Regierung beschließt Hilfspaket für Solo-Selbstständige & Kleinstunternehmen

Immer mehr Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen sind von der Corona-Krise betroffen und bangen ernsthaft um ihre Existenz. Nach den bereits in den letzten Tagen beschlossenen Maßnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen, hat das Bundeskabinett am Montag, 23.03.2020 ein Hilfspaket beschlossen. So soll der Nachtragshaushalt eine Neuverschuldung von rund 156 Milliarden Euro aufnehmen. Für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmer bedeutet dies, dass in den nächsten drei Monaten direkte Zuschüsse von rund 15.000 Euro bereitgestellt werden sollen. Dies entspricht einer Größenordnung von bis zu 50 Milliarden Euro.

 

Hilfspaket als direkte Zuschüsse und Darlehen

Bereits jetzt sind für viele Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmer in kurzer Zeit komplette Aufträge und Umsätze weggebrochen. Deshalb hat die Bundesregierung jetzt ein Soforthilfe-Paket beschlossen, dass auch dir als Solo-Selbstständiger oder Kleinstunternehmer schnelle Hilfe verspricht. Die Anregung für dieses Hilfspaket kam von den Wirtschaftsverbänden. Die Corona-Krise wirkt sich bei dir als Solo-Selbstständiger besonders stark aus. Bei vielen dieser Unternehmer ist über Nacht der gesamte Umsatz weggebrochen und die Existenzangst ist enorm groß. Besonders betroffen ist im Moment diese Gruppe, denn es ist nicht abzusehen, wann wieder neue Aufträge eingehen. Die Auswirkungen sind drastisch. Umso wichtiger ist deshalb dieser Notfallfonds. Solo-Selbstständigen und Kleinstunternehmern mit bis zu zehn Beschäftigten kann so schnell ihr Überleben gesichert werden.

Dank umfangreicher Rechtsänderungen rasch Hilfe leisten

Das Bundeskabinett will rasch Hilfe leisten und versucht am Mittwoch im Bundestag eine Notfallregelung der Schuldengrenze zu erreichen. Die Neuverschuldung des Nachtragshaushalts soll bis zu 156 Milliarden Euro betragen. Bis zu 15.000 Euro aus dem Hilfspaket sollen Unternehmern wie dir als direkter Zuschuss zur Verfügung gestellt werden. Den Rest will die Regierung als sehr günstige Darlehen vergeben. Auf jeden Fall aber soll sichergestellt werden, dass du als Solo-Selbstständiger oder Kleinstunternehmer auf unbürokratische Weise für die nächsten Wochen und Monate Gelder zur Überbrückung und als direkte Hilfe zu deinem Lebensunterhalt bekommst.

Prüfung erst nachträglich

Knapp 5 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland sind wie du Solo-Selbstständige oder Kleinstunternehmer. Und deshalb drängt die Bundesregierung darauf, so schnell wie möglich und völlig unbürokratisch zu helfen. Aus diesem Grund gibt es auch erst nachträglich Prüfungen, ob diese Hilfen überhaupt gebraucht wurden. Das bedeutet, dass keiner von diesem Hilfspaket profitieren soll, der die Hilfe eigentlich nicht benötigt hätte. Es soll nur die Solo-Selbstständigen und Kleinstunternehmer erreichen, die dringend darauf angewiesen sind.

Achtung:

Stellt sich bei einer nachträglichen Prüfung heraus, dass unberechtigt diese Hilfe in Anspruch genommen wurde, können die Zuschüsse in Darlehen umgewandelt werden. Auf jeden Fall muss unberechtigt bezogene Hilfe zurückbezahlt werden. Da im Nachhinein geprüft werden soll, ob die Gelder notwendig waren, um einzelne zu unterstützen, ist es wichtig, dass du deine Buchhaltung auf Vordermann bekommst, um im Nachhinein etwaige Nachweis lückenlos erbringen zu können.

Fabian Silberer

Mit 22 Jahren eine GmbH zu gründen, erfordert Mut. Fabian hatte vor einigen Jahren zusammen mit seinem damaligen Studienkollegen Marco diesen Mut und ist heute CEO von sevDesk. Er weiß demnach, wovon er spricht, wenn es um Unternehmertum und den steinigen Weg in die Selbstständigkeit geht.

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