Bootstrapping, Pitch, USP – Diese Begriffe solltest du als Gründer kennen

Immer diese Veranstaltungen und Messen, wo Gründerwissen und Business-Speeches an erster Stelle stehen. Aber du stehst da und verstehst nur Bahnhof bei dem ganzen Fachchinesisch?!
Lächeln und winken ist keine empfehlenswerte Lösung. Auch Nicken und Zustimmung lassen dich dumm dastehen. Nun ja, so kann man Gespräche halten, aber nicht führen.

Da warst du wohl nicht richtig vorbereitet… Ich schaffe dir Abhilfe und kläre dich auf. So wirst du zum Meinungsführer auf jedem Meeting und hältst ganze Reden voller Gründerwissen.

Ich habe dir die allerwichtigsten Begriffe zusammengefasst, die aktuell in vielen Branchen herumschwirren. Natürlich ist das Business schnelllebig und dynamisch, daher entwickeln sich ständig neue Ausdrücke. Da heißt es ranklotzen und lernen. Aber immerhin weißt du dann, dass ein Business Angel tatsächlich so was wie ein Schutzengel für dich ist.

a

A/B-Test

A Hörnchen und B Hörnchen oder was steckt dahinter? Das Testverfahren findest du häufig im Zusammenhang mit der Entwicklung von Webseiten.
A und B stellen zwei Versionen dar, die im Grunde identisch sind. Bis auf eine Variante, in der sie sich unterscheiden. Womöglich ist genau der kleine Variantenunterschied das Quäntchen, das deinen Kunden positiv beeinflussen kann.
Und so geht der A/B-Test: Deine aktuelle Version ist deine Kontrollfunktion und bekommt den Namen A. Die Version veränderst du ein wenig und nennst sie B. Mit dieser Veränderung willst du herausfinden, welche Variante besser bei deinem Nutzer ankommt.
Worauf reagiert er genau so, wie du es willst? Beispielsweise die Farbveränderung auf deiner Webseite. Aktuell hat der Newsletter Button ein unattraktives Senfgelb und entspricht der Variante A. Die Variante B bekommt einen neuen Anstrich und der Button wird lilablassblau. Nun lässt du beide Varianten gegeneinander laufen. Mal sehen, welche Farbe mehr Anmeldungen sammelt.

Affiliate

Wie kann ich Geld verdienen, ohne großen zusätzlichen Aufwand? Wenn du eine etablierte Webseite führst, die viele Besucher hat, wäre eine Affiliate System für dich geeignet.
Ein Affiliate System kannst du dir wie folgt vorstellen: Es gibt einen Produktanbieter und einen Vertriebspartner. Die beiden gehen eine Kooperation miteinander ein. Das heißt, der Produktanbieter überreicht dem Vertriebspartner Werbemittel, die er beispielsweise auf seiner Webseite einbinden kann.
In Form von Affiliate-Links, die mit einem Code ausgestattet sind, kann der Anbieter nachvollziehen, wie viele seiner Besucher über den Vertriebspartner zu seiner Produktwebseite gelangt sind. Der Vertriebspartner erhält dann eine Provision, je nach Höhe der Click-Rate, der Menge an Neukunden und Anzahl der zustande gekommenen Verkäufe. Auch offline kann das Affiliate umgesetzt werden, beispielsweise mit Gutschein-Codes.

b

Break-Even-Point

Wann mache ich endlich Gewinn? Wie viele Produkte muss ich verkaufen, damit ich ein Plus erziele? Dieser Punkt, den du suchst, nennt sich die Gewinnschwelle. Ab diesem Zeitpunkt bekommst du durch den Verkauf deiner Waren oder Dienstleistungen alle fixen Kosten gedeckt.
An dieser Stelle erzielst du weder Verluste, noch Gewinne. Denn beide sind genau gleich hoch. Wenn du über die Gewinnschwelle hinaus kommst, erwirtschaftest du endlich die gewünschten Gewinne. Alles was unter der Gewinnschwelle liegt, sind Verluste.

Business Angel – Schutzengel oder so was?

Ja, das ist er so mehr oder weniger. Er hilft dir, wenn es dir finanziell eher bescheiden geht. Er ist für dich da, wenn du eine Finanzspritze, Kontakte oder Wissen benötigst. Im Austausch dafür erhält er Anteile an deinem Unternehmen. Aber denk dran, der Engel fordert häufig einen hohen Return-on-Investment.

Business Model Canvas oder auch: wer bin ich?

Die wohl schwierigste Frage für einen blutjungen Unternehmer – was macht mein Unternehmen aus? Vergiss die Frage nie und natürlich auch nicht die passende Antwort. Mit dem Business Model Canvas hältst du dir genau das vor Augen!
Du stellst damit deine Schlüsselqualifikationen grafisch dar. Es unterstützt die Entwicklungen und Überarbeitungen deines Unternehmensmodells.
Zu den Schlüsselqualifikationen zählt das Modell folgende Teile:

  • Schlüssel-Partner
  • Schlüssel-Aktivitäten
  • Nutzen-Versprechen
  • Kunden-Beziehung
  • Kunden-Arten
  • Schlüssel-Ressourcen
  • Vertriebs- und Kommunikations-Kanäle
  • Kosten
  • Einnahmequellen

Zu jeder einzelnen Qualifikation sammelst du Ideen und schreibst sie auf Zettel. Dann fügst du die einzelnen Zettel in einem großen Modell zusammen. So hast du alles im Überblick.

Tipp: Verwende Klebezettel – dann kannst du deine Ideen verschiedenen Qualifikationen zuordnen, je nachdem, wo dein Schwerpunkt liegt.

Bootstrapping – hat absolut nichts mit Schuhen zu tun

„Ich bin stolz darauf, dass wir es komplett durch Bootstrapping geschafft haben“ – Ok, was will dir dein Gegenüber damit sagen? Hat er sich neue Boots geholt?
Das vielleicht auch, aber Bootstrapping heißt, dass eine Unternehmensgründung komplett ohne externes Geld gemeistert wurde. Also keine Fremdfinanzierung und keine Hilfe von außen.
Glückwunsch, Bootstrapping bringt automatisch Sparsamkeit, genaue Ressourcen- und Zeitplanung, sowie taktische Maßnahmen in der Produktplanung mit sich. Oder wirkt der Gesprächspartner doch eher knausrig und scheut sich vor Investitionen?

c

Conversion Rate

„Wie hoch ist deine Conversion Rate?“ – Einfach nur hoch oder niedrig reicht da als Antwort leider nicht aus. Da solltest du schon weiter ausholen können, um das Ganze näher zu begründen.
Aber fangen wir erstmal so an, weißt du, was die Conversion Rate bedeutet? Sie ist beispielsweise wichtig für dich, wenn du einen Online Shop betreibst. Denn sie dient dir als Messgröße, um berechnen zu können, wie erfolgreich einzelne Marketingkampagnen oder Anzeigen waren. Dahinter steckt deine Umsatzrate. Die Rate ermittelt, wie viele Besucher deines Online Shops tatsächlich einen Kauf tätigen.
Du berechnest die Rate indem die Anzahl der Transaktionen im Verhältnis zu den Seitenbesuchern gesetzt wird. Dieser Wert wird mit 100 multipliziert und du hast die Rate. Je höher, desto besser, dann wurden annähernd viele Verkäufe wie Besucher durchgeführt.

Crowdfunding – Die Menge feiert dich und wirft dir das Geld zu

„Wir haben so eine Crowdfunding Kampagne gemacht und hatten zum Schluss mehr Geld zur Verfügung, als anfangs geplant“. Du nickst und lächelst. Crowdfunding, was war das noch gleich?
Wie so oft – das Geld fehlt vorne und hinten. Keine Lust mit Banken zu diskutieren? Einen Kredit als Selbstständiger zu bekommen, ist leider nicht ganz so einfach. Aber Unterstützung brauchst du trotzdem und dabei hilft dir das Crowdfunding.
In erster Linie werden beim Crowdfunding Investitionen in Produkte und Projekte betätigt. Klassischerweise veröffentlichst du dein Projekt im Internet mit einigen wichtigen Informationen auf einer Crowdfunding Plattform, wie Startnext, vision bakery oder Kickstarter. Dort gibst du die notwendige Mindestsumme an, vielleicht hast du Glück und sammelst sogar noch mehr. Privatpersonen haben die Möglichkeit in dein Projekt zu investieren. Den Betrag können sie sich selbst aussuchen. Natürlich ist das Geld kein Geschenk für dich…
Als Belohnung für die finanzielle Unterstützung kannst du dir verschiedene Sachen überlegen, je nach Höhe der Investition. Das kann zum Beispiel in Form von Danksagungen, Cover-Erwähnungen, ein Exemplar deines Produktes oder vieles mehr sein. Es spielt hierbei also nicht nur das Geld eine Rolle, sondern die emotionale Bindung des Geldgebers zu deinem Produkt.
crowdfunding

Crowdinvesting

„Crowdfunding macht nicht immer Sinn, manchmal passt einfach Crowdinvesting viel besser“. Aha, es gibt also noch mehr „Crowds“, die irgendwas mit Geld zu tun haben.
Beim Crowdinvesting erwarten die Investoren langfristig finanzielle Rückflüsse durch Rückzahlungen oder Verzinsungen. Im Vergleich zum Crowdfunding wird hier nicht in einzelne Projekte oder Produkte investiert, sondern in Start-Ups oder Unternehmen. Im Gegenzug erhalten die Investoren Beteiligungen an deinem Unternehmen.

Crowdlending

„Crowdlending ist so angesagt“. Ok, das Wort „Crowd“ solltest du mittlerweile drauf haben. „Crowd“ bezieht sich auf die Menge an Investoren. Und „lending“ kann mit leihen übersetzt werden. Es ist also auch eine Form der Finanzierung. Diesmal wieder durch Privatpersonen. Sie stellen dir Geld zur Verfügung, das du monatlich in Raten zurückzahlst. Hinzu kommen noch Zinsen und Tilgungsrate. Die Kredite kannst du auch als Privatperson annehmen, wenn du Geld benötigst und nicht zwingend mit einem Unternehmen.

e

Early Adopter

„Ich als early Adopter bekomme da sofort mit, wenn was neues auf dem Markt ist“ – Hält sich wohl für besonders schlau der Typ. Ist er so was wie der early bird?
Gewissermaßen schon. Er ist einer der Ersten, der sich mit technischen Neuigkeiten, neusten Produkten und Innovationen auseinandersetzt. Die early Adopter sind so was wie Pioniere und Meinungsvertreter, die besonders offen gegenüber dem Wandel sind. Hauptmerkmale sind hoher Sozialstatus und hoher Bildungsgrad. Aber merke dir, wenn du ihn auf deiner Seite hast, überzeugt er die Mehrheit. Vermassle es also nicht mit ihm.

f

Franchising

Du bekommst ein Angebot für ein Franchisingunternehmen? Ok, jetzt nicht gleich zustimmen. Sondern mach dir erstmal klar, was das bedeutet. Da steckt nämlich sehr viel mehr dahinter als eine Marke zu übernehmen.
Du bekommst zwar von einem Franchisegeber die Nutzung seines Geschäftes und dessen Konzept übereignet. Typischerweise sind das Nutzungsrechte für die Waren, das Design und das notwendige Know-How. Aber du zahlst auch Gebühren, musst die Anweisungen und Richtlinien befolgen und je nachdem Prozente deines Umsatzes abgeben. Klar, der Vorteil ist natürlich, dass du nicht selbst etwas neu aufbauen musst, sondern Wissen und Marke übernimmst. Daraus folgt, dass du weniger Risiko mit dir trägst. Jedoch gibt es oft vorgelegte Verkaufszahlen, die du erreichen musst.
franchise-1

g

Growth Hacking

Auf kreative Art zu unermesslichem Wachstum kommen. Das ist wohl der Traum jedes Gründers. Das Growth Hacking macht genau so etwas möglich.
Die junge Marketing-Methode sorgt mit Kreativität, Analysen und Social Media für die Verwirklichung des Traums. Was sich so einfach anhört, ist leider sehr komplex und erfordert viel Aufmerksamkeit. Unabdingbar sind der Einsatz von SEO, Webseitenanalysen und Content Marketing. Im Fokus steht dabei das Wachstum mit geringem Kostenaufwand. Das heißt, kostengünstig neue Kunden zu akquirieren, Umsätze zu erwirtschaften, Bestandskunden zu pflegen und das Produkt selbst zu etablieren. Besonders beliebt ist die Methode bei jungen Unternehmen, denen oft das Geld für große Marketingkampagnen fehlt. Doch das ist nicht immer notwendig. Auch mit geringen Mitteln kann für Aufsehen gesorgt werden. Die Voraussetzung: das Produkt selbst betreibt das Marketing und bestimmt dadurch die Nachfrage.

h

Hockey Stick

Wenn der Ausdruck fällt, denk bloß nicht, das hätte etwas mit Sport zu tun! Es geht in erster Linie um ein Schaubild, das einem Hockeyschläger ähnelt.
Der Effekt beruht in den meisten Fällen auf der Planung und betrifft sehr häufig Größen wie Absatz, Umsatz, EBIT oder Jahresüberschuss. Anhand eines Schaubildes werden die Daten graphisch dargestellt. Der Kurvenverlauf gibt Auskunft über Geschäftsverläufe und ähnelt eben in der Darstellung einem Hockeyschläger. Zu Beginn sind die Zahlen sehr niedrig und es gibt kaum Wachstum. Es gibt daher gerade anfangs Verluste, die sich zu hohen Umsätzen und Gewinnsteigerungen entwickeln. Der Effekt ist dann ein sehr schneller Anstieg. Somit entsteht die Form eines Schlägers.
hockeystick

i

Influencer

Schnapp dir einen erfolgreichen Influencer und schon kann es losgehen. Aber wie erkennt man einen Influencer? Wo findet man ihn und was ist ein Influencer überhaupt?! Wie die Übersetzung bereits andeutet, handelt es sich um eine Beeinflussung. Aber wer wird hier von wem beeinflusst? Genauer gesagt, suchst du dir als Unternehmer Einflussgrößen, das können einzelne Personen oder ganze Unternehmen sein, die einen positiven Einfluss auf dich haben. Die Merkmale eines Influencers sind:

  • Meinungsführer
  • Meinungsvertreter einer Zielgruppe
  • Gute Beziehungen zur Öffentlichkeit
  • Glaubhaftigkeit
  • Unabhängigkeit
  • Persönlichkeit
  • erzeugen Viralität
  • Experten auf ihrem Gebiet
  • genießen Anerkennung

Der Influencer nutzt unterschiedliche Medien, um seine Meinung zu veröffentlichen. Allen voran, wie kann es auch anders sein, die sozialen Medien. Über Facebook, Instagram, Twitter, Pinterest, Youtube und Co. wird jeweils die passende Zielgruppe angesprochen. Das kann in Form von Kritik, Bewertungen, Anleitungen, Erfahrungsberichten oder einer simplen Vorstellung geschehen. Dort kann der Influencer zu deinem Unternehmen und der Marke, deinen Produkten und anderen Themen öffentlich seine Meinung kundtun.
Nicht zu vergessen sind Blogs, die auch mit Fachartikeln und ausführlichen Beschreibungen gefüttert werden. Einfach ausgedrückt: der Influencer betreibt einfach Mundpropaganda im großen Stil. Und wie du merkst, sind Influencer ein großer Vorteil für dich, um schnell zu großer Bekanntheit zu gelangen. Deine Kunden werden authentisch, ohne Spams oder Werbung angesprochen.

IPO

„Wir haben letzte Woche unser IPO durchgeführt“ – die Antwort „ok“ reicht da kaum. Frag nach, wie es lief. Wieso? IPO ist die Abkürzung für initial public offering und kann übersetzt werden mit Börsenersteinführung oder Erstplatzierung. Also kannst du dich ruhig danach erkundigen, ob es wie gewünscht gestartet ist. Denn es werden zum ersten Mal Aktien eines Unternehmens öffentlich zum Verkauf angeboten. Durch den Aktienverkauf erlangt das Unternehmen neues Kapital. Und die Aktienkäufer erhalten Anteile am Unternehmen.

k

Keyword

„Auf welche Keywords ist deine Webseite ausgerichtet?“ – jetzt bloß nichts erfinden. Kurz innehalten und klären, was waren nochmal Keywords?
Das Keyword spielt besonders im Online Marketing und der Suchmaschinenoptimierung eine große Rolle. Und es kann entweder aus nur einem Wort, einer Wortkombination, Zahlen oder Zeichen bestehen. Es handelt sich dabei um einen Begriff, den ein Suchender in eine Suchmaschine eingibt, um Informationen über dieses Schlüsselwort zu erhalten.
Beispielsweise die Webseite Fischer’s Fritze. Fischer’s Fritze verkauft Angelzubehör über einen online Shop. Um Kunden über Google auf die Webseite zu bekommen, baut Fritze Keywords auf seiner Webseite gezielt ein. Fritze hat zuvor Recherchen durchgeführt, um die relevanten Keywords herauszufinden und genauer zu analysieren. Diese können beispielsweise sein: Angel kaufen, angeln lernen, Fische fangen, Köder kaufen und viele mehr.
Die Keywords sind sehr wichtig für die Suchmaschinenoptimierung. Eine Webseite kann auf verschiedene Keywords spezialisiert werden, um in der Suchmaschine aufzutauchen und eine gute Platzierung zu erhalten. Durch hochwertige und interessante Texte und Inhalte schafft es Fischer’s Fritze auf Platz 1 der Google Suchergebnisse für „Angel kaufen“.

KPI

Hinter der Abkürzung KPI verbirgt sich der Ausdruck Key Performance Indicator und kann auch als Leistungskennzahl ausgedrückt werden. Dabei handelt es sich um Kennzahlen, mit deren Hilfe die Erfüllung von Zielen, deine Auslastungen oder auch die Menge an Leistungen gemessen werden können. Die KPIs spielen besonders für Manager und Controller eine wichtige Rolle, denn sie prüfen damit die Einhaltung und Umsetzung von Zielen. Sie sind eng verbunden mit weiteren Kennzahlen die beispielsweise die Finanzierung, den Vertrieb, den Markt, das Marketing oder das Produkt betreffen.
Es ist also notwendig, dass du dir klar vor Augen hältst, was deine KPIs sind und wer sie kontrolliert. Natürlich solltest du dir auch Gedanken machen, was der Zahlenwert für dich und dein Unternehmen bedeutet.

l

Lean Start-Up Methode

„Bist du lean gestartet?“ – Lean (deutsch: mager) bezieht sich dabei nicht auf dich, sondern auf dein Unternehmen. Ein Lean Start-Up startet mit möglichst geringen Ausgaben und legt weniger Wert auf langfristige Planungen.
2008 war zum ersten Mal die Rede von der Methode und damit ist sie vergleichsweise noch recht jung. Mit deren Hilfe findest du heraus, welche Wünsche und Bedürfnisse die Zielgruppe hat. Durch Testings werden Hypothesen belegt oder dementiert. Auf die Ergebnisse kann dein Start-Up schnell reagieren, um sich den Wünschen und Bedürfnissen anzupassen. Natürlich kannst du als Lean Start-Up selbst immer wieder neue Ideen entwickeln. Die Entwicklung eines Lean Start-Ups basiert auf einer Learning-by-doing Mentalität.

n

NPS – Net promoter score

„Wie wahrscheinlich ist es, dass du unser Unternehmen weiterempfehlen wirst?“ – Diese Frage, mit deren Hilfe der Erfolg eines Unternehmens gemessen wird, beschäftigt den Net Promoter Score.
Notwendig dafür ist die Anzahl der sogenannten Promoter und Detraktoren, die sich mit der oben genannten Frage ermitteln lassen. Die Antwort wird auf einer Skala von 0 (sehr unwahrscheinlich) bis 10 (sehr wahrscheinlich) angegeben. Zu den Promotern gehören, die Wähler von 9 oder 10. Dektratoren sind die Antwortenden zwischen 0 bis 6. Der Score bildet die Differenz der prozentualen Verteilung zwischen Promotern und Dekratoren.

o

OKR

„Hast du Erfahrungen mit OKR?“ – Da sollte dir schnell bewusst werden, dass damit Objects and Key Results gemeint sind. Der Ausdruck hilft dir auch nicht weiter? Also dann will ich dir kurz erklären, was dahinter steckt.
Das OKR stellt eine Methode dar, die einzelne Ziele (Objectives) aufstellt und passende Schlüsselergebnisse (Key Results) hinzufügt. Die OKR werden regelmäßig besprochen und neu definiert. Sie können nicht nur auf der Unternehmensebene aufgestellt werden, sondern gelten auch für einzelne Abteilungen, Teams und Mitarbeiter. Ziel des Ganzen ist es, dass einzelne Mitarbeiter sich selbst die Frage stellen, wie sie zum Unternehmenserfolg beitragen können. Dabei hat jeder einzelne Mitarbeiter hat einen gewissen Zeitraum zur Verfügung, um die festgelegten Ziele mit den passenden Schlüsselqualifikationen selbstständig zu verwirklichen.

p

Pitch

„Komm doch nächste Woche vorbei und mach doch einen schnellen Pitch“ – Was bedeutet pitchen? Etwas zu pitchen heißt, deine Geschäftsidee in kurzer Zeit in wenigen Worten zu präsentieren und überzeugend zu sein. Du willst mit dem Auftritt deine Zuhörer von dir und deinem Unternehmen vom Hocker reißen.
Die Zuhörer können Kunden, Investoren oder Stakeholder sein. Du kannst zu unterschiedlichen Hilfsmitteln wie Power Point, Portfolios, Grafiken, etc., greifen, um die Präsentation anschaulicher zu machen. Neben deiner Idee kannst du verschiedene Zahlen und Fakten preisgeben. Aber besser die positiven Informationen in den Vordergrund stellen. Negatives bleibt nämlich länger im Gedächtnis. Pass also auf, welche Informationen du zur Verfügung stellst.

Lange Berichte und Erfahrungen über dein Produkt sind nett, aber es ist anschaulicher, wenn du es mitbringst. Wenn der Zuhörer etwas in die Hand bekommt, kannst du ihn schneller und einfacher überzeugen.

Proof of Concept

„Hast du schon den Proof of Concept erreicht?“ – Ja, nein, vielleicht. Wenn du mit deiner Geschäftsidee den Proof of Concept erreicht hast, kannst du beruhigt ausatmen.
Dahinter verbirgt sich die gelungene Durchführbarkeit und Bestätigung deiner Idee. Diesen Punkt zu erreichen kann sehr lange dauern und viel Mühe kosten. Meilensteile können dir helfen, das Ziel greifbarer zu machen und einen Überblick über deine Entwicklungen darzustellen. Oftmals wird der Break-Even-Point mit dem Proof of Concept gleichgesetzt.

r

Return-on-Investment

Der Return-on-Investment (ROI) oder besser bekannt als Kapitalrentabilität wird in der Betriebswirtschaft als eine finanzielle Kennzahl gehandhabt. Hört sich im ersten Moment kompliziert an, aber so schwer ist es gar nicht. Einfach ausgedrückt, bedeutet das, dass die Zahl angibt, was eine Investition gebracht hat. Wenn du sie mit Hilfe deiner Gewinnzahl und dem eingesetzten Kapital berechnest, erkennst du die Rentabilität deiner Investition.
roi

Ranking

„Rankst du schon oder wo versteckst du dich?“ Was ist denn das für eine Frage. Jeder will mit seiner Webseite ranken. Aber wozu und wie geht das?
Ranking bezieht sich auf die Reihenfolge der Ergebnisse, die eine Suchmaschine anzeigt. Die Suchmaschine bestimmt diese Reihenfolge, indem sie Kriterien dafür festlegt. Zu unterscheiden sind dabei organische, also natürliche und anorganische, gekaufte Positionierungen.
Das SEA (Search Engine Advertising) fokussiert sich auf gekaufte Anzeigen, die eine gute Platzierung innehaben. Auf den Search Engine Result Pages (SERPs) werden die Ergebnisse auf vielen Seiten wiedergegeben. Die Relevanz ist ein wichtiges Kriterium, das beeinflusst, welche Webseite einen guten Platz im Ranking erzielt.
Ein weiterer Punkt ist die Popularität in Form von Links oder Verweisen auf die jeweilige Webseite. Die Übereinstimmung zwischen dem Suchbegriff und dem Webseitentext ist auch von großer Bedeutung.
Alles in allem gibt es mehr als 200 Kriterien, die das Ranking bei Google beeinflussen. Der Haken an der Sache: die Kriterien sind weitestgehend unbekannt. Das SEO (Search Machine Optimization) beschäftigt sich mit genau diesem Problem.

s

SEA

Das Wort ist wohl neben SEO einer der großen Unbekannten in der Welt des online Marketings. Die Abkürzung steht für den Begriff Search Engine Advertisting, auf Deutsch: Suchmaschinen Werbung.
Darunter sind die Erstellungen von Anzeigen zu verstehen, die bei Google für ausgewählte Keywords, Suchanfragen, veröffentlicht werden. Die Anzeigen werden wie normale Annoncen in Zeitungen mit einigen passenden Zeilen für den Suchenden geschrieben. Die Besonderheit ist eben jedoch, dass die Anzeige nur bei festgelegten Keywords erscheint. Somit soll dem Suchenden die optimale Lösung angeboten werden. Durch den Anzeigenkauf sichert sich der Käufer eine gute Positionierung seiner Werbe-Anzeige.

SEO

Alle Welt redet von SEO. Überall, ständig und permanent. Aber was steckt hinter der Abkürzung und den ganzen Analyse-Tools?
SEO steht für Search Engine Optimization – auf Deutsch: Suchmaschinenoptimierung. Die Optimierung soll dazu dienen, dass Webseiten in organischen, also nicht bezahlten, Suchergebnissen möglichst weit oben und somit sichtbar für den Suchenden werden. Du kannst also deine Webseite und ihre Inhalte so anpassen, dass sie eine hohe Relevanz für Leser und Kunden haben.
Gleichzeitig können SEO-optimierte Webseiten (https://sevdesk.de/blog/seo-basics/) von Suchmaschinen besser erfasst werden und erhalten bessere Rankingpositionen.
Im Klartext nochmal: wenn Fischers Fritze seine Webseite an die Suchergebnisse seiner potenziellen Kunden ausrichtet, heißt das, er optimiert seine Seiten. In der Folgerung erhält er gute Positionen bei den Suchergebnissen und seine Kunden können ihn leichter finden. Das heißt: mehr Kundenbesuche und mehr Einkäufe!

Start-Up

Immer diese Start-Up Gründer… Sie strotzen nur so vor Denglish. Was ist überhaupt so ein Start-Up?
Dabei handelt es sich um eine Firma, so viel ist schon mal klar. Die Besonderheit ist, dass sie erst frisch gegründet wurde, noch in den Kinderschuhen steckt und im E-Business tätig ist. Hinzu kommt, dass die Firmen großes Potenzial für Wachstum und Innovationen haben. Das heißt, sie entwickeln sich ständig vorwärts und das in schnellem Tempo.
Vielen Start-Ups fehlt besonders am Anfang das notwendige Kapital, um schnell und erfolgreich wachsen können. Sie sind auf Business Angels oder Crowdfunding angewiesen. Wie lange man als Start-Up gilt, kann unterschiedlich ausfallen, meistens sind es in etwa drei bis fünf Jahre.

Skalierbarkeit

Bringt dein Geschäftsmodell Skalierbarkeit mit sich? Schön wärs! Denn das würde bedeuten, dass du nur zu Beginn deines Unternehmens Investitionen tätigen musst.
Gleichzeit steigert sich dein Umsatz so erheblich, dass dadurch zukünftig für dich keine weiteren Investitionen anfallen. Klar, wer nicht investieren muss, kann das Geld einbehalten und deine Marge, die Spanne zwischen Gewinn und Verlust, wird größer. Hört sich doch gut an, oder nicht?
Die schlechte Nachricht ist jedoch, dass die Skalierbarkeit nicht für jedes Geschäftsmodell umsetzbar ist. Bei vielen Firmen gibt es nämlich Faktoren, die weitere Investition benötigen. Beispielsweise aufgrund von Orts- oder Personengebundenheit oder aufgrund von Maschinenauslastungen.

SWOT-Analyse

Die Analyse ist die Grundlage für deine Strategieentwicklung. Die Abkürzung SWOT steht für Strengths Weaknesses Opportunities Threats – Stärken Schwächen Chancen Risiken. Es ist eine grundlegende Methode für die Analyse von unternehmensinternen Bedingungen und der externen Umwelt.
Damit kannst du deine Stärken und Schwächen erfassen und analysieren, um sie für die Chancen in der Unternehmensumwelt einzusetzen. Parallel dazu erfährst du, wie du Risiken vermeiden kannst. Entsprechend der Analyse kannst du dein Unternehmen am Markt platzieren.
swot

t

Tools

„Das sind die wichtigsten Tools für dein Business“, aber was genau ist eigentlich ein Tool? Ein Tool ist plump übersetzt ein Werkzeug. Genauer gesagt ist ein Tool ein Werkzeug oder Programm, das dir auf deinem PC, Tablet oder Smartphone weiterhilft.
Du kannst Tools nutzen, um deine Webseite, deine Produktivität, die Teamzusammenarbeit oder deine To-Do-Listen zu ordnen, zu verbessern oder zu steigern. Die Menge an Tools erweitert sich zunehmend und für beinahe alle Lebensbereiche gibt es mittlerweile das passende Tool, die dein Leben in irgendeiner Art verbessern können.

u

Usability

„Ist dein Programm usability-freundlich ausgerichtet?“ – Da solltest du nicht lange zögern und entschieden mit „JA“ antworten. Dann fühlt sich dein Kunde bei dir gut aufgehoben und findet sich in der Software gut zu recht.
Das Wort „Usability“ setzt sich aus den Begriffen „use“ und „ability“ zusammen, was leider keine direkte Übersetzung ins Deutsche hat. Es kann aber als Nutzungsfähigkeit bezeichnet werden.
Hinter dem Banner Usability steckt also die Fähigkeit einer Anwendung oder eines Systems, mit einem selbsterklärenden Aufbau die Nutzung ohne Umschweife dazustellen. Der Nutzer findet sich spielend leicht darin zurecht, ohne lange Anleitungen studieren zu müssen oder Fortbildungen zu besuchen. Es ist einfach, strukturiert und selbsterklärend. Je besser das funktioniert, desto höher ist der Nutzen des Anwenders und die Usability. Die Usability spiegelt sozusagen die Qualität des Kundennutzens wider.

USP

„Was macht dich einzigartig?“ Dein Alleinstellungsmerkmal oder Unique Selling Proposition (Unique Selling Point) macht dich unverwechselbar und besonders!
Du bestimmst selbst, was dich von anderen vergleichbaren Produkten abhebt. Es kann eine überragende Leistung, ein tolles Produkt, hervorragende Qualität oder vieles mehr sein. Aber dadurch unterscheidest du dich von deiner Konkurrenz und nimmst am Markt eine günstige Position ein. Der Kunde wird auf dein Produkt aufmerksam, weil es sich von anderen unterscheidet.
Am Beispiel von Fischers Fritze bedeutet das, er hat Angelköder entworfen, die im Dunkeln nicht nur leuchten, sondern auch aus einem nachhaltigen Material bestehen. Es gibt sie in zahlreichen Farbkombinationen und Ausführungen. Das besondere am dem Köder ist die Reißfestigkeit, so wird kein fester Biss eines Fisches den Köder zerreißen können. Der Angel-Kunde wird also von herausragender Qualität und tollem Design überzeugt sein und wird immer wieder bei Fischers Fritze Köder kaufen.

Fazit

Fremde Ausdrücke, die dir im Geschäftsalltag über den Weg laufen, wird es wohl immer geben. Durch neue Trends und Entwicklungen entstehen neue Begriffe. Wer nicht ständig auf dem neusten Stand bleibt, verpasst da schnell etwas. Daher ist das Gründer Alphabet noch lange nicht abgeschlossen und wird stetig fortgeführt.

Schön und gut, denkst du jetzt? Hast du was gelernt? Aber bist immer noch nicht allwissend? Schreib mir in den Kommentaren, welche Begriffe dir noch fehlen und ich nehme SIE in die Liste auf.

Nadine Müller

Organisationstalent mit ausgeprägtem Designempfinden. Mit diesen beiden Schlagworten lässt sich Nadine’s Wesen im beruflichen Kontext wohl am treffensten beschreiben. Für sevDesk kreiert sie als Content Marketing Managerin Inhalte, die für dich als Nutzer wirklichen Mehrwert schaffen. Den Beweis findest du auf diesem Blog.

Weitere Artikel