Crowdinvesting – Die Finanzierungsoption für Startups

Crowdinvesting wird häufig dazu genutzt, um ein Unternehmen in seinen Anfängen zu finanzieren. So geht es bei dieser Finanzierungsart darum, über eine Plattform verschiedene Investoren zu finden, welche kleinere Beträge oder Investitionen tätigen. Inzwischen werden auf diese Weise, Beträge in Millionenhöhe finanziert. Doch wie genau funktioniert Crowdinvesting für Startups? Welchen Unterschied gibt es zum Crowdfunding? Und welche Vor- und Nachteile dieser Finanzierungsart gibt es?

Das erwartet dich heute:

Crowdinvesting oder Crowdfunding – Was eignet sich besser für Startups?

Können wir hier wirklich von einem Finanztipp sprechen? Auf jeden Fall! In den USA ist vielen die Crowdfunding Plattform „Kickstarter“ bekannt, in Deutschland kennt man dies unter „Startnext“. Doch wo ist nun der Unterschied zwischen Crowdfunding und Crowdinvesting?

Betrachten wir zunächst das Modell des Crowdfunding. Für finanzielle Unterstützung durch einzelne Investoren, gibt es seitens des Unternehmens, eine entsprechende Gegenleistung. Dies kann in Form von speziellen Rabatten erfolgen, oder aber als Sachleistung. In diesem Fall geht der Investor aber keine Beteiligung mit dem Unternehmen ein. Er „spendet“ sein Geld und erhält im Gegenzug eine entsprechende Gegenleistung. Beispielsweise investiert ein Investor 150 Euro und erhält dafür für eine entsprechende Anzahl künftiger Bestellungen, 25% Investoren-Rabatt.

Beim Crowdinvesting geht es hingegen darum, den Investoren für ihren Anteil, eine Beteiligung am Unternehmen zu geben. Für den Investor bedeutet dies, dass er künftig an der Entwicklung des Startups beteiligt ist. Somit hofft er natürlich, dass seine Anteile im Wert steigen und das Unternehmen später entsprechende Gewinne erwirtschaftet. Crowdinvesting hat also auch etwas mit der Rendite zu tun, um die sich Investoren kümmern.

Aber warum dann nicht gleich eine Finanzierung bei der Bank aufnehmen? Beim Crowdinvesting investieren viele kleine Geldgeber in dein Unternehmen. Wir sprechen an dieser Stelle auch von Schwarmfinanzierung. Auf entsprechenden Plattformen hast du die Möglichkeit, deine Geschäftsidee und deine Entwicklung zu präsentieren. Wichtig ist natürlich, entsprechendes Interesse der Benutzer dieser Plattform zu wecken. Normalerweise gibst du außerdem deinen zu erreichenden Betrag an, sodass jeder Investor sehen kann, ab wann es in die nächste Runde geht.

Crowdinvesting Plattformen in Deutschland

Crowdinvesting wächst immer weiter und ist inzwischen eine gute Option für Startups, welche auf normalem Wege vielleicht keine Finanzierung erhalten. In Deutschland gehören die Plattformen „Innovestment“ und Seedmatch zu den Vorreitern, welche bereits 2011 den ersten Startups zur Finanzierung verhelfen konnte. 2014 konnten Wachstumsunternehmen und junge Gründer bereits 14,7 Millionen Euro über das Crowdinvesting finanzieren. Und auch die darauffolgenden Jahre lassen erkennen, wohin der Trend geht. Wer bereits mit Crowdinvesting Erfahrungen machen konnte, der würde diesen Schritt zur Finanzierung immer wieder gehen. Aber wie und wo soll ich mich als Gründer für eine dieser Plattformen entscheiden?

Die größten Crowdinvesting Plattformen möchten wir dir an dieser Stelle natürlich nicht vorenthalten. Unterschiede wirst du in der Art der Ausgestaltung der Beteiligung finden. So gibt es Plattformen, bei denen es um stille Beteiligungen oder Genussscheine geht. Außerdem unterscheidet sich auch das Mindestinvestitionsvolumen für die Investoren. Je nach Plattform müssen Investoren mindestens 50 Euro investieren. Doch ein ein Mindestvolumen von 500 Euro könnte gefordert sein.

Folgende Übersicht verschafft dir einen Überblick über die erfolgreichsten Anbieter auf dem Markt:

Crowdinvesting Plattformen
SeedmatchEine Beteiligung an einem Unternehmen ist ab 250 Euro für Investoren in Form eines partiarischen Nachrangdarlehens* möglich. Ein partiarisches Nachrangdarlehen stellt einen Vertrag zwischen Crowdinvestor und einer Gesellschaft dar. Innerhalb dieses Vertrages wird Kapital zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug erwartet der Investor Rückzahlungen inklusive einer Verzinsung. Für wen ist das geeignet? Du entwickelst zukunftsweisende Technologien und nachhaltige Produkte? Dann kannst du in Seedmatch deine perfekte Crowdinvesting Plattform gefunden haben!
CompanistoHier kann sich jeder ab einem Betrag von 5 Euro Mindestbeteiligungssumme, an einem Startup per Crowdinvesting beteiligen. Allerdings kommt es hier nicht zu einer direkten Beteiligung, sondern zu einem Pooling in einer Zwischengesellschaft.
InnovestmentDu entwickelst technologische, innovative Produkte und benötigst dafür eine entsprechend hohe Summe Eigenkapital? Ab 250 Euro können sich Investoren an deinem Startup beteiligen.
BergfürstAb einem Betrag von 10 Euro können Investoren in ein junges Unternehmen investieren. Allerdings besteht hier auch die Möglichkeit, in Immobilien zu investieren und von dessen Wachstum zu profitieren.
FundstersKleinanleger nutzen diese Plattform gerne, um vor allem in jungen aber aufsteigenden Startups zu investieren. Dafür erhalten die Investoren Renditen, die sich künftig positiv entwickeln können.
CondaZwar eine nicht deutsche Crowdfunding Plattform, aber eine in Österreich sehr bekannte Plattform für junge Gründer. Ab 100 Euro können Investoren hier ihr Geld anlegen. Der Vorteil: In diesen Unternehmen sitzen bereits Business Angel in Form von Leadinvestoren.
Darüber hinaus finden wir übrigens noch zahlreiche andere Plattformen, welche allerdings noch relativ klein und weniger bekannt sind. So etwa das Mashup Finance aus München, welches sich inzwischen mit Conda verknüpfen konnte. Hier werden vor allem Unternehmen aus der Region angesprochen.

Wie funktioniert Crowdinvesting?

Vor allem Startups haben anfänglich ihrer Karriere einen für sie recht hohen Kapitalbedarf. Für den klassischen Kapitalgeber ist dieser jedoch oft zu gering, sodass viele von einer Investition absehen. Auch, wenn sich das Unternehmen noch zu früh in der Entwicklung befindet, scheinen diese Startups weniger attraktiv für Investoren zu sein. Und trotzdem: Je nach Plattform und Vertragsgestaltung können ohne Weiteres 100.000 Euro oder weit mehr finanziert werden. Und das meist sogar ganz ohne an monatliche Rückzahlungsraten und Zinsen gebunden zu sein. Also völlig unabhängig von einer Bank.

Wie nehme ich zu Crowdinvesting Plattformen Kontakt auf?

Wichtig als beginnender Unternehmer ist es, sich einen Überblick über die bestehenden Plattformen zu verschaffen. Sieh dir jeweils die Unternehmen an, welche auf der Plattform präsentiert werden. Jetzt kannst du die Plattform auch direkt kontaktieren, wenn du auch dein Unternehmen in dieser Plattform siehst.

Wird mein Projekt geprüft?

Noch bevor du mit dem Crowdinvesting Projekt starten kannst, wird die Plattform deine Unterlagen im Detail prüfen. Genannt wird dieser Vorgang auch Due Diligence. Geprüft werden also der Businessplan und die Finanzzahlen im Detail. Wer an dieser Stelle dachte, eine Geschäftsidee für ein Startup finden und ein paar Zeilen dazu würden reichen, der kann sich von diesem Gedanken wieder verabschieden. Es geht schließlich nicht darum, erst einmal zu schauen, ob jemand in ein Unternehmen investieren würde.

Tipp!

Du bist dir unsicher, wie dein Businessplan aufgebaut sein soll? Keine Sorge, du kannst auch eine kostenlose Businessplan Vorlage herunterladen und zu Hilfe nehmen.

Aus den Finanzzahlen und dem Businessplan wird deine Unternehmensbewertung abgeleitet. Sie stellt die Grundlage deines Investmentprozesses dar. Hat dein Unternehmen die Prüfungsphase überstanden, so werden Verträge zu den Rahmenbedingungen des Crowdinvesting abgeschlossen.

Kann ich jetzt mein Unternehmen auf der Plattform vorstellen?

Jetzt geht es los und du erhältst dein eigenes Investmentprofil auf der Plattform. Normalerweise handelt es sich dabei um ein Video und eine Kurzbeschreibung deiner Firma. Hier kommt es bereits darauf an, dass du einen seriösen Auftritt hinlegst. Vergiss nicht, dass du nicht nur eine Person, sondern unter Umständen viele Investoren, von deiner Idee überzeugen willst. Und auch dein Businessplan wird für die Investoren einsehbar dargestellt. Interessierte können sich auf diese Weise ein Bild deines Business machen.

Ab in die Investmentphase!

Das Crowdinvesting startet und du kannst direkt miterleben, die deine Idee bei den Investoren ankommt. Die Investmentphasen sind dabei unterschiedlich lang und natürlich möchtest du wissen, wie lange es dauern wird, ehe du deine Zielsumme erreicht hast. Auf der einen Seite musst du unter Umständen viel Geduld mitbringen. Andererseits solltest du dich auf keinen Fall zurücklehnen und abwarten. Kümmere dich um Fragen zum Startup und gehe auf Probleme, Anregungen und Wünsche ein. Zeige dich den Interessierten und tritt kompetent auf. Dein Investment solltest du außerdem im Rahmen einer PR begleiten.

Was passiert nach der Investmentphase?

Wenn dein Investing erfolgreich war, so geht es nun darum, Verträge für die Abwicklung zu schließen. Die Anteilseigner erhalten Beteiligungsverträge. Erst dann wird das Geld an dich ausbezahlt. Zudem müssen die Startups nun auch regelmäßige Status-Berichte zur wirtschaftlichen Entwicklung vorlegen. Ein regelmäßiger Austausch mit den neuen Investoren ist ebenfalls angesagt. Geld abkassieren und sich abschotten ist also definitiv nicht angesagt.

Crowdinvesting bedeutet mehr als einfach nur Kapital sammeln und starten. Und das wird auch überhaupt nicht empfohlen, dann gerade junge Unternehmen sind auf das Feedback ihrer Investoren angewiesen. So ergeben sich außerdem neue Kontakte und Kooperationsmöglichkeiten. Rechne natürlich auch mit kritischen Äußerungen und der ständigen Aufforderung, mit den Investoren in Kommunikation zu treten. Vergiss nicht: Jetzt stehst du nicht mehr als alleiniger Unternehmer da. Jetzt hast du dich um viele Anteilseigner zu kümmern, die alle wissen wollen, wie es mit dem Business weitergeht.

Die Vielfältigkeit des Crowdinvesting

Eine Investition in ökologische Projekte für die Crowd

Kann Crowdinvesting nachhaltig sein? Ja, Die Entwicklung des Crowdinvesting im Allgemeinen, ist unglaublich interessant zu beobachten. Neben den Startups sind somit auch noch weitere Anlageklassen entstanden, beispielsweise wenn es um ökologische Projekte geht. Viele Menschen investieren in energieeffiziente und nachhaltige Produkte und Technologien. Sie sehen die Zukunft in diesen Projekten und eine sichere Anlage im Vergleich zu den eher riskanteren Startup-Anlagen.

Und: Kleinanleger können schon mit sehr wenig Geld in diverse Projekte einsteigen. So beispielsweise im Bereich Windenergie oder Solarstrom. Den großen Vorteil hat die Umwelt, denn auch sie profitiert von den grünen Daumen der Investoren.

Immobilien-Crowdinvesting – Eine wertvolle Anlage?

Auf jeden Fall, denn nicht nur ökologische Projekte finden immer mehr Unterstützer, auch Immobilienfinanzierungen werden immer interessanter und bedeutsamer. Und das wundert auch nicht, stellt die Immobilie für die Deutschen die beliebteste Anlageklasse dar. Normalerweise können Anleger ab 500 Euro in attraktive Immobilien investieren. Die Laufzeit dieses Investments beträgt damit rund zwei bis vier Jahre, die jährliche Rendite liegt zwischen 4% und 8%.

Tipp!

Wer sich für diese Anlagen interessiert, der sollte einen Blick auf die Plattform „Renditefokus“ werfen.

Ja, das Immobilien Crowdinvesting lohnt sich: Faire Zinsen und ein geringes Risiko! Und die Nachfrage an Immobilieninvestments steigt stetig. Kein Wunder, Investoren haben ein geringes Ausfallrisiko gegenüber den wackligen Startups. Dazu kommt, dass Immobilien eigentlich etwas waren, was nur sehr gut gestellten Personen vergönnt war. Heute schrecken die hohen Gebühren der Immobilienfonds die Investoren eher ab. Aber: Ein geringes Startkapital und eine attraktive Verzinsung sorgen dafür, dass eine ganz neue Zielgruppe angesprochen wird.

Wie funktioniert Immobilien-Crowdinvesting?

Crowdinvesting mit Immobilien ist nicht so aufwändig wie die Finanzierung einer eigenen Immobilie. Zuerst wählst du eine für dich relevante Plattform:

  • Zinsland: Investition per Nachrangdarlehen ab 500 Euro ohne Gebühren, Zinssatz zwischen 5% und 8%, bei einer Laufzeit von 18 – 24 Monaten. Bei Nichterreichen des Finanzierungsziels springt ein Kapitalpartner von Zinsland ein, um das Projekt erfolgreich zu finanzieren.
  • Renditefokus: Investition ab 500 Euro, Zins 4% bis 7%, kostenlose Nutzung der Plattform, Projektdauer 18 Monate. Projektpartner springen bei Nichterreichen des Ziels ein.
  • Exporo: Anlagen ab 500 Euro in attraktive Immobilienprojekte mit einem Zins zwischen 5% und 6%, kostenlose Nutzung der Plattform ohne Aufpreise oder Gebühren
  • Mezzany: Finanzierungsfokus liegt auf Wachstumsunternehmen und Immobilienprojekte ab 1.000 Euro für Kleinanleger. Investiert wird in Wandelanleihen, Optionsanleihen und Inhaberschuldverschreibungen

Hier werden dir also verschiedene Projekte angeboten oder vorgestellt, in die du teilweise schon ab 500 Euro investieren kannst. Hast du dich für eine Immobilie entschieden, erhält der Bauträger normalerweise über ein partiarisches Nachrangdarlehen die Finanzierungssumme. Am Ende der Laufzeit wird dieses Darlehen inklusive der jährlichen Zinszahlungen zurückbezahlt.

Und warum wenden sich Bauträger zur Finanzierung an eine Crowd? Ganz einfach: Bauprojekte dieser Größenordnung brauchen eine Darlehensfinanzierung über die Bank. Bauträger müssen entsprechend viel Eigenkapital vorweisen, was bei einer Summe von beispielsweise 5 Millionen Euro schwer zu erreichen ist. Die Crowd kann dieses Eigenkapital jedoch zusammentragen und der Bauträger bekommt seinen Kredit. Nach Abschluss seines Baus verkauft er die Immobilien erfolgreich und zahlt die Darlehen an die Investoren zurück.

Wann ist Crowdinvesting für Anleger und Unternehmen interessant?

Anleger können bereits ab kleinen Beträgen am wirtschaftlichen Erfolg von Firmen teilhaben. Diese Form der Anlage steht jedem Kleinanleger zur Verfügung und die Investoren haben die Möglichkeit, sich mit den Projekt-Initiatoren auszutauschen. Oft identifizieren sich die Crowdinvestoren mit dem Unternehmen und sehen gleichzeitig die Rendite im Fokus. Oft gibt es sogar zusätzliche Exklusivitäten und andere Vorteile.

Und für Unternehmen? Sie profitieren nicht nur von der Möglichkeit an Geld zu kommen, sondern auch von umfangreichem und sehr wertvollem Feedback. In der Vermarktungsphase kann die Crowd sogar als Markenbotschafter eingebunden werden. Dadurch erhöht sich unter Umständen die Reichweite des Unternehmens. Crowdfunding heißt, potentielle, neue Kunden zu gewinnen und bestehende Kunden an die Firma zu binden. Hier handelt es sich also nicht nur um eine reine Finanzierungsmöglichkeit, sondern auch um ein praktisches Marketing- und Vertriebswerkzeug.

Aber:

Crowdfinanzierungen sind keine Selbstläufer und das sollte dir bewusst sein. Du gehst einen sehr arbeitsintensiven Prozess ein, musst offen und bereit für Dialoge mit der Crowd sein. Ja, als Projektstarter bist du gegenüber der Crowd dazu verpflichtet.

Risiken im Crowdinvesting

Bei Startup Crowdfundings ist das Ausfallrisiko natürlich relativ hoch. Gehen die Unternehmen thematisch in Richtung erneuerbare Energien oder Immobilien, so sinkt auch gleichzeitig das Risiko. Das Risiko eines Totalausfalls besteht natürlich trotzdem. Crowdinvestoren sollten sich dieser Tatsache bewusst sein. Wer dennoch eine Investition wagt, der sollte folgende Tipps beherzigen:

  • Beurteile Chancen und Risiken für jedes einzelne Projekt und ganz individuell.
  • Entscheide dich für Projekte, die deiner Risikopräferenz entsprechen.
  • Investiere nur dann, wenn du das Geschäftsmodell und die Investitionsbedingungen verstehst.
  • Könntest du einen Verlust verkraften? Investiere nur die Summe Geld, die du bei einem Verlust verschmerzen kannst.
  • Investiere ausschließlich auf seriösen Plattformen.
  • Laufe nicht einfach blind der Crowd oder der Masse hinterher, sondern entscheide selbst, in welche Unternehmen du investierst.
  • Tätige lieber mehrere kleine Investments und streue dein Risiko entsprechend.

Besonderheiten beim Crowdinvesting

  1. Crowdinvesting kann inzwischen in vielen Bereichen Anwendung finden, sodass es keine Branche gibt, in der du diese Finanzierungsmöglichkeit nicht anwenden kannst. Finanziere damit kleine und mittelständische Unternehmen, Immobilienprojekte oder Projekte im Bereich erneuerbarer Energien.
  2. Das investierte Kapital aus der Crowd, stellt in den allermeisten Fällen eine Mischung aus Eigen- und Fremdkapital dar, so genanntem Mezzanine-Kapital. Oft regelt man die Beteiligung der Investoren durch ein nachrangiges Darlehen. Crowdinvestoren gehen bei einer Unternehmensinsolvenz leer aus.
  3. Am geschäftlichen Erfolg können sich Investoren bereits mit einem recht kleinen Betrag beteiligen. Somit stehen die Optionen einer relativ breiten Anlegerschaft zur Verfügung. Bei einigen Plattformen können bereits ab 10 Euro Investitionen getätigt werden.
  4. Die Laufzeiten der Darlehen gestalten sich je nach Plattform unterschiedlich. Bei Immobilien liegt diese bei etwa 2-3 Jahren, bei Startups beträgt der Zeitraum zwischen 5 und 8 Jahren. Zu beachten ist jedoch, dass es oft keine Kündigungsmöglichkeiten für Crowdinvestoren gibt. Anleger können sich also nicht so einfach von ihren Investitionen trennen, sollten sie mit der Anlage später unzufrieden sein oder ihr Geld benötigen.
  5. Die jeweilige Crowdinvesting Plattform regelt, wie die laufenden Geschäfte der Crowd mitgeteilt werden. Hier sollten sich Anleger vorher informieren, wie es um die Investitionsweitergabe der einzelnen Projekte bestellt ist. Eine offene und regelmäßige Informationspolitik sollte aber angestrebt werden und ist auch für Investoren zu empfehlen.
  6. Bei stillen Beteiligungen und Nachrangdarlehen handelt es sich um Kapitaleinkünfte und müssen mit einer Abgeltungssteuer von 25% versteuert werden. Hinzu kommen der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer.

Hinweis:

Digitale Lösungen wie Unternehmenssoftware können einzelne und wesentliche Unternehmensvorgänge vereinfachen. Dadurch behältst du deine Finanzen, wie Einnahmen und Ausgaben, stets im Blick und kannst mit wenigen Klicks deine Steuererklärung erstellen.
Außerdem stehen dir unzählige weitere Optionen zur Verfügung, die du für dein Unternehmen nutzen kannst.

Fazit

Crowdinvesting stellt für kleine Startups und kleine oder mittelständische eine gute Möglichkeit dar, ihre Gründung zu finanzieren. Um sich auf einer Crowdinvesting Plattform vorstellen und diese Finanzierungsform nutzen zu können, müssen jedoch grundlegende Voraussetzungen erfüllt sein. Beispielsweise kommen Gründer nicht um die Veröffentlichung ihres Businessplans und Finanzkonzeptes herum. Außerdem werden die Vorhaben von den Seiten selbst geprüft. Für Anleger bietet sich eine ebenso gute Option, mit bereits kleinen Summen an einem Projekt oder einem Unternehmen beteiligt zu sein. Wer sich für Crowdinvesting Projekte interessiert, die nicht im Unternehmensbereich liegen, der könnte sich im Bereich ökonomischer Projekte oder Immobilienprojekte umsehen.

Nadine Höpf

Nadine spezialisiert sich auf die Erstellung und Bereitstellung von Inhalten auf Blogs und Lexikas. Dabei lässt sie ihrer Kreativität freien Lauf und behält die aktuellen SEO Anforderungen immer im Blick. Mühelos erstellt sie Inhalte auch auf französisch.

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