Buch schreiben – So gelingt es dir!

Viele von uns dürften schon einmal von einem Autor gehört haben, der vorher etwas ganz Anderes gemacht und jetzt einen Bestseller veröffentlicht hat. Insgesamt wollen mehr als 80 Prozent der Menschen ein Buch schreiben. Allerdings tun es nur viel weniger, nämlich lediglich 10% dieser Menschen. Ein gutes Buch zu schreiben ist nicht leicht. Du benötigst die richtige Handlung, eine Idee wie du an dein Buch herangehen möchtest und du brauchst den richtigen Verlag. Und das ist nicht so einfach, denn ungefähr 98% aller eingesendeten Manuskripte werden von den Verlagen abgelehnt.

Das erwartet dich heute:

Inspiration für das Buch – Tipps, um Ideen zu finden

Es kann natürlich sein, dass du schon eine Idee oder eine Inspiration für dein Buch hast. Solltest du noch keine Ideen haben, dann können dir ziemlich einfache und schnell umzusetzende Tipps dabei helfen:

In der Natur/Umwelt umschauen

Die Natur und deine Umwelt allgemein können dir viele hilfreiche Ideen liefern. Gerade dann, wenn es darum geht, einen Ort in deinem Buch zu beschreiben. Der Wald kann in deinem Buch einen verwunschenen, gefährlichen Wald darstellen und der U-Bahnhof beispielsweise einen Ort des Verbrechens. Du kannst deine ausgewählten Orte deinen Vorstellungen entsprechend ändern und ausschmücken.

Immer Notizblock dabei haben

Während du dein Buch planst und dir Gedanken über alles Mögliche machst, kommen dir viele Ideen natürlich auch schnell einmal unterwegs. Hast du jetzt nichts dabei, um diese Ideen ordentlich niederzuschreiben, wirst du sie garantiert wieder vergessen haben, sobald du die Chance zum Aufschreiben hast. Vergiss deinen Notizblock also nie und stecke ihn immer ein, wenn du das Haus verlässt.

Brainstorming und Mind Map

Diese Methoden sind mit die besten Methoden, um etwas zu planen und für die Ideeensammlung. Das Brainstorming kann dir schnell dabei helfen, eine mögliche Handlung, einen möglichen Ort für das Geschehen und das richtige Genre zu finden. Die Mind Map hilft beim Erweitern dieser Ideen. Zu jedem Bereich auf dieser Mind Map werden dir immer mehr Bereiche einfallen, die diese Map dann vergrößern können.

Inspiration bei anderen Autoren/Büchern holen

Auch das Lesen wird dir bei deinem Buch helfen. Lies so viele Bücher wie möglich, um zu sehen, was dir bei anderen Autoren gefällt oder was dir auch nicht gefällt. Daraus kannst du viel mitnehmen und Inspiration sammeln.

Im Bekanntenkreis umhören

Auch die Bekannten können für dein Buch eine große Rolle spielen. Sie können dir sagen, wie sie das Buch angehen würden. Weiter können sie dir Tipps für die Handlung und den Ort in deinem Buch geben. Eventuell auch Anstöße für deine Charaktere geben.

Idee gefunden – wie geht es weiter?

Schon frühzeitig solltest du dir Gedanken darüber machen, zu welchem Genre dein Buch gehören soll. Spätestens, wenn du dich bei deinem ausgesuchten Verlag bewirbst, dann will dieser wissen, in welches Genre dein Buch gehört. Wenn dein eigenes Manuskript zu keinem Genre oder Subgenre passt, dann ist es deutlich schwieriger einen passenden Verlag zu finden. Das Veröffentlichen eines Buches gelingt einfacher, wenn in der Planung bereits die wichtigsten Prinzipien des ausgewählten Genres beachtet wurden.

Welches Thema möchte ich behandeln?

Viele der spannendsten Bücher haben oft ein Thema, um das sich das ganze Buch dreht. Dadurch, dass es ein Thema gibt, um das sich alles dreht, wird das Erzählte um einiges intensiver. Als Beispiel kann man hier das Buch „Das Parfum“ heranziehen. In diesem Buch geht es durchgehend um Gerüche und den Tod.

Recherche ist das A und O

Auch die Recherche ist einer der wichtigsten Punkte, wenn es darum geht ein Buch zu schreiben. Je nachdem, um welches Genre es geht ist sie mehr oder weniger aufwendig. Zu der Recherche gehört es, dass der Autor sich immer mehr Wissen aneignet, als er in seinem Buch zu erkennen gibt.

Am Ende wird die Geschichte umso glaubwürdiger, je mehr Grundwissen vorhanden ist. Die faktische Wirklichkeit kann in einer Fiktion gerne einmal missachtet werden, aber Verstöße gegen Logik und Physik kommen beim Leser oft nicht gut an. Es gibt viele Arten, wie du ordentlich recherchieren kannst. Das Internet wäre eine davon. Neben dem Internet solltest du unbedingt auch Bibliotheken besuchen, um dort zu recherchieren.

Eigenen Schreibstil aneignen

Weiter solltest du dir deinen eigenen Schreibstil aneignen. Es bringt dir am Ende nichts, wenn du deinen Lieblingsautor oder allgemein irgendeinen Autor kopierst und genauso schreibst, wie er. Die Leser werden dich dann immer wieder mit diesem, bekannteren, Autor vergleichen. Es ist also sehr wichtig nicht wie jemand anders zu schreiben.

Um das Schreibhandwerk richtig zu lernen, musst du anfangen selbst viel zu schreiben. Damit du deinen eigenen Text auch richtig beurteilen kannst, hilft es sich mit anderen Autoren auszutauschen und auch mal jemand anders über deine geschriebenen Texte lesen zu lassen. So bekommst du ein qualitatives Feedback und weißt, was du alles ändern musst, bzw. kannst.

Ein Buch schreiben

Hast du all die Dinge, die vorher erklärt wurden, nun abgehakt, dann kannst du dich an dein Buch wagen und die ersten Schritte angehen. Im Folgenden zeigen wir dir grobe Schritte auf, an denen du dich orientieren kannst:

Handlungsverlauf sollte grob geplant sein

Du musst damit anfangen, deinem Buch eine Struktur zu geben. Zumindest im Groben solltest du die Haupthandlung und auch die dazugehörigen Charaktere planen. Fängst du ohne Planung einfach an zu schreiben, kann es zu Unstimmigkeiten und weiteren Problemen im Laufe des Buches kommen. Ist ein Charakter nicht richtig ausgearbeitet, kann es vorkommen, dass sich dieser im weiteren Verlauf widersprüchlich verhält. Gerade, wenn du vor hast ein etwas längeres Buch zu schreiben, ist eine Planung wirklich unumgänglich.

Guten Plot überlegen

Der Plot ist zusammengefasst der Handlungsverlauf, der sich aus allen Ereignissen einer Geschichte ergibt. Das wichtigste Grundprinzip eines Plots ist die Kausalität. Das bedeutet, dass alle Ereignisse eines Plots kausal zusammenhängen müssen oder sollen, denn in einer richtig guten Geschichte passiert nichts, was sich nicht aus einer vorhergehenden Situation ergibt.

Die einzige Ausnahme stellt der Einstieg dar. Das erste Ereignis in einem Buch kann also zufällig sein. Oft empfiehlt es sich auch mit dem Buch mitten in einem Ereignis anzufangen, um gleich mit etwas Spannung zu starten. Auch, wenn das erste Ereignis rein zufällig gewählt werden kann, sorgt es trotzdem dafür, dass alle folgenden Ereignisse ins Rollen kommen. Für ein gutes Buch und dessen Unterhaltung ist der Plot die wichtigste Basis.

Dramatik und Spannung überlegen

Während der Planung solltest du dir die wichtigsten Ereignisse und Wendepunkte des Plots zurechtlegen. Der Hauptkonflikt in einem Satz gibt vor, welche Ereignisse zur Geschichte gehören und welche nicht. Wenn der Handlungsverlauf klar ist, dann sollte dieser einen guten Spannungsbogen bekommen. Der Plot benötigt also eine innere Dramatik. Die innere Dramatik entsteht dadurch, dass sich die Ereignisse immer weiter zuspitzen.

Um einen guten Spannungsbogen hinzubekommen, kannst du mit Dramenmodellen arbeiten. Das berühmteste Dramenmodell ist der Dreiakter. Im ersten Akt steht ein auslösendes Ereignis und die ersten sich allmählich steigernden Ereignisse. Im zweiten Akt spitzen diese sich immer weiter zu. Schließlich erreichen sie einen Höhepunkt, der meistens eine dramatische Wende für den Handlungsverlauf mit sich bringt. Im dritten und letzten Akt folgt eine Kette von besonders dramatischen Ereignissen und danach der Schluss. Der Schluss muss dann die logische Folge der vorhergehenden Geschehnisse sein.

Für die Spannung gilt es eine solide Basis aus dramatischem Plot und interessanten Figuren zu bauen. Das Wichtigste dabei ist, dass der Plot und die Figuren gut zusammenpassen. Schließlich kann der Spannungsbogen noch weiter ausgebaut werden und das durch zahlreiche Konflikte. Diese Konflikte sorgen dafür, dass der Held eine Menge Probleme bekommt. Damit das Buch aber perfekt abgerundet wird, ist es wichtig die Spannung richtig zu unterstützen. Diese Unterstützung kann durch immer schneller aufeinander folgende Ereignisse hinzugefügt werden. Die Ereignisse müssen sich also überschlagen.

Hauptfiguren charakterisieren

Spannende Bücher brauchen immer interessante Figuren. Um solche Figuren hinzubekommen, stellt man sich diese dreidimensional vor. Dreidimensional bedeutet, dass jede Figur ein prägnantes Äußeres (1. Dimension), ein psychologisches Profil (2. Dimension) und ein soziales Profil (3. Dimension) benötigt. Dazu kommt, dass die Figuren unbedingt etwas Außergewöhnliches an sich haben sollten. Es kann ein Hobby, eine Lebensgeschichte oder es können auch Charakterzüge sein.

Schreiben!

Hast du alle Schritte befolgt, kannst du nun mit dem Schreiben anfangen. Lass dich am besten voll und ganz auf dein Buch ein. Sorge dafür, dass du durch nichts abgelenkt werden kannst. Schalte den Fernseher und das Radio aus und beginne dann zu schreiben.

Tipp:

Jeder kennt das altbekannte Problem: Prokrastination! Erfahre in unserem Beitrag, wie du das Aufschieben umgehst und dich voll und ganz auf das Schreiben deines Buches konzentrieren kannst.

Das Buch drucken und veröffentlichen lassen

Jetzt solltest du bereits mit allen Arbeiten und auch den Überarbeitungen fertig sein. Bevor du dein Buch jetzt aber drucken lässt, solltest du es anderen Personen zum Lesen geben.

Du solltest jemanden auswählen, der nicht nur die deutsche Sprache beherrscht, sondern ebenso viel Leseerfahrung hat. Es ist nicht empfehlenswert das Buch einem Verwandten zu geben, denn dieser könnte sich mit seiner Kritik eher zurückhalten, wobei die Kritik ziemlich wichtig ist.

Besser ist es, einen professionellen Lektor in Erwägung zu ziehen. Ein Lektor zeichnet nicht nur Schreibfehler an, sondern zeigt dir auch Stil- und logische Fehler. Möchtest du nicht ein solch umfassendes Lektorat, kannst du dich alternativ auf ein einfaches Korrektorat einigen. Dieses Korrektorat ist auch etwas günstiger.

Nachdem nun auch alle Schreibfehler gefunden und verbessert wurden, musst du den richtigen Verlag für dein Buch finden. Du musst dabei darauf achten, dass dein Buch auch in das jeweilige Programm des Verlags passt.

Heutzutage ist es sehr leicht den richtigen Verlag zu finden. Du kannst dich einfach auf deren Internetseiten über die Verlage zu informieren. Auch wirst du dort den Ansprechpartner und die Form, in der das Manuskript eingesendet werden soll, finden. Es muss nicht immer ein großer Verlag sein, denn man kann seine Bücher auch in kleinen Verlagen veröffentlichen.

Direkt im Buchhandel kannst du dir ebenfalls Verlage heraussuchen, denn hier findest du bereits Bücher in verschiedenen Genres.
Eine andere Möglichkeit bieten Literaturagenturen. Diese Agenturen helfen dir dabei einen passenden Verlag zu finden.

Das Drucken und Veröffentlichen ist der letzte Schritt, den du gehen wirst, bevor dein Buch in den Regalen zum Verkauf angeboten wird. Hast du das Manuskript eingesendet und eine positive Antwort erhalten, ist dein Buch zum Druck bereit. Der Verlag wird dann alles Weitere mit dir besprechen.

Wichtige Punkte, die es zu klären gilt

Neben den ganzen Punkten, wie du dein Buch schreibst und es anschließend veröffentlichst, gilt es auch noch andere Punkte zu beachten.

Die erste Frage, die du dir stellen musst ist, ob du als Freiberufler oder als Gewerbetreibender arbeiten möchtest. Beides bringt seine Vorteile aber auch seine Nachteile mit sich. Du musst dir also überlegen, was für dich das Bessere ist.

Der nächste Punkt ist die Buchführung. Die Buchführung darfst du niemals unterschätzen. Du musst alles aufzeichnen und dokumentieren. Wie viel Bücher hast du das Jahr über verkauft? Wie hoch ist dein Umsatz für dieses Jahr? Aber auch deine Ausgaben solltest du immer dokumentieren und Kassenzettel aufbewahren. Diese können dir bei der Einkommenssteuererklärung noch behilflich sein.

Fazit

Wie du gemerkt haben dürftest, ist es ein ziemlich weiter Weg, bis dein Buch veröffentlicht wird. Überlege dir also eine Handlung, charakterisiere deine Figuren und denke dir einen guten Plot aus. Und denke immer an den Spannungsbogen in deinem Buch. Zuletzt musst du dich durchgehend auf dein Buch konzentrieren. Die richtige Umgebung und vollkommene Ruhe können dir helfen.

Alisha Meier

Um seine Zielgruppe im Internet zu begeistern muss man kreativ sein. Alisha besitzt diese Kreativität und weiß als Content Marketerin bei sevDesk, welche Inhalte im Netz funktionieren. Im Blog beschäftigt sie sich mit sämtlichen Kreativthemen und versucht Selbstständige zu inspirieren.

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