Mit Facebook Werbung deine Zielgruppe erreichen – Der große Guide

Du hast sicher schon bemerkt, dass Facebook sich wirklich Mühe dabei gibt dir immer die passenden Inhalte zu zeigen und mehr über dich weiß als manch anderer. Du bekommst Facebook Werbung ausgespielt, die sich mit deinen Interessen deckt?

Umgekehrt kannst du die Plattform natürlich auch nutzen, indem du durch Facebook Werbeanzeigen für deine Unternehmenszwecke einsetzt. Insbesondere im Marketing ist Facebook Werbung mittlerweile ein wichtiges Instrument geworden. In diesem Beitrag beantworten wir deine Fragen rund um Werbung auf Facebook!

Das erwartet dich heute:

Wie funktioniert Facebook Werbung?

Mit bezahlten Facebook Ads kannst du digital auf Facebook Werbeanzeigen schalten, die anderen Personen in Form von Posts angezeigt werden. Dabei hast du die Wahl zwischen vielen unterschiedlichen Werbeformaten wie beispielsweise Texten, Bildern oder Videos.

Diese Werbung wird dann auf der Startseite deiner Zielgruppe beispielsweise mit dem Vermerk „gesponsert“ eingeblendet. Die Anzeigen erscheinen aber nicht nur im Newsfeed, sondern auch häufig in der rechten Spalte deiner Facebook Seite.

Damit diese Anzeigen auch auf Gegenliebe stoßen, bietet Facebook dir die Möglichkeit, die Zielgruppe der Personen, die die Anzeigen sehen, einzugrenzen. Aufgrund des Profils, der angegebenen Interessen oder verschiedener Likes kann Facebook feststellen, wer sich auch für dein Produkt, also deine Werbung am ehesten interessiert.

Hierfür kannst du bei der Erstellung der Anzeige verschiedene Faktoren angeben, die Facebook dabei helfen, die von dir festgelegte Zielgruppe optimal herauszufiltern und zu erreichen. Bei der genauen Zielgruppenansprache im Online-Marketing wird auch von targeting gesprochen. Das erklären wir dir aber im Praxisteil noch ausführlicher. Die Werbung ist natürlich nicht umsonst, aber du kannst deine Budgetplanung selbst in die Hand nehmen.

Wie sieht Facebook Werbung aus?

Facebook legt großen Wert darauf, den Nutzer durch die Werbeanzeigen nicht zu stören und integriert sie somit einfach in deinen Newsfeed, sodass sie gar nicht zu sehr auffallen. Entweder du schaust die Anzeige an, oder scrollst einfach darüber hinweg – ohne Unterbrechung. Schauen wir uns dieses Beispiel an:

omx facebook ad
OMX Facebook Werbung

Doch es gibt drei Hinweise, die auf eine Facebook Ad hinweisen. So unterscheidest du Werbeanzeigen von normalen Posts:

werbung anzeichen im omx fb post
OMX Post – Anzeichen für eine Facebook Werbung

Die Kennzeichnung “Gesponsert” unter dem Seitennamen, der Like-Button rechts oben und der Call-to-Action (CTA) Button rechts unten. Der CTA kann verschiedene Aufforderungen beinhalten und soll zum Klicken anregen. Neben „Jetzt buchen“ gibt es noch „Mehr dazu“, „Registrieren“, „Herunterladen“, „Erfahre mehr“ uvm.

Der normale Facebook-Stream ist allerdings nicht der einzige Ort in Facebook an dem Werbeanzeigen platziert werden. In der Spalte auf der rechten Seite neben deinem Feed befinden sich hauptsächlich Werbeanzeigen, sofern du keinen AdBlocker hast. Auch diese stören deinen Facebook-Besuch nicht, sind allerdings etwas unscheinbarer als die Anzeigen direkt in deinem Newsfeed.

Wie die Werbung angezeigt wird, hängt natürlich ganz davon ab, was du dort hinterlegt hast. Entweder wird ein Text angezeigt, wie in diesem Beispiel:

facebook werbung im bildformat
Beispiel einer Facebook Werbung mit Text

Oder es wird ein spezielles Produkt aus dem Sortiment beworben, wie in diesem Bild dargestellt:

facebook werbung im linkformat
Beispiel einer Facebook Werbung für ein Produkt

Ob du Facebook Anzeigen schalten solltest, musst du wohl oder übel selbst herausfinden. Es gibt viele Selbstständige und auch Unternehmen, die mit Hilfe von Facebook-Werbung ihre Gewinne um ein Vielfaches erhöht haben. Facebook Werbung gilt in Marketing Kreisen auch heute noch als eine der wichtigsten digitalen Kundenakquise-Maßnahmen, die durch geringe Kosten zu einem wachsenden Kundenstamm verhelfen kann.

Du bist bereits auf Facebook aktiv und postest hin und wieder Neuigkeiten und Angebote für deine Fans? Das ist schon mal ein guter Anfang. Allerdings erreichen diese Posts nur einen Bruchteil deiner Fans und diese haben deine Facebook Seite sowieso schon mit „Gefällt mir“ markiert. Um mehr Fans und mehr Reichweite auf Facebook zu bekommen musst du wohl oder übel ein wenig Geld in die Hand nehmen, denn die organische – also nichtbezahlte – Reichweite wird immer weiter sinken. Denn der Algorithmus wird immer wieder verändert. Mit Anzeigen kannst du das gut ausgleichen! Keine Panik – wir reden hier nicht von großen Summen. Facebook-Anzeigen kann man schon mit kleinstem Budget schalten, damit du durch Facebook mehr Kunden gewinnen kannst.

Anleitung: Erstelle deine erste Facebook Werbeanzeige

Schritt 1: Eine eigene Unternehmensseite/Produktseite anlegen

Um digitale Anzeigen schalten zu können genügt dein einfaches Personenprofil leider nicht. Du brauchst dazu eine eigene Facebook-Seite für deine Tätigkeit. Zuerst musst du eine Seite erstellen:

unternehmensform in facebook
Seite erstellen auf Facebook

Als Fotograf oder Blogger wählst du beispielsweise die Kachel „Künstler, Band oder öffentliche Person“ und hast dann die Möglichkeit über das Dropdown die richtige Kategorie auszuwählen.

Schritt 2: Das Profil mit sinnvollen Infos und einem aussagekräftigen Profilbild bestücken

Nun noch einen Namen, ein paar Informationen, dein Profilbild und deine potenzielle Zielgruppe (dadurch weiß Facebook, wem es die Seite vorschlagen kann) auswählen und fertig ist deine neue Seite.

Hinweis: Die ganzen Infos kannst du auch überspringen und nachträglich eintragen. Da du allerdings sofort sichtbar bist, ist es hilfreich, wenn das Profil von Anfang an gut aussieht.

Falls du unsicher bist, welches Titelbild  du wählen sollst, dann gibt es dafür auch hilfreiche Tools für die Erstellung solcher Bilder. Unsere Tool-Empfehlungen für die Erstellung von Facebook Titelbildern ist Canva. Wenn du Unterstützung dabei brauchst, kannst du dir ein einfaches Video-Tutorial für Canva ansehen!

Die Seite ist anschließend mit deinem Profil verknüpft und du kannst jederzeit rechts oben über den Pfeil zwischen deinem privaten Profil und deiner neuen Seite hin und her wechseln.

facebook business manager
Facebook Business Manager

Schritt 3: Werbeanzeige erstellen

Das Prinzip der Werbeanzeigenerstellung ist nun ganz einfach. Logge dich ganz normal in dein Facebook-Konto ein und wähle rechts oben über den Pfeil „Werbeanzeige erstellen“ aus. Übrigens: Du kommst über “Werbeanzeigen verwalten” auch jederzeit in deinen Werbeanzeigenmanager.

Bevor du loslegen kannst musst du noch die Zahlungsart festlegen. Damit aktivierst du dein Anzeigenkonto.

Grundsätzlich benötigt man für eine Anzeige immer zuerst eine Kampagne (Kampagnenziel festlegen) und anschließend eine Werbeanzeigengruppe. In dieser Werbeanzeigengruppe befinden sich anschließend die einzelnen Anzeigen. Möchte man eine zweite Zielgruppe ansprechen, muss man eine zweite Werbeanzeigengruppe erstellen.

Nun folgt das Kampagnenziel – hier wird es schon etwas interessanter. Du musst dir nun Gedanken machen, was du mit deiner digitalen Werbekampagne erreichen möchtest. Folgende 12 Ziele stehen dir zur Auswahl und per Mouseover erhältst du von Facebook noch zusätzliche Informationen. Die 5 wichtigsten Ziele werden wir gleich genauer erläutern:

kampagnenziel im facebook werbeanzeigenmanager
Kampagnenziel im Facebook Werbeanzeigenmanager


Und wenn du dir unsicher bist, wie du die Werbung aufbauen sollst?

Wenn du dir aus irgendwelchen Gründen unsicher bist, ob du die Werbung gut, richtig und aussagekräftig aufbauen kannst, kannst du dir auch Hilfe holen. Beispielsweise in Form einer Facebook Werbung Agentur. Über diese kannst du dir ganz leicht die gewünschte Facebook Werbung erstellen lassen.

Social Media Agenturen kennen sich mit den SEO Basics aus und können geeignete Anzeigentypen und -formate auswählen, das optimale Budget bestimmen, die gesamte Werbung betreuen und regelmäßig deinen Erfolg messen – ob durch Google Analytics oder Facebook Insights. In den Händen dieser Profis wirken deine Kampagnen ganz professionell. Allerdings musst du dafür zusätzlich tief in die Tasche greifen, denn diese Agenturen möchten ja auch bezahlt werden. Die Kosten variieren je nach Facebook Ads Agentur.

Kampagnenziele für deine Facebook Werbung

1. Bewirb deine Beiträge

Dieses Ziel verwendest du, um einem deiner Pinnwand-Beiträge mehr Reichweite zu liefern, indem er nicht nur an deine Fans sondern auch an eine von dir ausgewählte Zielgruppe ausgeliefert wird. Du brauchst dazu keine eigene Webseite zu besitzen.

Beispiel: Du postest wöchentlich Angebote, Blogbeiträge oder Ähnliches auf deine Facebook Seite, die auch für bestimmte Personen interessant sind, die deine Seite noch nicht mit „Gefällt mir“ markiert haben. Mit diesem Ziel kannst du sie erreichen!

Es wird dazu keine neue Werbeanzeige erstellt, sondern einfach der vorhandene Beitrag beworben. Alle “Gefällt mir”-Angaben und Kommentare erscheinen unter deinem Beitrag auf deiner Pinnwand.

Nutzung: Interaktionen mit den Beiträgen auf deiner Seite steigern
Kennzahl: Interaktionen mit dem Beitrag (Kommentare, Likes)

2. Hebe deine Seite hervor

Diese Art Anzeige dient lediglich dazu, deine Facebook Seite bekannter zu machen und dadurch mehr “Likes” zu sammeln. Auf der Anzeige steht wie vielen Personen deine Seite bisher gefällt und rechts unten ist ein CTA namens „Seite gefällt mir“ platziert. Ein Klick darauf löst ein „Gefällt mir“ deiner Seite aus.

Nutzung: Sammeln von „Gefällt mir“-Angaben und Bekanntheit deines Facebook-Auftritts steigern
Kennzahl: Likes

3. Leite Menschen auf deine Webseite

Wie der Name schon sagt werden mit Hilfe dieses Kampagnenziels Menschen mit einem Anzeigenklick auf deine Webseite geleitet. Auf deiner Webseite finden sie bestenfalls deine Leistungen und den Kontakt zu dir. Was genau die Nutzer auf deiner Webseite tun wird bei diesem Ziel nicht gemessen es geht nur um die Anzahl der Klicks. Für weitere Tipps, wie du Traffic generieren kannst, kannst du unseren Beitrag dazu lesen.

Nutzung: Mehr Besuche, also Traffic, auf deiner Webseite erzeugen
Kennzahl: Klicks auf die Werbeanzeige

4. Steigere Conversions auf deiner Webseite

Anders als bei Ziel 3 geht es hier nicht nur darum die Menschen auf deine Seite zu leiten, sondern eine Handlung, also eine Conversion zu erzielen. Conversions können beispielsweise Registrierungen für einen Newsletter oder eine Software sein oder der Kauf eines Produkts. Um zu messen, wann eine Conversion stattfindet, musst du den Facebook Pixel korrekt auf deiner Seite einbinden. Ist die Platzierung des Pixels erfolgt misst Facebook alle Conversions auf deiner Webseite und du hast eine genaue Übersicht wie viele Personen sich auf deiner Seite registriert bzw. eingekauft haben.

Nutzung: Steigere eine bestimmte Handlung auf deiner Webseite
Kennzahl: Conversions auf der Webseite

5. Erreiche Menschen in der Nähe deines Unternehmens (lokal)

Dieses Ziel ist für Unternehmen, die lokal arbeiten. Es kann bei der Anzeigenerstellung ein bestimmter Umkreis um den Unternehmensstandort gewählt werden (beispielsweise 30km). Alle Personen, die sich in diesem Umkreis befinden und der Zielgruppe (die später noch festgelegt wird) entsprechen, bekommen deine Anzeige zu sehen. Bei solchen Werbekampagnen kannst du entscheiden ob die Person per Klick auf deine Facebook-Anzeige oder auf deine Webseite weitergeleitet werden soll. Als Call to Action gibt es hier zu den Standard-Texten die Möglichkeit „Route planen“ oder „Jetzt anrufen“ zu wählen. Facebook hat also auch für lokale Geschäfte ein gutes Angebot.

Nutzung: Erreiche Menschen im Umkreis mit deiner Anzeige und leite sie auf deine Webseite oder Facebook Seite.
Kennzahl: Klicks auf die Webseite

Facebook Pixel: Conversion & Tracking

Wie der Online-Marketer Karl Kratz so schön sagt:

Jede Webseite ohne Konversions-Ziel und Handlungsaufforderung kann gelöscht werden.

Und um eine Konversation zu messen musst du den Facebook-Pixel auf deiner Webseite integrieren!

Wenn du eine eigene Webseite besitzt und mit Facebook arbeiten möchtest ist es sehr ratsam den Facebook Pixel in den Kopfbereich deines HTML Codes zu implementieren. Die Implementierung ist einmalig. Falls du dich nicht im Code deiner Webseite auskennst, hol dir am besten den Rat des Webseitenerstellers.

Durch die Implementierung des Pixels hast du folgende Vorteile:

  • Tracking aller Personen, die auf deine Webseite kommen werden über den Facebook Pixel und diese können später als Zielgruppe genutzt werden.
  • Der Pixel zeichnet Conversions auf, somit kannst du deine Werbeanzeigen entsprechend optimieren.

Wie du den Facebook Pixel zu deiner Webseite hinzufügst, siehst du auf der Facebook Hilfeseite. Dort findest du alle nötigen Informationen.

Tipp:

Ob dein Pixel funktioniert kannst du mit dem Pixel Helper Tool für den Browser überprüfen.

Finde deine Zielgruppe

Nachdem du dich für ein Kampagnenziel entschieden hast (im besten Fall Webseiten-Conversions), musst du nur noch den Namen eingeben und über “weiter” gelangst du zur Zielgruppenauswahl.

kampagnenname_festlegen
Kampagnenname festlegen in Webseiten Conversions

Die Zielgruppe ist mit Abstand der umfangreichste Teil der Werbeanzeigenerstellung und bedarf oftmals einiges an Tests und Analysen von Zielgruppen. Der Erfolg deiner Kampagne hängt größtenteils davon ab, ob du die richtige Zielgruppe auswählst!

Zuerst verschaffe dir einen groben Überblick über deine drei Möglichkeiten was die Wahl der Zielgruppe betrifft.

  • Zielgruppe eingrenzen
  • Custom Audience als Zielgruppe erstellen
  • Lookalike Zielgruppe erstellen

Alle drei Möglichkeiten lassen sich beliebig miteinander kombinieren!

Bedenke:

Um deine Anzeigen an die richtigen Personen auszuspielen solltest du dir im Voraus Gedanken zu deiner Zielgruppe machen, ansonsten kannst du das Potenzial deiner Anzeige kaum ausschöpfen. Deine Zielgruppe solltest du vorab in einem Businessplan festhalten. Für diesen kannst du einfach eine kostenlose Businessplan Vorlage herunterladen!

Falls du erst ein Gefühl für deine Zielgruppe entwickeln willst, kannst du dir die Zielgruppenstatistiken von Facebook zur Hand nehmen. Das ist ein hilfreiches Tool mit dem du herausfinden kannst, welche demografischen Merkmale und welche Interessen deine Zielgruppe besitzt. Du hast dort auch die Möglichkeit, die Zielgruppe direkt zu speichern, um sie später in der Anzeige auszuwählen.

Wenn du schon relativ sicher bist was deine Zielgruppe angeht, kannst du den folgenden klassischen Weg direkt über die Anzeigenerstellung gehen.

Zielgruppe eingrenzen

Facebook gibt dir standardmäßig bei der Eingrenzung einer Zielgruppe verschiedene Auswahlmöglichkeiten. Auf der rechten Seite siehst du eine Art Tacho, der dir sagt ob deine Zielgruppe sehr spezifisch oder sehr groß ausgewählt ist. Du siehst auch die konkrete „Potenzielle Reichweite“.

benutzerdefinierte zielgruppe erstellen in facebook
Zielgruppe definieren in Facebook

Für den Anfang sind 10.000 Personen als Richtwert empfehlenswert, also gilt es diese nicht zu sehr zu überschreiten. Der Tacho sollte immer im grünen Bereich liegen!Es kommt immer auf dein Ziel an. Eine sehr breite Zielgruppe kann dir helfen deine Bekanntheit zu steigern und dein Branding vorantreiben, aber sobald du Kunden dazu bringen möchtest sich auf deiner Seite zu registrieren oder etwas zu kaufen brauchst du eine spezifische Zielgruppe.

Je breiter die Zielgruppe ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass du Geld für Personen ausgibst, die gar nicht deiner idealen Zielgruppe entsprechen, was zu einer schlechten Performance deiner Anzeigen führen kann.

zielgruppe eingrenzen in facebook
Zielgruppenauswahl für deine Facebook Ad

In dieser Beispiel-Zielgruppe sind alle regelmäßig reisenden Männer und Frauen in Deutschland zwischen 25 und 35 Jahren, die sich in den letzten 6 Monaten verlobt haben ausgewählt. Dabei sagt dir Facebook, dass du eine potenzielle Reichweite von 11.000 Personen hast. Mit einem Klick auf “Personen ausschließen” kannst du noch Eltern und werdende Eltern ausschließen. Und schon kannst du Anzeigen für junge Verlobungs- oder Pärchenreisen schalten. Laut dem Tacho ist deine Zielgruppe noch etwas zu unspezifisch, aber trotzdem noch im grünen Bereich.

Je nachdem was für Reisen du anbietest, kannst du noch Interessen für die entsprechenden Länder und Kulturen hinzufügen. Facebook lässt fast keine Wünsche offen was die Auswahl der Zielgruppen angeht. Beschränke dich für den Anfang am besten auf ein Land oder sogar ein paar spezifische Städte aus einem Land. Was das Alter angeht, sollte die Spanne auch nicht zu groß sein. In den Zielgruppenstatistiken von Facebook kannst du dich nochmal genau informieren welches durchschnittliche Alter deine Zielgruppe hat.

Wenn du bei Sprachen nichts eintippst wird automatisch die Sprache des ausgewählten Standorts genutzt. Willst du nun aber Personen ansprechen, die in Deutschland leben und spanisch sprechen, kannst du spanisch dort als Sprache eintragen. Ist dein Produkt oder deine Dienstleistung eher auf Männer oder eben auf Frauen abgestimmt, kannst du das Geschlecht eingrenzen. Oftmals lohnt es sich auch nach dem Geschlecht zu trennen und jeweils die Anzeigenbilder und den Text auf das Geschlecht anzupassen. Solche Dinge lohnt es sich mittels A/B-Tests auszuprobieren.

Im Feld „Detaillierte Zielgruppenauswahl“ hast du nun etliche Möglichkeiten deine Zielgruppe genauer einzugrenzen. Das ist besonders hilfreich, wenn man noch keine Webseiten-Besuche, keine große Fanbase, keinen eigenen E-Mailverteiler oder keine Kundenliste mit mehr als 1000 Personen besitzt.

Was du dort genau auswählen kannst hat der Marketing-Experte Felix Beilharz in einer Schritt-für-Schritt Anleitung im PDF-Format zusammengefasst.

Wenn du nicht genau weißt, nach was du suchen kannst, wähle „Durchsuchen“ und stöbere in den Kategorien. Sobald du eine Auswahl getroffen hast, schlägt dir die Auto-Vervollständigung automatisch weitere Auswahlmöglichkeiten vor. Per Mouseover siehst du immer wie viele Personen zu dieser Interesse, oder diesem Verhalten zugeordnet sind und dadurch angesprochen werden. Bei den Zielgruppen lohnt es sich auch manchmal ums Eck zu denken und nicht nur die auf den ersten Blick typischen Interessen auszuwählen.

Tipp:

Je zutreffender deine Zielgruppe ist, desto erfolgreicher werden deine Anzeigen. Um eine Zielgruppe zutreffend zu machen muss sie in einem gewissen Maße spezifisch sein – aber nur so spezifisch, dass du damit noch genügend Personen ansprichst. Achte immer auf den Tacho!

Über den Punkt „Verbindungen“ kannst du Personen oder Freunde von Personen, die deinen Facebook Auftritt mit „Gefällt mir“ markiert haben in deine Zielgruppe aufnehmen. Bei diesen Personen ist die Interaktionsbereitschaft mit Beiträgen meist höher, da ihnen auch schon deine Seite gefällt.Custom Audience als Zielgruppe erstellenCustom Audiences sind dynamische Zielgruppen. Sie aktualisieren sich selbstständig, da sie mit dem Facebook Pixel auf deiner Webseite arbeiten. Die Größe einer Custom Audience hängt immer von den Besucherzahlen deiner Webseite ab. Wenn du wenige Besucher hast, bleibt deine Custom Audience entsprechend klein.Über den Werbeanzeigenmanager hast du die Möglichkeit eigene Zielgruppen zu erstellen. Dazu wählst du im Menü den Punkt „Zielgruppen“ und anschließend unter „Zielgruppe erstellen“ „Custom Audience“ aus.

zielgruppe erstellen in facebook
Wähle aus, welche Zielgruppe du erstellen möchtest

Befindest du dich schon in der Erstellung einer Werbeanzeige, kannst du die Audience auch direkt von dort über „Neu erstellen“ auswählen.

benutzerdefinierte zielgruppe erstellen in facebook
Benenne deine neue Zielgruppe und ergänze alle Details

Es gibt 4 verschiedene Möglichkeiten. Für uns sind vorerst nur die ersten beiden interessant: Besucherzahlen deiner Webseite und Kundendatei.

Zielgruppen Targeting in Facebook
Erstelle eine Custom Audience und wähle ein Zielvorhaben aus

Die Zielgruppe Besucherzahlen deiner Webseite kannst du nur mit Hilfe eines eingebetteten Facebook Pixels erstellen. Ist ein Pixel installiert, hat man folgende Optionen für die Zielgruppe:

festlegung einer custom audience fuer facebook pixel
Erstelle eine Zielgruppe mithilfe des Facebook Pixels

Du hast beispielsweise die Möglichkeit, nur die Besucher in der Zielgruppe zu speichern, die schon auf einer bestimmten Zielseite, wie zum Beispiel deiner Preisseite waren oder Besucher, die eine bestimmte Zeit schon nicht mehr auf deiner Seite waren. Anschließend gibst du an wie lange der Besuch deiner Webseite maximal her sein darf (max. 180 Tage) und speicherst die Zielgruppe. Über die Option „Kundendatei“ kannst du Mail-Adressen (mindestens 1000) deiner Kunden oder Abonnenten manuell, per CSV oder Textdatei hochladen und speichern. Facebook verschlüsselt die Mail-Adressen und gleicht sie anschließend mit ihrer Datenbank ab (das dauert einige Minuten bis Stunden) und zeigt dir dann die Größe der Zielgruppe an.Hinweis: Du kannst noch mehrere Kennzahlen hochladen, um die richtigen Personen auf Facebook zu finden:

facebook kennzahlen fuer werbeanzeige
Wähle wichtige Facebook Kennzahlen aus

Sind nur wenige der Mail-Adressen mit einem Facebook-Account verknüpft weist dich Facebook auf eine „Niedrige Übereinstimmungsrate“ hin. Der Nachteil der Kundenlisten ist, dass sie sich nicht automatisch aktualisieren. Du solltest die Kundenliste also regelmäßig neu hochladen.

Lookalike Zielgruppe erstellen

Diese Art der Zielgruppe hat für die Neukundengewinnung das größte Potenzial. Hier werden zu einer Custom Audience, einer Seite oder einem Conversion-Pixel jeweils ähnliche Personen gesucht und in die Zielgruppe aufgenommen. Facebook findet für dich Personen, die die selben Muster und Merkmale aufweisen, wie deine Kunden. So wird deine eigene Reichweite nach oben skaliert und du erreichst potenzielle Kunden, die dich vielleicht noch nicht kennen.

erstelle eine facebook lookalike audienceErstelle eine Lookalike Audience in Facebook

Die Größe einer Lookalike Audience hängt von den Facebook Nutzern des ausgewählten Landes ab. Ich empfehle dir mit 1% zu starten, da dies deiner Quellen-Zielgruppe am ähnlichsten ist und somit gute Ergebnisse aufweisen sollte. In der Schweiz oder in Österreich kannst du auch gleich mit 2% anfangen, da die Anzahl der Facebook-Nutzern in diesen Ländern geringer ist als in Deutschland.Am besten du tastest dich ran und probierst selbst aus welche Reichweite am besten funktioniert.

Tipp: Mit „Nested Lookalikes“ kannst du testen welche Zielgruppe bei dir am besten funktioniert, während du verhinderst, dass die Zielgruppe zu groß wird. Dabei verschachtelst du die Lookalikes ineinander. Beispielsweise hast du einmal eine Lookalike mit 1% und eine mit 3%. In der Lookalike mit 3% sind die 1% natürlich auch wieder enthalten, deshalb solltest du diese ausschließen.
Erstelle jeweils Lookalike 3%-1%, Lookalike 5%-3%, Lookalike 7%-5% usw. und analysiere die Ergebnisse.

Das war jetzt einiges auf einmal. Hier nochmal das wichtigste zu den Zielgruppen in wenigen Sätzen zusammengefasst:

  • Du möchtest Personen ansprechen, die in einer bestimmten Zeit deine Seite oder bestimmte Unterseiten deiner Seite besucht haben? —> Dazu benötigst du einen Facebook-Pixel auf deiner Webseite und musst eine Custom Audience erstellen. Die Größe der Custom Audience ist abhängig von den Besucherzahlen deiner Seite.
  • Du willst direkt deine Kunden oder Abonnenten aus deinem CRM ansprechen? —> Du benötigst dazu keinen Facebook-Pixel auf deiner Webseite, aber mindestens 1000 E-Mailadressen deiner Kunden. Mit der Liste der Adressen erstellst du eine Custom Audience. Die Größe ist dabei abhängig von den Übereinstimmungen der Kundenliste mit zugehörigen Facebook-Accounts.
  • Du willst potenzielle Neukunden, also Personen, die deinen Kunden ähnlich sind, ansprechen? —> Erstelle aus einer Custom Audience oder Seite eine 1% Lookalike Zielgruppe
  • Du hast noch keine Kundenliste geschweige denn viel Besucherzahlen und willst trotzdem potenzielle Neukunden ansprechen? —> Analysiere den Markt, deine Wettbewerber und deren Kunden und erstelle daraufhin eine Zielgruppe basierend auf deren Verhalten und Interessen.

Platzierung von Facebook Werbung

Noch sind wir leider nicht fertig. Als nächstes muss noch die Platzierung, das Budget und der Zeitplan ausgewählt werden.Dir stehen fünf Platzierungen zur Auswahl:

Platzierung der Facebook Werbung festlegen

Wähle aus, wo du deine Facebook Anzeige platzieren möchtest

  • Neuigkeiten auf Mobilgeräten: Deine Anzeige wird auf Smartphones und Tablets angezeigt. Empfiehlt sich nur, wenn deine Webseite auch für mobile Geräte optimiert ist. Diese Platzierung hat im Regelfall die höchste Reichweite, da Facebook sehr mobile-orientiert ist.
  • Instagram: Schaltet deine Anzeige auch auf Instagram. Deine Webseite sollte auch hier unbedingt für mobile optimiert sein. Auf Instagram geht es hauptsächlich um das Visuelle. Überlege dir gut, ob deine Zielgruppe dort vertreten ist und ob deine Anzeigen in das Instagram-Umfeld passen.
  • Audience Network: Das Audience Network ist ein mobiler Werbekanal von Facebook. Er schaltet deine Anzeigen außerhalb von Facebook in ausgewählten Partner-Apps, auf Webseiten, Videos oder in Instant Articles. Auch hier sollte deine Webseite unbedingt für mobile optimiert sein. Du kannst es nutzen wenn du deine Reichweite noch stärker erhöhen möchtest.
  • Desktop News Feed: Schaltet deine Anzeige im News Feed auf einem Desktop PC. Diese Platzierung empfiehlt sich auf jeden Fall!
  • Rechte Spalte auf dem Desktop: Schaltet deine Anzeige in der rechten Spalte neben dem News Feed auf einem Desktop PC (siehe Bild). Dieser Platzierung wird logischerweise nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt wie dem News Feed, sie kann aber durchaus gute und günstige Ergebnisse erzielen. Es lohnt sich die rechte Spalte einmal auszuprobieren. Achte darauf, dass die Texte dabei nicht zu lang sind.

Handlungsempfehlung: Schalte deine erste Anzeige lediglich in dem Desktop News Feed und den Neuigkeiten auf Mobilgeräten. Die anderen Platzierungen kannst du später testen.

Budget & Zeitplan

Wichtig für deine Werbemaßnahmen sind nun zwei Dinge: wie lange soll die Werbung laufen? Beziehungsweise wie häufig soll sie erscheinen? Und was darf Facebook Werbung kosten?

Wieviel kostet Werbung auf Facebook?

Du kannst praktisch für jeden beliebigen Betrag eine Werbung starten. Facebook weist dich bei der Auswahl darauf hin, ob für die gewünschte Kampagne ein Mindestbetrag notwendig ist und wie hoch dieser ist. Du kannst dabei entweder festlegen, wieviel Geld du insgesamt für eine Kampagne ausgeben möchtest, oder du legst einen Höchstbetrag für alle Kampagnen fest. Dann kann Facebook dich dabei unterstützen, das Geld über die Laufzeit gleichmäßig zu verplanen.Darüber hinaus kommt es auch darauf an, ob du die Werbung pro „Impression“ bezahlst, also sobald ein potenzieller Interessent die Werbung angezeigt bekommt, oder ob du pro Klick bezahlst, sobald ein Interessent die Anzeige anklickt.

Welche Optionen hast du beim Zeitplan?

Du kannst zwischen Laufzeit- und Tagesbudget wählen. Ein Laufzeitbudget ist sinnvoll, wenn du eine Anzeige nur über einen bestimmten Zeitraum schalten möchtest. Beispielsweise als Ankündigung für ein Event etc. Dadurch kann es dir nicht passieren, dass du vergisst die Anzeige zu stoppen – Facebook schaltet sie automatisch zum ausgewählten Termin ein und auch wieder aus.Wenn du nicht an eine bestimmte Zeitspanne gebunden bist, wähle das Tagesbudget. Fang am besten mit einem kleinen Tagesbudget an. Das Mindestbudget pro Tag liegt bei 5€.

Welche Auswirkungen hat das auf die Reichweite?

Je nachdem wie hoch dein Budget ist verändert sich die tägliche Reichweite. Auf der rechten Seite zeigt dir Facebook die geschätzte tägliche Reichweite an. Daran kannst du dich orientieren, wie viele von deiner gesamten Zielgruppe täglich deine Anzeige sehen und dich darauf einstellen.

reichweite einer facebook ad ablesen
Geschätzte tägliche Reichweite deiner Facebook Werbung

Lässt du dir die erweiterten Optionen anzeigen, kannst du noch Änderungen an der Auslieferung, der Belastung des Kontos und dem Werbezeitplan vornehmen.

Zahlungsmethoden für Facebook Werbung

Facebook macht den Zahlungszeitpunkt und die Zahlungsmethode voneinander abhängig. Du hast zwei grundsätzliche Möglichkeiten:

Automatische Zahlungen: Facebook bucht dann die Kosten monatlich immer dann ab, wenn du das festgelegte Rechnungslimit erreicht hast. Das funktioniert bei den Zahlungsmethoden: PayPal, Kreditkarte.

Manuelle Zahlungen: Hierfür musst du manuell vorab ein Guthaben einzahlen, von dem dann täglich die Gebühren abgebucht werden. In diesem Fall gibt es kein Rechnungsbetragslimit. Welche Zahlungsmethoden Facebook akzeptiert, hängen in dem Fall von deinem Standort und deiner Währung ab. Dafür hat Facebook auf einer Hilfeseite eine Übersichtstabelle aller Zahlungsmethoden eingerichtet, in der du die verschiedenen Optionen ablesen kannst.

Format, Medien & Text

Jetzt ist deine kreative Seite gefragt. Im besten Fall hast du dir schon im Voraus überlegt wie deine Anzeige aussehen wird und hast dir schon Bilder und Texte zurecht gelegt. Im ersten Schritt kannst du wählen, ob du ein einzelnes Bild bzw. Video in deiner Anzeige platzieren möchtest, oder mehrere Bilder in Form einer Karussell-Anzeige erstellst. Du solltest deine Facebook Werbeanzeige zu anderen Kanälen wie z.B. Instagram unterscheiden und nicht ein und dasselbe verwenden.

Tipp: Wenn du einen Beitrag deiner Pinnwand bewerben möchtest, wähle einfach ganz oben „Bestehenden Beitrag verwenden“ aus und wähle den entsprechenden Beitrag.

Facebook Werbungsformat festlegen
Wähle das Format aus für deine Werbekampagne

Karussell-Anzeigen eignen sich hervorragend um mehrere Produkte, oder mehrere Funktionen zu präsentieren, oder um einen Prozess oder eine Geschichte zu erläutern. Jedes Bild kannst du dabei mit einer individuellen Zielseite verlinken. Es lohnt sich die Karussell-Anzeigen zu testen!

Format-Hinweis: Die Bilder der Karussell-Anzeigen werden quadratisch in einer Größe von 600×600 Pixel angezeigt. Das solltest du bei der Erstellung der Bilder beachten. Du kannst natürlich auch Bilder in einem größeren Format hochladen und den Bildausschnitt bei der Anzeigenerstellung festlegen.

Anzeigen, die Videos beinhalten können auch sehr schnell viral gehen. Falls du allerdings kein professionelles Video zur Hand hast, rate ich dir lieber ein schönes Bild zu nehmen. Facebook bietet seit einiger Zeit auch die Möglichkeit an, eine Slideshow genauer gesagt ein Video zu erstellen, dass aus mehreren Bildern besteht.

Format-Hinweis: Videos sollten am besten ein Seitenverhältnis von 16:9 und eine H.264 Komprimierung aufweisen.

Es geht aber nichts über eine Anzeige mit einem tollen Bild! Auch wenn du dich nicht mit Fotografie und Grafik auskennst, gibt es viele Tools mit denen du eindrucksvolle Anzeigenbilder erstellen kannst. Du solltest in jedem Fall verschiedene Bilder bei deinen Anzeigen ausprobieren und schauen welche die besten Ergebnisse liefern.

Format-Hinweis: Bilder in normalen Werbeanzeigen sollten eine Bildgröße von 1.200×628 Pixeln besitzen. Und lade deine Bilder unbedingt im PNG-Format hoch, da es bei JPEG oft zu unschönen Bildfehlern in Facebook kommt.

Facebook legt Wert darauf, dass Bilder nicht zu viel Text enthalten, da laut ihren Studien Menschen lieber Werbeanzeigen mit wenig bis keinem Text sehen. Somit empfiehlt Facebook persönlich alle Texte mit in den Beitrag und nicht in das Bild zu schreiben.Ob dein Bild noch im grünen Bereich liegt kannst du mit einem Text-Overlay Tool von Facebook überprüfen. Jetzt noch Texte erstellen. Du hast drei Felder um Text zu platzieren: Titel, Text und Beschreibung des Links. Zuletzt noch einen Call to Action Button auswählen (optional):

cta dropdown in facebook
Wähle eine CTA im Dropdown-Menü

Wie auch bei den Bildern heißt es hier: Varianten testen! Auch du musst testen, welche Bilder, CTAs und welche Texte für dein Business funktionieren und gute Ergebnisse liefern. Beim Testen ist allerdings ganz wichtig: Ändere immer nur einen Faktor auf einmal! Sonst kannst du nicht beurteilen welche deiner Änderungen eine Verbesserung / Verschlechterung ausgelöst hat und hast kein System hinter deinen Anzeigen.

Zum Schluss kannst du deine Bestellung in einer Übersicht mit allen Fakten noch einmal überprüfen und anschließend aufgeben. Am besten du machst nun noch zwei weitere Anzeigenvarianten mit jeweils einer Abweichung (einmal anderes Bild und einmal anderer Text), um vergleichen zu können.Jetzt heißt es abwarten und beobachten.

Kennzahlen deiner Facebook Werbung

CTR: Die gesamte Anzahl der Klicks geteilt durch die Anzahl der Impressionen (wie oft die Anzeige erstmalig angezeigt wird). Je höher desto besser.

CPC: Gibt die Kosten pro Klick auf deine Anzeige an.

Conversions & Kosten pro Conversion (falls du einen Pixel aktiv hast): Gibt die Anzahl der von dir festgelegten Handlungen an. Meistens Einkäufe, Sign-Ups oder Abos. Sobald ein Pixel installiert ist sind die Kosten pro Conversion ein sehr wichtiger Wert.

Frequenz: Gibt an wie häufig deine Anzeige an die einzelnen Personen geschaltet wird. Bei einem zu hohen Wert solltest du evtl. lieber eine neue Anzeige erstellen.

Relevanzbewertung: Gibt auf einer Skala von 1-10 an wie relevant deine Anzeige für die Zielgruppe ist. Wird gemessen anhand von Interaktionen. Die Relevanzbewertung sollte auf jeden Fall über 5 liegen, falls du darunter bist solltest du dir noch einmal Gedanken über passende Texte / Bilder machen.

Facebook hat außerdem eigene interessante Auswertungen integriert. Sobald du dich im Werbeanzeigenmanager in einer Werbeanzeigengruppe befindest, kannst du oben Graphen für Leistung, Demografie und Platzierung sehen.

Es lohnt sich diese sorgfältig anzuschauen, um die eigene Zielgruppe noch besser kennen zu lernen und zu sehen welche Platzierung am effektivsten ist. Sobald du weißt welche Anzeige am besten läuft (günstigste Conversions) kannst du die anderen ausschalten. Je nach Größe deiner Zielgruppe wird deine Anzeige in einigen Tagen an die meisten Personen aus deiner Zielgruppe ausgespielt worden sein. Dann wirst du merken, dass sich die Werte verschlechtern und die Conversions teurer werden. Das sind Anzeichen dafür, dass es wieder Zeit für einen neuen Text und ein neues Bild ist.

Geld für Facebook-Anzeigen auszugeben ist leicht. Schnell mal einer Anzeige mit vielen Klicks mehr Budget zuschieben erscheint vielen sinnvoll. Die Anzeige läuft gut, also warum nicht? Weil Klicks dir in erster Linie kein Geld bringen! Du musst messen wie viele dieser Klicks tatsächlich am Ende zu einem Kunden konvertieren und dir Einnahmen verschaffen. Bevor du das nicht messen bzw. einschätzen kannst solltest du dein Budget nicht einfach erhöhen.

Fazit – Lohnt sich Facebook Werbung?

Facebook Werbung ist besonders beliebt, da sie sehr effizient und günstig ist. Mit einer relativ einfachen Einrichtung kannst du recht schnell gute Ergebnisse erzielen. Lass uns noch einmal die Vor- und Nachteile der Werbung genauer anschauen.

VorteileNachteile
Einfache ErfolgsmessungJe nach Zielmarkt kann eine Facebook Werbung auch irrelevant sein
Einfacher einzurichten als Google AdsIm B2B Bereich schwierig
Genaue KostenkontrolleAnfänger können bei einer falschen Einrichtung oder mangelnden Betreuung schnell viel Geld loswerden
Genaue ZielgruppeneingrenzungJe nach Zielmarkt kann eine Facebook Werbung auch irrelevant sein
Geringes BudgetWenn die Nutzer zu schnell auf die Werbung anspringen, könnte das die Conversionrate möglicherweise negativ beeinflussen
Hohe Reichweite
Kampagnen sind leicht zu tracken
Jederzeit leicht anzupassen
Neue Zielgruppen lassen sich eröffnen
Schneller Return on Investment (ROI)
Sofort mehr Besucher auf der Website
Sorgt für gutes Unternehmenswachstum

Facebook Anzeigen beanspruchen viel Zeit und Nerven sind aber durchaus ein großer Hebel was die Kundengewinnung angeht. So gut wie jedes Business kann Facebook Anzeigen erfolgreich für seine Zwecke nutzen. Das Problem ist, dass meistens nur halbherzig ausprobiert und viel zu schnell wieder aufgegeben wird – also dran bleiben!

Weiterführende Links

Peter Sutter

Head of Marketing und bei den neusten Marketingstrends up to date. Peter kennt die Kunden von sevDesk genau und weiß daher um die Bedürfnisse von kleinen Unternehmen. Auf unserem Blog teilt er sein Wissen mit dir!

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