Online Reputation Management: 6 Maßnahmen für deinen guten Ruf

Online Reputations Management (kurz: ORM) spielt heutzutage im Zusammenhang mit den unterschiedlichsten Bereichen eine wichtige Rolle. Auf Basis einer 1:1 Übersetzung ergibt sich, dass hiermit das Überwachen eines Rufs gemeint sein muss. Doch was bedeutet dies eigentlich genau? Und wessen Ruf soll überwacht werden?

Das erwartet dich heute:

Was ist Online Reputation Management?

Mit Hilfe der Maßnahmen rund um das Online Reputation Management ist es möglich, den Ruf einer Person oder eines Produkts bzw. eines Unternehmens im Internet zu überwachen und – je nach Bedarf – auch zu beeinflussen. Das ORM spielt damit vor allem mit Hinblick auf erfolgreiche Marketingmaßnahmen eine entscheidende Rolle. Immerhin verbreiten sich – sowohl positive als auch negative – Meinungen im Zeitalter des Internets schnell. In einigen Fällen sollte hier gegengesteuert werden, um den Ruf (die „Reputation“) einer Marke oder einer Person zu schützen.

Heute sind Webseiten nicht mehr statisch, Benutzerinteraktionen ein Muss. Regelmäßige Interaktionen mit den Sozialen Medien sind unerlässlich für deinen Geschäftserfolg. Ebenso wie du nutzen auch deine Kunden das Web, um über dich zu reden, egal wie groß oder klein dein Geschäft ist. Solltest du denken, du kannst dies ausklammern, überdenke dringend deinen Standpunkt.

Solange deine Kunden nur positives oder neutrales über dich und dein Unternehmen veröffentlichen, ist dein Ruf nicht in Gefahr. Du bist allerdings dennoch nicht davon befreit dich aktiv um dein Online-Reputation zu kümmern. Kritisch wird es, wenn negative Einträge erscheinen und im schlimmsten Fall an prominenten Stellen in den Suchmaschinen. Schnell kann sich dies negativ auf dein gesamtes Geschäft auswirken und zu Umsatzeinbußen und Kundenverlusten führen. Der Ruf eines Unternehmens im Netz dient für Kunden als Entscheidungshilfe beim Kauf eines Produktes oder der Inanspruchnahme einer Dienstleistung.

Dein guter Ruf ist ein kostbares Gut, das gepflegt, geschützt oder aufgebaut werden muss. Genau hier setzt das Online-Reputation-Management (ORM) an. Generell versteht sich darunter die Überwachung und Beeinflussung des Rufes eines Unternehmens, einer Person oder eines Produktes in den digitalen Medien. In erster Linie geht es darum, unerwünschte Inhalte von den vorderen Positionen in Suchergebnissen zu verdrängen.

Wozu benötigst du ein Online Reputation Management?

Wie bereits weiter oben erwähnt, handelt es sich beim Online Reputations Management um eine wichtige Technik aus dem Bereich des Marketings. Die verschiedenen Optionen bieten einem Unternehmen die Möglichkeit,…:

  • mit den Usern in Kontakt zu treten
  • auf Kritik zu reagieren
  • Lösungsvorschläge zu liefern
  • nahbarer zu werden.

Kurz: das Online Reputations Management wird in der Regel dazu genutzt, die Stimmung bzw. die Meinung zu einem bestimmten Produkt/ einer Person zu verändern.

Wann ist Reputations Management unverzichtbar?

Viele große Unternehmen bedienen sich heutzutage den Möglichkeiten des Online Reputations Managements. Immerhin möchte sich sicherlich niemand wehrlos einer Masse (vielleicht ungerechtfertigter) schlechter Meinungen aussetzen. Wird hier nicht gegengesteuert, kann dies eine Verschlechterung des Rufs und – auf lange Sicht gesehen – sinkende Verkaufszahlen zur Folge haben.

Wer Online Reputations Management effektiv betreiben möchte, sollte daher unbedingt abwägen und selbstverständlich auch immer im Hinterkopf behalten, dass ein reger Kundenaustausch, Verbesserungsvorschläge und konstruktive Kritik meist noch kein Grund sind, Online Reputations Management zu betreiben.

„Gefährlich“ wird das Ganze nur dann, wenn der Ruf eines Unternehmens tatsächlich unter einem Shitstorm, ungerechtfertigten Aussagen und Falschmeldungen zu leiden hat. Doch auch hier ist es wichtig, mit Bedacht vorzugehen und auf „Fake News“ nicht mit „Fake News“ zu reagieren.

Damit du Online Reputations Management effektiv nutzen kannst, solltest du immer zwischen den unterschiedlichen Techniken abwiegen. Nur so kannst du sicherstellen, dass diese besondere Art des Marketings auch gewinnbringend funktioniert.

Unterschied zwischen Online Reputations Management für Unternehmen & für Personen

Die Techniken unterscheiden sich je nachdem, ob sie sich auf den Ruf eines Unternehmens oder einer Person beeinflussen sollen.

Grundsätzlich gilt hierbei, dass auf das Online Reputations Management von Unternehmen meist nur zu besonderen Zeiten, zum Beispiel im Zusammenhang mit einem drohenden Shitstorm, gesetzt wird.

Ein klassisches Beispiel: ein Lebensmittelkonzern ist von einem Skandal wegen Verunreinigungen betroffen oder ein Automobilunternehmen muss sich gegen eine Vielzahl von Beschwerden aufgrund defekter Teile zur Wehr setzen.

Maßnahmen, die mit Hinblick auf Online Reputations Management von Personen betrieben werden, sind in der Regel dauerhafter. Immerhin geht es hier darum, den Ruf eines Künstlers aufzubauen und dessen positives Image zu untermauern.

Zusammengefasst: ORM im Zusammenhang mit Unternehmen kann als „reaktiv“ bezeichnet werden, während mit Hilfe der entsprechenden Maßnahmen mit Hinblick auf Personen ein Status Quo gehalten werden soll.

Wie funktioniert Reputations Management online?

Um den Ruf einer Person bzw. eines Unternehmens beeinflussen zu können, ist es natürlich im ersten Schritt wichtig, herauszufinden, wie beliebt (oder unbeliebt) der Mensch oder die Marke zum jeweils aktuellen Zeitpunkt ist. Dies lässt sich schnell mit Hilfe einer klassischen Suchanfrage in Erfahrung bringen.

Wurde das Internet nach dem entsprechenden Namen abgesucht, reichen oft schon die ersten Suchergebnisse, um die vorherrschende Meinung – zumindest grob – einschätzen zu können. Sollten diese zu negativ ausfallen, sollten Unternehmen bzw. Personen gegebenenfalls Gegenmaßnahmen ansteuern.

Natürlich wäre es hierbei jedoch auch falsch, Unwahrheiten und Falschmeldungen zu verbreiten, „nur“ um den Ruf einer Marke zu retten. Je nach Ausgangssituation empfiehlt sich ein anderes Vorgehen.

Tipp!

Damit du mehr Zeit hast, dich um das Wachstum deines Business und den Erhalt einer guten Reputation zu kümmern, empfiehlt es sich mit einer Buchhaltungssoftware zu arbeiten. Auf diese Weise kannst du deine Buchhaltung überall automatisiert erledigen und typische Buchhaltungsfehler vermeiden.

Online Reputations Management Strategie

Nachdem über die Suchmaschinenrecherche herausgefunden wurde, dass Bedarf an einem verlässlichen Online Reputationsmanagement besteht, ist es an der Zeit, weitere Schritte einzuleiten.

Je nach Zielsetzung und präferierter Vorgehensweise kannst du hier unter anderem versuchen…:

  • Online Profile streuen
  • mithilfe von SEO (Suchmaschinenoptimierung) Inhalte mit positiver Aussage unter den ersten Suchergebnissen anzeigen lassen
  • aktiv auf die entsprechenden Vorwürfe zu reagieren (offizielle Statements werden hier von vielen Kunden und Fans oft gerne gelesen, denn: sie zeigen, dass sich das Unternehmen bzw. die Person aktiv mit der Kritik auseinandergesetzt hat.)

Einige Unternehmen bzw. Personen nutzen auch heute noch eine weitere Technik aus dem Bereich des ORM, die jedoch als „veraltet“ gilt: sie lassen bestimmte Beiträge, zum Beispiel aus Foren oder Social Media, löschen und verzerren somit das Bild. Ein solches Vorgehen bleibt natürlich meist nicht unbemerkt und kann zu Verstimmungen unter den Followern führen. Immerhin schwingt so die grundlegende Aussage mit, dass sich dein Unternehmen/ die Person nicht mit den Vorwürfen auseinandersetzen möchte. Das Risiko eines größeren Shitstorms ist in diesem Fall sehr hoch.

Daher solltest du dich lieber für eine der anderen genannten Optionen entscheiden. Deine Online Reputations Management Strategie kannst du in 6 Schritte aufteilen:

1. Aufspüren

Der erste Schritt ist das Auffinden von Inhalten im Netz über dich und dein Unternehmen. Wie bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) musst du dafür zunächst die richtigen Suchphrasen identifizieren. Folgende Keywords können dir dabei helfen, schnell negative und unerwünschte Einträge und Inhalt zu finden:

  • „FIRMENNAME“ (verschiedene Schreibweisen)
  • „GESCHÄFTSFÜHRERNAME“ (verschiedene Schreibweisen)
  • „FIRMENNAME Betrug“
  • „FIRMENNAME Abzocke“
  • „FIRMENNAME Bewertungen“
  • „FIRMENNAME Rezensionen“
  • „FIRMENNAME Kundenmeinungen“

Fragen der Situationsanalyse

Folgende Fragen solltest du bei der Situationsanalyse betrachten:

  • Wo befinden sich die unerwünschten Inhalte?
  • Wie stark sind die jeweiligen Portale?
  • Welche positiven und neutralen Inhalte existieren bereits zum Unternehmen?
  • Welche Seiten eignen sich zur Optimierung?
  • Wo genau besteht Handlungsbedarf?
  • Welche Kanäle kannst du nutzen?

Aus dieser Arbeit ergibt sich neben einer To-do-Liste, ein Überblick über den Aufwand und die Maßnahmen. Hilfreich ist es, die negativen Einträge in zwei Kategorien zu unterteilen: berechtigte Kritik und böswillige Beschimpfungen ohne Grundlage.

2. Reagieren

Nach der Identifikation negativer Inhalten hast du verschiedene Möglichkeiten vorzugehen. Handelt es sich um berechtigte Kritik, z.B. aufgrund Fehler in der Kundenberatung oder dem Verkauf, nimm dies als Chance wahr. Eröffne einen Dialog, biete Unterstützung an und bitte nach erfolgreicher Erledigung um ein Feedback. Diese Form des Kundensupports wird positiv wahrgenommen und stärkt die Kundenbindung. Außerdem weist dieser Vorgang auf ein gutes Kundenmanagement hin, was wiederum die Kundenzufriedenheit steigert.

Bei falschen oder ungerechtfertigten Anschuldigungen, solltest du mit dem Webmaster der jeweiligen Seite Kontakt aufnehmen und um die Löschung des Beitrags bitten. In viele Foren werden wilde Beschimpfungen meist automatisch nicht veröffentlicht.

Sollte die Kontaktaufnahme keinen Erfolg bringen, greife zum Mittel der Gegendarstellung und biete Hilfe an. Im Idealfall nimmt der Kritiker Kontakt mit dir auf und du kannst das Problem klären. Sollte dies nicht der Fall sein, beweise mit der Gegendarstellung öffentlich deine Problemlösungskompetenz und drehe die Kritik in ein positives Statement um.

3. Kreieren

Um ungewollte, negative Einträge aus den vorderen Seiten von Suchmaschinen zu verdrängen, stehen dir weitere Reaktionsmittel zur Verfügung: Veröffentlichungen und das Erstellen neuer Inhalte.

Veröffentlichungen können dabei z.B. Pressetexte sein, die du auf themenrelevanten Seiten positionierst oder Interviews mit dem Geschäftsführer, in denen es um die Unternehmensziele geht. Beim Schreiben einer Pressemitteilung musst du beispielsweise besonders die Keyword-Dichte achten.

Beim Erstellen neuer Inhalte kannst du zu zwei Maßnahmen greifen: Soziale Medien und Microsites. Seiten auf Facebook, Twitter, LinkedIn und dergleichen sind nicht nur ideal zur Kundenkommunikation, sondern eignen sich auch, um unerwünschte Inhalte zu verdrängen. Wichtig ist dabei natürlich die regelmäßige Pflege der Seite, denn die Aktualität wirkt sich auf das Ranking aus. Sichere dir, wenn möglich die Vanity-URLs, z. B. www.facbook.com/firmenname und vergiss nicht die Verlinkung auf die eigene Webseite.

Bei Microsites handelt es sich um eigenständige Webpräsenzen, die in der Regel nicht so umfangreich wie die eigentliche Webseite sind und auf einen bestimmten Bereich oder ein Thema spezialisiert sind. Blogs fallen in diese Kategorie. Microsites sollten von Spezialisten programmiert werden, da hier eine Vielzahl an wichtigen Onpage-Faktoren beachtet werden müssen.

4. Optimieren

Neben den oben genannten Mittel ist immer auch Suchmaschinenoptimierung eine gute Option negative Einträge in Suchmaschinen nach hinten zu verdrängen. Nutze dafür bereits vorhandene positive und neutrale Einträge. Wie beim SEO gehst du in drei Schritten vor: Keyword Recherche, Onpage und Offpage Optimierung.

Für die Keyword Recherche kannst du unter anderem die unter 1. genannten Suchparameter nutzen. Bei der Onpage Optimierung sollte es dein Ziel sein, die Webseite so zu optimieren, dass sie komplett indiziert werden kann und Suchmaschinen den Inhalt als besonders relevant einstufen. Die Offpage Optimierung setzt sich mehr mit dem Umfeld der Seite auseinander, im Besonderen mit der Generierung von Backlinks. Hier gilt auch, je mehr Links, desto mehr Vertrauen schenken Suchmaschinen der Seite. Allerdings nur, wenn die Links vertrauenswürdig sind.

5. Vorbereiten

Sei immer auf das Worst-Case-Szenario vorbereitet, damit es dich nicht kalt erwischt. Überlege im Vorfeld mit welchen Maßnahmen du vorgehen kannst und was in welcher Situation Sinn macht.

Überdenke unter anderem folgende Szenarien:

  • Was ist, wenn dein Produkt zu viel Kritik hervorbringt?
  • Was ist, wenn deine Mitarbeiter nicht kompetent für Soziale Medien sind?
  • Was ist, wenn deine Konkurrenz daraus Vorteile zieht?

Dies sind nur einige Gründe, warum du ein durchdachtes Online-Reputation-Management haben solltest, bevor du in Aktion trittst.

Eine vorgefertigte Sprachregelung, die du mit deiner Rechts- und PR-Abteilung abstimmen solltest, hilft auf Kritik ruhig und professionell zu reagieren. Damit bist du auf jede Form der Online-Krise vorbereitet und vermeidest panische Schnellschüsse, die mehr Schaden als Nutzen bringen können.

6. Überwachen

Moeglichkeiten der Ueberwachung fuer ein Online Reputations Management
Einflussfaktoren auf Online Reputation

 

Es gibt umfassende Maßnahmen, um deinen guten Ruf im Netz sicherzustellen bzw. wiederherzustellen. Doch all dieser Einsatz ist sinnlos, wenn der Erfolg der Maßnahmen nicht regelmäßig kontrolliert wird. Dazu ist ein permanentes Monitoring in den Suchmaschinen notwendig, um erstens den Erfolg zu messen und zweitens im Fall des Falles rechtzeitig eingreifen und gegensteuern zu können. Denn nur wenn du weißt, was über dich geredet wird, kannst du angemessen darauf reagieren und schlimmere Schäden verhindern. Wenn ein Unternehmen erst mal betroffen ist, dauert es mehrere Monate, bis die Suchergebnisse bereinigt sind.

Wie die Suchmaschinenoptimierung bedarf auch das Online Reputation Management eine konstante Betreuung und Monitoring. Du solltest deine Reputation im Netz immer kennen und nicht erst im Krisenfall agieren. Bei einer starken Webpräsenz haben es schlechte Nachrichten schwerer auf die vorderen Positionen in den Suchmaschinen zu gelangen. In diesem Zusammenhang eignet sich eine gelungener Einsatz des Social Media Monitorings, sodass du immer im Blick hast, was über dich oder dein Unternehmen geredet wird.

Die wichtigsten Online Reputation Management Tools

Ein guter Ruf im Internet kann sich auf vielen Ebenen positiv auswirken. Doch hast du auch wirklich die Zeit dazu, in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren, wie „beliebt“ du bist? Damit dir genau diese Arbeit abgenommen wird, hast du die Möglichkeit, auf sogenannte Online Reputations Tools zu setzen. Diese analysieren deinen Ruf und bieten dir die entsprechenden Ergebnisse. Du möchtest wissen, wie sich eine bestimmte Entscheidung auf deine Sympathiewerte ausgewirkt hat? Vielleicht interessiert es dich auch, ob sich dein Unternehmen schon von der letzten Krise erholen konnte? Mit Hilfe verschiedener Online Reputations Tools stellt die Suche nach den entsprechenden Antworten keine große Herausforderung mehr dar!

1. Talkwalker

Das Online Reputations Tool Talkwalker gehört zu den Anwendungen, die besonders häufig – sowohl im Zusammenhang mit Unternehmen als auch Personen – verwendet werden. Mit seiner Hilfe kannst du dir unter anderem anzeigen lassen, wie sich dein Ruf innerhalb der letzten sieben Tage verändert hat. Besonders anschaulich: du profitierst von einer direkten Verbindung zu den sozialen Netzwerken. Gleichzeitig kannst du unbegrenzt Suchanfragen starten und dir die Ergebnisse binnen weniger Augenblicke anzeigen lassen.

Wer möchte, kann zudem eine besondere Funktion für sich in Anspruch nehmen: der Nutzer wird immer dann per Alarm informiert, wenn sein Suchbegriff im Netz verwendet wurde. Die Funktion lässt sich auf der Basis der individuellen Einstellungen noch weiter personalisieren.

2. IFTTT

Mit Hilfe von IFTTT („If this then that“) lassen sich verschiedene Apps ganz einfach miteinander verbinden und so noch individueller nutzen. Die Basis bildet hierbei das Erstellen persönlicher Regeln.

So kannst du beispielsweise festlegen, dass ein Bild, das du in den sozialen Netzwerken geliked hast, an deine Mailadresse versendet wird. Oder anders: du legst die Bedingungen fest, IFTTT agiert entsprechend.

IFTTT spielt auch mit Hinblick auf den umfassenden Bereich „Smart Home“ eine immer wichtigere Rolle. Wieso solltest du die klassische „Wenn-Dann-Funktion“ also nicht auch im Zusammenhang mit deiner Online Reputation nutzen?

Das Procedere unterscheidet sich hier nicht wesentlich von den oben genannten Beispielen. Denn du kannst unter anderem festlegen, dass du immer dann benachrichtigt wirst, wenn dein Unternehmen bzw. dein Name auf einer entsprechenden Plattform erwähnt wird. So gehst du sicher, dass du nichts verpasst und bleibst entsprechend immer „up to date“.

3. Go Fish

Du möchtest wissen, über was sich deine Kunden im Netz beschweren? Dann ist es unter anderem sinnvoll, sich mit den Vorteilen des Tools „Go Fish“ zu beschäftigen. Hierbei handelt es sich um eine ganz besondere Suchmaschine, die sich ausschließlich auf die negativen Kommentare zu einem bestimmten Suchbegriff fokussiert. Als Quelle dienen hier mehr als vierzig Webseiten.

Leider wurde noch kein persönlicher Alarm eingebaut, der über neue Beschwerden benachrichtigen würde. Daher musst du in regelmäßigen Abständen selbst nachsehen, wie sich dein Ruf im Netz gegebenenfalls verbessert (oder verschlechtert) hat.

Wichtig: Go Fish ist – je nach verwendeter Variante – nicht kostenlos. Hier solltest du dich vorab informieren, ob dir die Gratis-Variante ausreicht bzw. ob du noch „aufstocken“ möchtest. Du solltest auf keinen Fall „Angst“ vor zu viel Kritik haben. Immerhin bieten dir auch gerade die negativen Meinungen bzw. Beschwerden die Möglichkeit, zu wachsen.

4. ReviewTrackers

Das Tool ReviewTrackers zieht seine Informationen aus mehr als 80 Meinungs-Webseiten und bildet diese übersichtlich ab. Besonders praktisch sind hierbei natürlich auch die zusammengefassten Berichte, die an deine hinterlegte E-Mail-Adresse gesendet werden und dir einen Überblick über Veränderungen und Verbesserungsbedarf geben.

Wenn du möchtest, kannst du im Zusammenhang mit besagten Berichten auch weitere Filter anwenden, die dir beispielsweise aufzeigen, in welchen Regionen deine Marke besonders gut ankommt.

Das Angebot von ReviewTrackers ist nicht kostenlos. Auch hier stehen dir unterschiedliche Preis- und Leistungsmodelle zur Verfügung, die du optimal an deinen individuellen Bedarf anpassen kannst.

5. KnowEm

KnowEm hat sich unter anderem auf die Meinungen, die in den Sozialen Medien kursieren, fokussiert. Auch wenn es sich hierbei um ein Tool handelt, das schon seit einigen Jahren am Markt aktiv ist, erfreut sich dieses Angebot immer noch einer ungebrochenen Beliebtheit. Binnen weniger Augenblicke können mit seiner Hilfe etliche Seiten (unter anderem auch aus dem News-Bereich) durchforstet werden.

Das Tool wird jedoch meist nicht dazu verwendet, sich über den aktuellen Ruf einer Marke zu informieren. Vielmehr steht hier meist das allgemeine Image im Fokus. Mit Hilfe der praktischen Suchfunktion kannst du so unter anderem herausfinden, wie präsent dein Unternehmen bei seiner entsprechenden Zielgruppe ist. Gleichzeitig kannst du mit KnowEm auch kontrollieren, ob es gegebenenfalls ein anderes Unternehmen bzw. eine andere Person gibt, die unter deinem Namen im Netz agiert.

Tipp: Auch vor der Neugründung einer Marke ist es sinnvoll, auf die kostenlosen Services von KnowEm zurückzugreifen. Denn so lässt sich natürlich auch schnell in Erfahrung bringen, ob bereits ein anderes Unternehmen unter der entsprechenden Firmierung agiert und ob der Name noch „frei“ ist.

Online Reputations Management inhouse oder mit Hilfe einer Agentur betreiben?

Du kannst dein Online Reputations Management sowohl auf der Basis einer Agentur als auch inhouse betreiben. Beide Varianten bieten dir sowohl Vor- als auch Nachteile.

Grundsätzlich gilt, dass du mit einer Agentur natürlich viel Zeit sparen kannst. Diesen „Puffer“ kannst du dann nutzen, um dich vollends auf dein Kerngeschäft zu konzentrieren.

Dennoch gilt: je nach Ausprägung und basierend auf den Tools, die du verwendest, kann ein effektives Online Reputations Management viel Zeit in Anspruch nehmen. Agenturen zeichnen sich hierbei oft durch Vorteile aus, die sich unter anderem in…:

  • einer persönlichen Beratung
  • dem passenden Know-How auf der Basis der entsprechenden Tools
  • regelmäßigen Checks

zeigen.

Kurz: du möchtest von den Ergebnissen regelmäßiger Checks profitieren, dich jedoch nicht mit den entsprechenden Recherchearbeiten auseinandersetzen müssen? Dann könnte es sich lohnen, auf die Services einer Agentur zu setzen.

Wer hier sparen möchte, kann die Recherchen mit Hinblick auf seine Online Reputation natürlich auch inhouse durchführen. Je nach Unternehmensgröße und -organisation empfiehlt es sich, die Mitarbeiter aus der Abteilung „Marketing“ hiermit zu beauftragen.

Der Vorteil: hier ist sichergestellt, dass eine überzeugende Identifikation mit dem Unternehmen gegeben ist. Veränderungen können so gegebenenfalls leichter nachvollzogen und weitere Schritte geplant werden. Unter Umständen ist es sinnvoll, im Zusammenhang mit einem funktionierenden Online Reputationsmanagement verschiedene Abteilungen – zum Beispiel Marketing und Produktentwicklung – zusammenarbeiten zu lassen.

Fazit

Die Erkenntnisse, die sich heutzutage – gerade im Zeitalter des Internets – aus den Daten eines verlässlichen Online Reputation Managements ziehen lassen, sind vielseitig und können einem Unternehmen dabei helfen, noch strukturierter zu planen und ein erfolgreiches Krisen- bzw. Beschwerdemanagement durchzuführen. Personen des öffentlichen Lebens können jedoch ebenfalls profitieren, indem sie mit Hilfe der entsprechenden Tools an ihrem jeweils bevorzugten Image arbeiten.

Damit das moderne Online Reputationsmanagement jedoch auch tatsächlich funktionieren kann, ist es wichtig, sich nicht auf einen einmalig abgefragten Status Quo zu verlassen, sondern die entsprechenden Recherchen in regelmäßigen Abständen in den Arbeitsablauf zu integrieren. Diese Vorgehensweise ist nicht nur im Zusammenhang mit Produkteinführungen oder „Skandalen“, sondern generell sinnvoll, um etwaige Tendenzen schon früh ausfindig machen zu können.

Kurz: Online Reputations Management lässt sich auf vielen Ebenen praktizieren und bietet eine wunderbare Möglichkeit, selbstreflektierend zu hinterfragen, ob die eigene Meinung mit der der Zielgruppe übereinstimmt.

Alisha Meier

Alishas Kreativität kennt keine Grenzen. Seit 2017 arbeitet sie als Content Marketing Managerin bei sevDesk und begeistert ihre Zielgruppe mit gezielten Inhalten rund um Kreativthemen und Inspiration für Selbstständige.

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