12, Oktober, 2017 | Marketing | Von Luisa Tschopp
Wie du ein perfektes Logo erstellst...

Dein Startup als Marke – so einfach erstellst du dein erstes Logo! [+Infografik]

Bekannte Marken schaffen es damit in den Köpfen der Kunden zu bleiben und so gut wie jedes Unternehmen besitzt es – das unternehmensspezifische Logo.

Egal ob es das Swoosh Symbol der Schuh- und Sportmarke Nike ist oder das goldene „M“ der Fastfood-Kette McDonald’s, ein Logo sollte einzigartig sein und einen hohen Wiedererkennungswert aufweisen.

Das Logo ist wichtiger Bestandteil des Corporate Design (CD). Das CD definiert das genaue Erscheinungsbild des Unternehmens und sollte in sich stimmig gestaltet sein. Aber auch die Corporate Identity (CI) sollte mit dem Design zusammenpassen und harmonieren. Zur CI zählen zusätzlich zum Design auch das Verhalten und die Kommunikation des Unternehmens.

Das erwartet dich heute:

  1. Zielsetzung
  2. Ideenfindung
  3. Scribbles
  4. Kontrolle
  5. Umsetzung
  6. Einbindung

Doch wann genau ist es Zeit für die Erstellung eines Logos? Immer dann, wenn du vor dem Start in die Selbständigkeit stehst oder bereits ein Logo besitzt, aber ein „Redesign“ vornehmen möchtest.

Aber bis dein perfektes Logo steht, ist es ein langer Weg…

Anleitung für das perfekte Logo

Hier findest du unsere sechs Schritte zur erfolgreichen Logogestaltung und hilfreiche „Do’s“ and „Don’t’s“ während der Konzeptionsphase.

Los geht’s:

1. Zielsetzung

Zuerst einmal musst du dir bewusstwerden, wen du mit deinem zukünftigen Logo ansprechen möchtest. Danach solltest du folgende Fragen beantworten: Wie tickt meine Zielgruppe? Mögen sie es schlicht und modern oder eher bunt und ausgeflippt? Beachte dabei das Alter deiner Zielgruppe und deine Unternehmensphilosophie, die berücksichtigt werden sollte.

Außerdem gehört zum ersten Schritt, dass du dir eine Botschaft überlegst, die du zusätzlich zum Namen vermitteln möchtest. Diese kann im Logo mit Hilfe eines Symbols dargestellt werden und ist meistens branchenspezifisch. Allgemein sind besonders Werkzeuge für Logos sehr beliebt. So z.B. bei Friseuren die typische Schere, bei selbständigen Schlossern der Schraubenschlüssel oder einen Hammer und bei einem Online-Shop z.B. der symbolische Einkaufswagen.

Aber Achtung – das exakte Kopieren und Imitieren von anderen Unternehmen sind klare „Don’t’s“!

2. Ideenfindung

Sobald du dir über die Zielsetzung deines Logos bewusstgeworden bist, kannst du auch schon mit der Ideenfindung starten. Um herauszufinden was dein Unternehmen und somit auch dein späteres Logo einzigartig macht, ist ein Gedankennetz sinnvoll. Hierfür ist die Mindmap-Methode beliebt. Vorgehen: In die Mitte eines weißen Blattest schreibst du deinen Unternehmensnamen. Im Anschluss fügst du Schritt für Schritt in Stichworten alles ein, was dir zu deinem Unternehmen einfällt.

Hier können natürlich auch deine Keywords aus der CI miteinfließen. Zusammengehörige Begriffe werden mit Hilfe von Strichen verbunden – es entsteht ein Gedankennetz

Insgesamt erhältst du so einen Überblick über das, was du mit deinem Unternehmen und somit auch mit deinem späteren Logo verbindest bzw. verbinden möchtest. Dieser Überblick kann nun für die weiteren Schritte der Konzeption deines Logos genutzt werden, indem du die Logoentwürfe auf den Inhalten deiner Mindmap aufbaust und so nicht den roten Faden zum Unternehmen und seiner CI verlierst.

Es ist egal, ob du die Logoerstellung selbst in die Hand nimmst oder die Aufgabe an einen externen Dienstleister weitergibst. Wichtig ist nur, dass es auch hier heißt „weniger ist mehr“ – deshalb nur die wichtigsten Gedankenpunkte der Mindmap in dein Logo mitaufnehmen.

3. Scribbles

Egal ob du dich selber daran versuchst oder die Erstellung des Logos weitergibst. Scribbles sind der erste Schritt in Richtung Logogestaltung. Es geht darum grobe Skizzen anzufertigen und dem Logo sein erstes Gesicht zu geben. Gleich zu Beginn werden dir einige Fragen durch den Kopf schießen, die du dir im Voraus beantworten solltest:

Welche Schrift verwende im am besten für den Unternehmensnamen und welche für den Slogan?
Die Typografie sollte zu deinem CD passen. Zusätzlich muss aber auch beachtet werden, dass sie gut lesbar ist und keine zu detaillierten Inhalte aufweist. Falls du dein Unternehmensslogan in dein Logo miteinbinden möchtest, solltest du darauf achten, dass dieser zum einen kurz und prägnant ist und zum anderen, dass die Schrift serifenlos ist, damit der Slogan auch bei einem kleinformatigen Logo leicht zu lesen ist.

Welche Farben setzte ich ein?
Neben der Stimmigkeit zum CD ist beim Farbkonzept zusätzlich wichtig, dass du beachtest, dass dein Logo auch in schwarz/weiß funktioniert. Alle Schriften sollten leserlich bleiben und auch die Symbole sollten nicht zu detailliert und damit erkennbar sein.

Und dann?
Scribbles geben dir außerdem die Möglichkeit mit Buchstaben und Symbolen zu spielen und deiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Dabei ist Doppeldeutigkeit sehr beliebt, da das Logo damit besser in Erinnerung bleibt und die Zielgruppe zum Nachdenken anregt. So nutzt bspw. Amazon einen lachenden Bogen unter dem Unternehmensnamen. Dieser soll für zufriedene Kunden stehen. Zusätzlich stellt der Bogen aber auch einen Pfeil da, der vom Buchstaben A zum Buchstaben Z verläuft. Somit besitzt der Bogen die zusätzliche Bedeutung der Warenvielfalt, die von „A bis Z“ reicht.

podo-concept

Aber vergiss während deiner Scribbles und Spielereien nicht, immer wieder an die ersten beiden Schritte zurückzudenken, um den Anforderungen des zukünftigen Logos und den Vorstellungen der Zielgruppe gerecht zu werden.

4. Kontrolle

Bevor es nun an die endgültige Umsetzung des Logos geht solltest du noch einmal die folgenden drei Fragen mit einem klaren „Ja“ beantworten können:

  • Das Logo spiegelt meine Unternehmensidentität wieder und passt zu meinem CD?
    Hier ist ein Abgleich mit der erstellten Mindmap sinnvoll.
  • Das Logo spricht meine Zielgruppe an und hat einen Wiedererkennungswert / eine Symbolik?
    Es ist hilfreich das Logo vor der Finalisierung außenstehenden Personen, wie z.B. Freunden oder der Familie zu zeigen, um nach Meinungen zu fragen.
  • Das Logo ist für den digitalen Auftritt und den Druck geeignet?
    Das heißt dein Logo sollte zwei verschiedene Farbräume besitzen. Für den digitalen Auftritt den Farbraum RGB und für den Druck CMYK. Dadurch sehen die Logofarben trotz unterschiedlichen Farbcodes auf Monitoren, Smartphones oder gedrucktem Papier immer gleich aus. Außerdem ist die richtige Auflösung sehr wichtig, damit dein Logo später nicht verpixelt gedruckt wird. Deshalb das Logo unbedingt als Vektorgrafik-Datei erstellen bzw. erstellen lassen. (Vektorgrafik = beliebig skalierbar ohne zu verpixeln)

5. Umsetzung

Wenn dir die „Adobe Creative Suite“ etwas sagt, du bereits Erfahrung damit sammeln konntest und dein Logo nicht das erste ist, das du mit Hilfe von Adobe Illustator gestaltest – dann trau dich und erstelle dein Logo selbst!

Wenn nicht, dann haben wir hier einige andere Möglichkeiten, um deine Logoidee zu verwirklichen. Dir muss jedoch bewusst sein, dass die Umsetzung vor allem, wenn du den Auftrag an eine Agentur weitergibst, teuer werden kann. Die Kosten für ein hochwertiges Logodesign schwanken ab 400 € bei Online-Anbietern und bis zu über 2.500 € bei professionellen Agenturen. Falls du mit deinem Budget eher etwas eingeschränkt bist, haben wir hier drei kostengünstige Alternativen zur typischen Design-Agentur:

  • Veranstalte einen eigenen Logo-Wettbewerb, wobei das beste Logo das Preisgeld, welches du festlegst, erhält. Um potenzielle Logodesigner auf deinen Wettbewerb aufmerksam zu machen, kannst du z.B. deine Social-Media-Kanäle nutzen oder per E-Mail dafür werben.
    Aber Achtung: deine eigenen Ideen sind dabei nur begrenzt einbringbar und du hast keine Absicherung, falls keine professionellen Ergebnisse eingereicht werden. Dir ist das zu riskant? Dann ist vielleicht die nächste Alternative etwas für dich.
  • Die Internetseite 99designs bietet ab 279 € ein Paket mit rund 30 Logodesigns an. Diese werden von verschieden Grafikdesignern auf der ganzen Welt erstellt. Spannend, nicht wahr? Außerdem gibt es die Besonderheit der Geld-zurück-Garantie, falls dir das Logo nicht gefällt. Weitere Online-Anbieter sind designenlassen.de und upwork.
  • Unser „Special Tip“: Einfach mal die Medienstudenten machen lassen. An der Hochschule Offenburg sitzen viele junge kreative Köpfe, die sich über einen kleinen Nebenverdienst durch Logogestaltung freuen würden. Damit auch du den perfekten Grafiker nach deinem Geschmack findest einfach bei der Ausschreibung dazu schreiben, dass die Studenten dir im Rahmen der Bewerbung Arbeitsproben zuschicken sollen.

6. Einbindung

Wenn dein fertiges Logo dann endlich steht ist der letzte Schritt die richtige Einbindung. Dein Logo ist das Identitätsmerkmal deines Unternehmens und sollte überall da auftauchen, wo auch dein Unternehmen präsent ist. Aber vorher unbedingt abklären, ob du alle Rechte am Bildmaterial bzw. den Schriften hast, damit es im Anschluss keinen Ärger gibt. Als möglichen Anlaufpunkt zur Prüfung, aber auch der Registrierung deines Logos kannst du z.B. die Internetseite markenservice.net nutzen oder beim DPMA nachfragen.

Sobald alles geklärt ist kann das neue Logo auch schon gut sichtbar auf der Unternehmenswebseite z.B. im Header eingebunden werden. Danach folgen allen Social-Media-Kanälen (Facebook, Instagram, etc.), auf denen du mit dem Unternehmen aktiv bist. Aber nicht nur online ist die Einbindung des Logos wichtig, auch auf Briefpapier, Visitenkarten, Flyer und Infobroschüren sollte das neue Logo gut sichtbar und am besten farbig dargestellt sein. Je häufiger deine Zielgruppe auf das Logo trifft, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit der Wiedererkennung deines Unternehmens.

Sobald einmal das Endprodukt steht und die Einbindung des Logos erfolgt ist, wirst du hoffentlich schnell merken, dass sich der lange Weg zum perfekten Logo gelohnt hat.

Luisa Tschopp

Luisa Tschopp

Neben ihrem Studium "Medien und Informationswesen" an der Hochschule Offenburg unterstützt Luisa unser Online Marketing Team. Egal ob es sich um den Webseitenauftritt, Marketingmaßnahmen oder Aufgaben im Bereich Gestaltung handelt – Luisa ist für jede neue Herausforderung offen. Passend dazu befindet sie sich aktuell in Schottland, um dort ein Semester Informatik zu studieren. Privat ist sie gerne auf ihren Social Media Kanälen aktiv und teilt mit ihren Followern am liebsten Eindrücke vom Reisen.
Luisa Tschopp
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