7 Tipps für eine erfolgreiche Webseite

Setzen Sie Ihr Unternehmen richtig in Szene

Was macht heute eine gute Unternehmenswebseite aus? Die virtuelle Präsenz bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, die es richtig zu nutzen gilt. Die Zeiten, in denen es nur wichtig war, Präsenz zu zeigen, sind vorbei. Heute müssen Sie beeindrucken, und zwar auf ganzer Linie. Den Ansprüchen der Nutzer dabei gerecht zu werden ist nicht immer leicht, sollte im Hinblick auf Ihre Zielsetzung – Kunden zu gewinnen und die Popularität Ihrer Seite zu steigern – allerdings unbestritten im Zentrum stehen. Wir haben Ihnen eine Checkliste mit sieben Grundlagen für den erfolgreichen Auf- und Ausbau Ihrer Internetpräsenz zusammengestellt.

1. Der erste Eindruck zählt

Beeindrucken Sie ab der ersten Sekunde, denn meist ist dies Ihre einzige Chance. Das Surfverhalten von Nutzern hat sich durch die unendliche Verfügbarkeit von Angeboten verändert. Ist nicht in den ersten 30 Sekunden klar ersichtlich, ob die Seite einen Wert für die getätigte Suche hat, wechselt der Kunde zur nächsten. Um dies zu vermeiden, sollten Sie einige Dinge beachten.

Absolut notwendig auf der Startseite:

  • das Angebot Ihres Unternehmens
  • der Nutzen für den Kunden
  • Ihr Alleinstellungsmerkmal
  • die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme

Diese Informationen kommen optimal zur Geltung muss der Nutzer dabei nicht scrollen (Blättern der Seite nach unten).  Für eine Prüfung Ihrer Seite in verschiedenen Browsern stehen Ihnen kostenfreie Tools wie IE NetRenderer (www.netrenderer.de), Browsershots (browsershots.org) oder IETester (Download unter: http://www.my-debugbar.com/wiki/IETester/HomePage), der nach dem Download auch offline genutzt werden kann, zur Verfügung.

Im Sinne einer schnellen, übersichtlichen Darstellung auf der Startseite sollten Sie folgende Elemente unbedingt vermeiden:

  • ausschweifende Willkommensgrüße
  • Vorschaltseiten
  • Musik und Animationen

All dies lenkt den Kunden ab oder – im schlimmsten Fall – langweilt ihn und er verlässt Ihre Seite. Machen Sie sich klar: Der potenzielle Kunde ist bereits auf Ihrer Seite gelandet, nun gilt es ihn mit Ihrem Angebot zu überzeugen, nicht mit Spielereien abzulenken. Dies gelingt am Besten mit gutem Inhalt und einer klaren Struktur.

2. Fesseln Sie Ihre Nutzer

Die Macht der Wörter richtig nutzen! Versetzen Sie sich beim Erstellen Ihrer Texte in Ihren Kunden. Komplizierte Fachbegriffe und Fachsprache sind ungeeignet. Übernehmen Sie die Sprache des Kunden. Dies zahlt sich auch beim „Gefunden werden“ aus.

Eine sinnvolle Vorarbeit ist, die eigene Zielgruppe nach Typen zu definieren, somit wird sie greifbarer und dies erleichtert Ihnen, eine maßgeschneiderte Kommunikationsstrategie zu finden.

Ein praktischer Tipp ist die Zusammenstellung eines Tagesablaufs Ihres potenziellen Kundenkreises, in der Sie sich folgende Fragen hinsichtlich Ihrer Zielgruppe beantworten sollten:

  • Was sind die Gewohnheiten?
  • Wie gestaltet sich der Alltag?
  • Welche Freizeitaktivitäten werden ausgeübt?
  • Welche Interessen liegen vor?
  • Wofür wird mein Produkt/meine Dienstleistung genutzt?
  • Welche Bedürfnisse befriedigt es bei meinen Kunden?

Nutzen Sie die Erkenntnisse um Ihre Inhalte entsprechend zu kommunizieren. Behalten Sie dabei unbedingt im Hinterkopf: In der Kürze liegt die Würze!

Optimale Texte für Webseiten sollten heute Folgendes erfüllen:

  • Überschriften müssen eine sinnvolle Bedeutung haben
  • heben Sie Stichwörter in Fließtexten hervor
  • arbeiten Sie mit Bildern und Infografiken
  • schreiben Sie in kurzen Sätzen in einer objektiven, neutralen Sprache
  • strukturieren Sie mit einem „scanbaren“ Layout, Nutzer bevorzugen Aufzählungen gegenüber Fließtexten
  • formulieren Sie direkte Handlungsaufforderungen (Call to Action) wie z.B.: „Jetzt kaufen“, oder „Download“
  • bleiben Sie beim Thema der Seite, um den Bogen zum Call to Action zu spannen

Nicht nur Ihre Nutzer werden sich über lesefreundliche, informative Texte freuen, auch Suchmaschinen. Diese scannen die ersten zwei Sätze einer Webseite, um daraus relevante Informationen über die Seite und damit für die Suche herauszufiltern. Stellen Sie klar und prägnant den jeweiligen Inhalt der Seite dar. Der Kunde sollte immer wissen, wo er gerade ist und welchen Zweck die (Unter-)Seite hat. Nutzen Sie die Macht der ersten zwei Sätze um sich geschickt in Szene zu setzen. Ihre Kunden und Suchmaschinen werden es Ihnen danken.

3. Nutzererlebnis dank Klarheit

Was bringt der beste Inhalt, wenn er nicht entsprechend präsentiert wird? Eine ansprechende, nutzerfreundliche Gestaltung lässt Ihre Inhalte noch besser wirken und vereinfacht zudem die Nutzung. Heute geht der Trend zu klaren, übersichtlichen, fast minimalistischen Webseiten mit gutem Inhalt.  Zu viele Informationen, ungeordnet über die Seite verteilt, begeistern heute keinen Nutzer mehr. Klare Strukturen, schnell erkennbare, zielgerichtete Informationen, das ist es, was der Kunde sucht.

Hier ein paar einfache Grundlagen für die Gestaltung:

  • eine Seitenstruktur mit nur einer Spalte
  • Fassen Sie Funktionen sinnvoll zusammen
  • gezielt hochwertige Bilder und Infografiken einsetzen
  • achten Sie auf die 4 Grundprinzipien des guten Designs

Die vier Grundprinzipien des guten Designs beinhalten Nähe, Ausrichtung, Wiederholung und Kontrast.

Nähe erreichen Sie mit der engen Gruppierung von zusammenhängenden Inhalten bzw. Elementen.

Die Ausrichtung führt dies weiter, indem sie Willkürlichkeit eliminiert. Hier schafft man visuelle Verbindungen zwischen den einzelnen Elementen.

Wiederholung ist besonders für Designelemente, Schriften, Schriftgrößen und Farben ein wichtiger Gestaltungsbaustein. Halten Sie sich an eine einheitliche Linie auf Ihrer gesamten Webseite, dies sorgt für Wiedererkennungswert beim Nutzer. Dennoch gilt es das richtige Gleichgewicht zu finden, zu viel Ähnlichkeit lässt Ihre Inhalte untergehen. Arbeiten Sie daher gezielt mit Kontrasten.

Behalten Sie dabei stets im Hinterkopf: nicht überladen. Gleiches sollte gleich gestaltet werden, anderes wirklich anders, im Gesamtbild jedoch wieder einheitlich.

Kombiniert mit der oben erwähnten Struktur für guten Text erhält Ihre Webseite so eine klare Linie, die dem Nutzer eine leichte Navigation und schnelle Information ermöglicht. Im nächsten Abschnitt stellen wir Ihnen weitere Elemente zur Navigation und Bedienung vor, um die klare Linie und einfache Handhabung konsequent zu verfolgen.

4. Manche Konventionen zahlen sich aus

Usability, die Nutzbarkeit einer Webseite, bekommt mehr und mehr Gewicht. Im Laufe der Zeit haben sich bestimmte Regeln/Standards entwickelt. Nutzer haben sich an gewisse Abläufe und Symbole gewöhnt, verwirren Sie sie nicht, in dem Sie alles anders machen.

Gängige Normen sind heute:

  • oben links auf die Startseite zurückzugelangen
  • bei Shops Verlinkungen mit einem Einkaufswagen-Bild oder einem Button „Shop“
  • Icons mit Text zu verwenden, um ihre Bedeutung klar zu definieren
  • wenige Felder beim Kontaktformular
  • die Reihenfolgen beim Bestätigen und Abbrechen einzuhalten; bei Windows links „Ok“ – rechts „Abbrechen“ bei Mac genau umgekehrt
  • keine Flash-Animationen

Ein wesentlicher Standard für heutige Webseiten ist die mobile Optimierung. Für die Google-Suche und das Ranking ist dies ausschlaggebend. Seiten mit einer mobilen Version steigen automatisch im Ranking. Zudem nutzen Kunden vermehrt Smartphones und Tablets. Daher gilt heute: keine Webseite ohne mobile Optimierung! Meist reicht ein Responsive Design des Templates, das die Seite automatisch an die mobilen Endgeräte anpasst.

Eine separate mobile Version eignet sich für Webseiten/Unternehmen, die Ihren Kunden ein weiterführendes Angebot zur Webseite bereitstellen wollen.

5. Optimale Begriffe für die Zielgruppe

Keywords oder Schlüsselbegriffe sind zentral für Webseiten. Hiermit entscheidet sich, wie gut Sie von Kunden gefunden werden. Wie bereits im Tipp 2 Fesseln Sie Ihre Nutzer erwähnt, gilt es die richtigen Wörter passend zu Ihrer Zielgruppe zu finden. Um diese Aufgabe ein wenig zu erleichtern, gibt es verschiedene Tools, die Sie nutzen können. Wir möchten Ihnen hier drei vorstellen:

1. Google Keyword Planner:

Google schläft nicht! War der Keyword Planner bisher als kostenfreies Tool nutzbar, so ist man jetzt gezwungen zunächst eine kostenpflichtige Google AdWords-Kampagne anzulegen um Zugriff auf den Planner zu erhalten. Hier ein Tipp, wie Sie dies umgehen können um weiterhin Nutzen aus dem Keyword Planner zu ziehen.

  • Gehen Sie auf Google AdWords, entweder über MyBusiness in Ihrem Account oder direkt

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  • Folgen Sie den Anweisungen der AdWord-Kampagne nach dem Einloggen. Es empfiehlt sich, nicht die Express-Variante zu nutzen.
  • Bei den abgefragten Eingaben zur Anzeige können Sie reale oder fiktive Angaben machen. Geben Sie beim Budget den vorgeschlagenen Mindestpreis an.
  • Die Angaben zur Zahlungsweise müssen natürlich stimmen.
  • Sobald Sie die Anzeigen-Kampagne bestätigt und die vier Schritte erfolgreich abgeschlossen haben, gelangen Sie zum Dashboard.
  • Hier ist der erste Schritt die AdWord-Kampagne auf „Pausieren“ zu stellen. Um sicherzugehen, dass die Anzeige nie geschaltet wird, können Sie sie im nächsten Schritt über das Pausenzeichen mit „Remove“ entfernen.

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Jetzt können Sie über den Reiter „Tools“ bequem auf den Keyword Planner zugreifen und Ihre Keywords prüfen und optimieren.

Alternativ zum Google Keyword Planner gibt es zwei kostenfreie Tools auf dem Markt. Diese sind besonders für die Kontextsuche, also Keywords in Kombination mit anderen Wörtern, geeignet. Beide sind einfach in der Handhabung und führen schnell zum Ergebnis.

2. keywordtool.io: 

Wie funktioniert es?

  • geben Sie ein Wort oder eine Phrase ein
  • wählen Sie Ihre Sprache aus
  • wählen Sie die Quelle, in der gesucht werden soll aus
  • starten Sie die Suche

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Ein kleines Minus beim keywordtool.io ist der schnelle Ablauf der Sitzungszeit, der häufiges Aktualisieren notwendig macht. Ein Vorteil ist ganz klar die Darstellung der Ergebnisse als Varianten mit vor- sowie nachgestelltem Kontext. Nahezu gleich im Aufbau und der Handhabung ist:

3. Ubersuggest.org:

Wie funktioniert es?

  • geben Sie das Keyword oder die Phrase ein
  • wählen Sie Ihre Sprache aus
  • wählen Sie die Quelle, in der gesucht werden soll aus
  • starten Sie die Suche

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Pluspunkt hier ist die detaillierte und übersichtliche Darstellung der Ergebnisse mit den Kontext-Varianten in alphabetischer Reihenfolge. Beide Tools bieten in der kostenlosen Ausführung keine Suchwortstatistiken wie der Google Keyword Planner. Bei Keywordtool.io steht Ihnen dieser Service in der kostenpflichtigen Pro-Version zur Verfügung. 

6. Link it

Verlinkungen sind wichtig, doch nicht alle Angebote sind dabei gut und sinnvoll. Von gekauften Links sollten Sie die Finger lassen, denn Google erkennt dies und stuft die Seite ab. Ebenso wird Google bei einer zu schnellen Verlinkung auf viele Seiten hellhörig. Dennoch sind Links wichtig um die Bekanntheit Ihrer Seite zu steigern und natürlich das Ranking.

Backlinks, Rückverweise von anderen Webseiten, sind dabei eine nützliche Sache. Es ist nicht notwendig gleich Unzählige davon zu haben, vielmehr bietet es sich an nach und nach eine sinnvolle Liste mit lohnenswerten Backlinks aufzubauen. Treten Sie in Kontakt mit anderen Seiten, die für Ihr eigenes Unternehmen lohnenswert sind, und lassen Sie sich verlinken.

Dafür geeignet sind:

  • ehemalige Auftraggeber
  • Großhändler in der Branche
  • Online-Ausgaben von Tageszeitungen
  • Kunden
  • Blogs und Webseiten
  • Testberichte

Eine langsam wachsende, aber gut gewählte Backlink-Liste zahlt sich im Marketing langfristig aus.

Nutzen Sie Verlinkungen zudem zur Bereitstellung interessanter Informationen für Ihre Nutzer. Seiten mit guten Links sind beliebt. Sie animieren zur Rückkehr. Gute Links sind dabei:

  • Wikipedia-Artikel
  • Verweise auf Blogs oder Webseiten
  • Behörden mit offiziellen Informationen

Natürlich sollten alle Links zu Ihrem Thema passen und auch hier gilt Qualität vor Quantität. 

7. Be social, aber überfordern Sie sich nicht!

Social Media ist wichtig, aber nicht das Wichtigste. Natürlich sollten Sie „Share“ – Funktionen der gängigen sozialen Netzwerke auf Ihrer Seite einbinden. Damit ermöglichen Sie Nutzern das Teilen Ihrer Seite in diesen Foren, also die Verbreitung. Die meisten Anbieter zur Erstellung von Webseiten bieten heute einfach zu handhabende Plug-ins an, die diese Funktion schnell in Ihre Seite integrieren.

Eine eigene Seite in den Netzwerken sollten Sie hingegen erst einrichten, wenn Ihre Webseite erfolgreich funktioniert, denn Social Media Accounts kosten Zeit. Nur mit einer regelmäßigen Betreuung machen diese Profile Sinn. Täglich sollte mindestens ein neuer Post/Tweet erscheinen. Wichtig ist dabei die Relevanz zum eigenen Unternehmen/Thema, die Aktualität sowie der Mehrwert. Als Faustregel gilt: Nichts im Social Media Account posten, was nicht auch auf der Webseite ist. Ihr Ziel ist die Popularität Ihrer Webseite nicht Ihres Social Media Profils zu erhöhen.

Kontinuität ist das A und O

Prinzipiell sollten Sie Ihre Webseite zur stetigen Verbesserung in regelmäßigen Abständen hinsichtlich der verschiedenen Gesichtspunkte unter die Lupe nehmen. Webseiten bedürfen mehr als einmal online gestellt zu werden. Regelmäßige Wartung, Aktualität, Optimierung von Keywords und Verbesserungen des Inhaltes sind unumgänglich und werden sich langfristig positiv auswirken. Eine Webseite ist wie ein Haus, es gibt immer etwas zu tun.

Weitere Tipps für Ihre Webseite finden Sie in unserem Blog.

Alisha Meier

Um seine Zielgruppe im Internet zu begeistern muss man kreativ sein. Alisha besitzt diese Kreativität und weiß als Content Marketerin bei sevDesk, welche Inhalte im Netz funktionieren. Im Blog beschäftigt sie sich mit sämtlichen Kreativthemen und versucht Selbstständige zu inspirieren.

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