9 Facebook Ad Hacks für günstigere Klickpreise

Im Jahr 2016 sank die organische Reichweite für Facebook Seiten um 52 Prozent. Sowohl die Algorithmen als auch die wachsende Konkurrenz und die Art und Weise wie wir Medien konsumieren, hat sich drastisch verändert. Gerade als Start-Up hat man es nicht leicht.

Vor allem auf Facebook macht sich dieser Umstand schnell im Werbebudget bemerkbar. Umso wichtiger ist es daher, dass du dein Budget optimal und intelligent einsetzt. Die folgenden Facebook Ad Hacks für Start-ups sollen es dir erleichtern, effektive Kampagnen zu erstellen und das maximale Ergebnis aus deinem Einsatz herauszuholen.

Das erwartet dich heute:

Tipp #1 – Emojis im Anzeigentext erhöhen die Klickrate

Emojis sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Auch wenn wir es manchmal bereuen, dass wir unseren Eltern gezeigt haben, wie Emojis funktionieren, liefern sie uns bessere Ergebnisse in Werbeanzeigen als reiner Text. Vor allem in Newsfeed Anzeigen steigt die Klickrate in den meisten Fällen stark an. Ein A/B Test von Saas Brand Scoro ergab eine um bis zu 241% erhöhte Rate im Vergleich zu herkömmlichen Facebook Anzeigen. Voraussetzung ist natürlich ein thematischer Zusammenhang.

Best Practice von Scoro

Es wurden die gleichen Anzeigen geschaltet, mit dem kleinen Unterschied, dass eine Headline das Emoji hatte. Die Anzeige ohne Emoji hatte eine CTR (Klick-Through-Rate; deutsch: Klickrate) von 0,351% und die Anzeige mit Emoji eine CTR von 0,846%. Daraus ergibt sich eine 241% höhere Rate.

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Tipp #2 – Intuitive Landing Pages

Die beste Performance der Facebook Ad bringt uns nichts, wenn die Landing Page nicht einladend und seriös wirkt. Dabei muss unbedingt ein deutlich erkennbarer Zusammenhang zwischen Anzeige und Landing Page bestehen. Zudem sollte der Absender klar erkennbar sein, ein seriöses Impressum vorhanden sein und ein Call-to-Action Button zum Klicken einladen.

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Auch die Auswahl und Qualität der Bilder und des Textes spielt eine entscheidende Rolle. Hierbei solltest du nicht sparen und lieber etwas mehr Zeit investieren. Untersuchungen haben gezeigt, dass Unternehmen höchstens 10 Sekunden Zeit haben, um Kunden mit einer Landing Page zu überzeugen.

Tipp #3 – Das Lead / Magnet Prinzip

In diesem Konzept gibt es einen Lead und einen Magnet. Der Lead ist dabei meist die E-Mail-Adresse des Users, während der Magnet eine Belohnung für den User auf deiner, also der Unternehmensseite, darstellt. Dies kann z.B. ein Rabatt oder ein kostenloses Gimmick sein. Als Gegenleistung für diesen Magnet stellt der User seine E-Mail-Adresse (Lead) z.B. für einen Newsletter zur Verfügung.

Je besser die Belohnung, desto höher auch die Wahrscheinlichkeit auf den Lead. Dies lässt sich auch mit sogenannten Facebook Lead Ads verknüpfen. Diese kannst du sogar nur an ehemalige Websitebesucher richten und somit eine direkte Verbindung zum User schaffen.

Tipp #4 – Facebook Pixel

Der Facebook Pixel ist eine Wunderwaffe. Einmal auf deiner Website hinterlegt, bietet er die Grundlage für alle Advertising Aktivitäten. Von Retargeting bis Conversion-Tracking, mit dieser All-in-One Lösung ist alles möglich. Je nach Bedarf, kannst du den Code deines Pixel auch um eigene Events oder Standardereignisse ergänzen und so neben einem „PageView“ auch Einkäufe, Downloads und Anmeldungen tracken.

Durch den Facebook Pixel lassen sich Zielgruppen erstellen, welche aus ehemaligen Besuchern der eigenen Website bestehen. Diese “Website Custom Audiences”, die z.B. aus den Besuchern des letzten Tages bestehen, haben höhere Klickraten, da offensichtlich bereits ein Interesse am Produkt besteht.

Tipp #5 – Retargeting mit Video Ads

Dies ist vor allem ein Instrument, um günstig Likes für die eigene Facebook Fanpage zu generieren. Durch den Facebook Pixel kannst du ganz einfach Personen ansprechen, welche deine Seite in den letzten Tagen besucht haben. Ein kurzes Video als interaktives Format verbessert dabei die Klickrate und generiert automatisch Fans für deine Fanpage. Einmal eingestellt, kannst du diese Kampagne unendlich weiterlaufen lassen und somit konstant neue Fans gewinnen.

Wichtig beim Video ist, dass dieses sowohl kurz und knackig, als auch mit Untertiteln ausgestattet ist. Gerade im Mobile Format nutzen viele Facebook User die Videos ohne Ton und dies sollte beachtet werden.

facebook-video-mit-untertitel

Bei ausgeschaltetem Ton wird bei diesem Facebook-Video ein Untertitel eingeblendet (Beitrag auf der Facebook-Seite von Vodafone Deutschland).

Tipp #6 – Warm Traffic und Cold Traffic

Warm Traffic ist für unsere Anzeige die bereits bestehende Fanbase, während Cold Traffic neu angesprochene User darstellt. Wenn du eine Anzeige schaltest, sollten die bereits existierenden Fans zuerst angesprochen werden, bevor du die Anzeige für die Allgemeinheit freischaltest.

Grund hierfür ist das Prinzip des sogenannten “Social Proof”. Dieses besagt, dass potentielle Kunden eher auf eine Anzeige reagieren, wenn diese bereits positives Feedback in Form von Kommentaren / Likes / Shares usw. hat.

Da deine bestehenden Fans mit höherer Wahrscheinlichkeit positiv auf deinen Content reagieren, ist es besser die Kampagne zuerst nur für diese zu schalten. Hat der Post nun ein gewisses positives Grundrauschen erzeugt, kannst du ihn auch für die Allgemeinheit freischalten. Somit steigt die Klickrate auf der einen Seite und auf der anderen Seite sinken die Kosten pro Klick.

Tipp #7 – A/B Tests für verschiedene Anzeigenformate

Selbst Social Media Experten können selten voraussagen, welche Kampagnenmotive oder Texte am besten performen. Daher lohnt es sich den Mehraufwand zu betreiben und mehrere Anzeigen bzw. Anzeigengruppen zu erstellen. Prinzipiell kannst du mit der Überschrift, dem Anzeigenbild, dem Anzeigentext und dem Anzeigentyp (Carousel, Newsfeed, Seitenleiste) experimentieren. Auch bei demographischen und soziographischen Daten darf natürlich in alle Richtungen ausprobiert werden.

Tipp #8 – Kampagnen nicht zu früh offline schalten

Performen Kampagnen schlecht, liegt der Entschluss nahe diese offline zu schalten und anzupassen. Damit solltest du jedoch immer warten bis die Kampagne eine kritische Masse an Usern erreicht hat. Davor ist der statistische Fehler schlicht zu hoch und es kann keine abschließende Aussage über den Erfolg getroffen werden.

Die kritische Masse liegt bei ca. 1.500 erreichten Personen. Wenn du ein Set von Anzeigen analysierst, solltest du auch immer prüfen, ob nicht nur einzelne Anzeigen schlecht performen und andere hingegen gute Zahlen aufweisen. In diesem Falle solltest du natürlich nur die schlechten Anzeigen deaktivieren und das restliche Set weiterlaufen lassen.

Tipp #9 – Anzeigenfrequenz

Psychologische Untersuchungen haben gezeigt, dass wir ein Bild mindestens dreimal sehen müssen, um uns daran zu erinnern. Eine reine Zahl lässt sich jedoch auf Facebook nicht einschätzen, da wir nie wissen ob der Facebook Nutzer die Anzeige überhaupt gesehen hat, oder nur vorbeigescrollt hat.

Zudem variiert die Aufmerksamkeit zwischen den verschiedenen Anzeigenmotiven stark. Wir haben jedoch eine Faustregel für dich zusammengestellt:

Newsfeed Anzeige: Mindestens 3, höchstens 10 Wiederholungen pro User

Sidebar Anzeige: Mindestens 10, höchstens 40 Wiederholungen pro User

Eine maximale Zahl haben wir dir auch angegeben, damit es nicht zum sogenannten User Burnout kommt. Dann blendet dieser eure Werbeanzeige als störende Werbung aus und du hast keine Möglichkeit mehr diesen User zu gewinnen.

Mit den angeführten Tipps optimierst du deine Werbeanzeigen, sie werden bessere Klickraten erzeugen und dadurch sinken gleichzeitig auch die Klickpreise. Besonders für Start-ups, die oft noch mit wenig Werbebudget auskommen müssen, stellt Facebook Marketing eine günstige Alternative zu anderen, teureren Werbeformaten dar. Viel Erfolg!

*Beitragsbild von William Iven auf Unsplash

Der Autor:

Keyvan Haghighat Mehr ist Inhaber der Social Media Agentur media by nature in Hamburg. Das innovative Unternehmen aus der Hansestadt hat sich auf High-End Social Media- und Content Marketing spezialisiert. Qualität und Transparenz gegenüber den Kunden ist dem Team rund um Keyvan Haghighat Mehr besonders wichtig!

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