Blogger werden – Deinen eigenen Blog erstellen & Geld damit verdienen

Als Blogger schreibst du regelmäßig Artikel und veröffentlichst diese auf deinem eigenen Blog. Du bist Experte auf deinem Gebiet und teilst Informationen sowie Sachverhalte und insbesondere auch deine persönlichen Gedankengänge zu einem Thema mit deinen Lesern. Wir geben dir hilfreiche Tipps, wie du Blogger werden kannst.

Das erwartet dich heute:

Diese Voraussetzungen solltest du mitbringen, um als Blogger durchzustarten

Experte für etwas sein / dein Alleinstellungsmerkmal kennen und nutzen

Wichtig ist, dass du dir darüber im Klaren bist, welche Texte im Internet gesucht und gelesen werden. Meist sind das Texte, die Probleme lösen sollen. Daher solltest du dich auf deinem Gebiet gut auskennen, um mit den von dir verfassten Themen deinen Lesern weiterzuhelfen. Genau zu Themen, wo du dem Leser den meisten Mehrwert bieten kannst, bloggst du am besten. Du solltest daher auf deinem Gebiet immer einen Schritt weiter sein, als deine Zielgruppe: bloggst du für Anfänger, solltest du selbst bereits Fortgeschrittener sein.

Kannst du eventuell eine Nische bedienen

Bloggen tuen viele und insbesondere die großen Bereiche Mode, Autos,Reisen und Sport sind häufig vertreten. Also suche dir eine Nische, die dich besser und vor allem anders macht, als alle Anderen.

Rechtliche Anforderungen kennen und bereit sein, dich damit auseinanderzusetzen

Auch ein Blog hat viele rechtliche Anforderungen zu erfüllen. Diese alle zu kennen und umzusetzen, ist im deutschen Gesetzesdschungel gar nicht so einfach. Du musst dich also eingehend mit diesem Thema auseinandersetzen, denn Unwissenheit schützt nicht vor Strafen.  Gerade zum Start deines Blogs wirst du dich mit Cookies, Datenschutz, Bildrechten, Impressum und DSGVO eingehend beschäftigen müssen.

Mit Kritik umgehen können

Der „Shitstorm“ – wer hat noch nicht von ihm gehört? Nicht immer muss es so ausarten, aber früher oder später wirst du mit Kritik von deinen Lesern konfrontiert werden. Meist ist der Umgang damit für dich als Blogger besonders schwer, da du häufig sehr persönlich schreibst. Gerade wenn du in deinem Blog sehr viel von dir preisgibst, kann es passieren, dass zu viel Kritik deine Kreativität und vor allen Dingen deinen Mut einschränkt. Daher ist es für dich als Blogger sehr wichtig, dich mit dem richtigen Umgang mit Kritik auseinanderzusetzen

Spaß am Schreiben

Der Spaß am Schreiben ist als Blogger essenziell, denn du musst regelmäßig neue Artikel schreiben. Zusätzlich kommen dann noch Texte für Newsletter und Social-Media-Kanäle auf dich zu. Wenn du dir nicht vorstellen kannst, regelmäßig Texte mit Herzblut zu schreiben, solltest du das Blogger-Dasein noch einmal überdenken. Deine Leser werden schnell merken, wenn du keinen Spaß an deinen eigenen Artikeln hast und aufhören, deinem Blog weiter zu folgen.

Spaß am Filmen, Fotografieren, Schneiden etc.

Neben dem Schreiben, sollte dich auch das Fotografieren, Filmen und Schneiden interessieren, denn als Blogger musst du deine Artikel mit dem entsprechenden Bildmaterial aufwerten und dieses interessant für deine Social Media – Kanäle gestalten. Am Anfang kann es auch nötig sein, dass du dein eigenes Fotomodell sein musst. Du solltest dich also darauf einstellen, dich in viele Gebiete einarbeiten zu müssen und auch viel von dir persönlich dem Leser preiszugeben.

Fotografieren als Blogger

Fotografieren als Blogger

Kein Problem damit haben, den Tag alleine vor dem Laptop zu verbringen

Als Blogger arbeitest du die meiste Zeit vor dem Computer: hier schreibst du deine Texte, sichtest und bearbeitest dein Fotomaterial, betreibst SEO-Recherchen und kümmerst dich um deine Social-Media-Kanäle. Und dies alles komplett eigenverantwortlich. Als Blogger musst du dich also gut selbst motivieren können.

Bereitschaft, Geld zu investieren

Vielleicht wunderst du dich, warum du zum Texte schreiben Geld investieren musst, aber um richtig durchzustarten, benötigst du einiges. Die Basis ist das Geld, dass du für ein Hosting-Paket einrechnen solltest (meist reichen hier 5-10€) und einmalige Kosten für ein tolles WordPress-Theme. Wenn du aber wirklich erfolgreich mit deinem Blog werden willst, benötigst du außerdem bestimmte Tools und Software (z.B. für die Bildbearbeitung), ein professionelles Logo-Design um einen Wiedererkennungswert zu schaffen, eine gute Kamera mit Zubehör, wie Stativ um gute Aufnahmen (sowohl Foto als auch Video) zu erstellen, sowie ein gutes Mikrofon. Hier solltest du auch nicht an der falschen Stelle sparen, denn sonst wirst du mit deinem Blog vermutlich nicht erfolgreich werden.

Geduld

Nicht umsonst heißt es „Geduld ist eine Tugend“ und genau diese ist beim Bloggen gefragt. Du kannst nicht davon ausgehen, dass du nach ein paar Artikel bereits eine (große) Stammleserschaft hast. Bloggen entspricht einem Marathon und gerade am Anfang musst du viel Energie und Kraft investieren, die sich erst nach ein oder gar zwei Jahren ausbezahlt.

 Networking

Du denkst, als Blogger bist du ein Einzelkämpfer vor deinem Computer? Falsch gedacht! Nicht nur, dass du dich in deinen Leser hineinversetzen können musst – denn schließlich schreibst du für ihn – vielmehr ist es auch wichtig zu networken. Umso bessere Kontakte du zu anderen Bloggern pflegst, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass dein Blog bekannter wird. Die Regel dabei ist meist ganz einfach: hilfst du einem anderen Blogger, wird er vermutlich auch dir helfen. Dies funktioniert meist über Erwähnungen, Verlinkungen oder Gastartikel.

Genügend Zeit um regelmäßig Beiträge veröffentlichen zu können

Der Aspekt „Zeit“ ist einer der wichtigsten als Blogger. Einen tollen Blog-Artikel zu schreiben nimmt Zeit in Anspruch. Um einen erfolgreichen Blog zu führen, solltest du 10-15 Stunden pro Wochen in das Projekt investieren können. Nur so kann dein Blog schnell wachsen – insbesondere die Anfangsphase ist sehr zeitintensiv. Aber auch wenn dein Blog gut läuft, benötigt er Pflege und Zeit. Dies solltest du bei deiner Langzeitplanung nicht vernachlässigen.

Unterstützung, durch Familie, Freunde und Partner

Natürlich soll Unterstützung von Familie und Freunde nicht bedeuten, dass sie dir deine Artikel schreiben. Aber sie sollten zu dir und deinem Projekt stehen, dich ermutigen und motivieren, wenn du mal einen Durchhänger hast.

SEO-Kenntnisse

SEO – diesen Begriff hast du wahrscheinlich schon oft gehört. Dahinter verbirgt sich die Optimierung deines Blogs für die Suchmaschine, bspw. Google. Da dich deine Leser ja erst einmal finden müssen, solltest du dir deine Keywords genau überlegen. Um diese jedoch sinnvoll auswählen zu können, musst du erst einmal wissen, wie du die richtigen Keywords wählst. Dazu gibt es verschiedene Tools, die dir bei der Recherche helfen. Diese gibt es sowohl kostenfrei (z.B. Karma Keyword) als auch kostenpflichtig (z.B. SECockpit).

Kenntnisse, wie man über Social Media traffic generiert

Social-Media-Kanäle sind heute weit mehr, als Plattformen um mit Freunden zu kommunizieren. Hier hast du vielmehr die Möglichkeit, ganz direkt neue Leser zu gewinnen. Bei Facebook und Instagram kannst du auf dich aufmerksam machen und in direkten Kontakt zu deinen Lesern treten. Pinterest spielt inzwischen auch im deutschsprachigen Raum eine immer größere Rolle. Welcher Kanal für dich der Beste ist, hängt auch mit der Zielgruppe deines Blogs zusammen. Wenn du dir darüber im Klaren bist, musst du dich noch damit beschäftigen, wie du nun auch effektive Leser gewinnst. Auch im Bereich Social-Media musst du wahrscheinlich noch viel lernen, denn aus einem einfachen Post wird noch lange kein Traffic.

So erstellst du deinen eigenen Blog

Spannende Überschriften wählen

Die Überschrift sieht und liest dein Leser zuerst – daher ist es besonders wichtig, dass diese spannend gestaltet ist, damit der Leser motiviert wird, auch den gesamten Artikel zu lesen. Das heißt, der Erfolg deines Blogartikels und damit deines gesamten Blogs hängt von einer fesselnden Überschrift ab. Insbesondere bei Verlinkungen in den Social-Media-Kanälen ist meist sogar nur die Überschrift zu sehen und muss daher alleine deine Leser überzeugen, auf deinen Link zu klicken.

Hier einige Tipps, wie du mit deiner Überschrift überzeugst:

  • Nutzen für den Leser
  • Inhalt unter Verwendung der Keywords
  • Genau und gleichzeitig einfach und kurz
  • Aufmerksamkeit erregen – funktioniert über Zahlen besonders gut (z.B.
    Die 10 besten Tipps für…), aber auch durch bestimmte Wörter, die
    einen starken Ausdruck haben (z.B. Geheimnis, garantiert, etc.)
  • Nur aktiv formulieren mit direkter Ansprache, keine passiven oder
    unpersönlichen Bezeichnungen wie „man“ verwenden.

Fokussieren und Prioritäten setzen

Gerade am Anfang deines Blogs, wirst du dich stark auf ein Thema fokussieren. Im Laufe der Zeit wirst du aber schnell  durch Diskussionen und neue Ideen auch über verschiedene andere Themen bloggen. Trotzdem gibt es gute Gründe, dich stark auf dein eigentliches Thema zu fokussieren. Die wichtigsten sind folgende Gründe:

  • SEO: Google kann Artikel als wichtiger einstufen, wenn man sich auf
    lediglich ein Thema konzentriert (wie gut kann ein Artikel über
    Finanzen sein, wenn man normalerweise über das Nähen bloggt?).
  • Werbekunden schalten bei dir eher Werbung, wenn sie das Gefühl haben,
    dass deine Besucher genau ihrer Zielgruppe entsprechen
  • Leser sind eher bereit wieder auf deinen Blog zu kommen, wenn sie die
    meisten Artikel deines Blogs interessieren. Wenn sich allerdings
    viele Beiträge um ein anderes Thema drehen, werden sie seltener
    wiederkommen oder gar deinen Blog bookmarken.

Hosting-Plattform finden (Beispiel WordPress)

Wenn du deinen Blog startest, steht bald die Frage an, wo du diesen hosten möchtest. WordPress-Installationen kann man meist ohne weiteres auf dem eignen Server einrichten, aber auch kostenfrei auf WordPress direkt und dies ohne große technische Einschränkungen. Auch wenn du zunächst bei WordPress startest, kannst du mit deinem Blog relativ leicht auf einen selbstgehosteten Blog umziehen. Bei der Wahl der richtigen Hosting-Plattform für deinen Blog, beispielsweise per WordPress, gibt es einige Punkte zu beachten:

  • Kennst du dich bereits mit Hosting aus oder bist du Einsteiger?
  • Bist du mit der Installation von WordPress vertraut oder soll dies
    bereits vorinstalliert sein?
  • Wie viele Besucher hast du und wie leistungsstark muss daher deine
    Hosting-Plattform sein?
  • Achte auf die Sicherheit deiner Hosting-Plattform!
Wordpress plugins

WordPress plugins

Insgesamt solltest du nicht nur auf den Preis, sondern vor allem auch auf die angebotene Leistung achten. Massenhoster bieten zwar günstige Angebote, haben aber oft einen schlechten Service oder teure Zusatzleistungen. Einige Anbieter, die sich auch für größere Blogs ausgezeichnet haben, sind zum Beispiel webgo oder Raidboxes.

Wenn du mit deinem Blog richtig durchstarten willst, bedenke immer, dass deine Leser nur bei einer schnellen Ladezeit am Ball bleiben! Außerdem werden sich lange Ladezeiten schlecht auf dein Google-Ranking auswirken.

Impressumspflicht beachten

Das Impressum ist ein Pflichtbestandteil einer Website in Deutschland und dient dem Verbraucherschutz. Wenn du dies vergisst, droht dir eine meist teure Abmahnung. Daten, die dein Impressum enthalten müssen, sind folgende:

  • Voller Vor- und Nachname
  • Vollständige Postadresse
  • E-Mail-Adresse
  • Telefonnummer
  • Berufsspezifische Angaben
  • Umsatzsteuer-ID

Damit du keine verpflichtenden Elemente vergisst, kannst du ganz einfach einen Generator zur Erstellung deines Impressums nutzen. Dies ist durchaus zu empfehlen, da du so keine wichtigen Daten vergisst und dein Blog auf rechtlich sicheren Beinen steht.

Bekanntheit steigern & Stammleser generieren

An deiner Bekanntheit kannst und solltest du auf verschiedene Wege arbeiten. Diese sind in den technischen Bereich und den Bereich Marketing zu trennen.

Im technischen Bereich geht es vor allem darum, Suchmaschinenoptimierung und URL-Aufbau gut zu prüfen. Auch die Nutzung von Webmaster-Tools ist sinnvoll. Daneben ist das Marketing aber ein entscheidender Faktor, um deinen Blog bekannt zu machen und Stammleser zu finden. Insbesondere die sozialen Medien, wie Facebook, Instagram und Twitter, bieten hier großes Potenzial. Daneben gibt es aber noch einige weitere gute Möglichkeiten:

Kommentieren, kommentieren, kommentieren – aber bitte sinnvolle Kommentare. Nur „Super Seite“ + deine URL wird dir keine neuen Leser bringen

  • Verlinken
  • An einer Blog-Parade teilnehmen
  • Blogverzeichnis
  • Gastartikel veröffentlichen
  • Gewinnspiele

Themen finden & planen

Nachdem du dich für das Hauptthema deines Blogs entschieden hast, musst du nun Themen für jeden einzelnen Artikel finden. Hierzu solltest du zuerst deine Zielgruppe definieren, denn dann kannst du dir zielgerichtet überlegen, welche Interessen und Probleme deine Leser haben. Dazu solltest du dir alle Fragen notieren, die du bereits zu dem Thema gestellt bekommen hast. Danach kannst du dein Themengebiet erweitern, aber immer mit Bezug auf dein eigentliches Thema, gerne auch mit aktuellen politischen Diskussionen.

Solltest du auf mindestens 52 Themen (eins für jede Woche im Jahr) gekommen sein, kannst du nun an die Planung gehen. Besonders solltest du dabei saisonale Themen berücksichtigen. Wenn du beispielsweise über Hunde bloggst, macht ein Thema wie „Hunde im Urlaub“ nur zur typischen Ferienzeit Sinn. Hast du alle saisonalen Themen verteilt, kannst du die anderen auf die übrigen Wochen im Jahr verteilen. Wenn du in einem Artikel ein Thema aus einem anderen Artikel vertiefst, solltest du diese natürlich chronologisch in deinem Blog veröffentlichen. Wenn du nun also über Bankkonten bloggst, sollte zuerst der allgemeine Artikel erscheinen, bevor ein Artikel nur rund um das Girokonto erscheint.

Bildbearbeitung

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ – dieses Motto gilt auch bei einem Blog, der ja eigentlich auf Text ausgelegt ist. Ein Bild erzeugt schnell Emotionen und sollte immer zu deinem Artikel passen. Natürlich kannst du dir auch Bilder kaufen, davon raten wir aber ab – diese wiederholen sich schnell, weil zu viele Leute auf diese Bilder zurückgreifen. Außerdem wollen deine Leser ja persönliches von dir! Wenn du nun also dein Bild gemacht hast, solltest du es vor dem Hochladen unbedingt bearbeiten um das Beste herauszuholen. Ein Klassiker der Bildbearbeitung ist das Programm Adobe Photoshop. Ein wirklich umfangreiches Programm, jedoch auch nicht ganz günstig. Eine Alternative ist das kostenfreie Programm GIMP – hier musst du dich jedoch etwas einarbeiten, da die Oberfläche nicht ganz selbsterklärend ist.

Bildbearbeitung Blog

Bildbearbeitung Blog

Als Blogger Gewerbe anmelden

Ein Gewerbe muss immer dann angemeldet werden, wenn du einer Tätigkeit nachgehst, mit der Absicht Gewinn zu erzielen. Solange du also eher privat bloggst und für eine kleine Leserschaft, musst du kein Gewerbe anmelden. Sobald aber deine Absicht, Geld zu verdienen, erkennbar ist, musst du dich sowohl selbstständig melden als auch ein Gewerbe anmelden. Die Absicht liegt eindeutig dann vor, wenn du Werbung auf deinem Blog schaltest – egal ob damit bereits Gewinne erzielt werden oder nicht. Das heißt, melde dich bei deiner Stadt, bevor du die erste Werbung schaltest und melde dort ein Gewerbe an. Dies kostet zwischen 12,50 € und 50 €. Mit der Anmeldung des Gewerbes und damit auch als Selbstständiger, zählst du als Unternehmer – mit allen rechtlichen und vor allem buchhalterischen Pflichten. Ab jetzt bist du auch verpflichtet, deine Gewinne zu versteuern.

Mit deinem Blog von der Kleinunternehmerregelung profitieren

Auch als Blogger kannst du von der sogenannten Kleinunternehmerregelung profitieren. Unter diese fällst du, wenn du mit deinem Blog weniger als 17.500 € Umsatz im Jahr machst. Diese Regelung hat den Vorteil, dass du in deiner Rechnung keine Mehrwertsteuer ausweisen und dementsprechend keine Umsatzsteuer abführen musst, sowie dass du deine Buchhaltung einfacher gestalten kannst. Der einzige Nachteil ist, dass du keine Vorsteuer geltend machen kannst – dies ist nur entscheidend, wenn du hohe Investitionskosten hast.

Tipp!

Wenn du als Blogger den Status Kleinunternehmer hast, gelten für dich besondere Regelungen in Bezug auf deine Buchhaltung. Eine Buchhaltungssoftware kann dir dabei helfen Rechnungen zu schreiben und den Überblick zu behalten.

So kannst du mit deinem eigenen Blog Geld verdienen

Voraussetzung, um mit deinem Blog richtig Geld zu verdienen, ist eine relativ große (Stamm-) Leserschaft. Wenn du genug Besucher auf deinem Blog hast, kannst du über verschiedene Strategien Geld generieren. Hier stellen wir dir die drei klassischen Methoden vor:

Klassische Online-Werbung

Hier bietest du anderen die Möglichkeit, einen Teil deiner Seite als Werbefläche zu nutzen. Hier gibt es nun verschiedene Modelle, wie du dafür vergütet wirst. Du kannst eine Fläche zum Festpreis anbieten, üblicher sind aber Bezahlungen nach Klick (Pay-Per-Click) oder nach Anzahl der Darstellungen (Pay-Per-Mille). Meist wirst du hier jedoch relativ gering pro Klick entlohnt, so dass du sehr viele Besucher benötigst, um mit dieser Methode Geld über deinen Blog einzunehmen. Hinzu kommt, dass sich heutzutage immer mehr Menschen von Werbung gestört fühlen und daher so genannte Adblocker verwenden – über diese Besucher wirst du dann kein Geld generieren können.

Affiliate-Marketing

Beim Affiliate-Marketing bewirbst du ein Produkt und erhältst dafür eine Provision, sobald das Produkt gekauft wird. Dies setzt du um, indem du in deinem Blog einen Link zu einer Produktseite einfügst. Klickt nun einer deiner Leser auf den Link und erwirbt ein Produkt, so erhältst du einen gewissen Prozentsatz des Verkaufspreises. Dieser Satz kann bis zu 10% betragen, wird jedoch vom Affiliate-Partner festgelegt. Ein klassischer Affiliate-Partner ist Amazon, es gibt aber noch viele andere. Ein Netzwerk für diese Programme ist Digistore24. Hier findest du zu fast jedem Thema den passenden Partner.

Bei dem sogenannten Sponsored Post handelt es sich um einen vom Werbekunden bezahlten Artikel – diesen verfasst du entweder im Auftrag deines Kunden oder erhältst ihn bereits fertig und musst ihn nur noch auf deinem Blog veröffentlichen. Da im deutschen Recht eindeutig zwischen redaktionellen und werblichen Inhalten unterschieden wird, bist du verpflichtet, solche Artikel deutlich als Werbung zu kennzeichnen. Daher solltest du die Anzahl solcher Artikel begrenzen, da sich deine Leser sonst von Werbung überschwemmt fühlen. Auch sollte die Werbung thematisch zu deinem Blog passen. So ungerne sponsored Post manchmal gesehen werden, umso lukrativer sind sie: Wenn deine Seite monatlich 10.000 Mal aufgerufen wird, kannst du bereits mit einer Bezahlung von 150 € rechnen. Die Vergütung staffelt sich dann nach oben mit steigender Besucherzahl. Unter 10.000 Seitenaufrufen pro Monat bist du leider für die Werbekunden meist uninteressant.

Firmen, die daran interessiert sind, sponsored Post auf deinem Blog zu veröffentlichen, findest du beispielsweise auf Blogfoster. Hier kannst du dich mit Besucherzahlen, Themen und weiteren Informationen registrieren und wirst bei Interesse benachrichtigt.

Sponsored Posts sind wohl die lukrativste Methode, mit deinem Blog Geld zu verdienen, allerdings hast du meist auch erst mit einer hohen Besucherzahl die Möglichkeit dazu. Und wenn es soweit ist: „Weniger ist mehr“ zählt hier besonders, denn sonst verschreckst du deine Leser.

Fazit

Du solltest dir darüber bewusst sein, dass wenn du mit deinem Blog Geld verdienen möchtest, er kein Hobby mehr ist, sondern Arbeit. Das heißt, du musst permanent Zeit investieren und dich auch mit Themen beschäftigen, die über das reine Schreiben hinausgehen. Dazu gehören technische Fähigkeiten, wie SEO, Webhostings und Bildbearbeitung, aber auch bürokratisches Know-How, wie Gewerbe anmelden, Steuern und Buchhaltung. Außerdem musst du viel Geduld und Zeit aufbringen, bis du dir eine Stammleserschaft aufgebaut hast und du womöglich Geld mit deinem Blog verdienen kannst. Wir raten dir, das Projekt Blog nur zu starten, wenn du jede Woche Zeit und Lust hast, tolle Themen zu recherchieren und individuell aufzubereiten und viel Ausdauer hast. Sind diese Voraussetzungen gegeben, kann ein Blog eine wunderbare Arbeit sein und schon so manch einer hat seine Erfüllung darin gefunden.

Franzi Elsenbach

Als Content Marketerin bei sevDesk ist Franzi immer auf der Suche nach neuen Tipps und Trends rund um die Themen Selbstständigkeit und Buchhaltung.

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