23, März, 2017 | Tipps für Selbstständige | Von Felix Zipf
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Growth Hacking für Selbstständige – Wir haben 5 Experten gefragt

In kürzester Zeit tausende Neukunden gewinnen. Den Umsatz in wenigen Monaten verdoppeln. Die Zahl der Visits auf der Unternehmenswebseite binnen eines Jahres vervielfachen. Oder einfach ausgedrückt: Schnell wachsen! Im Online-Marketing hat sich eine „neue“ Marketing-Technik entwickelt, die sich dieses Wachstum als oberstes Ziel gesetzt hat. Growth Hacking nennt sich das Ganze und bietet gerade in der Selbstständigkeit neue Möglichkeiten.

Das praktische daran? Growth Hacks sind nicht teuer und eignen sich deshalb für Startups und für Entrepreneure. Innovation ist dabei ein zentrales Element, auf das man bei Growth Hacking setzen sollte. Wie diese Innovation aussieht? Das habe ich mich auch gefragt und deshalb verschiedene Growth Hacker befragt. Ihre Tricks und Kniffe teile ich in diesem Beitrag gerne mit dir.

Das erwartet dich heute:

Wachsen, wachsen, wachsen – was bedeutet Growth Hacking?

Im Jahr 2010 ist es der Amerikaner Sean Ellis, der Growth Hacking als Marketing-Disziplin einen Namen gibt. Er beschreibt einen Growth Hacker als eine Person, die ihr Handeln und ihre Maßnahmen voll und ganz auf Unternehmens-Wachstum ausrichtet.

Ellis‘ Vision? In kürzester Zeit Millionen von Menschen erreichen. Und das mit überschaubarem Budget.

Die Idee „Growth Hacking“ hat sich seither rasant verbreitet und weiterentwickelt und ist mittlerweile fest im deutschen Online-Marketing verankert.

Versucht man den Begriff „Growth Hacking“ ins Deutsche zu übersetzen, so kann es derweil schwierig werden. Während „Growth“ für „Wachstum“ steht, existiert für das negativ konnotierte Wort „Hacking“ keine unmittelbare Übersetzung. Nicht wenige Online Marketer bevorzugen deshalb im deutschsprachigen Raum „Growth Marketing“.

Growth Hacking aus Sicht der Experten

Meine Experten vertreten ähnliche Auffassungen, was hinter dem Buzzword „Growth Hacking“ steckt:

Sascha Böhr:

Aus meiner Sicht ist Growth Hacking eine Teildisziplin im Online-Marketing. Growth Hacks sind Techniken, die für ein schnelles Wachstum in kurzer Zeit sorgen.

Hanna Bachmann:

Für uns bedeutet Growth Hacking die Möglichkeit, unser Produkt mit möglichst wenig Einsatz von Ressourcen wie Zeit und Budget direkt am Kunden zu optimieren.

Hendrik sieht in Growth Hacking gar einen Prozess, was er auch anschaulich in einer Infografik dargestellt hat. Gleichzeitig räumt er auch mit dem Vorurteil gegen den „Hacking“-Begriff auf:

Hendrik Lennarz:

Growth Hacking ist ein Prozess … , mit dem Ziel möglichst schnell und kosteneffizient Kunden zu gewinnen und diese auch möglichst lang zu halten (Growth). Dies erfordert ein perfektes Zusammenspiel von Kreativität, analytischem Denken und Handeln, Technik und Kundenorientierung (Hacking).

Growth Hacker haben rein gar nichts mit den Vorgehensweisen der kriminellen Computer-Hacker Szene gemein. Das Wort „Hacking“ meint in diesem Zusammenhang viel mehr die Fähigkeit Schritt für Schritt immer weiter zu experimentieren, bis ein System gefunden ist, welches permanent zufriedene Kunden für das Produkt generiert.

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Stichwort Skills – welche Fähigkeiten ein Growth Hacker benötigt…

Growth Hacking ist ein spannendes Thema – keine Frage! Aber kann potenziell aus jedem Online-Marketer auch ein Growth Hacker werden? Von den Experten wollte ich wissen: Welche Fähigkeiten braucht man, um erfolgreich zu sein? Dabei zeichnet sich ein einheitliches Bild ab.

Kreativität scheint ein Schlüsselfaktor zu sein.

Peter-Georg Lutsch:

Ein Growth-Hacker verbindet kreatives Marketing mit einem hohen Maß an analytischem Denken.

Andreas Achatz:

Meiner Meinung nach sollte ein erfahrener Growth Hacker ein zielstrebiger, kreativer Querdenker sein.

Ebenso sind analytische Fähigkeiten ein Muss, was die Aussagen von Hendrik und Sascha unterstreichen.

Hendrik Lennarz:

A Growth Hacker is a hybrid of Marketer, Coder and Data-Scientist with given instinct to Growth.

Sascha Böhr:

Ein Growth Hacker sollte eine Passion für Analytics und Daten haben und gleichzeitig über ein gutes Verständnis für Coding verfügen.

Ganz allgemeine Charaktereigenschaften – das sind hingegen für Hanna die wichtigen Skills eines Growth Hackers.

Hanna Bachmann:

Vor allem sollte ein Growth Hacker neugierig, offen und experimentierfreudig sein. Neben Kenntnissen im klassischen Online Marketing sind auch Grundfertigkeiten in der IT wichtig.

Growth Hacking vs. klassisches Marketing

Growth Hacking hat sich als eigenständige Marketing-Disziplin etabliert und ist gerade aus der deutschen Startup-Szene kaum mehr wegzudenken.  Aber worin liegen die Unterschiede zum klassischen Marketing? Die Experten können eine genaue Trennlinie ziehen.

Hendrik Lennarz:

Growth Hacking konzentriert sich eben nicht nur auf die Planung und Ausführung von Marketing-Kampagnen.

Sascha Böhr:

Im Vergleich zum klassischen Marketing-Manager hat ein Growth Manager deutlich mehr analytische und technische Fähigkeiten.

Darüber hinaus spielt die Nähe zur Zielgruppe eine besondere Rolle.

Hanna Bachmann:

Wir arbeiten viel enger am Kunden und an den verschiedenen Touchpoints. Folglich sind wir sehr eng an unserer Zielgruppe und deren Bedürfnissen und Erwartungen dran.

Peter-Georg Lutsch:

Growth-Hacking hat einen produktorientierten Fokus, während im klassischen Marketing oft die Kanaldenke vorherrscht. Sprich, während es im Marketing bisher hauptsächlich darum ging Neukunden zu gewinnen und damit die Mission erfüllt war, geht Growth-Hacking noch einen Schritt weiter.

Das Produkt ist hier genau auf die Bedürfnisse einer Zielgruppe abgestimmt und wird so in gesteigertem Maße via Word-of-Mouth weiterempfohlen.  Der Growth-Hacker versucht also nicht nur den Neukunden über die effizientesten Marketing Kanäle zu gewinnen, er versucht auch immer die gewonnenen Kunden so zu aktivieren, damit diese das Produkt weiterempfehlen.

Growth Hacking in der Praxis – (Miss-)Erfolgsgeschichten

Die Idee, die hinter Growth Hacking steckt, mag gut sein. Aber funktioniert sie auch in der Praxis? Meine heutigen Experten sind nicht nur davon überzeugt, sondern haben auch entsprechende Erfolgsgeschichten parat.

Hendrik verweist auf Hotmail, mit dem ersten offiziellen Growth Hack der Geschichte aus dem Jahr 1996.

Hendrik Lennarz:

“PS: I Love You. Get your free E-Mail at Hotmail”

Dies war der Satz mit einem Link auf ihre Homepage dahinter, den sie in die Fußzeile jeder versendeten E-Mail über Hotmail automatisch integrierten und damit automatisch an jeden Nicht-Hotmail-User (und davon gab es ja leider noch genug) sendeten. Innerhalb der ersten sechs Monate meldeten sich eine Million neue Nutzer an. Nur fünf Wochen später zählten sie schon zwei Millionen neue Nutzer.

Viele verstehen den Growth Hack auf den ersten Blick nicht. Man muss jedoch bedenken, dass es damals einfach noch keine Webmailer wie Gmail oder GMX gab. Es gab lediglich Outlook Express auf dem Rechner meiner Eltern – also lokal an einem einzigen PC. Dieser PC war nicht von überall zugänglich. Insofern war das Produkt Hotmail natürlich auch eine echte Produktrevolution: „E-Mails schreiben und lesen von überall.“

Als die Gründer Hotmail.com 1,5 Jahre später an Microsoft verkauften, hatten sie 8,5 Millionen User. Zu diesem Zeitpunkt gab es nur 70 Millionen Internet-Nutzer weltweit. Unfassbar, oder?

entwicklung-hotmail

Inspiriert wurden Sascha und Andreas vom „Dropbox-Hack“.

Andreas Achatz:

Dropbox machte mit seiner „Freunde-einladen-Funktion“ damals die Runde. Sean Ellis erstellte für Dropbox einen Growth Hack, der sich selbst viral verbreitete. Lud man einen Freund zu Dropbox ein und dieser nutzte danach den Service, bekam man selbst 250 MB mehr Cloud-Speicher. Ohne diesen Growth Hack wäre Dropbox heute wahrscheinlich nicht mehr am Markt zu finden.

Sascha Böhr:

Diese Funktion hat für ein enormes Wachstum gesorgt. Innerhalb von 15 Monaten stieg die Nutzerzahl von 100.000 auf 4 Millionen. Ein Drittel der Neuanmeldungen stammt von dieser Empfehlungsfunktion.

Und eine Erfolgsgeschichte aus Deutschland? Ja, auch die gibt es! Peter kommt der Vorwerk-Konzern mit seinem Thermomix in den Sinn.

Peter-Georg Lutsch:

Vorwerk hat festgestellt, dass sie ein erklärungsbedürftiges Produkt haben, dass nur aktiv genutzt wird, wenn der Käufer eine fachmännische Einführung erhält. Somit wird der Thermomix ausschließlich von Vertretern/-innen vertrieben.

Außerdem erhält der Käufer zusätzlich nochmal Rabatt auf seinen Kauf, wenn er eine „Thermomix Party“ mit Freunden veranstaltet, die dann wiederum vor Ort von den Vorteilen des Geräts überzeugt werden.

Somit hat Vorwerk eine sehr clevere, virale Weiterempfehlungsstrategie für seinen Vertrieb aufgebaut.

Gibt es auch Misserfolge?

Der Grat zwischen Erfolg und Misserfolg ist häufig sehr schmal. Und Negativbeispiele für misslungenes Growth Hacking existieren. Davon ist Hendrik zu mindestens überzeugt.

Hendrik Lennarz:

Es gibt hunderte solcher Beispiele. Eigentlich ja jedes Startup, dass es eben nicht geschafft hat den berühmten Produkt-Market-Fit zu finden. Wie viel sind das wohl? 98 % bestimmt, oder? …

Ein gutes Produkt ohne das richtige Marketing wird keinen Erfolg haben. Gutes Marketing zu einem schlechten Produkt sicherlich auch nicht, zumindest nicht langfristig, da die Kunden unzufrieden aussteigen werden.

Deutlich optimistischer geht Hanna an die Sache heran.

Hanna Bachmann:

Wenn man eng am Kunden Dinge austestet, ist jedes Ergebnis wertvoll. Man lernt was funktioniert – und was eben nicht.

Ähnlich beurteilt Andreas die Situation und sieht in gescheiterten Growth Hacks einen Lernprozess.

Andreas Achatz:

Es ist oft so, dass einer meiner Hacks nicht funktioniert. Es will einfach nicht und dann testet man und verbessert und testet und verbessert. Bis es irgendwann „Kawoom“ macht und der Hack richtig steil geht.

Growth Hacking – wie unterscheiden sich kleine und große Unternehmen?

Marketingmaßnahmen in einem Konzern sehen anders aus als Marketingmaßnahmen eines Startups. Eigentlich logisch – stehen einem großen Unternehmen doch ganz andere (finanzielle) Mittel zur Verfügung. Growth Hacking setzt an den unterschiedlichen Grundvoraussetzungen von kleinen und großen Unternehmen an.

Hendrik Lennarz:

Der Begriff Growth Hacking wurde in der Start-up-Szene geprägt. In Start-ups, wo quasi im Normalfall eine Knappheit der Ressourcen herrscht. Kein Team, wenig Geld, wenig Zeit, keine Besucher auf der Website etc. Oftmals fehlt, je nach Wachstumsphase, sogar noch das Produkt.

Alles gute Gründe, die für das möglichst schnelle Finden eines Marktes sprechen, damit dem Start-up nicht auf halbem Weg schon die Luft ausgeht.

Sascha Böhr:

In großen Unternehmen wird es vermutlich schwieriger Growth Hacking Maßnahmen „mal eben“ zu implementieren, da die Entscheidungswege zu lang sind.

Deshalb kommt Growth Hacking häufiger bei Tech-Startups zum Einsatz, weil diese gerade in der Anfangsphase in kurzes Zeit, ohne großes Budget, ein enormes Wachstum hinlegen müssen.

Hanna Bachmann:

Als Startup bzw. kleineres Unternehmen hat man viel mehr Möglichkeiten, Dinge einfach zu machen und zu testen, ohne dass man automatisch an bestehenden Prozessen scheitert. Kurze Entscheidungswege und vor allem Agilität lassen hier deutlich mehr Spielraum.

Kleine Growth Hacks zum Selbermachen!

Ok, Startups und Selbstständige sind für Growth Hacking also prädestiniert. Aber welche Growth Hacks können bei entsprechendem Knowhow selbst umgesetzt werden? Sascha hat elf Hacks parat, die ich für dich zusammengefasst habe:

1. Split-Tests der wichtigsten Landingpages durchführen!

Was ist Split-Testing?

Split-Tests oder A/B-Tests dienen dazu Messwerte einer Website zu verbessern – konkret also die Zahl der Klicks, der ausgefüllten Formulare oder der getätigten Einkäufe.

Bei diesen Tests wird der eingehende Traffic einer Website auf die ursprüngliche Originalseite (Kontrollgruppe) und verschiedenen Varianten verteilt. Besucher wissen dabei nicht, dass sie an einem Experiment teilnehmen. Dadurch erhofft man sich Unterschiede im Besucherverhalten herauszufinden.

Tools für Split-Testing:

2. Page Speed optimieren!

Sechs Tipps für eine bessere Page Speed:

    1. Optimiere Bilder deiner Website!
      Bilder machen datentechnisch häufig den größten Anteil einer Website aus.

      • Bildbearbeitungsprogramme wie Photoshop komprimieren dir bei Bedarf Bilder in die kleinste, mögliche Webversion
      • CSS-Sprites: Das Laden vieler kleiner Bilder dauert länger als das Laden eines großen Bildes. Durch CSS Sprites kann man kleine Grafiken in einer Großen kombinieren
      • CDN-Server: Bilder können im Idealfall auf einen externen Server ausgelagert werden, wodurch sie schneller verfügbar gemacht werden können

 

    1. Verwende einen schnellen und passenden Webserver!
      Weltweit am häufigsten im Einsatz ist der Webserver Apache.

      • Bei Webhostern besteht häufig das Problem, dass viele Websites auf einem einzigen Server liegen, wodurch Webauftritte langsam werden können. Die Anpassung des Webservers an das Useraufkommen und die Funktion der Website ist Pflicht.

 

    1. Verringere/verkürze deine http-Requests!
      Http-Requests sind Kommunikationswege zwischen Browser und Server. Eine derartige Anfrage kann zum Beispiel ein Dokument, Bild oder Video sein. Die Anzahl dieser Anfragen sollte klein gehalten werden.

 

    1. Mache dir Browser- und Server-Caching zunutze!
      Beim Browser-Caching werden sich nicht verändernde Elemente der Website (Bilder, JavaScript und CSS) im Speicher des Browsers und somit auf dem Gerät des Besuchers abgelegt. Beim erneuten Besuch müssen dieses Dateien nicht erneut geladen werden.
      Beim Server-Caching müssen Webseiten nicht dynamisch aus Datenbanken geladen werden, sondern liegen statisch auf der Festplatte des Servers. Der Browser kann auf diesen Servercache direkt zugreifen (keine Abfrage der Seite im Hintergrund).

      • bei WordPress und Co. stehen Plugins für Browser- und Server-Caching zur Verfügung.

 

    1. Minimiere deine CSS- und Java Script Dateien!
      Da jede CSS- und HTML-Datei die aufgerufen wird im Anschluss auch laden muss, gilt je kleiner desto besser.

      • möglichst kurzen Code verwenden
      • Entsprechende Tools können diese Minimierung für dich automatisch erledigen und entfernen vor allem überflüssige Whitespaces

 

  1. Komprimiere Dateien mit GZip!
    Mit GZip lassen sich Inhalte einer Website auf der Serverseite vorkomprimieren und können im Anschluss schneller transportiert werden.

    • Geeignet für HTML-, CSS- oder JavaScript-Dateien

3. Testimonials auf der Website einbinden!

Testimonials sind authentische Kundenfürsprachen zu einem Produkt. Bei sevDesk haben wir dafür beispielsweise eine extra „Kundenstimmen“-Seite eingerichtet:
kundenstimmen

4. Case Studies verfassen!

Eine Case Study ist eine Beitragsform für Blogs oder die Website, die praxisnah Erfolgs- und Misserfolgsgeschichten
erzählt. In unserem Beitrag zu Fehlern der Selbstständigkeit haben wir entsprechende Erfolgs- und
Misserfolgsgeschichten erzählt.

5. Unternehmensblog ins Leben rufen!

Was für eine Art von Blog willst du ins Leben rufen? Diese Typen gibt es:

  1. Experten- / Wissensblog: „Thought Leadership“ durch die Weitergabe von Wissen und Information
  2. Themenblog: thematisch eng ausgelegter Blog, der die Expertise des Unternehmens unterstreicht
  3. Produkt-Blog: werbliche Blogform, bei der der Fokus auf den eigenen Produkten und Angeboten liegt
  4. Serviceblog: Mit diesem Blog wird die Kundenbeziehung gepflegt und es findet eine intensive Betreuung statt
  5. Image Blog: Wie der Name schon sagt gibt es hier statt Text überwiegend Bilder
  6. Kampagnen Blog: wird bei Produkteinführungen oder zum Promoten von Veranstaltungen verwendet und ist in der Regel zeitlich begrenzt
  7. CEO Blog: Hier gibt der Chef persönlich Erfahrungen und Ratschläge zum Besten

6. Listen-Beiträge verfassen und Unternehmen/Personen taggen

Listenartikel sind eine sehr beliebte Beitragsform auf Blogs! Beispiel gefällig? Der Beitrag auf unserem Blog zum Thema Geschäftsideen für die nebenberufliche Selbstständigkeit.

7. Automatisierung des Social Media Publishings!

Publishing-Tools erleichtern dir Planung, Vorbereitung und Veröffentlichung von Inhalten über die eigenen Social-Media-Kanäle.

Monitoring Matcher hat in einem entsprechenden Beitrag Anbieter für Social Media Publishing zusammengefasst.

8. PopUps im Blog einbinden!

Popups sind sicherlich nicht bei jedem beliebt. ABER: Gerade Call to Action-PopUps können sich sehr positiv auf die Conversion Rate auswirken.

9. Automatisierte Webinare anbieten!

Hier ein Überblick verschiedener Webinar-Anbieter:

10. Free Tools entwickeln!

Free Tools werden Nutzern und (potenziellen) Kunden kostenlos zur Verfügung gestellt. Auch hier haben wir ein Beispiel: In unserem Beitrag zum Business Model Canvas haben wir eine kostenlose PDF-Vorlage zum Download zur Verfügung gestellt.

11. Social Sweepstake!

Mit Gewinnspielen, insbesondere über die Sozialen Medien, kann man mit überschaubaren Kosten enorme Reichweiten erzielen!
Besonders beliebt sind Chronik-Gewinnspiele auf Facebook. ABER Achtung!

Bei Chronik-Gewinnspielen ist erlaubt:

  • Kommentar oder Like unter dem Beitrag
  • Bild oder Kommentar mit den meisten oder wenigsten Likes gewinnt
  • Bilder/Nachrichten auf die Chronik der Seite posten
  • Private Nachricht an die Seite

Bei Chronik-Gewinnspielen ist nicht erlaubt:

  • Beitrag in eigener Chronik oder der eines Freundes teilen
  • sich oder Freunde auf einem Bild markieren
  • Freunde in Kommentaren tagen
  • Nutzer muss auf dem eigenen Profil etwas publizieren oder verändern (z.B. Titel- oder Profilbild)
  • unter allen Fans einer Seite etwas zu verlosen (Nutzer nimmt nicht aktiv teil und akzeptiert entsprechend auch nicht die Teilnahmebedingungen)

Hanna gibt beim Thema „Growth Hacks für Selbstständige“ an dieser Stelle noch einen ganz persönlichen Ratschlag.

Hanna Bachmann:

Einer der grundlegendsten, aber auch wichtigsten Hacks ist die Individualisierung von allem, was face to face am Kunden passiert. Nicht mit persönlichen Namen, Fotos und persönlicher Ansprache sparen – Menschen kaufen am Ende doch immer von Menschen.

Tools für erfolgreiches Growth Hacking

Die Überschrift zu diesem Kapitel macht dir vielleicht falsche Hoffnungen. DIE Tools für erfolgreiches Growth Hacking gibt es leider nicht. Im Netz gibt es nützliche Tools in Hülle und Fülle, aber die meisten helfen dir eben bei ganz bestimmten Problemstellungen. Einige wenige Universalwerkzeuge zur Hand zu haben und damit pauschal alle Facetten des Growth Hacking abzudecken, ist und bleibt unrealistisch.

Meine heutigen Experten haben dennoch versucht die Frage bezüglich nützlicher Tools zu beantworten. Hendrik, Sascha und Andreas gaben dabei einen Einblick, welche jeweiligen Werkzeuge bei ihnen zum Einsatz kommen.

Hendrik Lennarz:

Ich persönlich arbeite mit folgenden Tools:

  • WordPress und Optimizepress für Websites und Landingpages
  • Google Analytics, Hotjar und jede Menge Excel für User Tracking / Customer Lifecycle
  • Slack als effizienter Chat-/Messanger in Teams
  • Google selbst zur Konkurrenzanalyse
  • Google Adwords und Facebook Ads, um günstig schnell Traffic auf Websites zum Testen zu bekommen
  • Trusted Shops als Kundenbewertungssystem
  • Mailchimp zum Newsletter-Versand, sowie zum Mail-Funneling
  • Digistore oder Fastbill für automatische Zahlung und Abrechnung

Sascha Böhr:

  • Website/Blog: Hello Bar; Pay with a Tweet ; Click to Tweet
  • Contest: Rafflecopter
  • Automatisierung: Zapier; IFTTT
  • E-Mail-Marketing: Mailchimp; AWeber
  •  Marketing Automation: HubSpot; Marketo; Infusionsoft
  • Landingpages: Maitre App; Unbounce
  • Social Media Management & Content Marketing: dirico.io; dirico.io/botmaker
  • Influencer identifizieren: Buzzsumo

Andreas Achatz:

Ich setze auf SumoMe, welches schon einige Tools beinhaltet, mit denen man wirklich sehr einfach eine Menge erreichen kann. Darunter sind wirklich geniale Tools, die auch von bekannten Firmen eingesetzt werden.

Das Tool ist relativ günstig oder in einer eingeschränkten kostenlosen Version verfügbar. Es integriert sich per Plugin in WordPress und erleichtert eine Menge …

Weiterhin sollte man in Google Analytics fit sein, denn das wirklich große Potential liegt in der Analyse und im Testen.

Zukünftigen Growth Hacker macht Hannah mit ihrem Schlusswort Mut.

Hanna Bachmann:

Je mehr man sich mit dem Thema „Growth Hacking“ und der Implementierung in die eigene Unternehmung beschäftigt, desto schneller findet man bei der Recherche die für einen selbst passenden Tools.

Zur Unterstützung dieser Recherche hier eine persönliche Empfehlung: auf der Seite Growth Tools wird dir in verschiedenen Kategorien eine Vielzahl nützlicher Tools präsentiert. Je nach Herausforderung findest du hier mit Sicherheit das richtige Werkzeug.

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Die fünf Growth Hacker im Porträt

Hendrik Lennarz

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Hendrik Lennarz ist Gründer von Lennarz Consulting – ein auf Growth Hacking spezialisiertes Beratungsunternehmen, das seine Expertise sowohl für Startups als auch für große Unternehmen zur Verfügung stellt. Sein Buch „Growth Hacking mit Strategie“ ist die erste deutschsprachige Literatur zum Thema und seit diesem Monat erhältlich.

Hendrik ist nicht nur ein absoluter Fachmann, sondern auch Growth Hacker mit Leib und Seele. Dies beweist nicht zuletzt seine Growth Hacking Academy. In Online-Kursen und Webinaren werden Interessenten praxisnah und authentisch in die Welt der Growth Hacks eingeführt.

Sascha Böhr

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Sascha ist CEO und Gründer von 247 Grad GmbH und 247 Grad Labs GmbH und bietet mit seiner Software dirico.io die Möglichkeit in den Bereichen Social-Media- und Content-Marketing effektives Growth Hacking zu betreiben.

Als erfahrener Entrepreneur weiß Sascha, worauf es ankommt. Seine Growth Hacks sind nicht nur Gedankenspiele, sondern wurden erfolgreich in der Praxis erprobt. Ein wahrer Growth-Hacking-Experte teilt an dieser Stelle sein Wissen mit dir.

Hanna Bachmann

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Hanna ist Co-Founder und CMO bei Hepster. Das junge Startup befindet sich mit seiner Geschäftsidee Sport- und Freizeitequipment sowie Eletronic Devices einfach online und mobil zu versichern gerade am Anfang.

Ideal also um eigene Growth Hacks in der Praxis zu erproben und dir mitzuteilen, was funktioniert und wovon du die Finger lassen solltest. Das dazu passende Lebensmotto von Hanna: „It’s not just about ideas. It’s about making ideas happen.“

Andreas Achatz

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„Growth Hacking ist ein sehr mächtiges Thema und fasziniert mich jeden Tag aufs Neue.“ Bei diesem Ausspruch wird schnell klar, dass Andreas Growth Hacker aus Leidenschaft ist.

Der Webentwickler vermittelt auf Growth-Hacks.de wie man als Online-Marketer mehr Besucher für seine Website generiert. Seit über zehn Jahr leitet er darüber hinaus erfolgreich die Web-Agentur Mediendesign Andreas Achatz und steht dir heute mit praxisnahen Ratschlägen Rede und Antwort.

Peter-Georg Lutsch

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Peter ist Mitgründer von digital-media-manager.com und Geschäftsführer bei Sidepreneur. Seit seinem Eintritt in das Berufsleben vor acht Jahren treibt er neben seinem Hauptjob stets nebenberufliche Projekte voran.

Begrenzte Zeit und begrenztes Budget sind bei diesen Projekten häufig Ausgangslage und somit perfekte Grundlage, um Growth Hacks anzuwenden. Growth Hacking fasziniert den Digital Media Manager und Entrepreneur.

Felix Zipf

Felix Zipf

Nach einem Sportpublizistik-Studium in Tübingen verschlug es Felix wieder zurück in seine Heimat. An der Hochschule in Offenburg studiert der sportaffine Handballer aktuell Wirtschaftsingenieurwesen und konnte durch diverse Praktika interessante Erfahrungen im Bereich Online-Marketing sammeln. Neben sportlichen Aktivitäten tobt sich Felix in den sozialen Medien aus und versucht sich als Hobbyfotograf. Als Teil des sevDesk Teams beackert er verschiedene Themenfelder rund um die Selbstständigkeit und ist ständig auf der Suche nach Interviewpartnern in diesem Bereich.
Felix Zipf
Gebühren, Kredite und Zinsen – was du als Selbstständiger über dein Geschäftskonto wissen musst…
Nebenberuflich selbstständig machen - Sidepreneur Peter-Georg Lutsch im Interview