder nur für sich selbst entscheiden. Wichtig ist, dass du genau überlegst, ob sich der zeitliche und finanzielle Aufwand wirklich lohnt oder ob du einfach das altbewährte Gespräch suchst.

Bist du allerdings gut vorbereitet und hältst eine gute Präsentation kann dies auch zum Erfolg führen. Entscheidest du dich für das pitchen, dann beachte in jedem Fall die hier beschriebenen Punkte, damit deine Präsentation reibungslos abläuft.

Nadine Höpf
Nadine Höpf

Nadine spezialisiert sich auf die Erstellung und Bereitstellung von Inhalten auf Blogs und Lexikas. Dabei lässt sie ihrer Kreativität freien Lauf und behält die aktuellen SEO Anforderungen immer im Blick. Mühelos erstellt sie Inhalte auch auf französisch.

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