18, Januar, 2018 | Marketing | Von gastautor
E-Mail-Marketing

E-Mail-Marketing für Solopreneure – so startest auch du durch!

Kommt dir das bekannt vor? Einen Termin mit dem potenziellen Neukunden vereinbaren. Kurz ein Gespräch mit einem Kunden führen, bei dem es Lieferschwierigkeiten gab. Den Wocheneinkauf mit dem Partner planen. Rechnungen schreiben. Die Buchhaltung vorbereiten. Einen neuen Blogbeitrag auf der Internetseite veröffentlichen und hier und da noch einen Post auf Facebook, Instagram, Twitter oder Snapchat.

Als Selbstständiger kann es schwer sein alles unter einen Hut zu bekommen. Was fehlt da noch? Richtig, ein weiterer Marketing-Kanal, der deine Zeit beansprucht!

Was du bei uns zum Thema E-Mail-Marketing erfährst:

Warum E-Mail-Marketing?

Es gibt viele Marketingkanäle und jeder hat  seine Vor- und Nachteile. Das Besondere am E-Mail-Marketing? Da wären zum Beispiel die Automatisierungs- und Auswertungsmöglichkeiten, die einfache Möglichkeit Tests durchzuführen und letztendlich auch der gute ROI (=Return on Investment).

Ein klassischer Kauf oder Abschluss mit einem Kunden ist oft mit vielen Interaktionen verbunden und E-Mail-Marketing ist eine super Möglichkeit diese Reise zu begleiten.

Das Problem: Wer das Meiste alleine macht, macht meistens schon ziemlich viel. Was sind die zwei knappsten Güter für einen Solopreneur? Zeit und Geld. Also musst du das Beste aus deiner Zeit und deinem Geld machen und hierfür eignet sich der Kanal E-Mail-Marketing überraschend gut.

Kritisch für den Erfolg ist aber ein gutes Konzept, damit du wirklich von kosteneffizientem und zeitsparendem Marketing sprechen kannst. Also sollten wir unbedingt loslegen!

Ein Konzept entwickeln

Als Solopreneur brauchst du in erster Linie ein günstiges, zeitsparendes und authentisches Konzept für dein E-Mail-Marketing. Warum authentisch?

Grundsätzlich bin ich natürlich davon überzeugt, dass jedes Marketingkonzept authentisch sein muss. Als Solopreneur bist du jedoch zusätzlich das Gesicht deiner Marke und oft der Botschafter schlechthin. Das ist ein riesiger Vorteil gegenüber Großkonzernen, kann aber auch schnell nach hinten losgehen, wenn dein Marketingkonzept nicht zu dir und deiner Außenwirkung passt.

Für ein vernünftiges Konzept musst du dir zu Beginn ein paar grundlegende Gedanken machen. Die wichtigsten Punkte sind der Aufbau deines E-Mail-Verteilers, deine Empfänger, deine Kommunikationsstrategie und die technische Umsetzung.

Deine E-Mail-Liste

Um es kurz zu machen: Du brauchst Reichweite. Denn sonst bringt dir das beste Konzept und die beste E-Mail nichts.

Diese Reichweite kannst du grundsätzlich auf zwei Wegen erlangen. Du kannst sie einkaufen oder sie dir langsam aufbauen.

Deine E-Mail-Liste hat an diesem Punkt viele Parallelen zu deinen Followern in sozialen Netzwerken. Klar, du kannst Traffic (Follower) einkaufen, davon würde ich dir als Solopreneur jedoch stark abraten. Warum?

Dagegen sprechen meiner Meinung nach vor allem zwei Dinge. Dein Budget und deine Zielgruppe sind oft nicht groß genug, um an dieser Stelle ein positives Ergebnis zu erzeugen, auch wenn das natürlich von vielen Faktoren abhängig ist.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Intention, das Interesse und die Qualität deiner Liste. Um auf die sozialen Netzwerke zurück zu kommen: Du kannst dir für wenig Geld tausende Follower im Internet kaufen. Eine lebhafte Community mit viel Aktivität und Interaktionen wird sich so jedoch nicht aufbauen lassen. Was ist also die bessere Alternative?

E-Mail-Liste.

Eine eigene Liste aufbauen

Wenn Du deine Liste selber aufbaust, hast du Einfluss auf einen der wichtigsten Faktoren von E-Mail-Listen, die Qualität. Und wie baust Du eine Liste auf? Gut, dass du fragst!

Zwei sehr beliebte Möglichkeiten um nachhaltige E-Mail-Verteiler aufzubauen sind Opt-in Formulare und Lead-Magneten.

Opt-in Formulare

Opt-in Formulare sind die kleinen Kästchen, Leisten und Pop-ups, die Dich regelmäßig nach deiner E-Mail-Adresse fragen, wenn Du auf Internetseiten unterwegs bist.

Die Eintragung in ein Opt-in Formular heißt eigentlich so viel wie: “Ich mag was du machst, lass uns in Kontakt bleiben, hier ist meine E-Mail-Adresse.”

Jemand gibt einer Seite oder einem Unternehmen also einen Vertrauensvorschuss, weil er den Content und/oder die Seite mag.

Lead Magneten

Ein Lead Magnet funktioniert nach einem etwas anderen Prinzip. Bei einem Lead Magneten bekommst du für deine E-Mail-Adresse einen Mehrwert. Dieser Mehrwert kann zum Beispiel aus einem Content-Upgrade, einem Video-Kurs oder einem eBook bestehen und Mehrwert ist hier auch das absolut wichtige Stichwort!

Interesse an einem Lead Magnet heißt eigentlich: “Ich weiß noch nicht was ich von dir halten soll, aber der Content klingt echt spannend! Hier ist meine E-Mail-Adresse.”

Genau hier ist der entscheidende Punkt, den du unbedingt beachten solltest. Ist der Lead Magnet großartig, bietet einen Mehrwert und passt zur Intention der Zielseite, steigt deine Chance auf eine Beziehung und einen potenziellen E-Mail-Öffner.

Ist der Lead Magnet schlecht, hast du zwar jemanden in deiner E-Mail-Liste, aber der wird vermutlich kein Fan von dir. Das Ergebnis? Zukünftige Mails bleiben ungelesen und er meldet sich  spätestens nach einigen Monaten ab.

Am Ende heißt das: Niedrige Öffnungsraten, geringe Reputation deiner Mails und abnehmende Zustellbarkeit, weil die Provider dich als Spam ansehen. Nicht wirklich optimal.

Der ideale Empfänger

Genau aus diesem Grund ist der ideale Empfänger auch so wichtig. Du musst dich fragen: Wer ist mein idealer Empfänger? Wie möchte ich mit ihm kommunizieren? Siezt oder Duzt man sich? Was interessiert ihn/sie außer meinem Produkt oder meiner Dienstleistung noch?

Damit kannst du viele Fragen beantworten, aus denen du deine Kommunikationsstrategie ableiten kannst. Welche Themen sind wirklich interessant für meine Liste? Wie müssen ansprechende Texte formuliert werden? Welchen Tipp können meine Abonnenten wirklich gebrauchen? Was bietet einen echten Mehrwert?

Deine Kommunikationsstrategie

Ein guter Ansatz für Solopreneure ist der Vorfilter oder Selektierer. Du kannst deiner Liste jede Woche neue Angebote schicken und sonst nichts. Du könntest aber auch jede Woche interessante Artikel, Videos und News verschicken und hier und da ein Angebot einstreuen.

Wenn wir zurück auf dein authentisches Konzept kommen, ist das meiner Meinung nach die überlegene Strategie.

Behandle deine Liste so, wie du behandelt werden möchtest. Das klingt banal, aber wie so oft halten sich Blogger, kleine Internetseiten und Firmen nicht daran.

Wenn dich tägliche, unpersönliche E-Mails nerven und du sie ungelesen löscht, warum sollten deine Kunden sich anders verhalten?

Biete exklusive Inhalte für deine Liste. Mache Videos und eBooks nur für Kunden und Interessenten in deinem Verteiler. Mache deine E-Mail-Liste zu deinen “VIP-Kunden”. Lass sie hinter die Kulissen gucken, schicke ihnen exklusive Angebote, Webinare und Links zu Q&A-Sitzungen. So stellst Du sicher, dass du einen wirklichen Mehrwert für sie bietest und nicht bloß einen weiteren Werbeprospekt in elektronischer Form.

Die technische Umsetzung

Fragen an ein E-Mail-Marketing Tool.

Als Solopreneur brauchst du keine riesige, aufwendige Software-Lösung, für die du mehrere Tage Schulungen brauchst. Je nach Verteilergröße können schon sehr kleine Pakete ausreichen.

Achtung: Versendest du in Deutschland Mails aus Versandlösungen müssen dies unbedingt DOI Adressen sein. E-Mail-Adressen mit amerikanischen WordPress Plug-Ins ohne DOI zu sammeln und diese anschließend zu bespielen ist eine schlechte Idee!

Um an dieser Stelle gar nicht erst in die Versuchung zu kommen, Werbung zu machen: Es gibt viele Lösungen auf dem Markt.

Achte in jedem Fall darauf, dass die Software leicht zu bedienen ist, eine gewisse Anzahl an kostenlosen Mails ermöglicht wird, du vernünftige Vertragslaufzeiten hast, der Versand aus Deutschland erfolgt und das du die Mailings vernünftig auswerten kannst.

Alles Weitere ist Zukunftsmusik und für Solopreneure erstmal zweitrangig. Du möchtest ein paar Mal im Monat Mails an deine Kunden schicken und dich mit dem E-Mail-Marketing vertraut machen. Warenkorbabbrecher und aufwendige Begrüßungsstrecken sollten da keine Priorität sein.

Eine gute Übersicht über einige Versandlösungen bietet zum Beispiel die Internetseite www.emailtooltester.com.

Fazit – auf geht’s!

E-Mail-Marketing ist eine gute Möglichkeit mit deiner Zielgruppe zu interagieren und dabei zeitsparend und kosteneffizient zu werben. Dafür brauchst du nur ein Konzept, eine E-Mail-Liste und ein Tool, dass dich beim E-Mail-Marketing unterstützt.

Hast du dich mit dem Kanal vertraut gemacht, gibt es viele spannende Möglichkeiten, die dir das Leben erleichtern. Worauf wartest du noch? Auf geht’s!

Über den Autor

Jannik Nordmeyer ist seit 2013 verrückt nach Suchmaschinenoptimierung und allem was dazugehört. Aktuell ist er bei der treaction AG für den Bereich SEO verantwortlich. Die treaction AG ist Experte für E-Mail-Marketing. Die Dienstleistungen erstrecken sich von der Newsletter Erstellung bis hin zur vollautomatisierten Marketing Automation.

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