Die Entwicklung des Bankings bei sevDesk

sevDesk unterstützt Selbstständige und kleine Unternehmen bei deren Buchhaltung. Heute kennst du sevDesk als Software, mit der du deine Buchhaltung digital erledigst. Angebote und Rechnungen erstellst und versendest du direkt aus der Software an deine Kunden. Belege scannst du mit unserer App einfach ein und verwaltest sie online. Darüber hinaus behältst du im Dashboard den Überblick über deine Belege und Transaktionen. Sogar Auswertungen, wie die Einnahmenüberschussrechnung oder die Umsatzsteuervoranmeldung, erstellst du in sevDesk in kurzer Zeit. Wahrscheinlich weißt du bereits alles, was wir gerade beschrieben haben. Warum erwähnen wir es dennoch an dieser Stelle?

Wir möchten dir heute einen Blick hinter die Kulissen gewähren und zeigen, dass manche Funktionen vor gar nicht all zu langer Zeit so noch nicht möglich waren. Alle Tools, die du mit sevDesk mittlerweile nutzen kannst, wurden in mehr oder weniger komplexen Prozessen in die Software integriert. Beispielsweise war es nicht immer möglich, eingehende Rechnungen zu überweisen oder Zahlungen zu verbuchen. In einem spannenden und aufwändigen Prozess haben wir die Verwaltung von Ein- und Auszahlungen in die Software integriert. Heute sind wir stolz auf unseren Fortschritt, den wir mit unserer Bankingfunktion erreicht haben. Es ist toll zu sehen, wie Selbstständige von diesem Mehrwert profitieren, sodass sich die Arbeit und der lange Weg bis an diese diesen Punkt gelohnt haben. Um dir einen kleinen Einblick in die Historie unseres Bankings zu gewähren, schreiben wir diesen Artikel für dich.

Eine kleine Übersicht:

Das ist unser Antrieb

Unser Ziel bei sevDesk bestand schon immer darin, Selbstständige und kleinere Unternehmer bei der Umsetzung ihrer Visionen und Träume zu unterstützen. Um dir den Rücken für die wirklich wichtigen Aufgaben in deinem Unternehmen frei zu halten, vereinfachen wir mit sevDesk deinen Alltag. Wir wissen ganz genau: Buchhaltung kann oft ein leidiges und zeitaufwändiges Thema sein. Ohne speziell geschulte Mitarbeiter, die sich ausschließlich um buchhalterische Themen kümmern, legen einem Selbstständigen rechtliche sowie formelle Richtlinien oft Steine in den Weg. Damit du dich als Unternehmer auf deine Ziele fokussieren kannst und die Buchhaltung für dich nicht zum Stolperstein wird, unterstützen wir dich dabei mit unserer Software. Die Gründer von sevDesk dachten sich: Warum nicht Buchhaltung anders denken und die schweren Ordner voller Belege und Rechnungen durch eine smarte und digitale Buchhaltungslösung ersetzen? Der Grundstein für die Idee der Buchhaltungssoftware sevDesk war somit gelegt. Die Funktionen von sevDesk beschränkten sich zu Beginn auf die Angebots- und Rechnungserstellung. Auch die Verwaltung der Dokumente war bereits möglich. SevDesk erhielt sehr viel positives Feedback von Menschen, die ihre Rechnungen dank sevDesk innerhalb kürzester Zeit erstellen konnten. Uns wurde jedoch schnell klar, dass im Thema Buchhaltung noch viele weitere Potenziale zur Optimierung stecken und wir uns nicht nur auf die Angebots- und Rechnungsverwaltung konzentrieren durften. Darüber hinaus schien nicht nur das Thema Buchhaltung ein essentieller Bestandteil für das Unternehmerleben zu sein. Selbstständige müssen sich wohl oder übel auch mit dem Thema Banking beschäftigen. Wir suchten also nach einer Lösung, wie wir Buchhaltung und Banking am besten vereinen können. Es entstand die Idee, die Verwaltung von Belegen und Transaktionen in sevDesk zu integrieren.

Aller Anfang ist schwer

Die Aufgabe bestand darin, dir eine einfache und trotzdem sichere Verbindung zwischen der Software sevDesk und deinen Bankkonten zu ermöglichen. Tage und Monate beschäftigte uns das Thema, bis wir endlich ein geeignetes Konzept gefunden hatten. Buchhaltung ist und bleibt unser Kernprodukt. Daher nahmen wir einen Partner mit an Board. Wir waren uns sicher, dass wird dir und allen anderen Selbständigen mit diesem Schnittstellenpartner den Arbeitsalltag erleichtern werden. Wir begannen sofort damit, das Konzept mit unserem Partner umzusetzen. Die Geschäftskonten konnten ab diesem Zeitpunkt mit sevDesk verknüpft werden. Um dir das ein bisschen zu verdeutlichen, erklären wir dir die Funktion zusammengefasst so: Alle Banken, die mit unserem Dienstleister kooperierten, bieten auch die Anbindung der Konten mit sevDesk an. Transaktionen werden dabei vom jeweiligen Bankkonto über die Schnittstelle an sevDesk übermittelt. Bis hierher verständlich? - Sehr gut! Kooperiert deine Bank also mit dem Dienstleister, so kannst du deine eingehenden Ein- und Auszahlungen in sevDesk einsehen und auch verbuchen. An diesem Punkt haben wir gemerkt, dass die Unternehmer sich freuten, ihre Transaktionen jetzt auch direkt in der Software verwalten zu können. Wir waren froh darüber, Unternehmer diesen Mehrwert zu bieten. Doch wie ein Sprichwort sagt: „Aller Anfang ist schwer.“ Dies traf in diesem Fall auch auf uns zu. So haben sich durch die Implementierung der Geschäftskonten gerade zu Beginn viele Fehlerteufel eingeschlichen, die unterschiedliche Ursachen hatten. Transaktionen wurden oftmals nicht richtig oder gar nicht in sevDesk ausgespielt.

Juni 2019:

Learning by Doing - mit der Zeit konnten wir die Kinderkrankheiten beseitigen und der Umgang mit der Bankingschnittstelle wurde für alle einfacher. Das galt gleichermaßen auch für uns und unsere Partner. Bis Mitte 2019 lief das Banking bei sevDesk also relativ stabil.

PSD2 hält uns auf Trab

Die nächste Herausforderung ließ nicht lange auf sich warten. Eine neue Regelung im Zahlungsverkehr trat in Kraft - Konkret meinen wir damit das Gesetz zur Umsetzung der zweiten Zahlungsdienstleisterrichtlinie, kurz PSD2. Bei der Payment Service Directive 2 handelt es sich um eine EU-Richtlinie zur Regulierung von Finanzinstituten und Drittdiensten, den sogenannten Third Party Providers (TPP). Die TPPs können Zahlungsauslösedienste und auch Kontoinformationsdienste sein, wozu auch sevDesk zählt. Zusammengefasst besteht das Ziel dieser Richtlinie einerseits darin, den europaweiten Wettbewerb im Markt zu steigern und auf der anderen Seite darin, Unternehmen, die keine Banken sind, den Eintritt in die Zahlungsbranche zu erleichtern. Außerdem soll PSD2 für mehr Sicherheit im Zahlungsverkehr und einen stärkeren Verbraucherschutz sorgen. Anwendung findet die Richtlinie vor allem bei Zahlungen im Europäischen Wirtschaftsraum.

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung

In diesem Zuge mussten wir unser Banking auf die Zwei-Faktor-Authentifizierung anpassen. Diese beinhaltet im Wesentlichen den Identitätsnachweis von Kontoinhabern mittels der Kombination aus zwei unterschiedlichen und unabhängigen Komponenten. Wir möchten dir das gerne anhand eines Beispiels verdeutlichen: Stell dir kurz vor, du stehst beim Einkaufen zum Bezahlen an der Kasse. Zahlst du nun mit deiner EC-Karte, so steckst du die Karte in das Lesegerät und bestätigst die Zahlung zusätzlich mit deiner PIN. In vielen Geschäften reicht es nämlich nicht aus, lediglich die EC-Karte in das Auslesegerät zu stecken. Das ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Deine EC-Karte ist Faktor eins und deine PIN Faktor zwei. Wie du dir bestimmt schon denken kannst, ist dein Konto dadurch besser geschützt. Sollte deine EC-Karte nämlich mal in fremde Hände geraten, kannst du dir vorstellen, was passieren würde, wenn man zum Bezahlen lediglich die EC-Karte ohne PIN benötigt.

Nun zurück zum Banking. Im Onlinebereich werden mit PSD2 fortan sensible Daten der Bankkunden noch besser geschützt und die sichere Datenübertragung garantiert. Diese Umstellung mussten Unternehmen bis September 2019 vollständig durchführen. Als daraufhin zügig die ersten Banken auf PSD2 umstellten, kam es bei uns zu massiven Problemen, auf die wir nicht vorbereitet waren. Wir und auch unser Schnittstellenpartner waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht bereit für die Umstellung, sodass wir in dieser Zeit von über 1000 Bankinganfragen zur Umstellung auf PSD2 überschwemmt wurden. Durch die Umstellung hat das Banking in der Software erstmal nicht mehr funktioniert. Im gleichen Zuge haben wir an alle, die zu diesem Zeitpunkt sevDesk nutzten, einen Brief versendet, worin wir unsere Kunden über den aktuellen Zustand bei sevDesk im Bezug auf PSD2 informiert haben.

Offener Brief zu PSD2
Offener Brief zum Thema PSD2 von sevDesk
       

Der Schritt in die richtige Richtung

Um die Probleme so schnell wie möglich in den Griff zu bekommen, bauten wir einen Migrator, der die Umstellung der Accounts auf PSD2 vereinfachen sollte. In dieser Zeit standen Überstunden auf der Tagesordnung, sodass unser Supportteam regelmäßig bis in die Nacht an der PSD2-Problematik gearbeitet hat. Da auch mit der Migration das Banking nicht wesentlich besser wurde, sahen wir in einem Wechsel des Schnittstellenpartners die Chance, die Umstellung in den Griff zu bekommen. Mit finAPI fanden wir einen Partner, mit dem die PSD2-Richtlinien endlich umzusetzen waren, sodass sich das Banking bei sevDesk gegen Dezember wieder deutlich verbesserte. Die Kundenanfragen bezüglich des Banking nahmen deutlich ab und die Umstellung der Konten konnte weitestgehend durchgeführt werden. Zusätzlich konnten viele neue Bankkonten mit finAPI angebunden werden.

   Die Vorteile von finAPI

  • PSD2-konform und BaFin lizenziert
  • Anbindung nahezu aller Banken in Deutschland
  • Korrekte Übermittlung der Transaktionen

Status Quo im November 2020

Im Jahr 2020 hat der Schnittstellenpartner finAPI viele weitere Anbindungen zu Banken ermöglicht. Dabei handelt es sich zu einem Großteil um NEO-Banken, wie beispielsweise Penta oder Kontist. Viele Unternehmer nutzen bereits die Vorteile der NEO-Banken und führen ihr Banking ausschließlich digital. Indem wir immer mehr NEO-Banken die Anbindung zu sevDesk ermöglichen, geben wir gleichzeitig auch mehr Unternehmern die Chance, ihr Business digital zu führen und dadurch deren Prozesse zu optimieren. Wir sind fest davon überzeugt, dass mit den richtigen digitalen Werkzeugen unternehmerische Ziele noch schneller erreicht werden können. Genau aus diesem Grund arbeiten wir auch permanent an der Anbindung neuer Banken. Dieses Vorhaben ist uns im Rückblick bisher gut gelungen, denn durch diese Erweiterung können heute deutlich mehr Banken in sevDesk angebunden werden als noch zu Beginn 2019. In diesem Zuge haben wir bereits kleine Anleitungen erstellt, die dir Schritt für Schritt zeigen, wie du dein Bankingkonto mit sevDesk verknüpfst. Falls du auch Interesse daran hast, dein Konto bei einer dieser Banken an sevDesk anzubinden, findest du hier eine Schritt für Schritt Anleitung für die NEO-Banken:

Finde jetzt heraus, ob deine Bank an sevDesk anbindbar und die Kompatibilität gegeben ist

Heute können wir sagen, dass wir die anfänglichen Herausforderungen fast vollständig gemeistert haben und stolz auf unsere Banking-Anbindung. Transaktionen werden fast lückenlos über finAPI in sevDesk übertragen, sodass du Banktransaktionen in deinem sevDesk-Account verwalten kannst.

So sicher sind deine Daten

Über die PSD2-Richtlinien wird die Sicherheit deiner Daten garantiert. An dieser Stelle lohnt es sich auch zu erwähnen, dass alle Daten der Bankkonten lediglich bei der jeweiligen Bank und bei finAPI liegen. sevDesk kann diese weder einsehen, noch abspeichern. Wir haben darauf keinerlei Zugriff. Alle anbindbaren Banken und finAPI haben dementsprechend auch eine BaFin-Lizenz, die für Sicherheit der Daten steht und von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen ausgestellt wird.

security

Deine Transaktionen verwaltest du also sicher und zuverlässig mit sevDesk. Belege und die zugehörigen Zahlungsströme werden dabei teilweise sogar automatisch zugeordnet. Eingehende Rechnungen überweist du direkt in der Software, dein Online-Banking-Portal musst du dementsprechend nicht einmal mehr öffnen. Die Zahlungen erkennt sevDesk und verbucht die Rechnung im Hintergrund.

Unsere Pläne für die Zukunft

Egal, wie stolz wir heute als sevDesk-Team mit unserem Banking-System sind - wir arbeiten permanent daran, unsere Buchhaltungssoftware bereichsübergreifend weiter zu optimieren. Für die Zukunft setzen wir auf die Integration neuer Banken sowie auf eine eng verzahnte und stabile Zusammenarbeit. Auch den Bereich des Finanzmanagement haben wir auf der Agenda stehen. Wir möchten Selbstständigen und Unternehmern auch in diesem Bereich als Partner zur Seite stehen, sodass du weiter wachsen und deine Investitionen noch besser planen kannst.

 

"Wir bieten einen kuratierten Marktplatz im Hintergrund an, welcher unterschiedliche Finanzservices bündelt. Es werden dann immer nur die Produkte angeboten, welche zum Unternehmen passen und die Zusagewahrscheinlichkeit hoch ist."

- Fabian Silberer (Gründer von sevDesk)
     
Fabian Silberer
Fabian Silberer

Mit 22 Jahren eine GmbH zu gründen, erfordert Mut. Fabian hatte vor einigen Jahren zusammen mit seinem damaligen Studienkollegen Marco diesen Mut und ist heute CEO von sevDesk. Er weiß demnach, wovon er spricht, wenn es um Unternehmertum und den steinigen Weg in die Selbstständigkeit geht.

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